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Cowboy Poker

Wenn Cowboys zusammenkommen, tun sie eine von drei Dingen: sie treiben ihr Vieh zusammen, sie veranstalten eine wilde Schießerei, oder sie spielen Poker. Aus jeder dieser drei Tätigkeiten könnte man ein eigenes Spiel machen, man kann aber auch alle drei Tätigkeiten zusammenfügen und erhält Cowboy Poker.

Das Spiel, das unter dem Namen Cowpoker bei Steve Jackson Games erschienen ist, wurde hier in einer hübsch eingedeutschten Version von Pegasus veröffentlicht, wobei die witzigen Originalillustrationen von Greg Hyland wiederverwendet wurden. Auch der Spielmechanismus entspricht den Originalregeln von James Ernest und Mike Selinker genau.

Schöner finde ich jedoch die Deutsche Verpackung, die ganz einfach deutlich stabiler ist als die Amerikanische Ausgabe mit ihrer Aufhängeöse (hier die Rückenansicht – die Illustrationen auf der Vorderseite unterscheiden sich nur in der relativen Position).

Das Spiel besteht aus insgesamt 66 Karten: 54 Spielkarten und zwölf Ranchkarten. Jede Ranchkarte gibt es genau dreimal, es gibt also vier Ranches im Spiel. Demensprechend nehmen auch immer genau vier Spieler am Spiel teil – wenn nur zwei oder drei Spieler im Fleische am Tisch sitzen, wird der Tisch aufgefüllt mit 'Kaktusspielern‘: Dummies, die rein zufällig und ohne Handkarten agieren.

Jeder Spieler repräsentiert eine dieser Ranches, die zu Spielbeginn ausgelost wird. Dabei macht es keinen Unterschied, welche Ranch man erhält.

Von den jeweils fünf Handkarten spielt man nun reihum Karten offen in die eigene 'Bande'. Hierbei ist grundsätzlich uninteressant, ob die Karten zur eigenen Ranch gehören oder nicht (zusätzlich zu Karten mit Arbeitern der Ranches gibt es noch Karten mit 'Stadtbürgern). Allerdings haben Karten mit eigenen Cowboys und Stadtkarten zusätzlich noch einen Effekt, der ausgeführt werden muss.

Meistens besteht dieser Effekt entweder in einem Viehtrieb oder einer Schießerei. Hierfür wird ein Stich gespielt, den der Spieler gewinnt, der den höchsten Kartenwert für Schießerei bzw. Viehtrieb ablegt, bei gleichwertigen Karten gewinnt die zuletzt gelegte Karte. Diese Stichkarten kommen nicht in die Bande, sondern umgedreht in den 'Keller'. Ein paar Karten haben abweichende Effekte, zum Beispiel einige Stadtkarten, die bei Verwendung (egal welcher Art) in die Bande mit den wenigsten Siegpunkten / dem schwächsten Pokerblatt gehen, Karten, die einen Bonus auf zukünftige Viehtriebe oder Schießereien geben – oder auch die vier Asse, die die Rancheigentümer darstellen. Wer einen Rancheigentümer in der eigenen Bande hat, verwendet in Zukunft zwei Ranchfarben als 'eigene‘: die zu Spielbeginn ausgeloste, und die der As-Karte.

Wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist, geht es an die Endabrechnung. Hierbei erhält man Punkte für die Mitglieder der eigenen Bande, Bonuspunkte für das stärkste Pokerblatt in der Hand, der Bande und dem Keller, sowie spezielle Minuspunkte für den schwächsten Keller. Für Spieler, die trotz der vielen Fernsehübertragungen die Pokerhände nicht kennen, wird die Rangfolge derselben auch noch einal in den Spielregeln angegeben.

Sieger ist, wer (na, was wohl?) die meisten Punkte nach der Abrechniung hat.

Die Kaktusspieler erhalten, wie gesagt, keine Handkarten. Stattdessen wird, wenn sie eine Karte spielen müssen (in die Bande oder in den Stich), hierfür die oberste Karte vom Nachziehstapel verendet. Bei Entscheidungen der Kaktusspieler werden die übriggebliebenen Ranchkarten verwendet. Natürlich kann ein Kaktusspieler so auch das Spiel gewinnen, aber das ist bei korrekt und schlau spielenden Echtspielern eher selten.

Cowboy Poker ist ein witziges, kleines Kartenspiel für zwichendurch, das sicherlich bekannteren Spielen wie Sechs Nimmt, Munchkin oder Wizard nicht den Rang ablaufen kann, aber für ein schnelles Spiel zwischendurch sehr gut geeignet ist. Vor allem dauert eine Partie wesentlich kürzer als bei einem wirklich mit allen Tricks ausgetragenen Munchkin, oder ein Wizard oder Sechs Nimmt. Als Eröffnung / Wartespiel vor dem Essen / Absacker für einen großen Spielabend ist es ebenfalls sehr gut geeignet.

Hersteller

Pegasus Spiele

Autor

James Ernest und Mike Selinker

Spieler

2-4

Denken

7

Glück

6

Geschicklichkeit

0

Preis ca.

7 €

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