The aliens have landed…

Target Earth

…und nun wollen wir sie wieder loswerden, oder nicht? Das ist zumindest die Ausgangssituation, in der sich die Spieler bei "Target Earth“ befinden. Das kooperative Spiel aus der spanischen Spieleschmiede genX erinnert von seiner Thematik nicht von ungefähr an ein Setting a la "UFO – Enemy unknown“ (PC-Spiel); im Jahr 2030 sind die Aliens aus heiterem Himmel plötzlich da, wollen den Planeten übernehmen und die Spieler versuchen – gemeinsam – eben das zu verhindern.

Damit sie da überhaupt eine Chance haben, brauchen sie natürlich Sponsoren – dafür gibt es die "Alliierten“ die sich aus einigen wichtigen Ländern der Welt rekrutieren; andere Länder sind neutral (und sollten schleunigst auf diplomatischem Wege für die Allianz gewonnen werden), andere sind sogar schon von Aliens unterwandert und müssen ggf erst befreit werden – welche, das ist in jedem Spiel anders.


Die Spieler stellen ihre Streitkräfte zusammen und überlegen sich gemeinsam, wie sie die Aliens wo bekämpfen können und wollen; da werden Ufos schon von Abfangjägern vor der Landung abgeschossen, oder wenn das nicht gelingt, die Aliens am Boden bekämpft. Ebenso kann man versuchen Alien-Bases zu vernichten (und somit besetzte Länder zu befreien), oder man muß sich auch mal eines Angriffs auf die eigene Basis erwehren. Man erforscht Technologien, baut Basen aus, um den Aliens – die natürlich auch stärker werden – etwas entgegensetzen zu können; es kommt darauf an, die eher wenigen Ressourcen, die man hat, möglichst sinnvoll zu verwenden.

Um das ganze entsprechend darzustellen gibt es eine wirklich rieseige Menge von Countern – Zielcounter, Truppencounter, Ufocounter, Basiscounter – ein Hoch auf Ziplocktüten, denn die Schachtel hat leider keine "Fächer“ um das alles irgendwo unterzubringen. Auch braucht man noch einen Beutel o.ä., um die Ziele blind ziehen zu können. Die Counter an sich sind aus sehr schönem stabilen Karton, der allerdings stellenweise etwas schwierig aus den Stanzbögen zu lösen war (Südkorea hat nun auf der Allianzseite einen kleinen "Lackschaden“ – naja, wenn das alles ist…). Der Spielaufbau braucht eine Weile, aber die Regeln sind an sich recht einfach verständlich (und liegen außerdem in Deutsch und Englisch bei). Insgesamt preislich durchaus im Rahmen für ein Spiel, das nicht gerade "für zwischendurch“ ist.

Wenn man es erst einmal durchgespielt hat, erlaubt Target Earth auch noch weitere Spieloptionen – zB geheime Ziele der einzelnen Spieler, die zB ein bestimmtes Land gerne als Führer der Allianz sehen wollen. Dafür gibt es dann noch Sonderpunkte – so kann man nicht nur das Spiel gegen die Aliens gewinnen, sondern auch noch besser als die anderen Spieler abschneiden. Das Spiel endet jedenfalls so oder so nach spätestens 7 Spielrunden, wenn es nicht vorher einen automatischen Sieg oder eine automatische Niederlage gab.

Insgesamt – etwas für Strategen, die Spaß an kooperativem Spiel haben. Da die Kämpfe gegen die Aliens durchaus ausgewürfelt werden, ist natürlich auch ein gewisser Glücksfaktor vorhanden, aber dieser läßt sich zumindest einigermaßen einschätzen, sorgfältige Planung der Spieler ist also sinnvoll. Mit 4 Spielern macht es definitiv am meisten Spaß, aber man kann es tatsächlich auch alleine spielen – also das Spiel oder der Spieler, wer gewinnt…

Hersteller genX
Autor Jacobo Cagigal
Spieler 1-4
Denken 6
Glück 3
Geschicklichkeit 0
Preis ca. € 39,99


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