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Die (normalerweise) wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Ich weiß, ich weiß. Es sind inzwischen zwei Wochen her seit meiner letzten (‚wöchentlichen‘) Übersicht. Leider war ich letzte Woche unterwegs und hatte keine Zeit für die Übersicht, und durch meinen derzeitigen Job unter der Woche nur knapp Zeit für Rezensionen, und gar keine mehr für die Übersicht. Ich hoffe aber, so weit möglich die beiden letzten Wochen abdecken zu können.

Auch das hier schreibe ich nicht am eigenen Desktop-Computer, sondern auf dem Notebook bei der Runde, die Spiele testet. Ich hoffe, genug Material für die nächste Woche an Rezensionen zusammen zu bekommen – und diesen Artikel abschließen zu können. Außerhalb Kickstarter wurde ich dieses Mal nur bei IndieGogo und Ulule fündig – gesucht habe ich vormittags, die Runde jetzt findet nachmittags statt.

Tabletops und Miniaturen

Eine bunte Mischung, sowohl was die Herstellungsländer betrifft, die Maßstäbe und auch die Verwendungszwecke. Von Miniaturen für Fantasy-Football bis hin zu Battlemaps ist alles dabei, nur Science Fiction fehlt irgendwie.

Beginnen wir mit Fantasy-Football. Hier gibt es gleich zwei Miniaturensets: zum einen Horned Frogs (IG), zum anderen Chaoszwerge (IG). Die Frösche (aus Italien) sind eine Neuauflage einer alten Serie (wobei die Miniaturen neu überarbeitet werden mussten), die Zwerge sind ein neues Team eines anderen (spanischen) Herstellers, der vor einem guten halben Jahr bereits Echsenmenschen herausgebracht hatte.

Einen großen Maßstab (75 mm: ein normaler Mensch ist also 7,5 cm hoch) bieten die Figuren für Duel Fighters, das auch gleich ein Spielsystem für detaillierte Einzelkämpfe bietet, bei dem man beispielsweise auch den Gegner mit Bierfässern bewerfen kann. Dieses Projekt ist in London beheimatet.

Am anderen Ende der Skala – beim 15-bis-18-mm-Maßstab – liegt diesmal War and Empire, historische Tabletops in der Antike. Karthago, Rom, Mazedonien, Spartaner… die Optionen sind vielfältig. Und auch dieses Projekt ist britisch.

Aus Australien kommen Twelve Elements of War, ein Skirmish-Tabletop. Die Versandkosten sind dementsprechend deutlich günstiger als bei einem Projekt in den USA.

Amerikanisch sind die Miniaturen der 28-mm-Brigade zu Gettysburg (IG). Der Hersteller sitzt aber in Frankreich, und so erklärt sich auch, dass die Versandkosten bereits in die Niveaus eingerechnet sind.

Aus Italien kommen die Wargamning Elements (IG) von Manorhouse Workshop. Es soll eine typische mittelalterliche Siedlung in Italien hergestellt werden.

Aus Kanada kommen die Labyrinths: Module und Bauteile, aus denen man sich seinen ganz individuellen Dungeon zusammenstellen kann.

Und als Unterlage dienen Battlemats, wie zum Beispiel diese aus den USA.

Rollenspiel

Etwa ein dutzend Projekte in zwei Wochen dürfte zur Zeit eine recht durchschnittliche Ausbeute sein.

Ein Tool für alle Systeme, das zwar comnputerbasiert ist, aber das Rollenspiel am Spieltisch unterstützen soll, ist Qex. Als virtueller Spieltisch kann man hier eine Menge Details der Runde abwickeln. Und das Basispaket ist gratis, mit der Unterstützung erwirbt man allerdings eine Reihe zusätzlicher Monster und Karten etc.

Weniger elektronisch ist ein anderes Tool: das Mobile RPG Module ist eine magnetbasierte Hilfe für Rollenspiel während einer Auto- oder Zugfahrt.

Dungeon Tiles für einen alten, verlassenen Tempel gibt es bei Forgotten Temple PDF Set – die britischen Hersteller verschicken die Tiles als Dateien zum Selberausdrucken.

Gerne genutzte Handouts sind Münzen, seien es handgemachte mittelalterliche Silbermünzen oder Fantasy-Münzen – das zweite Projekt ist ein Neustart, mit niedrigerem Ziel und Anschauungsmaterial.

Elfwood ist diesmal nicht die Webseite mit Fantasy- und anderer Kunst, sondern ein Setting, das in erster Linie für Sixcess Core geschrieben wird.

Drei komplette Rollenspielsysteme: Redemption ist ein militärisches SF-Rollenspiel vor dem Hintergrund eines interstellaren Kriegs. Dark Legends ist ein schnelles Fantasy-System mit einem ungewöhnlichen Würfelmechanismus. Crios schließlich verwendet zwar die Regeln von Renaissance Deluxe (das erst kürzlich im Bundle of Holding zu finden war), ist aber ein eigenständiges System – da nicht nur das Setting hier beschrieben wird, sondern auch die Regeln enthalten sind, darf es als komplettes Rollenspiel gelten.

Gleich 15 Spiele bietet die Protocol Series, auch wenn sie die Basismechanismen teilen. Zum Spielen wird nur ein (Poker-)Kartendeck benötigt, keine Würfel.

Ein Solo-Abenteuer im Stile der FantasyAbenteuerSpielBücher, Einsamer Wolf etc. wird Killing Hitler With Praise and Fire: der australische Autor bietet zahlreiche Methoden, den Aufstieg der im Titel genannten Person zu verhindern, von Kindsmord über Bestechung seiner Kunstschule bis hin zu Vaterfreuden gibt es sowohl grimmige und zum Lachen reizende Optionen.

Und ein Spiel, das auch in den Brettspiel-Bereich gekonnt hätte, ist die Pathfinder Dice Arena, von den Machern von u.a. der Miscatonic School for Girls und Castle Dice.

Brettspiel

Für zwei Wochen ist die Ausbeute mit neun Kartendecks recht klein.

Das Design von Bound soll einfach und klassisch sein. Leider sieht man nur wenig von den Karten. Für Modefreunde gibt es mit Decked Out Karten, die aus der Modewelt inspiriert wurden. Die Karten des Nouveau Luxury-Decks zeigen Art-Nouveau-Designs. Zum Hundertjährigen kommen nächstes Jahr WW1 Spielkarten, die sich vor allem auf die Fliegerasse des ersten Weltkriegs richten. Den 2. Weltkrieg thematisiert Gloal Unrest, mit u.a. einer Weltkarte, die man erkennen kann, wenn man die Karten als eine große Fläche auslegt. Monster zeigen die Hofkarten des Creepy-Decks. 'Pagane' Symbolik zeigt das Pagan-Deck. Und Autocorrect Epic Fail hat auf jeder Karte ein Beispiel für versagende Autokorrekturprogramme.

Für Freunde des Würfels gibt es auch zwei Projekte: die Zap Dice sind handgemachte sechsseitige Würfel aus Metall, hergestellt von einer Familie, deren Mitglieder zur Zeit jedes ein Projekt bei Kickstarter am Laufen hat. Wohingegen die Doublesix Dice als Zwölfseiter ein wenig ungewöhnlich aussehen – sie funktionieren wie normale Sechsseiter.

Auch dieses Mal gibt es wieder spezielle Lagerdosen für Spiele, die Board Game Storage Chests.

Erwähnen muss ich auch SOS Titanic. Ja, es geht hierbei um das Spiel, das ich erst diese Woche besprochen habe – hier geht es speziell um die amerikanische Ausgabe, die über Game Salute vertrieben wird.

Reeboots gibt es auch eine Menge. So währte der 2. Weltkrieg länger als wir es wissen, wenn man die alternative Geschichte von Amerika nimmt. Emu Ranchers ist ein Decktet-Spiel um Emus und Emuherden. Und Pandánte ist ein pokerartiges Bietspiel, das die bekannten schwarzweißen Bären nutzt.

In Dirty Mining (IG) versucht man im nachkommunistischen Europa mit Bergbau Geld zu verdienen – auf mehr oder weniger legale Art und Weise.

Wenn man einen Bigfoot gefangen hat, hat man gerade erst begonnen – das Ziel in Bigfootsies ist nämlich, als erster zehn dieser sanften Riesen einzufangen.

Eine Variation zu Schwarzer Peter ist Stinky Donkey“, allerdings kann man insgesamt vier verschiedene Spiele spielen: u.a. gibt es auch eine Memo-Option.

Nicht nur für Verschwörungstheoretiker dürfte The American Conspiracy interessant sein. Von der Beschreibung her spielt es sich wie eine unheilige Allianz aus Monopoly und Trivial Pursuit.

Sehr weitgehend anpassbar ist CLEVER, das nicht nur ein Spiel mit erzieherischem Wert sein soll, sondern gleich ein Bausatz für viele solche Spiele.

Fantasy-Schach ist Schach mit veränderten Ffiguren und ggf. auch veränderten regeln. Für 2 bis 4 Spieler ist War and Chaos ein spiel diese Genres.

Bei Deck Around (IG) gibt es ein ähnliches Spielprinzip wie bei Frigiti, allerdings geht es hier nicht um erwürfelte, sondern um tatsächlich existierende (Slang-)Begriffe.

Ebenfalls um Slangausdrücke geht es in What’s That Slang?. Leider startet es sehr langsam.

Um Intrigen an einer Magierakademie geht is im Wizard-placement-Spiel Argent – The Consortium. Vom Projekt her sieht es jedenfalls sehr schön aus.

Ressourcenmanagement ist ebenfalls ein klassischer Spielmechanismus. In The Goods geht es um dieses Management.

Teil einer Trilogie ist Hold Your Breath – und zwar der letzte. Piraten versuchen so tief wie möglich zu tauchen ohne zu ertrinken. Nicht dass es hinterher heißt wie im berühmten Gedicht Der taucher< : "Blubb blubb weg war er“…

Ein eher glücksbasiertes Spiel ist Luck o' the Dice – aber durch einen 'Press your luck‘-Mechanismus sieht es doch recht interessant aus.

Um den Designated Driver geht es im gleichnamigen Spiel – oder genauer: um das, was während einer Fahrt mit diesem so geschehen kann.

Nicht nur die Produktion des endgükltigen Produkts, sondern auch der speziellen Materialien für die Betatestphase soll mit dem Projekt zu Masterplan finanziert werden.

Minigolf mit Karten – so kann man Mini-Golf Mayhem beschreiben. Das Finanzierungsziel ist sehr niedrig – möglicherweise das niedrigste, das ich je gesehen habe: 300 US-Dollar.

Auf den ersten Blick mag Heroes aussehen wie ein Trading Card Game, aber es kommt als 'All in the Box' – alle Karten stecken bereits in der Spieleschachtel, es gibt keine zufällig zusammengestellten Booster etc.

Interessant sieht Dungeon Duelers aus – es gibt sowohl eine kompetitive Version, in der man Neulinge in der Welt der Dungeonduellanten spielt, als auch eine Kooperative Version, in der man Duellmeister spielt, die in die Dungeons vorstoßen und dort Abenteuer erleben.

Noch etwas kooperatives: Machina Arcana ist ein steampunkiges Koop-Spiel, bei dem man in einer Horrorwelt zu überleben versucht.

The Last Squad (UL) kommt aus Frankreich, und auch die Projektseite ist auf Französisch. In einer apokalyptischen Welt, in der ein Virus die Menschheit unnatürlich aggressiv gemacht hat, muss eine Gruppe Wissenschaftler gerettet werden, die als einzige eine Chance hat, den Virus zu bekämpfern.

Ein Spiel um Karibische Piraten ist Legends of Sword and Sail, das schon von der Projektseite aus sehr detailliert wirkt – ein echtes Spiel für Vielspieler.

Aus einer Gang entkommen und ein eigenes Unternehmen aufbauen – der Traum manch eines Jugendlichen lässt sich in Rainmakers nachspielen. Das Spiel ist als pädagogisches Mittel entworfen, aber auf sehr breiter Basis aufgestellt.

Cross Hares ist eine Kreuzung aus Watership Down und Melt Down.

Aus England kommt Joker Poker, ein Brettspiel, das mich an Schwimmen erinnert, wobei das Spiel-im-Spiel durch ein Texas Hol’em ersetzt wird.

Das bereits erwähnte Game Salute importiert zum einen Spiele aus der ganzen Welt zur Distribution in den USA, produziert aber auch Spiele amerikanischer Herausgeber. Ein solches ist Clusterfight, das das bekannte "Wer würde wen besiegen?“-Prinzip einen Schritt weiter führt.

Dasselbe Spielprinzip, aber beschränktere Charakterhwahl bietet Sharespeare Deathmatch. hier treten Figuren aus Sdhaespeare-Stücken gegeneinander an.

Und als letztes Brettspiel noch etwas literarisches: im Jane Gamey geht es um die Bücher Jane Austens.

Dann war da noch…

Bookplates waren Seiten, die man in Bücher kleben konnte um auf attraktive Weise den Eigentümer (dass 'Ex Libris‘) einzutragen. Mit Cthulhu Bookplates kommen entsprechende Bookplates mit einem Cthuloiden Einschlag – man kann sie aber auch in andere Bücher kleben.

Beim Karnevalsumzug (oder besser: Mardi Gras) in New Orleans will Krewe du Who mit einem Face of Boe teilnehmen. Man kann zwar nicht den Wagen kaufen, aber im höchsten Level nach New Orleans zu Mardi Gras fahren und u.a. am Chewbacchanal teilnehmen.

Und zuletzt noch ein Rotterdamer Projekt bei Kickstarter, zu bezahlen in US-Dollar. Die Fahrrad-Radabdeckungen kann man auch mit persönlichen Designs versehen.

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