Ein Affentheater

SpanktheMonkeySpank the Monkey / Monkey Business

Aus Schweden kommt der Spieleverlag Gigantoskop, der seit ein paar Jahren mit Kartenspielen verschiedener Art aufwartet. Vir ein paar Monaten habe ich bereits das Spiel Forceball von Gigantoskop besprochen.

Ihr Erstlingswerk war allerdings ein ganz anderes Spiel, das den doppeldeutigen Titel "Spank the Monkey“ trägt. Dies Spiel wurde zunächst in einer Kleinschachtel ähnlich Forceball vertrieben, später gab es dann mit Monkey Business noch eine Erweiterung, die Gesamtausgabe wurde dann ebenfalls in einer größeren Spieleschachtel verkauft.

Auf einem Schrottplatz ist der Affe los. Im wahrsten Sinne des Wortes: ein Exemplar dieser Tierart hat sich losgemacht und klettert jetzt auf den Müllstapeln herum. Das kann man als verantwortungsbewusster Schrottplatzmitarbeiter natürlich nicht durchgehen lassen, und so baut man denn einen eigenen Turm aus Abfall, um den Affen zu erwischen und gründlich zu versohlen.
Das Hauptspiel besteht aus 120 Karten, die entweder Bauteile für die Türme oder Angriffsmöglichkeiten auf die Türme der Mitspieler darstellen. Monkey Business fügt dem noch einmal 60 Karten hinzu, sowie 60 Pappmünzen. Die Luxus-Gesamtausgabe enthält zusätzlich einen roten Affenwürfel (ein Affenkopf anstelle der 1), einen Markierungsstein und eine größere Markierungskarte, auf der man die Position des Affen angeben kann.

Das Spiel erklärt sich recht schnell: aus den Handkarten spielt man Karten aus, die den eigenen Turm erhöhen (Bauteile, Verstärkungen) oder Türme der Mitspieler angreifen. Bei Angriffen auf Türme der Mitspieler wird gewürfelt, ob der Angriff Erfolg hat, wenn ja, stürzt der Turm des Mitspielers teilweise ein. Wenn man am Ende des eigenen Zuges mindestens die Höhe des Affen erreicht hat, kann man versuchen, ihn zu verdreschen, auch hierfür wird gewürfelt. Das gelingt um so leichter, je näher man der Position des Affen ist.

Leider ist der Affe nicht angebunden, sondern klettert selber auf seinem Stapel wild herum – jedesmal, wenn ein Spielerturm erhöht wird, kann sich die Position des Affen ändern – je nach der Karte klettert er hinauf oder auch hinab.

Mit Monkey Business kamen zu den normalen Bauteilen und Angriffen noch Bauteile und Angriffe, die Geld kosten, sei es für die Anwendung, sei es als Unterhalt. Dise Karten machen das Spiel noch etas strategischer, aber ändern nichts am Hauptverlauf.

Alles in allem ist das Spiel nicht sonderlich kompliziert, es lebt in erster Linie davon, dass man sich gegenseitig ärgert. Als Zwischendurchspiel ist es aber recht nett. Das Material ist auch von guter Qualität, wenn man von den Papp-Goldmünzen absieht. Die mssen vor dem Spiel erst ausgepöppelt werden und wirken recht dünn.

Die Schachtel für Monkey Business wirkt für 60 Karten recht groß, aber wenn man bedenkt, dass man hier auch die Karten von Spank the Monkey mit hinein tun soll, ist sie nicht zu groß. Die Schachtel der Gesamtausgabe ist nicht größer, und gut gefüllt. Spielbar ist das Spiel auch zu zweit, es macht aber umso mehr Spaß, je mehr Spieler mitmachen.

 

Hersteller

Gigantoskop

Autor

Peter Hansson

Spieler

2-6

Denken

6

Glück

6

Geschicklichkeit

0

Preis ca.

9,80 / 9,80 / 18 €

 

Ein Kommentar

  1. […] sie mir ihr Erstlingswerk in die Hand, ein witziges Kartenspiel mit dem doppeldeutigen Titel Spank the Monkey, zu dem es später noch eine Erweiterung und eine Gesamtausgabe geben sollte, die ich in verlinktem […]

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