Automatismen

Robotory

Hier geht es nicht um das Dark-Metal-Album Robotory von Dark Gamballe… Drei Roboter auf einem kleinen Spielbrett, Energiesteine, die die Bewegung der Roboter bestimmen, und zwei Spieler. Das ist alles, was zu einer Runde Robotory benötigt wird. Die Spieler versuchen mit den Energiesteinen die Roboter so zu lenken, dass sie bei Spielende uf der eigenen Seite des Spielbrettes stehen. Da der Gegenspieler dasselbe Ziel hat – aber eben die andere Seite des Spielbrettes – ist das gar nicht so einfach.

Robotory ist eines der kleinen Spiele von Asmodée, die äußerlich nicht viel hergeben: eine winzige (9,5 cm × 9,5 cm × 2,5 cm) Schachtel, ein doppelt gefaltetes Spielbrett, drei halbkugelförmige Roboter in weiss, schwarz und rot, sowie 28 Energiesteine, je 14 in weiss und schwarz. Die Roboter und Energiesteine sind ziemlich klein geraten, sonst würden sie auch nicht in die Schachtel passen.

Außerdem findet man in der Schachtel noch ein Heft mit den Regeln, in Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Niederländisch.In meinem Exemplar waren die Regeln ein wenig schief zugeschnitten, man sah eine deutliche Neigung der Zeilen, in der Heftmitte waren sie deutlich höher als an den Rändern. Allerdings war überall genug Rand, dass nichts wesentliches abgeschnitten worden wäre.

Zwei Spieler, Energiesteine in schwarz und weiss – traditionell würde man annehmen, dass der eine Spieler schwarz und der andere weiss spielt. Aber nein: die Farben haben nichts damit zu tun, wer eine Spielfigur bewegen kann/darf. Jeder Spieler darf, wenn er am Zug ist und kann, jede beliebige Farbe bewegen.

Hierbei hat jeder Spiel, der am Zug ist, drei verschiedene Aktionen zur Auswahl, genau eine davon muss er wählen – und zwar eine, die er ausführen kann. Passen (und sei es, indem man etwas wählt, was man gerade nicht tun kann) ist nicht zulässig.

Die möglichen Aktionen sind: Setzen eines beliebigen Energgiesteins aus dem eigenen, begrenzten Vorrat aufs Spielfeld auf ein leeres Feld, Ziehen der Roboter und dabei Verbrauchen der Energiesteine, und Nachladen aus dem allgemeinen Vorrat. Die Roboter ziehen auf Felder mit Energiesteinen, die sie vertragen (der weiße Roboter 'verzehrt' also nur weiße Steine, der schwarze Roboter nur schwarze, der rote kann beide Sorten vertragen). Sie können sich in einem Zug mehrere Felder weit bewegen, können hierbei aber keine leeren Felder überspringen. Einmal verbrauchte Energiesteine kommen endgültig aus dem Spiel, sie werden also nicht in den allgemeinen Vorrat zurück gelegt.

Wenn der letzte Energiestein aus dem Vorrat genommen wird, ist das Spiel sofort zu Ende. Der Spieler, auf dessen Seite dann mindestens zwei der Roboter stehen, hat gewonnen.

Die Mechanismen sind leicht verständlich, die Spielregel ist deutlich. Dennoch raucht einem beim Spielen der Kopf, denn auch wenn es ein Spiel mit vollkommener Information ist, gibt es viele Punkte, mit denen man rechnen muss. Der rote Roboter kann einem einen Weg, den man für einen Roboter gebaut hat, plötzlich wieder unterbrechen, ein falsch plazierter Energiestein kann zwischen Sieg und Niederlage entscheiden.

Da es ein Spiel mit vollkommener Information ist, gibt es sicher auch eine Siegstrategie, aber die ist nicht trivial einsichtig. Ein Spiel dauerte daher in Tests eigentlich immer länger als die auf der Schachtel angegebenen 15 Minuten, aber selten mehr als 30.

Einziger Nachteil: durch die Größe der Schachtel bedingt, sind die Spielsteine (vor allem die Energiesteine) wie gesagt ziemlich klein geraten. Man muss kein Grobmotoriker sein um hin und wieder die Kontrolle über einen der Steine zu verlieren, auch sind sie ein wenig "wind“anfällig.

Wenn man hiervon absieht, ist Robotory ein hübsches Denkspiel, das 'leicht zu lernen aber nicht leicht zu meistern' ist – wie jeder gute Denkspiel

Hersteller Asmodée

Autor

Susumu Kawasaki

Spieler

2

Denken

10

Glück

0

Geschicklichkeit

3 (für die kleinen Steine)

Preis ca.

9 €

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