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kh2eKleine Helden – Neuauflage

Das – auch für Rollenspieler interessante – Kartenspiel Kleine Helden ist seit inzwischen 4 Jahren ausverkauft, eine Tatsache, die unter den Fans des Spiels schon lange zu Rufen nach einer Neuauflage geführt hat. Leider hat der Pegasus-Verlag, bei dem das Spiel erschienen war, aber kein Interesse daran gezeigt, eine Neuauflage zu finanzieren – wohl auch aus Befürchtungen, dass der Markt inzwischen gesättigt sein könnte. Die Erweiterung mit dem Titel Verstärkung und die Zusatzausgabe Schurken & Halunken sind dagegen noch immer im Handel erhältlich, auch weil diese erst später erschienen sind – Verstärkung im Jahr 2008, Schurken & Halunken erschien sogar erst nach Ausverkauf der ersten Basisbox im Jahr 2010.

Natürlich gefällt nicht jedem Fan des Spiels, dass man inzwischen nur noch Leute von der 'dunklen Seite der Macht' spielen kann, und nicht nur für diese planen die Autoren von Kleine Helden, Laura und Malte aus dem Siepen, jetzt eine Neuauflage in Eigenregie.

Diese Neuauflage will natürlich finanziert werden, und bei der Suche nach einer Finanzierungsplattform haben die beiden sich für die deutsche Plattform Startnext entschieden, wo das Projekt soeben in die Finanzierungsphase übergegangen ist. Man kann sich hier an der Produktion finanziell beteiligen – schon ab 2 Euro gibt es ein dickes Danke, das öffentlich sichtbar auf der Webseite stehen wird, und ab 15 Euro kann man sich sogar ein Exemplar des Spiels reservieren lassen. Natürlich gibt es auch noch höhere Finanzierungsstufen, bis hin zu einem oder einer glücklichen Teilnehmer/in, der/die einen eigenen Charakter in das Spiel aufnehmen lassen kann – was dann allerdings auch mit lockeren 500 Euro in die Kasse schlägt.

Das Ziel für die Finanzierung ist erreichbar – ab 11.250 Euronen soll die Produktion bereits anlaufen. In den ersten anderthalben Stunden waren bereits gut 1000 Euro zusammengekommen. Natürlich sind auch zusätzliche Goodies geplant für den Fall, dass die Finanzierung übererfüllt wird. Alle, die mindestens mit 15 Euro teilnehmen (also ein Spiel haben wollen), können sich bei 12.000 Euro auf ein neues Szenarienheft freuen, bei 14.000 € auf 24 zusätzliche Karten (dann wären das also 204, s.u.), und bei 15.000 Euro über einen limitierten Sammlerwürfel.

Aber auch ohne diese Zusätze ist das Angebot interessant. In der Basisversion kommen bereits 18 neue Karten hinzu, wodurch die Gesamtzahl um gut 10% auf insgesamt 180 steigt. Auch gibt es ein neues Cover, über das die Community mitentscheiden darf. Eigentlich sollte zeitgleich mit dem Start der Finanzierung eine Abstimmung starten, in der man aus drei möglichen Entwürfen einen auswählen kann. Allerdings hat Startnext den Kampagnenstart ziemlich schnell umgesetzt, was die Macher ein wenig auf dem falschen Fuß erwischte. Die Abstimmung soll aber schnellstens hinzugefügt werden.

Auch die Karten selber sollen sich durch neues Artwork auszeichnen, das Spiel insgesamt aber voll kompatibel mit der Verstärkung und den Schurken & Halunken sein, auch was die Kartenrückseiten betrifft. Ebenfalls wurden die Regeln überarbeitet, und hierbei die Kritik aus der Spielerschaft berücksichtigt.

Wer mit den Machern sprechen will, kann dies laut Malte aus dem Siepen auf jeden Fall in Hannover auif der HSpielt und in Köln auf der RPC tun – beide Veranstaltungen liegen noch vor dem geplanten Ende der Finanzierungsphase am 18. Juni.

Man braucht natürlich nicht so lange zu warten, um sich an der Finanzierung zu beteiligen – die Startnext-Seite des Projekts nimmt seit inzwischen etwa zwei Stunden Zahlungen und Zahlungsversprechen entgegen. Zum einzahlen benötigt man nicht, wie bei Kickstarter, ein Amazon-Konto bzw. eine Kreditkarte, sondern man kann auch eine Überweisung auf ein Treuhandkonto bei der Fidor-Bank machen. Wenn ein Projekt nicht finanziert wird, ist die Fidor-Bank schnell dabei, die Beträge auch zurückzuüberweisen – ich spreche aus Erfahrung.

Bei Einzahlungen ab 80 Euro kann es sogar kontraproduktiv sein, zu lange zu warten – die Dankeschöns für diese Stufen sind limitiert, und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, um einen Politiker zu zitieren (genau genommen war es übrigens Gennadi Gerassimow, der den Spruch prägte…).

2 comments

  1. Jan Karl Reiter sagt:

    Bin ja 'mal gespannt, ob das finanziert wird – bislang sieht es ja gut aus.
    À propos HSpielt / RPC: Sieht man euch beide da?

    • roach sagt:

      Ich drücke dem Team auch beide Daumen. :)
      Zur HSpielt werde zumindest ich wohl nicht kommen – Samstagmorgen bis Sonntagabend ist mir für die Strecke, die ich fahren müsste, einfach zu kurz. RPC steht bei mir aber auf dem Plan…

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