Verbindung gesucht

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Bamogo

Spiele, bei denen man die gegenüberliegenden Seiten eines Spielplanes verbinden muss, gibt es viele. Die bekanntesten dürften wohl Twix, ConHex und Atoll sein, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ergo muss man schon eine neue Idee bringen, um mit einem Verbindungsspiel noch einen Hund hinter dem Ofern hevorzulocken- oder ganz besonderes Material bieten.

Beim Stichwort 'besonderes Material' fällt einem natürlich sofort HiKu-Spiele ein, die kleine Spiele mit Spielbrettern in Form von Lederbeuteln und Spielsteine in Form von kleinen (Halbedel-)Steinen produzieren. Leider sind aber die meisten Verbindungsspiele auch relativ groß, was das Material betrifft, was die Preise für so ein Spiel in die Höhe treibt. Deshalb hat HiKu beide Anreize kombiniert – besonderes Spielmaterial und ein ungewöhnliches Spielprinzip. Das Ergebnis: Bamogo, das wohl nur zufälligerweise den Namen mit einem für Nizza spielenden Fußballer teilt.


Die Hiku-typische kleine Dose aus durchsichtigem klaren Kunststoff enthält ein 'ganz normales' HiKu-Spiel:

  • ein Lederbeutel mit aufgedrucktem Spielplan
  • eine kurze Spielregel auf einem schmalen Papierstreifen
  • 16 Spielsteine aus Halbedelsteinen, in drei Farben (zweimal fünf und einmal sechs Spielsteine)


Das Spielbrett besteht ganz einfach aus einem Quadrat aus 4 mal 4 Feldern (Kreisen) – verglichen mit den Spielbrettern anderer Konnektions-Spiele klein und übersichtlich, sollte man meinen.

Wie bei HiKu üblich, sind die Farben der Steine nicht immer gleich – wer auf einem Stand auf einer Messe wie den Internationalen Spieltagen ein HiKu-Spiel kauft, kann meist (wenn die Zeit erlaubt) aussuchen, welche Farben zum Spiel gehören sollen.

Zu Spielbeginn werden die Steine in Zweiergruppen aufgeteilt, einem festen Schema folgend. Die Reihenfolge ist vorgegeben, wobei fast alle Zweiergruppen aus zwei verschiedenen Steinen bestehen. Variation ebsteht nur darin, dass eben zwei Farben fünfmal vorhanden sind, und ausgetauscht werden könnten. Die Spieler einigen sich, wer eine vertikale und wer eine horizontale Verbindung machen soll – grundsätzlich ist egal, wer was nimmt.

Wer am Zug ist, führt eine von zwei Aktionen aus. Man kann

  • das nächste Steinpaar in der Reihe auf das Spielfeld legen, wobei die beiden Steine auf zwei nebeneinanderliegenden Feldern landen müssen. Wenn bei fortgeschrittenem Spiel keine nebeneinanderliegenden Felder mehr frei sind, kann man die letzten Paare (jeweils eines) auf zwei beliebige freie Felder legen. Oder man kann
  • zwei nebeneinander liegende verschiedenfarbige Steine gegeneinander austauschen. Hierbei darf ein Tausch, den der andere Spieler in seinem letzten Zug gemacht hat, nicht sofort wieder ungeschehen gemacht werden.


Ziel ist es, eine Verbindung der beiden Seiten, die man vorher abgesprochen hat, mit Steinen einer Farbe zu erreichen. Wer am Ende seines eigenen Zuges diese Verbindung auf dem Spielfeld stehen hat, hat gewonnen. Daraus folgert: wenn man eine Verbindung für den Gegner erstellt, hat der noch nicht gewonnen – er muss die Verbindung bei seinem eigenen Zug bestehen lassen, was nicht allzu schwer sein dürfte, wenn er sie gesehen hat.

Das ganze wirkt einfach, und übersichtlich, ist es aber nicht. Es ist schon schwer, zu überblicken, welche Möglichkeiten der Gegner nach einem eigenen Zug ggfs. hat um seine Verbindung anzulegen – mehrere Züge im Voraus wird das schnell sehr unübersichtlich. Gerade während der Phase, in der Steine gesetzt werden können, ist der Entscheidungsbaum unheimlich breit – und mit 25 möglichen Zügen bei vollbesetztem Feld ist er immer noch ziemlich unübersichtlich.

Bamogo ist also, wie so viele Spiele von HiKu, ein ausgezeichnter Hirnverzwirner. Wer solche kleinen, fordernden Spiele mag, wird hiermit sicher keinen Fehlgriff tun. Und wer ein Mitbringsel für jemanden sucht, der solche Spiele mag…

Hersteller HiKu Spiele
Autor Peer Sylvester
Spieler 2
Denken 10
Glück 0
Geschicklichkeit 0
Preis € 10,00

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