Problembären und mehr

Flattr this!

Isegrim

Ein neuer Verlag, der das erste Mal auf der SPIEL vertreten war, und dessen Erstlingsspiel auch dort erst erschienen ist, ist der Zickzack-Spieleverlag aus Kelkheim. Mit Isegrim bot er dort ein kleines Kartenspiel an, das schon von der Aufmachung her Aufmerksamkeit weckt.

Die Verpackung sieht nämlich eher aus wie ein modernes Kunstwerk, mit indianischen Einflüssen. Ein großer heulender Wolf (dass es ein solcher ist, wird dem kunstkritisch weniger gebildeten Spieler wohl vor allem aus dem Namen des Spiels deutlich) steht auf einer Halbinsel in einem Fluss zu heulen, um ihn herum sieht man kleine Zeichnungen: Bär, Hirsch, Luchs und Adler. Um genau diese Tiere geht es nämlich in diesem Spiel.


Wie knapp das ganze zur Spiel erschienen ist, ist schon daran zu sehen, dass dort das Spiel nicht in einer Schachtel erhältlich war, sondern in einer Ziplock-Tüte, mit beigelegten Spielregeln in Englisch und Deutsch. In der Tüte dann das noch einmal in Plastikfolie verpackte Kartenset.

Es sind 50 Spiel- und 5 Übersichtskarten. Auf den Spielkarten findet man immer auf Vorder- und Rückseite dieselbe Landschaft, aber zwei verschiedene Tiere. Zum Beispiel: Vorderseite: Wiese mit Luchs, Rückseite: Wiese mit Hirsch. Die Übersichtskarten (Vorderseite: Deutsch, Rückseite: Englisch) erklären noch ein wenig, welche Tieren bei welchen Landschaften häufiger sind: von den fünf verschiedenen Tieren sind in jeder Landschaft zwei auf jeder Karte vertreten, diese aber nicht in dieser Landschaft auf einer Karte beide.

Es werden 15 Karten im Kreis ausgelegt, außerdem erhält jeder Spieler sieben Karten auf die Hand. Übrigbleibende Karten (im Spiel mit weniger als fünf Spielern) werden nicht verwendet. Wer am Zug ist, nenne zunächst einen Spieler, der ab dem Augenblick der Namensnennung auch nicht mehr auf den ausliegenden Kreis sehen darf. Dann wird ihm eine Frage gestellt, zum Beispiel: wie viele Wölfe liegen im Kreis? Erst wenn er geantwortet hat, darf der gefragte Spieler wieder auf den Kreis blicken.

Wenn seine Antwort stimmte, darf der befragte Spieler eine seiner Handkarten mit einer der 15 ausliegenden Karten austauschen. Ist die Antwort falsch, darf der Frager eine seiner Handkarten austauschen, aber hierbei muss das gefragte Element (Landschaft oder Tier) auf der Karte zu finden sein. Dann darf der Gefragte seinerseits eine Frage stellen.

Um dafür zu sorgen, dass die Spieler einigermaßen gleichmäßig befragte werden, erhält jeder Spieler (außer im Zweierspiel, wo sie nicht notwendig sind) zwei Spielsteine (kleine Holzwürfel), von denen er jedesmal, wenn er eine Frage stellen will, einen in den Kreis legen muss. Wer keinen Spielstein mehr hat, darf nicht mehr aufgerufen werden und befragt, bis nur noch ein Spieler einen Spielstein hat. Dann dürfen alle Spieler ihren Vorrat wieder auf zwei Steine aufstocken.

Ziel des Spiels ist es, eine Tierart siebenmal auf der Hand zu haben, und dabei nur drei verschiedene Geländearten. Es kann zu Spielbeginn nicht deutlich sein, welche Kombinationen überhaupt möglich sind, weil man nicht genug Tiere einer Art sieht, man muss also eventuell erst ein wenig herumprobieren.

In der Expertenversion darf ein Befragte, wenn er eine zu hohe Anzahl genannt hat, versuchen, diese Anzahl durch Umdrehen von Kreiskarten noch zu erreichen. Dabei darf er aber keine einzige falsche Karte umdrehen, sonst gilt die Frage doch als falsch beantwortet. Gerade hierbei ist die Übersichtskarte ziemlich nützlich. Allerdings darf der 'Gewinner' der Frage dann zwei Karten austauschen. Hier gilt es, ob man gegebenenfalls ein Risiko eingehen will, um gleich zwei Karten tauschen zu können, oder doch lieber eine Karte sicher nimmt.

Ein nettes Spiel mit Memory-Effekt, das sich auch wegen des Preises auch als Mitbringsel zum Beispiel in den kommenden Feiertagen anbietet. Aber auch für Vielspieler ist Isegrim ein interessantes Spiel, das sicher häufiger einmal aus dem Schrank geholt wird.

Update: Der Verlag heißt jetzt Racky-Spiele, nach dem Eigentümer Florian Racky. Ich habe den Namen oben nicht angepasst, in der Tabelle unten allerdings sehr wohl, damit dort die korrekten Werte stehen.

 

Verlag Racky-Spiele
Autor Florian Racky
Künstler Heita
Spieler 2-5
Denken 8
Glück 5
Geschicklichkeit 0
Preis 3,90 €

P.S. Neben der Spielregel wurde auch eine zusätzliche Option angeboten, wie man mit den Isegrim-Karten eine Abart von Mau Mau spielen kann.

Ein Kommentar

  1. […] aber auch deutsche Eigenentwicklungen erstehen kann. So ist beispielsweise das Zickzack-Spiel Isegrim hier erhältlich., oder auch The Message: Emissary […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.