Das große Krabbeln

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Bug Out

In den letzten Jahren habe ich die Spiele von Out Of The Box Games immer erst nach den Internationalen Spieltagen rezensieren können, weil ich sie immer erst dort erhielt. Dieses Jahr ist es mir zum ersten Mal gelungen, eines der Spiele zeitig vor den Spieltagen an Land zu ziehen, damit die Leser sich im Voraus bereits ein Bild machen können.

Out Of The Box ist ja bekannt für kleine, leicht zu erlernende Spiele, die es dennoch irgendwwie in sich haben. Da ist 'Bug Out' keine Ausnahme. Klein ist es – vor allem, wenn man es erst einmal aus der Blisterverpackung befreit hat. Das ganze Spiel steckt in einer Plastikdose, die vom Format her an die Dosen erinnert, in denen hierzulande Poker- und Rommee-Einzeldecks verkauft werden. Also etwa doppelt so dick wie eine Dose für ein Quartett oder ein Skatspiel.


In der Schachtel findet man folgende Teile:

  • eine Spielregel in Englisch
  • 36 runde Tierkarten
  • 36 quadratische 'Blätterkarten‘

Warum schreibe ich 'Tierkarten‘? Der Begriff 'bug' ist im Englischen nicht eindeutig – er kan stehen für Käfer, aber genausogut für Insekten, oder auch für alles Kleinzeug, das auf Blättern oder so herumkriecht – einschließlich Schmetterlingen, Raupen und Spinnen. Und auch diese sind auf den Karten in cartoonhafter Form wiederzufinden. Jede Illustration kommt genau zwei Mal vor: einmal auf den Tierkarten (‚Bugs‘), einmal auf den Blätterkarten.

Die Karten saßen nach Tier- und Blätterkarten getrennt in Folie verpackt, und waren recht unbequem aus den Verpackungen zu befreien: die Folie war gerade so eng, so stabil und mit so wenig Angreifpunkten, dass ich Mühe hatte, die Karten beim Auspacken nicht zu beschädigen. Ein Aufreißstreifen oder ein Ansatzpunkt, wie man sie beispielsweise bei Pokerdecks hat, wäre willkommen gewesen.

2 bis sechs Spieler erhalten jeweils gleich viele Blätterkarten – bei 5 Spielern fällt also eine Karte aus. Die Bugs werden auf dem Tisch offen ausgelegt – oder auch frei im Zimmer verteilt, wenn man etwas mehr Bewegung wünscht. Anschließend versucht jeder Spieler, die Bugs zu seinen Blätterkarten zu finden und mit selbigen abzudecken. Wer als erster alle seine Bugs abgedeckt hat, ruft 'Bug out' und hat gewonnen. Laut Spielregel, wenn er dabei nicht einen Fehler gemacht hat, aber so ähnlich wie die Spielregel vermuten lässt, sind die Viecher sich gar nicht. Außerdem lässt sich hinterher meist nur schwer eruieren, wer ggfs. doch eine falsche Ablage durchgeführt hat.

Die Illustrationen – laut Anleitung von Out-Of-The-Box-Miteigentümer John Kovalic und Cathleen Quinn-Kenney – sind nett, aber nicht umwerfend. Die Regeln sind wie beschrieben einfach, so dass das Spiel nicht nur laut Verpackung 'ab 5 Jahren' ist. Allerdings dürften die Karten für so junge Teilnehmer gerne ein wenig dicker und fester sein – sie leiden schon ganz schön.

Ernsthafte Spieler werden das Spiel sicher nicht so attraktiv finden, als Spiel für die Familie (mit Selten-Spielern und Kindern) ist es sicher brauchbarer, und auf dem Kindergeburtstag könnte es ganz gut ankommen.

Hersteller Out of the Box Games
Autor Brad Ross
Spieler 2-6
Denken 5
Glück 6
Geschicklichkeit 5-8 (wenn die Karten iom Raum verteilt werden)
Preis ca. US-$ 9,99 (UVP in Amerika)

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