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Die wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Die Kleinen Helden sind erfolgreich via StartNext finanziert worden – Glückwünsche auch noch einmal von hier aus. Das heißt aber nicht, dass jetzt keine weiteren Projekte gestartet werden – wer sein Geld investieren will, hat auch diese Woche wieder jede Menge Auswahl.

Ausnahmsweise schließe ich diesmal nicht mit ungewöhnlichen Projekten ab, sondern mit Kommentaren und Informationen zu zwei Neuigkeiten im Rahmen von Kickstarter – ein Projekt mit Lieferschwierigkeiten – nicht, weil der Produzent nicht liefern kann oder will, sondern weil der Zoll sich querstellt -, und ein Projekt, das Kickstarter zu einer öffentlichen Entschuldigung veranlasste. Aber erst einmal die neuen Projekte.

Für mittelalterliche Tabletops – und natürlich auch als Gelände für Rollenspiele interessant – ist Manorhouse Workshop (IG), die aus Italien liefern. Das heißt also nicht nur weniger Portokosten als bei einem amerikanischen Produzenten – der Zoll sollte sich hier auch nicht einschalten.

Ebenfalls Terrain, das puzzle-artig mit anderen Terrainteilen zusammenpasst, ist das von Impudent Mortals (KS). Dieser Produzent sitzt allerdings in den USA.

Rein optisch erinnern mich die Mythical Lairs (KS) an Dungeonbauteile eines anderen Herstellers. Man kann von diesen aber eigentlich nich zu viele verschiedene haben, oder?

Rollenspiel

Aus dem 3D-Drucker sollen Figuren für Lovecraft’sche Rollenspiele (KS) stammen.

Ein Rollenspielabenteuer, zu dem gleich Miniaturen mitgeliefert werden, ist Whisper and Venom (KS).

Für Spieler von Castles & Crusades entworfen, aber sicher auch für andere Fantasy-Kampagnen interessant ist Return to the Haunted Highlands (KS).

Normalerweise sind Zombies Wesen, die es zu bekämpfen gilt. Dies gilt aber nicht für I Am Zombie (KS) – hier spielt man selbst einen.

Ein universelles, kartenbasiertes System soll mit dem Universal Storytelling System (KS) entstehen. Bei den Dankeschöns hat der Hersteller sich aber wahrscheinlich vertan: man sehe sich die teuerste Stufe an – entweder 'Continental US only' oder 'Add $15 to ship outside the US' – ich vermute, hier ist das erstere gemeint…

Ein universelles Kampagnensetting für Superhelden soll Parahuman sein.

Würfel kann ein Rollenspieler immer gebrauchen. Diese Woche kann man sich betreiligen an der Produktion von hölzernen polyhedralen Würfeln (KS) oder auch wieder einmal für FATE-/FUDGE-Würfel (KS) als 'Gems'.

Ein riesiger Dungeon – bei typischem amerikanischem Maßstab ca. 2 Quadratmeter Grundriss, und dann doppelseitig gedruckt – ist das Ziel des Megadungeon 2 (KS). Es hat schon einen derartigen Kickstarter gegeben, der erfolgreich war, bei diesem gibt es eine neue Karte.

Auch Rollenspielmusik wird hin und wieder angeboten – ich hatte ja kürzlich erst ein derartiges Projekt. Diese Woche erscheint mit The Realmsound Project (KS) ein weiteres Projekt, das vor allem atmosphärisches bieten will, weniger musikalisches.

Wer Münzen zum Anfassen haben will, kann sich spanischer Reales und Dublonen (IG) besorgen – oder zumindest sehr schöne Nachbildungen derselben.

Und worin bewahrt man sie stimmungsvoll auf? Natürlich im Geldbeutel Sacco (KS) aus Großbritannien, der auch als Würfelbeutel oder ähnliches Dienst tun kann.

Brettspiel

Auch diese Woche wurden wieder neue Kartendecks gestartet. Ein Projekt findet man sowohl auf Indiegogo als auch auf Kickstarter – was tendentiell die Chancen vermindert, da sich die Geldgeber zumindest teilweise über die beiden Plattformen verteilen werden. Ob die Galaxy Cards (IG) in der 2nd Edition (KS) von diesem Splitting Vor- oder Naschteile haben werden, bleibt daher abzuwarten.

Üblich ist immer noch die Finanzierung über Kickstarter (alle folgenden Kartenspiele) So gibt es ein Deck zum Persischen Kaiserreich (ob das in Israel verwendet werden darf? ;) ). Karten für Zaubertricks – das Video zeigt die Tricks – sind die NDZ Magic Cards. Für Freunde von Westeros ist das Westeros Wilderness-Deck gedacht. Baseball-Helden aus San Francisco werden auf diesem Deck verewigt. Eher grenzwertig, weil die Augen verwirrend, ist die Neuauflage des Brite Neon Decks. Ein wenig gewöhnungsbedürftig dürften auch die Platinum Cards sein. Sehr fein klassisch gezeichnet hingegen ist das Empire Deck. Und Labyrinthe – sowohl als Einzelkarten wie auch als komplettes Deck – sieht man auf dem Mazing Deck.

Über Labyrinthe gesprochen: die alten Kugellabyrinthe erfahren eine kleine Renaissance mit den Wood Mazes (IG).

Spiele, die als 'witzig' beworben werden, machen mich ja schon standardmäßig vorsichtig. Vorsichtig optimistisch bin ich allerdings bei Madcap League (KS), einem Fußball-Brettspiel (und das heißt wirklich Fußball, nicht American Football!).

Ein Klassiker unter den Eisenbahnspielen ist die 18xx-Serie. Ein neues, besonders großes Spiel soll 18OE – On the Rails of the Orient Express (KS) werden. Von den Britischen Inseln bis in den Nahen Osten, Russland und Skandinavien reichen die Schienennetze.

Ein klassisches Brettspiel ist City Hall (KS). Man versucht, im Jahre 1933 Bürgermeister einer amerikanischen Stadt zu werden – auch das Spiel kommt aus den USA.

Ein semi-kooperatives, aber doch kompetitives, Würfelspiel ist VivaJava Dice (KS). Es geht um Kaffee, und Herausgeber ist Dice Hate Me, die ja nicht ganz unbekannt sind.

Ein Miniaturen-Brettspiel um seltsame einäugige Aliens ist Dawn – Rise of the Oculites (KS), das das erste Spiel einer ganzen Reihe von Spielen um diese Wesen darstellen soll.

Unter dem Label 'kompetitives Erzählspiel' läuft Skullduggery (KS), wo man einen bösen Superschurkenb spielt.

Um den Kampf gegen den bösen Chef geht es – in gamer-Sprache um den Boss Fight (KS).

Von den Philippinen kommt Insects: Colonial Clash (IG), ein Kartenspiel, das auch als Print-n-Play-Option angeboten wird.

Press Start Pocket (KS) ist ein Kartenspiel, das 8-bit-Computerspiele liebevoll-ironisch thematisiert. Außerdem gehört eine App-version für iOS und Android dazu, die typische Computermusik der 80er Jahre abspielt.

Ein asymmethrisches 2-Personen-Kartenspiel ist Clash (KS), mit ziemlich steampunkigen Äußeren.

Noch ein 2-Personen-Spiel: In Fallen (KS) erforscht ein Spieler einen Dungeon, den der andere Spieler zu verteidigen sucht.

Ein CoSim für 2, 3 oder 4 Spieler spielt in Vietnam (KS), dieses Spiel ist allerdings vor allem für Leute interessant, die Spanisch sprechen.

Eine neue, erweiterte Version eines älteren Spiels ist FISK 37 Enhanced (KS). Allerdings sind die Vesandkosten ziemlich hoch, sogar für ein Kickstarter-Projekt aus den USA.

Viel niedriger sind die Versandkosten für Cardooz Pocket Games (KS), obwohl auch diese aus den USA versandt werden. Allerdings können die Spiele auch sehr platz- und gewichtssparend verpackt werden.

In der Welt König Artus' spielt Realm of Logres (KS), auch dieses ist ein semi-kooperatives, kompetitives Spiel (wie so viele diese Woche).

Pulpigen Amazonas-Dschungelhorror gibt es in Ancient Terrible Things (KS). Relativ günstige Versandkosten.

Wenn ein Bonbon grün schmeckt, oder oder man Sonnenlicht hört … nennt man das Synästhesie. Zu diesem Thema gibt es ein Brettspiel (KS), bei dem 7 (!) Sinne gekreuzt werden: Neben den 'klassischen 5 Sinnen' noch die Vorahnung und die Synästhesie als eigener Sinn.

Vom niederländischen Verlag Cwali kommt Mayday!Mayday! (SpSch). Dieses Spiel, das Elemente von Werwolf, The Message: Emissary Crisis, The Resistance und Schgatten über Camelot kombiniert, istz bereits das zweite Projekt, das Cwali über die Spieleschmiede finanziert. Leelawadee war ja recht erfolgreich.

Und zuletzt noch ein eher sportliches Spiel: Toob Toss (KS) st ein Wurfspielzeug, das für alle geeignet und sicher genug sein soll, dass man es auch im Haus verwenden kann.

Anderes

Wer vor einiger Zeit die Spielekonsole Ouya mitfinanziert hatte, könnte jetzt Zollprobleme kriegen: wie Heise berichtet hält der Zoll zumindest einige dieser Konsolen fest, weil sie den europäischen Sicherheitsrichtlinien nicht entsprechen sollen.

Aber auch Kickstarter selbst muss hin und wieder in Projekte eingreifen, weil sie den Richtlinien nicht entsprechen. Ein Problem hierbei ist für Kickstarter, dass ein Projektmanager die Projektseite schnell und unbürokratisch ändern können muss, damit wichtige Veränderungen schnell durchgeführt und veröffentlicht werden können. Dies kann natürlich verwendet werden, um ein ganz anderes Projekt finanzieren zu lassen als bei Kickstarter eingereicht wurde.

In einem solchen Fall hat Kickstarter natürlich Prozeduren, wie mit derartigen Projekten zu verfahren ist. Aber auch das kann nicht immer verhindern, dass Projekte finanziert werden, die Kickstarter bei näherem Hinsehen nicht unterstützen würde. Wichtig ist bei solchen Projekten, dass Kickstarter frühzeitig erfährt, was los ist, da die Maßnahmen natürlich auch Zeit kosten.

Kürzlich ist es anscheinend doch einmal schief gegangen. Die meisten erfuhren allerdings hiervon erst aus der öffentlichen Entschuldigung von Kickstarter. Besonders beeindruckend: Kickstarter entschuldigt sich nicht nur, sondern zahlt auch noch einen Betrag an eine Vereinigung, die genau die Einstellung, die aus dem Projekt zu sprechen scheint, bekämpft. Nicht einfach einen gleichen Betrag, sondern gleich 50 Prozent mehr – 150% des Betrages des ursprünglichen Kickstarters.

In der Transparenz und Konsequenz finde ich das beeindruckend. Hut ab!

Ein Kommentar

  1. […] Occulites aus Dawn: Rise of the Occulites kommen vielleicht dem einen oder anderen bekannt vor. Das ursprüngliche Projekt wurde 5 Tage vor Termin gecancelt, und wird jetzt mit neuem Artwork […]

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