Nicht nur für Bagger-Experten

Flattr this!


Strand-Cup

Der nächste Sommer kommt bestimmt, und vielleicht ist er ja auch weniger verregnet als früher. Die Erderwärmung soll es ja möglich machen. Dafür will man natürlich vorbereitet sein. Sommer, Sonne und Strand… und Beach-Volleyball.
Krimsus Krimskrams-Kiste bereitete uns vor ein paar Jahren auf jeden Fall vor für die kommende Sonnensaison .
Auch wenn noch kein Sommer ist, packt man die Badehose oder den Bikini, dazu ein paar Freunde, und schon kann man mit dem Strand-Cup beginnen, Beach-Volleyball in der eigenen Wohnung und mit Karten.

Es ist ein Spiel für vier bis acht Spieler in Teams von zwei, drei oder vier Spielern. Das Spiel kommt in einer Schachtel, die das Format einer kleinen Schachtel Zigaretten zu haben scheint – ich rauche nicht und kann es darum nicht sicher sagen. Von der Vorderseite grüßen sechs (schön gezeichnete) Volleyballer, die sich auf dem Strand versammelt haben. Und ja, es befindet sich auch ein Spieler dabei, der nicht gerade athletisch wirkt. In der Schachtel findet man die Spielregel und 60 Karten, von denen drei gebraucht werden, um den Spielstand festzuhalten. Die anderen 57 Karten stellen das eigentliche Kartenspiel dar.
Man ist inzwischen von Krimsus Krimskrams-Kiste ja eigentlich gewöhnt, daß ein Spiel lustig daher kommt und daß auch die Regeln vor allem aus Witzen bestehen. Das ist bei Strand-Cup seltsamerweise etwas anders. Nur bei Kleinigkeiten schimmert der gewohnte Humor durch. So braucht man Markierungssteine, um auf zwei Karten den aktuellen Spielstand festzuhalten – und die Spielregeln geben Beispiel für Markierungssteine: Würfel, Münze, Schnitzel, CD-Player, Waschmaschine, was gerade zur Hand ist… Davon abgesehen sind die Regeln sehr deutlich geschrieben, aber man bricht nicht ständig in Gelächter aus.
Die Karten selbst sind schön gezeichnet, aber auch nicht besonders humorvoll zu nennen. Das Spiel ist deutlich ernsthafter als beispielsweise Der Herr der Wichtel und Da geht was ab im Morgenland. Der Kartensatz besteht aus:

  • zwei Punktezähler-Karten, die den Punktestand bis zehn Punkte notieren – ein Satz geht bis 10 Punkte und nicht, wie beim Volleyball üblich, bis 15
  • eine Karte, die das Recht auf den Aufschlag markiert – dieser wird nach den üblichen Volleyball-Regeln vergeben
  • 39 Aktions-Karten (14 x Baggern, 14 x Pritschen, 11 x Schmettern); diese stellen die normalen Aktionen während eines Volleyball-Spiels dar
  • 8 Block-Karten, um eine Schmettern-Karte direkt scheitern zu lassen
  • 5 Rettungssprung-Karten, wenn das Team "geschlafen“ hat
  • 5 Spezial-Karten

Alle Aktionskarten haben zwei oder vier Werte – einen für die Annahme, einen für den Abschluß des Spielzuges, und meistens noch einen für die Vorbereitung des Schmetterns und für den Aufbau. Die normale Handlung eines Teams, wenn der Ball auf ihre Seite des Netzes kommt, besteht aus:

  • Annehmen des Balles und Aufbau des eigenen Spielzuges
  • Stellen des Balls, so daß dieser dann durch den
  • Abschluß des Spielzuges wieder auf die Gegenseite kommt

Jede Karte kann also an einem von drei Orten eingesetzt werden. Abhängig davon, wann die Karte gespielt wurde, hat sie einen bestimmten Wert (Baggern gibt beispielsweise die meisten Punkte für den Aufbau und sehr wenige Punkte, wenn man gezwungen ist, den Spielzug mit einer Baggern-Karte abzuschließen). Die Summe der Punkte aus einem Spielzug muß die Gegenseite mit dem Annahme-Wert einer Karte erreichen. Diese stellt dann auch wiederum die erste Karte des eigenen Spielzuges dar. Schmettern kann man natürlich nur, um einen Spielzug abzuschließen, dabei besteht dann auch noch eine Chance, daß der Ball ins Netz oder außerhalb des Spielfeldes landet.
Ein Schmettern kann auch geblockt werden – wenn dies passiert, wird mit einem Würfel geprüft, ob der geblockte Ball ins Netz geht (und nicht mehr erreicht werden kann) oder wieder bei den Gegnern landet – dann ist das Würfelergebnis der Wert, und die Gegenpartei kann den Ball mit einer Annahme-Karte im Spiel halten, wenn sie Glück hat.
Aber Beach-Volleyball wäre nur halb so schön, wenn da nicht die kleinen Gemeinheiten wären – und wie jeder weiß, verleiht Red Bull Flügel, auch an Volleyballer. Dafür gibt es die fünf Spezial-Karten, womit man den Gegner blenden, einen Energy-Drink trinken, dem Ball ein bißchen Schnitt mitgeben kann usw.
Einen Satz kann man in 30 bis 45 Minuten spielen, ein Match geht, je nach Absprache, über zwei oder drei Gewinnsätze. Nach dieser Zeit ist es dann auch soweit, daß man das Spiel bis zum nächsten Tag beiseite legen will, denn die Aktions-Möglichkeiten sind eingeschränkt (anders als beim richtigen Volleyball), und oft entscheidet nur das Vorhandensein der richtigen Karte über den Punkt.
Das Spiel ist leicht zu spielen, schnell und als 'Zwischendurch-Spiel' empfehlenswert. Auf der Webseite des Produzenten kann man es für 7 Euro bestellen. Dies Spiel in einem Laden zu finden, kann dahingegebn wirklich schwierig werden, selbst in Deutschland.

Name

Strand-Cup

Hersteller Krimsus Krimskramskiste
Autor Mark "Krimsu“ Sienholz

Spieler

4, 6 oder 8

Denken

5

Glück

7

Geschicklichkeit

0

Preis ca.

7 €


Diese Rezension beruht auf der, die ich beim Erscheinen des Spiels für den Brettspielverein Casus belli in den Niederlanden geschrieben habe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.