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TabuTabu

Ein altes und doch neues Spiel soll Tabu sein, wurde uns von Hasbro auf der SPIEL mitgeteilt. Und ja, wer das Spiel kennt, wird beim Öffnen der Schachtel feststellen, dss da neues Material in der Schachtel ist.

Ursprünglich erschien Tabu (Taboo) im Jahr 1990 unter dem Label MB-Spiele. Das Spiel war gleich 1990 eines der fünf Mensa Select-Spiele, und 1992 auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres. Seither gab es verschiedenste Versionen, unter Namen wie Tabu XXL, Tabu Junior, Prominenten Tabu, Tabu Body Talk etc. Die neue Ausgabe hat keinen besonderen Namen, sondern läuft einfach nur unter Tabu. Auf der Hasbro-Webseite ist zur Zeit allerdings eine andere Ausgabe zu sehen.

Das Material in der Schachtel ist wie folgt zusammengesetzt:

  • ein Blatt mit Spielregeln
  • 260 TABU-Karten
  • ein Kartenhalter
  • ein Quietscher
  • eine Sanduhr
  • ein Wertungsblock
  • ein TABU-Würfel

Die Sanduhr läuft eine Minute und zweieinhalb Sekunden – soll wohl eine ein-Minuten-Sanduhr sein. Der 'Quietscher' ist aufgebaut wie ein Quietschtier, das man für Haustiere oder Kleinkinder kaufen kann, hat aber eine neutrale Form. Der Würfel zeigt sechs Symbole, die verschiedene Spielarten kennzeichnen.

Die Basisversion des Spiels läuft wie folgt ab.

Zunächst einmal verteilen sich die Spieler in zwei gleichgroße Gruppen. Reihum übernimmt jeder Spieler einmal die Rolle des Erklärers und ein Spieler der Gegenpartie die des Aufpassers. Die Karten zeigen jeweils vier Begriffe und zu jedem Begriff fünf Tabu-Begriffe.

Die Karte kann man in den Kartenhalter stellen, so dass sowohl der Erklärer als auch der Aufpasser das gesuchte Wort und die Tabu-Worte sieht. Der Erklärer hat jetzt eine Sanduhr lang Zeit, den Begriff oben auif der Karte zu erklären. Allerdings darf er weder den gesuchten Begriff noch einen der fünf Tabu-Begriffe nennen. (Außerdem sind Gesten, 'reimt sich auf‘, 'klingt wie' und alternative Wortformen natürlich ebenfalls tabu.) Wenn er das versehentlich doch tut, sollte der Aufpasser quietschen, denn das gibt seiner Seite einen Punkt. Der Rest des Erklärer-Teams versucht, den Begriff zu erraten – wenn das gelingt, erhält der Erklärer sofort den nächsten Begriff. So geht das weiter, bis die Sanduhr abgelaufen ist, dann kommt der nächste Erklärer und der nächste Aufpasser an die Reihe. Für jeden erratenen begriff erhält die Seite des Erklärers einen Punkt, für jeden ausgequietschten und jeden nicht erratenen Begriff die Gegenseite (hier sind die Regeln anders als in einigen anderen Versionen, wo nicht erratene Begriffe keine Punkte bracxhten).

Das Team, das nach einer Runde (oder einer ganzen Anzahl Runden) die meisten Puntke hat, hat gewonnen. Früher wurde auf eine bestimmte Punktzahl gespielt, was gegen Ende zu "taktischem Erklären“ führte – man wusste, dass die eigene Seite nur noch einen Punkt brauchte, und ließ sich daher beim Erklären Zeit, um ja nicht ein tabu-Wort zu erwischen.

Für Fortgeschrittene Spieler kann man auch mit dem trabu-Würfel spielen, der geworfen wird, bevor die Sanduhr umgedreht wird. Mit den Symbolen, die sich darauf befinden, wird entweder das klassische Spiel eingeläutet (zweimal vorhanden), nur ein Spieler als Rater ausgewählt, die Dauer der Runde verdoppelt, alle Bewegungen des Erklärers verboten oder alle Spieler (außer Erklärer und Quietscher) als Rater eingesetzt.

Tabu ist ein typisches Partyspiel, das besonders auf Familien- und Freundesfeiern einen guten Eindruck macht. Auch Spielemuffel lassen sich gerne von der Stimmung anstecken, und nebenbei wird auch der aktive wie der passive Wortschatz herausgefordert (und trainiert), ohne dass der pädagogische Wert den Spielern überhaupt auffällt. In meiner Spieletestrunde haben bereits mehrere Teilnehmer gefragt, ob sie das Testexemplar für die Silvesterfeier ausleihen können…

Hersteller Hasbro
Autoren k.A., ursprünglich von Brian Hersch
Künstler k.A.
Spieler 4-?
Denken 7
Glück 5
Geschicklichkeit RPG
Preis ca. 38 € (UVP, meist deutlich günstiger zu kaufen)

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Tabu bei Spiele-Offensive

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