Spiel – Tag 1

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Rollenspielhalle und mehr

Wir haben ja mittlerweile einen Standardplan, wie Del’Roh und ich die Spiel 'abarbeiten'. Am ersten Tag 'grasen' wir die Rollenspiele-Halle ab und, wenn dann noch Zeit übrig ist, die benachbarte Halle. Da dieses Jahr zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder ein Teil der Halle 7 offen war, haben wir diese 'Kleinhalle' vor die Halle 4 geschaltet.

Irgendwie erschien uns die Halle 6 dieses Jahr ziemlich 'leer'. Es gab eine Menge Verkaufsstände – nicht nur Rollenspielläden und LARP-Läden sondern auch wieder mehr Sammelkartenstände. Außerdem hatte ich in einigen Gängen das Gefühl, dass sie breiter wären als noch voriges Jahr. Das kann allerdings auch daran liegen, dass in NRW keine Schulferien sind und daher die Schulkinder so erst ab Freitagmittag erwartet werden.

Daher haben wir uns bei einigen Ständen viel Zeit lassen können. Zum Beispiel bei 13Mann: hier gab es nicht nur das vollfarbige Spielleiterhandbuch von Rolemaster zu bewundern, sondern auch die neue (‚limitierte‘) Ausgabe des Traveller-Spielerhandbuches. Das sah richtig gut aus, soweit wir es in der Kürze der Zeit sehen konnten. Auch die Illustrationen – bei dem Psionik-Buch ja noch ein kleiner Kritikpunkt – sahen sehr gut aus.

Neben dem Stand von Uhrwerk hatte ein SPIEL-Neuling seine Zelte aufgeschlagen: Cubicle 7, Herausgeber von u.a. dem Doctor Who Role Playing Game, aber auch von Schätzchen wie The Laundry oder Hell and Hockeysticks.
 
Auch bot Uhrwerk eine Reihe eigener Produkte an, die alle gut aussahen und von denen ich hier nur Sorcerer Wars stellvertretend nennen möchte – wer sich für Rollenspiele interessiert, kennt das aktuelle Programm von Uhrwerk sowieso zum Beispiel vom Edieh-Blog. Am Uhrwerk-Stand hat auch noch ein gewisser Hubert Featherly mein Interesse geweckt.

Schräg gegenüber war der Stand vom Mantikore-Verlag. Wir haben uns schon lange gefreut auf die neue deutsche Ausgabe von Paranoia – in Deutschland war Paranoia bislang ja recht unbekannt -, die wirklich schön geworden ist.

Jan Christoph 'Janni' Steines, seines Zeichens Verlagsleiter von Pegasus, hat ein ziemlich düsteres Abenteuer für Private Eye geschrieben. Auf 80 Seiten gibt es hier hohe Politik und viel Geheimdienstalktivitäten im Viktorianischen England.

Gehen wir 'mal in die nebenanliegenden Hallen…

Ganz zu Tagesbeginn hatten wir einen Termin bei NeuroSky und Home of Attention, die die Chips für den MindStorm von Mattel produziert hatten, aber mit ihren Produkten höhere Ziele verfolgen. Die 'Kopfhörer' con neuroSky schienen jedenfalls besser zu funktionieren, und sollen sowohl eingesetzt werden, um echte Fälle von ADS behandeln zu können wie auch, langfristig, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, durch beispielsweise Herzinfarkte frühzeitig erkennen zu können und so den Fahrer zum Anhalten zu bringen bevor er durch den Anfall einen Unfall verursacht.

Ein anderer technischer Aussteller war die German RepRap Foundation, die dort drei 3D-Printer präsentierten. Diese sind natürlich vor allem für die Aussteller interessant: 3D-Druck hat gute Chancen, die Zukunft des Prototyping zu bestimmen.

In Hallen 4 und 7 findet man viele 'Ausländer‘, sprich: Hersteller, die nicht in Deutschland ansässig sind. Unter anderem sahen wir dort die Cocodice von Sandton Group Kft aus Budapest. Dies sind magnetische Würfel, die immer abwechselnd schwarz und weiss in beliebiger Ausrichtung aneinander festhaften – und schon ausverkauft waren. Auf der Neuheitenshow hatte jemand ihnen den kompletten Messevorrat (1.000 Stück) abgekauft!

Schön auch die Spiele aus Griechenland: afgames hat eine ganze Reihe Spiele mit einem unterschwelligen edukativen Auftrag, wie zum Beispiel Akropole, ein Spiel, in dem man einzelne Gebäude der Akropolis zu erobern versucht mit dem Ziel, am Ende die meisten und wertvollsten Gebäude gesammelt zu haben. Die Regeln eröffnen hierbei jede Menge Möglichkeiten, den lieben Mitspielern das Leben schwer zu machen.

Über Spiele mit informativem Charakter gesprochen: der Drei-W-Verlag arbeitet u.a. mit der Schuldenberatung Essen zusammen, für die er das Spiel Kohlopoly herausgibt, ein Spiel, in dem man am Ende gleich viel Spaß- und Geldchips übrig haben will. Für Gewaltprävention und das Erlernen des Umgangs mit Gefühlen bietet man das Poker mit Herz, das auch sehr nett aussah.

Aus Dänemark kommt Der dicke Pinguin, ebenfalls ein 'Kennenlern-Spiel‘, das schon durch die Spielfiguren für Aufsehen sorgt.

Für manchen Deutschen ist ja auch Bayern tiefstes Ausland, und so fand man auch Funtomas-Spiele und Kiehly hier. Ersterer produziert mit Fußball-Poker ein schnelles Bietspiel um Fußballprofis mit wirklich nett gezeichneten Fußballer-Karikaturen. Letzterer hat mit Moeraki-Kemu ein wunderschönes Legespiel mit Kugeln – abstrakt, aber eben wunderschönes Material, und der Preis war auch sehr zivil. Wir hätten auch als Pressepreis höhere Beträge erwartet…

Ich möchte den heutigen Rundgang abschließen mit den Cambridge Games aus den USA, die eine ganze Reihe sehr schöner Spiele im Vorverkauf hatten. Pala ist ein Stichspiel, in dem man die Trumpffarbe während des Stichs noch verändern kann – von Grund- zu Mischfarben oder umgekehrt, das muss ich noch näher betrachten.

Mogen trifft man uns dann in den Hallen 10-12 an, also bei den 'Schwergewichten' unter den Verlagen.

2 comments

  1. Moritz sagt:

    Wie kommst du immer auf diese merkwürdigen Uhrwerk-Verschwörungstheorien? Da war am ganzen Stand kein einziger mantikore-Artikel (außer mir, wenn ich zu Besuch war), denn Mantikore hatten einen eigenen Stand.

  2. The Roach sagt:

    Hmmm… ich war mir eigentlich ziemlich sicher, die Sachen auch da gesehen zu haben…

    Wenn dem nicht so gewesen sein sollte: Tut mir leid, da habe ich wohl etwas falsch in Erinnerung. Ich habe den Text auf jeden Fall angepasst…

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