In eigener Sache

Probleme mit der Diktatur

Dieser Text hat nichts mit Spielen zu tun, sondern eher damit, wie ich meine Texte hier erstelle. Wie ihr wahrscheinlich bereits wisst (und was euch wahrscheinlich bereits zu den Ohren heraushängt), bin ich seit über 2 Jahren linksseitig gelähmt, dank eines Schlaganfalls infolge einer Hirnblutung. Diese einseitige Lähmung hat natürlich zur Folge, dass mir einige Alltagstätigkeiten nicht so einfach fallen wie früher üblich. Neben den ganz normalen Problemen in einer solchen Situation, wie zum Beispiel beim Kochen, oder auch beim Haushalt, hat dies zur Folge, dass ich mit einer normalen Tastatur nur "unnormal" arbeiten kann. Ein Ein-Finger-Adler-Suchsystem ist nicht gerade förderlich für die Arbeitsgeschwindigkeit und führt außerdem zu recht vielen Vertippern.

Eine recht gute Option in einem solchen Fall stellt ein sogenanntes Diktierprogramm dar, mit dem man beispielsweise über ein Headset dem Computer diktiert und dieser dann das Diktat in geschriebenen Text umwandelt. So schreibe ich zum Beispiel auch diesen Text mit der Hilfe eines Diktierprogramms.

» Weiterlesen

Lots Of Luck, All Of It Bad…

Killing Lee Garvin

Es gibt Leute, die haben gefühlt seinerzeit, als der Herrgott das Pech verteilte, stundenlang laut " hier hier" gebrüllt, und als dann das Glück verteilt wurde, waren sie so heiser, dass sie nicht mehr bemerkt worden. Lee Garvin scheint ein Paradebeispiel für diese Personen zu sein. Nicht nur hat er als Spieledesigner einen Beruf, in dem nur die absoluten Superstars ihrer Branche von den Erlösen leben können, auch lebt er in Amerika mit der dortigen berühmten-berüchtigten Gesundheitsversorgung (nach dem Motto: wer sie nicht bezahlen kann, hat eben Pech gehabt) – und oftmals fühlt man sich bei seinen Erlebnissen benötigt, Jürgen Wegman zu paraphrasierten: erst hatte er kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.

Um ihm in seiner derzeitigen Notlage ein wenig auszuhelfen, hat jetzt Greg Porter, einer seiner Freunde, ein Spiel entworfen und bietet es über Kickstarter an. Von den Erträgen soll es Lee ermöglicht werden, wieder auf die Füße zu kommen.

» Weiterlesen

Eifeldrachen

Dracon #12

Dracon 12nach längerer Wartezeit – meine Gesundheitsprobleme sind noch nicht ganz behoben, insbesondere meine Innereien leiden noch unter den Lähmungserscheinungen, meine linke Körperseite ist sowieso ziemlich beeinträchtigt – komme ich endlich einmal dazu, wieder etwas zu schreiben. Und zwar war ich vom 13. bis 15. April diesen Jahres auf der Dracon in Paustenbach

Paustenbach?. Wo liegt das denn? Nun, das ist ein Ort ganz in der Nähe von Aachen, ein paar Kilometer weiter gehen Süden in die Eifel hinein. Daher ist der Ort auch relativ gut zu erreichen – nicht weit von der großen Autobahn aus Köln Richtung Belgien entfernt –, und auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln soll der Ort relativ gut zu erreichen sein. Das habe ich allerdings lieber nicht ausprobiert: mit meiner Behinderung habe ich bei öffentlich-rechtlichen Verkehrsmitteln schon ein paar böse Überraschungen erlebt. Stattdessen haben mich ein paar Bekannte, die ebenfalls dorthin wollten, zu Hause abgeholt und mitgenommen. Auf diesem Weg daher noch einmal vielen Dank an die beiden, für die das ein alles andere als trivialer Umweg war.

» Weiterlesen

Folgegeschäfte

Die DSGVO schlug zu

Wie möglicherweise einige wenige von euch schon gehört haben, tritt heute die DSGVO in Kraft. (Achtung: der vorige Satz kann Spuren von Ironie enthalten. Bei Ironieallergie bitte die Epinephrin-Spritze selbst applizieren). Diese Verordnung verlangt eine ganze Reihe schlauer Dinge, aber stellt auch ein paar merkwürdige Reifen auf, durch die man evtl. springen muss.

» Weiterlesen

Jahrmarkt der Schmerzen

Verdammt noch mal

Verdammt nochmalEs gibt viele Dinge, die einem unangenehm sind – sei es geistig oder körperlich.Darüber, wie schlimm manche Sachen sind (barfuß auf ein Legostein zu treten, ein Angelhaken im Gaumen, Heizungsausfall in der kältesten Nacht des Jahres…) kann man natürlich trefflich streiten. Und oftmals sind sich die Leute nicht einmal untereinander darüber einig, was denn eigentlich wie schlimm ist.

Mit diesem Phänomen befasste sich auch das Spiel Verdammt nochmal des holländischen Verlags Goliath, der auch in Dreieich Büros besitzt. Eigentlich ist Goliath ja eher für leichte Familienspiele mit viel Plastik bekannt, dieses Spiel haben sie aber in Australien eingekauft und von der grundsätzlichen Machart her erinnert es mich an die groß gehypeten Spiele der letzten Jahre. Es ist nämlich ein „reines“ Kartenspiel.

» Weiterlesen

M(i)au M(i)au

Sparkle Kitty

Sparkle KittyAuch wenn der Name des Spiels es vermuten lässt, geht es hierbei nicht um vampirische Katzen. Überhaupt wirkt dieses Spiel in manchem ganz anders, als es in Wirklichkeit ist: wenn man während des Spiels zuschaut, hat man irgendwie das Gefühl, das Spiel stamme aus Japan (und auch der erste Satz der Beschreibung zum Beispiel bei BoardGameGeek tut alles um diesen Eindruck zu festigen). In Wirklichkeit aber sitzt der Herausgeber in New Jersey, womit dieses Spiel im Endeffekt ein reines amerikanisches Gewächs ist.

Eine Gruppe mächtiger Prinzessinnen wurde von einer bösen Königin in Türmen eingesperrt und versucht nun zu entkommen. Ihre üblichen Zauberkräfte stehen den Prinzessinnen nicht zur Verfügung, denn die "böse Königin Sparkle Kitty" hat dafür gesorgt, dass in diesen Türmen nur ganz bestimmte Worte ausgesprochen werden können. Mit diesem begrenzten Grundwortschatz versuchen jetzt die Prinzessinnen sich aus den Türmen frei zu zaubern.
» Weiterlesen

Jäger der verlorenen Träume

Dream Catchers

DreamcatchersVielleicht klingt es ein wenig seltsam: dieses Spiel habe ich letzten Oktober auf der Spiel zur Rezension erhalten, trotzdem läuft zur Zeit ein Kickstarter, mit dem das Spiel finanziert werden soll. Allerdings war das Spiel seinerzeit hierzulande nur auf der Spiel erhältlich, ansonsten konnte man es nur in Singapur erwerben. Der aktuelle Kickstarter läuft noch bis zum 28. April um 6:00 Uhr morgens und bietet Lieferung weltweit, einschließlich EU-freundlicher Lieferung (keine Zollgebühren und Ähnliches)sowie vergleichbaren Optionen für andere Wirtschaftsgebiete.

Traumfänger sind bekanntlich Spinnweben-artige Gespinste, die in Schlafzimmern aufgehängt werden können, und in denen sich Albträume verfangen sollen, sodass die unter ihnen Schlafenden nur noch gute Träume haben. Da Kinder bei Albträumen besondere Probleme haben, versuchen die Traumfänger in diesem Spiel, Albträume von den Kindern fernzuhalten, süße Träume zuzulassen – und die Monster, die sich gerne unter den Betten verstecken, zu vertreiben. Wenn genügend süße Träume zusammenkommen, bevor der Wecker morgens klingelt, zu viele Albträume den Schlaf stören und bevor sich drei Monster unter dem Bett einnisten, hat das Kind eine gute Nacht und das Spiel ist gewonnen.

» Weiterlesen

Detektivfutter

Liebe, Geld und andere Intrigen für Private Eye

Für das Detektivrollenspiel Private Eye erscheint klassisch jedes Jahr zur Spiel ein Abenteuerband. Durch meinen Schlaganfall im Jahr 1916 war ich leider nicht in der Lage, den "Jubiläumsband" Nummer zehn zeitnah zu besprechen, ich erhielt sowohl ihn als auch Band 11 auf der letzten Spiel. Den elften Band mit dem Ttel Auge um Auge habe ich ja bereits an dieser Stelle besprochen – da dies der neueste Band war, fand ich es eigentlich nur sinnvoll, ihn vorzuziehen.

Aber selbstverständlich will ich unseren Lesern unsere Meinung zu Bd. 10 nicht vorenthalten. Immerhin bietet dieser Band, anders als Nummer elf, gleich drei Fälle, die die geneigten Detektive zu lösen haben. Und auch dieses Mal dürften die Gehirnwindungen der Spieler leichtes "Alpenglühen" zeigen. Allerdings gibt es in diesem Band, anders als in Nummer elf, keine Themen, die empfindsame Gemüter unangenehm finden könnten. Nun ja, kriminelle Aktivitäten und in einem Fall ein Mord sind nicht zu vermeiden, aber es ist mE nichts, was bei entsprechender Veranlagung zu Flashbacks führen könnte.

» Weiterlesen

Entwarnung

Nachdem meine Meldung von gestern bei einigen Bekannten zu Verärgerung gegenüber deutschen Behörden geführt hat, werde ich wohl nicht umhin können als die Sachlage aufzuklären.

Selbstverständlich handelte es sich bei dieser Meldung um den alljährlichen Aprilscherz. Mit Ausnahme vom vorigen Jahr, in dem ich ja durch meine Erkrankung nicht imstande war, einen Aprilscherz zu verfassen und zu veröffentlichen, hat Roachware bislang noch in jedem Jahr einen Aprilscherz veröffentlicht; teilweise mit gutem, teilweise mit schlechtem Erfolg.

Dieses Jahr habe ich mich dazu entschlossen, meine persönliche Situation ein wenig auf die Spitze zu treiben und so zu ironisieren. Soweit ich weiß, müsste die im Text angesprochene Einschätzung des Wertes einer Domäne (die angesichts der geringfügigen Monetisierung in meinem Fallenahezu wertlos sein dürften) erfolgen, bevor man eine Verwertung überhaupt einfordern könnte – immerhin gibt’s ja auch das „Schonvermögen“. Auch sind die genannten Fristen selbstverständlich so knapp, dass sie wohl kaum so gesetzt werden könnten, weil man mir ja in einem solchen Fall auch noch Gelegenheit zum Widerspruch geben müsste usw.

Also kein Grund zum Jubel:Roachware wird wohl auch in nächster Zeit erhalten bleiben. ;)

In eigener Sache

Domäne zu verkaufen

Wie der geneigte Leser vielleicht bereits weiß, bin ich seit meinem Schlaganfall nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Hierdurch bin ich dann auch von Unterstützung aus öffentlicher Hand abhängig. Diese ist abhängig von einer Reihe Voraussetzungen, unter anderem muss bestehendes Vermögen gegebenenfalls erst „verwertet“ werden.

Was gehört nun zu diesem Vermögen? Das scheint den entsprechenden gewährenden Stellen relativ frei überlassen zu sein, denn…
» Weiterlesen