Football mit Karten

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ForceBall

Aus Schweden kommt der Spieleverlag Gigantoskop, der seit ein paar Jahren mit Kartenspielen verschiedener Art aufwartet. Eines dieser Spiele, das zusammen mit D•Source herausgegeben wird, ist ForceBall, ein Spiel dessen Verpackung Anime-artige Zeichnunger aufweist.

In der Verpackung findet man auch nur 56 Karten und zwei Regelheftchen – eines in Englisch, eines in Schwedisch. Von den Karten sind noch 2 Regelzusammenfassungen, die gleichzeitig als Anzeige dienen können wer welche Rolle im Spiel hat.

Die Spielregel führt in mehreren Schritten in das Spiel ein, begonnen bei der Regelfassung ″Little League″ über ″Junior″ und ″Senior League″ bis hin zur ″Pro Ball Series″. In jedem Schritt werden neue Konzepte eingeführt, und das Spiel entwickelt sich.

Jeder Spieler erhält sieben Karten, mit denen er entweder versucht, einen Punkt zu erzielen, oder den Gegner an genau diesem Punkt zu hindern. Hierfür ist immer einer der Spieler Angreifer, ein anderer Verteidiger, was auch mit den Zusammenfasungskarten angezeigt werden kann: sie sind auf einer Seite rot (Verteidiger), auf der anderen blau (Angreifer). Auch die Karten folgen dieser Farbeinteilung: rote Karten kann nur der Verteidiger verwenden, blaue nur der Angreifer, und violette Karten können beide verwenden.

Ziel ist es, eine Karte auszuspielen, die so hoch ist, dass der Gegner nicht mehr mithalten kann. Dies ist in der Little League noch leicht zu überschauen – abgesehen von den Startkarten werden alle Karten von einem offen liegenden Kartenstapel gezogen. Man kann also abschätzen, welche Kartebn der Gegner evtl. auf der Hand hat. Allerdings ist man nicht verpflichtet, eine Karte zu ziehen, zum Beispiel um so dem Gegner schwache Karten zuzuspielen. In höheren Ligen kann das noch viel wichtiger werden…

Außerdem muss man die Geschwindigkeit der eigenen Leute beachten – jede Manöverkarte hat eine Geschwindigkeitsvoraussetzung in Form von einer, zwei oder drei Karten. Die legt man (maximal eine pro Runde) offen vor sich aus. In der Little League lohnen mehr als drei Karten nicht.

Man muss immer eine Karte als Manöver ausspielen, die mindestens so stark ist wie die des Gegners. Sobald dies nicht mehr kann, wird überprüft, wer als letzter eine karte gelegt hat (das ist der Gewinner des Spielzuges) und welche Karte das war. Es gibt sechs Möglichkeiten:

  • Der Angreifer endete mit einem Schuß: er erzielt ein Tor (ein Punkt)
  • Der Angreifer endete mit einem Pass: er darf vor dem nächsten Spielzug 3 Karten in die Hand nehmen
  • Der Angreifer endete mit einem Dribbling: er darf 2 Karten in den Geschwindigkeitsstapel legen.
  • Der Verteidiger endete mit einem Tackle: er darf 2 Karten in den Geschwindigkeitsstapel legen.
  • Der Verteidiger endete mit einem Block: er darf vor dem nächsten Spielzug 3 Karten in die Hand nehmen
  • Der Verteidiger endete mit einer Interception: er erhält den Ball und ist im nächsten Spielzug der Angreifer: Beide Spieler drehen ihre Karten um.

In der Little League ist es einfach eine Frage des längeren Atems. In der Junior League hat man dann schon mehr Möglichkeiten. Man kann mit den Geschwindigkeitskarten die Kraft des eingenen Spielzuges verbessern, und man kann die Geschwindigkeit variieren. Hiermit wird das Spiel wesentlich taktischer.

In der Senior League kann man dann noch weitergehende Tricks anwenden: mit bestimmten Karten kann man als Angreifer einen gewonnenen Spielzug im Nachhinein noch in ein Tor verwandeln (bis dahin kann der Verteidiger beschließen, den Spielzug verloren zu geben und mit Dribbling oder Pass nur wenig Risiko zu laufen). Auch kann der Verteidiger einen gewonnennen SPielzug im Nachhinein noch in einen Inetrcept verwandeln. Auch kann man Karten für andere als die aufgedruckten Manöver verwenden (ein ″Foul″), was aber von aufmerksamen Schiedsrichtern unterbunden werden kann. Schließlich gibt es noch ″Streß″-Karten, die eibnen SPielzug veloren geben, wenn sie vom Stapel gezogen werden – da man sieht, was man zieht, wird man das natürlich so lange möglich auszustellen versuchen.

Schließlich kann man in der Pro Ball Series den Wert eines Tores erhöhen. Nachteil hierbei ist, dass ein verlorener Spielzug evtl. auch zu einem genauso hohen Punktgewinn des Verteidigers führen kann.

Wenn ich den Spielverlauf mit einem Mannschaftssport vergleichen muss, ist eindeutig: ForceBall basiert auf American Football – auch wenn die Illustrationen einen eher an Hockey, ein wenig an Baskisches Pelota oder Aventurisches Imman (aus der Welt des Rollenspiels Das Schwarze Auge) erinnern. Würde man die Anime-Zeichnungen durch Bilder von Football-Spielern ersetzen, wäre das Bild komplett.

Aber auch Spieler, die American Football weniger abgewinnen können, können an diesem Spiel Gefallen finden. Man muss sich nur erst einmal durch die Little und die Junior League hindurchbeißen. Man sollte sie aber auch ein paar Mal gespielt haben, damit man die Basis für die weiterführenden Regeln hat, ansonsten wird man leicht überwältigt und vergißt etwas. Das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich so an dem Spiel entdecken konnte: die Littel und Junior League bieten zu wenig Einflußmöglichkeiten für den Spieler und könnten abschrecken, man kann sie aber nicht wirklich auslassen.

Ansonsten ist es ein gutes Zweipersonenspiel, das bei einer Partiedauer von 30-60 Minuten (bei Experten eher im unteren Teil dieses Bereiches) ein netter Feierabendvertreib ist.

Leider ist auf den Webseiten von Gigantoskop und Forceball kein Deutscher Händler zu finden, so dass kein Preis bekannt ist. Wenn jemand einen weiß (und eine Bezugsquelle, da ich auch keine finden konnte): Kommentar oder eMail :-)

Hersteller

Gigantoskop D•Source

Autor

Das Gigantoskop-Team

Spieler

2

Denken

3-7

Glück

8-5

Geschicklichkeit

0

Preis ca.

unbek. (s.o.)

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