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In Italien ist der Verlag Oliphante beheimatet, der auf der SPIEL seinen Stand unter anderem teilte mit Kaleidos, die das alte Kidult-Spiel Dice Run wieder aufgelegt hatten. Außerdem betätigt Oliphante sich auch als Vertrieb und Spiele-Versandhandel. Heute geht es uns aber um die Rolle als Verlag, und genauer: um ein Spiel, das dieser Verlag herausgebracht hat.

Man kennt die Situation, dass man einen Filmtitel sucht, aber nur ein paar wichtige Szenen aus dem Spiel nennen kann. "Du weißt schon, dieser Science-Fiction-Film, Zeichentrick, mit dem Waisenjungen. Am Ende wird eine neue Erde erschaffen, und man nennt sie Bob…“. Wer aus diesen Hinweisen bereits ben Film erkennt, hat auch gute Chancen bei Movie Trailer, das zum Thema passend, aber wenig Spieleschrankfreundlich in einer großen runden Filmdose vertrieben wird.


In dieser Blechbüchse ist formbedingt eine Menge Luft. In dem Pappeinsatz findet man

  • die Spielregel auf Italienisch, Englisch, Französisch und deutsch
  • ein runder Spielplan
  • 144 nummerierte Hinweiskarten
  • 6 nummerierte Punktekarten
  • eine Spielfigur für den Regisseur
  • viele Kinokarten in den Stückelungen 1, 5 und 10

Die Spielregel kann auch beim Hersteller heruntergeladen (PDF, 965 KB) werden.

Das Spielbrett dieht aus wie ein großes Zahnrad, ist aber funktional und aus stabiler Pappe. Die Hinweiskarten sind ebenfalls von guter Qualität. Leider kann man das von den Kinokarten nicht sagen: sie bestehen aus Papier. die Spielfigur ist dem Oscar ähnlich, hält aber eine Filmrolle in der Hand.

Neben dem mitgelieferten Material benötigt man noch mindestens ein Blatt Papier und einen Stift.

Das Spiel verläuft so, dass reihum immer ein Spieler (der "Regisseur“) sich einen (real existierenden) Film ausdenkt, von dem er annimmt, dass die anderen Spieler der Runde ihn erraten können – idealerweise nach vier Hinweisen. Diesen Film schreibt er verdeckt auf den Zettel/Block, so dass die anderen nicht sehen können, was er geschrieben hat.

Der Spieler links vom Regisseur wählt jetzt eine der Kategorien auf dem Spielplan (z.B.: der Gute im Film, Genre, Ausgang, Schauplatz…) und der Regisseur sucht sich eine Hinweiskarte, die hierzu und zu dem gewählten Film passt. Jetzt kann reihum, beginnend mit dem Spieler, der das Feld gewählt hat, jeder versuchen, den Film zu erraten. Wenn es niemandem gelingt, darf der nächste Spieler eine Kategorie aussuchen und eine neue Raterunde beginnt.

Wenn nach sechs Raterunden niemand den Titel erraten hat, erhält auch niemand Punkte, weder die Zuschauer noch der Regisseur, und das Recht, einen Film auszusuchen, geht an den nächsten Spieler über. Wenn jedoch jemand vorher den Film errät, gibt es Punkte: für den erratenden Spieler je mehr, desto früher (mit weniger Tipps) der Film erraten wurde, für den Regisseur gibt es am meisten Punkte, wenn nach vier Tipps der Film erraten wurde. Die Punkte werden in Form von Kinokarten verteilt, so dass man nur ungefähr abschätzen kann, wie viele Punkte die Mitspieler haben.

Nach einer vorher festgelegten Anzahl von Runden (so dass jeder Spieler gleich oft Regisseur war) endet das Spiel, und es gewinnt, wer die meisten Punkte hat.

Wie viele Punkte es gibt, steht auf den nummerierten Punktekarten, die von 1 bis 6 anzeigen, nach wie vielen Hinweisen es wie viele Punkte gibt. eine nette Idee, aber ich denke, eine Übersicht auf dem Spielplan wäre einfacher zu benutzen gewesen, weil man in jeder Runde die Karten von neuem von Anfang an aufdeckt. Auch sind die Kinokarten zwar ausreichend, aber durch das Material auch ziemlich wenig stabil – unsere Testrunde benutzte schnell Pokerchips statt der Kinokarten.

Die Idee hinter dem Spiel und das restliche Material sind aber gut, und das Spiel macht richtig Laune. Echte 'Kinoexperten' werden sogar eher das Problem haben, dass sie einen zu wenig bekannten Film wählen, und dadurch keine Punkte als Regisseur erhalten – bei normalem Spielverlauf erhält der Regisseur immerhin 6-10 Punkte und die Spieler 4-6, so dass der Ausfall der Regisseurspunkte schon ziemlich ins Kontor schlagen kann.

Man kann das Spiel beim italienischen Hersteller direkt beziehen – es sollte auch noch Zeit sein, dass es als Weihnachtsgeschenk rechtzeitig ankommt -, oder auch von einem deutschen Importeur. Der angegebene Preis ist halbwegs zwischen den Importeurspreisen und dem (höheren) Preis beim Hersteller gelegen.

Hersteller Oliphante
Autoren Andrea Chiravesio und Pierluca Zizzi
Künstler Danilo Moretti
Spieler 3-8
Denken 7
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 28 €

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