Spieltage – Tag 1

Relativ ruhig sind heute die Internationalen Spieltage in Essen gestartet. Auch dieses Jahr bin ich wieder nicht auf dem 'kürzesten Weg' angekommen, aber das lag dieses Jahr nicht daran, dass ich mich verfahren hätte. Nein, es gibt da mehrere große Baustellen im Kreus DU-Kaiserberg sowie auf der A40 in Essen, so dass mein Navi auf die gute Idee kam, die Staud zu umfahren. Ich wurde auf der A42 bis Bottrop durchgelotst, und dann quer durch essen geschickt. Immerhin was der Verkehr dort recht moderat, so daass ich nur 8 Minuten später ankam als ursprünlich durch mein Navi vorhergesagt, als es von den Staus noch nichts wusste. In den Staus hätte ich lt. navi-Anzeige mehr als 40 Minuten fest gehangen. so dass der 'Umweg' sehr nützlich war.

Die Menschenmengen vor dem Eingang sahen recht überschaubar aus, wenn es auch voller war als letztes Jahr. Denselben Eindruck hatte ich auch drinnen, und ich hörte auch von einigen anderen, dass sie das auch dachten. Es scheint also voran zu gehen.

Ein Wiedersehen gab es mit lange Vermißten. Out of the Box Games ist nach zehn Jahren wieder einmal auf der Spiel vertreten, und zeigte insgesamt sechs neue SPiele: Backseat Drawing ist ein Zeichenspiel, das ein ganz nettes Partyspiel werden könnte. Ninja versus Ninja ist ein kleines, nettes taktisches Brettspiel, in dem zwei Ninja-Clans sich gegenseitig ausspionieren und auseinandernehmen. In 10 Days in Europe versucht man, eine Reise durch Europa zu planen. Rock! ist ein Spiel, das 'schneller ist als sein Name‘: Das altbekannte Papier-Stein-Schere wird durch ungewöhnliche Illustrationen dargestellt, aber es gewinnt nicht der, der die siegende Kate legt, sondern der, der die siegende Karte benennen kann. Außerdem gibt es noch Cloud 9, mit garantiertem Ballon-Höhenrausch, und MixUp, eine Art "4 gewinnt“ mit Farben und Formen.

Funforge, ein neuer Französischer Herausgeber zeigte Illusio. In diesem Spiel versuchen Illusionisten (Zauberkünstler im Varieté) in einem Wettbewerb die besten Illusionen darzubieten.

Der Niederländische Eigenverlag Splln (diesen Buchstabenknäuel spricht man aus wie ein Hamburger 'spellen' lesen würde, als mit s-pitzem s-tein) präsentierte das Spiel Tosti, in dem man … eben Tostis herstellt. Tostis sind Niederländische überbackene Toasts, man kann sie sich für das Spiel aber auch wie Sandwiches vorstellen.

Der Dänische Verlag Gottick, der voriges Jahr durch Comrade Koba auffiel, bietet dieses Jahr mit Supermarket Psycho ein neues Kartenspiel an, in dem man sich fragt, ob es eigentlich eine gute Idee war, ausgerechnet jetzt einkaufen zu gehen…

Die Redaktion Phantastik zeigte das Spielerhandbuch zu Private Eye, einem Detektivrollenspiel in der Welt von Sherlock Holmes. Es soll komplett kompatibel sein zu Cthulhu by Gaslight, was für interessante Effekte sorgen dürfte, wenn man ein Abenteuer des einen Systems mit einer Runde des anderen spielt.

Der in letzter Zeit eher durch andere Aktivitäten in die Schlagzeilen geratene Verlag Prometheus Games zeigte zum einen den Companion zu Ratten! mit dem Titel Ratten!! (2. Teil, also auch zwei Ausrufezeichen – Pratchett-Kenner werden sich bereits auf den fünften Teil freuen ;) ), zum anderen Opus Anima. Opus Anima („ein Rollenspiel um grotesken Horror“) ist eigentlich ein eigenständiges Projekt, und Prometheus hat eine Lizenz über das Spiel. Der eiugentliche Produzent nennt sich NewQuest Verlag, und ist über die Opus Anima-Homepage zu erreichen.

Wirklich neu bei Ulisses waren eigentlich nur noch die Würfelbecher, die allerdings einen respektabelen Preis kosten. Das nächstneueste ist Der Kult der goldenen Masken, der bereits hier besprochen wurde. Interessant sah auch Monsterpocalypse aus, das aber als Sammelspiel für meine neue Kollegin interessant sein dürfte.

Ein hübsches Goodie, das allerdings keinen echten Nährwert hat, sind Pokerdecks von Flying Buffalo. Sie wurden zur GenCon gemacht, und zeigen auf den Karten Spielverlage, Spielprodukte und Persönlichkeiten.

Allgemein muss ich sagen, dass ich letztes Jahr den Eindruck hatte,d ass LARP-Läden auf dem Rückzug waren. Dieses Jahr dahingegen machten die LARP-Läden ein großes Comeback, und waren wieder massiv auf der Messe vertreten.

So viel für heute, morgen ist auch noch ein Tag. nach meinen üblichen Modus Operandi sind morgen die hallen 10-12 dran, in denen die 'großen' Spieleverlage (aber auch viele kleine, wie Doris und Frank, oder Cwali) zu finden sind. Diese drei Hallen sind traditionell am Wochenende die meistbesuchten…

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