Spiel – Tag 4

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SPIELReste

Mehr als in den letzten Jahren wurden dieses Jahr Anfragen nach Rezensionsexemplaren beantwortet mit "Schaut am Sonntag nochmal vorbei, 'mal sehen, was dann noch da ist“. Damit haben wir eigentlich keine Probleme – nur dass dies am Sonntag dazu führt, dass unsere Taschen und Koffer noch viel voller werden als in den letzten Jahren schon. Da finde ich persönlich es schon fast besser, wenn das Spiel sich dann als ausverkauft erweist, und versprochen wird, das Spiel zuzuschicken.

Aber alles in allem können wir, denke ich, mit der SPIEL wieder zufrieden sein – glücklich bin ich nur teilweise: Nur der Teil oberhalb der Knie ist glücklich, der Teil unterhalb ist alles andere als das.

Aus Korea, vom Verlag Korea Board Games, kommt Pharaoh Code, ein nettes Rechenspiel, das, wie wir hörten, nächstes Jahr von einem deutschen Verlag übernommen werden soll. Da Lieferungen aus Korea, wie vielleicht bekannt ist, ziemlich hohe Portokosten bedeuten, werden wir das Spiel wahrscheinlich nächstes Jahr zur Markteinführung in Deutschland rezensieren.

Deutlich näher beheimatet, nämlich in Estland, ist 2d6, ein Verlag, der sich auf Wirtschaftsspiele spezialisieren will. Entsprechend ist der Titel des ersten Spiels, Making Profit, Programm.

Für Freunde des Spielsystems von Bang! hat dV Editrice mit Samurai Sword ein Spiel in ganz anderem Ambiente, das aber grundsätzlich dasselbe Spielsystem verwendet wie Bang!

Playford Games ist, trotz des Namens, ein deutscher Verlag, der mit moral conflict eine Serie von drei Brettspielen hat, die die Zeit des 2. Weltkrieges nicht nur auf militärischem, sondern auch auf ökonomischem, diplomatischen, waffentechnischen und moralischem Niveau beleuchtet.

Wer beschreibt meine Überraschung, als ich auf einem Stand einen neuen Hintergrundband zum Perry Rhodan Rollenspiel fand? Nachdem die Edition Dorifer die Lizenz Anfang des Jahres zurückgegeben hast, ist laut dem Eigentümer von Games-In eben dieser Verlag eingesprungen und will neue Produkte anbieten – und hat auch große Pläne. Dorifer soll jedenfalls nicht das einzige Produkt bleiben.

Kuznia Gier aus Polen hat mit 1984:Animal Farm ein Spiel, das dem Titel überraschend gerecht wird. Der kalte Krieg hat die Menschheit überdauert, und jetzt bekämpfen sich Tierreiche…

Ghenos Games aus Italien hat seit vorigem Jahr ein Brettspiel zu Lupin III. im Angebot – und neu eine Erweiterung. Den dem Spiel beiliegenden Figuren zufolge müsste das Spiel in die Zeit der 2. Animeserie/-saison fallen.

Ebenfalls aus Italien stammt WBS (We Build Smiles), ein Verlag, der zwei Spiele zum Thema Mille Miglia anbietet. Mille Miglia ist eine klassische Autorallye in Italien, und beide Spiele erinnern an die großen Zeiten der Rallye in den 20ern.

Aus Riga kommen die Brain Games, Kartenspiele mit ungewöhnlichen Themen und/oder Mechanismen. Ob es um Städtebau, die Konkurrenz von Fluglotsen untereinander oder auch um Rangkämpfe in der Nahrungskette geht: Man kann immer sicher sein, ein etwas besonderes Spiel erwischt zu haben.

Gemblo ist nicht nur der Name eines Spieles (das unter anderem auch durch Schmidt Spiele vertrieben wird), sondern auch der ursprüngliche koreanische Herausgeber desselben. Allerdings produziert man dort auch andere Spiele, so zum Beispiel World in Four, ein Spiel, das eine Kreuzung aus Quartett und Memory darstellt.

Dice Hate Me ist ein besonders einprägsamer Name für einen Spielerezensenten. Wenn der dann auch noch Spiele herausgibt… In diesem Fall ist es Carnival. Im Englischen bezeichnet dieser Begriff einen Freizeitpark, ein wenig wie das Phantasialand oder Disneyland. Und genau um so einen Park geht es dann auch in diesem Spiel.

Ein Spiel, das wirklich einmal ganz neue Wege begeht, ist tactic elastic von Art of Games aus Belgien. Gummiringe, fünf Pins, über die diese gezogen werden, und zwei Drehräder als Zufallsgeneratoren – mehr ist nicht nötig, um ein wirklich neuartiges Geschicklichkeitsspiel zu machen.

Zuguterletzt wollen wir hier noch Wednesday Games (die URL, die auf der verpackung steht, funktioniert leider nicht) nennen, ein neuer Verlag aus Südkorea. In schönen, massiven Blechdosen vertreibt dieser Verlag raffinierte Kartenspiele, die teilweise mit einem komplett eigenen Kartendeck gespielt werden, teilweise aber auch Kartendecks verwenden, die einen stark an ein normales Kartenspiel erinnern. Letzteres Spiel erinnert auch von den Regeln her an Tichu, ist aber doch ein wenig anders aufgebaut.

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