Ausgeschlafen


Morpheus 2010

Ich weiss, es gibt noch ein paar Cons vom letzten Jahr, die eine Besprechung verdient haben. Und die werden auch noch kommen – rechtzeitig für jeden, der sich überlegt, ob es sich dieses Jahr lohnt, dorthin zu fahren. Vom letzten Morpheus habe ich aber bereits alle Informationen, die ich benötige, während ich von anderen noch auf Informationen warte.

Jedes Jahr am ersten bzw. zweiten Januarwochenende findet die 'Eröffnung' des Conjahres in Herne, im Jugendzentrum Burg statt. in diesem haus finden sich Rollenspieler ein, die sich nicht vor Eis und Schnee bange machen lassen. Und dieses Jahr (8. bis 10. Januar) war ja mit Daisy ein ausgewachsener Schneesturm angekündigt, der einige Besucher davon Abstand nehmen ließ, den Weg nach Herne auf sich zu nehmen.

Einer dieser vermissten Besucher war dann auch Sabine Weiss. Nein, nicht Sabine Weiss, sondern Sabine Weiss, der die Reise durch das Münsterland beim angekündigten Schneechaos wohl zu unsicher erschien. Aber auch einige andere 'Regulars' wurden vermisst, denen die Aussichten wohl nicht rosig genug gewesen waren.

Im, Nachhinein muss man sagen, dass die Medien (wieder einmal) im voraus aus einer Mücke einen Elefanten gemacht zu haben schienen. Obwohl es am Samstag nahezu ununterbrochen schneite, musste ich am Sonntag nicht mehr als zehn Zentimeter Schnee vom Wagen schieben, bevor ich losfahren konnte. OK, während ich diese zehn Zentimeter ausnahmsweise vertikal messen konnte (normalerweise werden Schneemengen da, wo ich wohne, eher horizontal gemessen, damit man überhaupt etwas messen kann…), war es doch im Endeffekt recht harmlos. Wenn man das vorher hätte wissen können.

Trotzdem ließen viele Besucher es sich nicht nehmen, Petrus und seinen Schergen im DWD zu trotzen – auch wenn die Morpheus-Leute traditionell nicht genau wissen, wie viele Gääste sie hatten (weil sie auch keinen Eintritt nehmen), schien der Con mir zumindest nicht schlechter besucht als in den letzten Jahren.

Auch das Spielrundenangebot war überraschend groß und vielfältig – von Savage Worlds über Cthulhu, DSA und Shadowrun bis hin zu Private Eye waren Runden für jeden Geschmack zu finden. Supporter alle wichtigen Verlage (Pegasus, Prometheus, Ulisses…), ja sogar Spielrundenangebote der Redaktion Phantastik waren zu finden – und fanden ihre Runden meist ziemlich schnell voll. Und auch die 'privaten' Angebote waren sehr zahlreich und gut. Neben meinen fast schon traditionellen Nachtrunden kam ich tatsächlich dazu, selber zu spielen: am Samstag eine DSA-Runde, die um ein Haar von zwei Schelmen geplagt worden wäre (ein Spieler entschied sich für etwas anderes), und am Sonntag ein 'neues' Private-Eye-Abenteuer, das auch in dem neuen Einsteiger-Regelwerk gratis verteilt wird. Ein nettes, geradliniges Abenteuer, das dennoch zu gefallen wusste…

Neben dem Verkaufsstand der Redaktion Phantastik (die neben ihren eigenen Produkten vor allem Fanprodukte wie Dausend Dode Drolle usw. anbieten) war ein Stand vom Highlander alle drei Tage offen, an dem man die Reste des Weihnachtsgeldes in Rollenspielmaterial umsetzen konnte.

Die Gildenküche war natürlich auch wieder aktiv, und hatte ein bekannt gutes und günstiges Sortiment, mit als Highlights eine Lauchsuppe, einen Lauch-Kartoffel-Auflauf und die Morpheus-Klassiker mit den Bartkartoffeln (die man sich nicht entgehen lassen sollte) und Waffeln. Angenehme Überraschung war, dass die letztes Jahr bereits freitags ausverkaufte Cherry Cola diesmal deurlich länger vorhielt.

Das später dann notwendige Entsorgen der Produkte der Gildenküche konnte dieses Jahr auch in etwas angenehmerer Atmosphäre stattfinden: im letzten Jahr war die Heizung repariert worden, so dass auch die Herrentoilette besuchbar war ohne dass man halb erfror. Auch was die Sauberkeit angeht, gab es keinen Anlaß zu Klagen, angesichts der Besuchermenge.

Zusammengefasst: Der Morpheus ist der Beginn des Conjahres (auch wenn manche ihn eher als Abschluss des Vorjahres sehen wollen), und man sollte ihn, wenn möglich, nicht verpassenh.

Veranstaltung

Morpheus

Ort

Spielezentrum Herne

Eintritt

frei

Teilnehmer

ca. 300

Dauer

Freitagabend – Sonntagabend

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