Schatzsuche

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fleet 1715

Selten sind die Spiele, die .auf der Schachtel behaupten, für einen und mehrere Spieler gleichermaßen geeignet zu sein. Meist handelt es sich dabei um sogenannte ′kooperative′ Spiele, bei denen man gegen einen Spielmechanismus spielt, und bei dem eine Einzelperson den Vorteil der besseren Koordinierung von Aktionen hat.

fleet 1715 (das kleine F ist richtig so) ist ein Spiel, das ohne die Kooperation auskommt, und dennoch für einen bis fünf Spieler geeignet sein soll. Man versucht, die Position und die Ladung von Schatzschiffen zu ermitteln, die vor der Küste gesunken sind. Auf der Spiel 2006 wurde es übrigens bereits vorgestellt, war aber wegen eines Produktionsfehlers nicht erhältlich, so dass es noch als 2007er Neuheit durchgeht.

Vier Schiffe aus vier verschiedenen Nationen mit vier verschiedenen Ladungen, an vier Stellen, in vier verschiedenen Tiefen. Klingt irgendwie bekannt? Nun, wer das Auswertungsblatt in der Spielregel sieht, wird sich sicher sein: es sind reine Denksportaufgaben, wie man sie auch in Zeitschriften findet, oder im P.M. Logiktrainer.

In der Einpersonen-Version sind sie auch genau das. je nach Szenario erhält man auf 14 bis 23 Karten Informationen über die Schiffe – ″Die N. Sn. de la Regla war eine holländische Schaluppe″, oder ″In 22 ft. tiefem Wasser wurde chinesisches Porzellan entdeckt″. Aber auch ′Die San Mighuel liegt in mehr als 16 ft. Tiefe″ oder ″Die holländische Schaluppe liegt tiefer als die Almiranta″ sind möglich. Wer die Denksportaufgaben kennt, weiss was ihn erwartet.

Interessant ist höchstens, dass die Karten insgesamt 16 verschiedene Aufgaben mit denselben Eckwerten darstellen: die Karten sind mit Buchst5aben markiert, und nur ein Teil bildet eine Aufgabe.

Im Mehrpersonenspiel erhält jeder Mitspieler nur einen Teil der Informationen, sowie die Aufgabe, entweder alle Daten zu einem bestimmten Schiff oder alle Daten zu einem Fundort zusammenzustellen. Hierzu fragt man reihum die anderen Spieler nach bestimmten Informationen (z.B.: ″Weißt Du etwas über Wracks in 16 ft. Tiefe?″), und erhält meistens eine Karte als Antwort. Hieraus muss man, Sleuth-artig, schnell die richtigen Schlüsse ziehen.

Leider ist hierbei das Kartenglück ein nicht zu unterschätzender Faktor: erhält man die richtigen Informationen, kann man meist ziemlich schnell ein Ergebnis erreichen. Geht es aber schief, dann sucht man sich nach der nötigen Information dumm und dämlich.

Das Material ist ganz einfach schön, und unterstützt auch beim Bearbeiten der Aufgaben, wenn man mit den Ergebnistabellen nicht zurecht kommt. Vor allem als Zeitvertreib für eine Person ist das Spiel sein Geld wert. Aber auch als Mehpersonenspiel hat es seinen Reiz.

Es gibt übrigens noch eine Erweiterung mit 6 Extrakarten und 12 zusätzlichen Szenarien.

Hersteller

Clicker Spiele

Autor

S. Riedel

Sprache d. Spiels

Deutsch / Englisch

Spieler

1-5

Denken

10

Glück

0-5

Geschicklichkeit

0

Empf. VK

9 €

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