3×3mino

DuCoDuco

Auf der SPIEL wurde uns unter anderem ein Spiel in die Hand gedrückt, das im Laufe dieser Woche auf Kickstarter gestartet wurde, und dessen Finanzierung nur kurz läuft: Am 24. Januar endet die Projektperiode bereits. Das Spiel war bereits im Eigenverlag verfügbar, aber durch die Kickstarter-Finanzierung wird es für ein größeres Publikum erreichbar, insbesondere für amerikanische Käufer. Außerdem scheint Game Salute, die sich auf dieses Geschäftsmodell spezialisiert haben, eine bessere Möglichkeit für den Versand gefunden zu haben, denn die Versandkosten für europäische Geldgeber sind anders als bei anderen Projekten absolut im Rahmen.

Duco ist meines Wissens das erste Spiel des schwedischen Verlages GOTY-Games (ob die Spiele dieses Verlages wirklich Games of the Year, also Spiele des Jahres, werden, wird sich allerdings noch herausstellen müssen). Der Autor ist bislang nur mit einer Fan-Erweiterung zu Seven Wonders in Erscheinung getreten, und will mit Duco auf dem Spielemarkt Fuß fassen.

In der Dose, wie wir sie erhielten, steckte folgendes Material:

  • die Spielregel – auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und Finnisch
  • 75 quadratische Spielkarten
  • 13 Blanko-Karten

Über die Qualität kann ich natürlich nicht allzu viel sagen: in der Eigenverlags-Version waren die Karten normale Qualität; wie das bei der gekickstarteten Version aussieht, ist nicht abzusehen. Die Spielregel kann auch von der Webseite des Spiels heruntergeladen werden.

Laut Spielregel benötigt man noch einen Zetten und einen Stift um Punkte zu noptieren, auf der Rückseite unseres Regelheftes war aber auch einbe Tabelle zu finden, auf dem man mit Münzen o.ä, auch die Punkte anzeigen kann.

Auf den Karten steht jeweils ein 3×3-Gitter, in der Mitte das Duco-Logo auf einem Hintergrund in einer von fünf Farben.. In den anderen Feldern stehen farbige Symbole. Es gibt fünf Symbole und ein Jokersymbol, genauso gibt es fünf Farben und eine Jokerfarbe. Die Symbole sind Dreieck, Mondsichel, Kreis, Stern und Quadrat, das Jokersymbol ist eine Kombination der fünf Symbole. Die Farben sind (wie auch im Mittelquadrat) rot, gelb, grün, blau und schwarz. Außerdem steht über einem Standardsymbol der Aufdruck “2×”. Die Anordnung ist immer ähnlich: das “2×”-Symbol steht in einer Ecke, die Joker auf die beiden Mittelfelder verteilt, die nicht an das 2×-Eckfeld angrenzen.

Zu Spielbeginn wird aus 9 Karten ein griechisches Kreuz gelegt, jeder Spieler erhält eine Karte. Reihum legt jetzt jeder Spieler seine Karte in die Auslage und erzielt Punkte, dann zieht er eine neue Karte und der nächste Spieler ist an der Reihe. Beim Anlegen müssen die Karten mit der ganzen Seite aneinander angelegt werden und keine anderen Karten überdeckt.

Punkte gibt es für Übereinstimmungen von nebeneinander liegenden Symbolfeldern: für das gleiche Symbol gibt es einen Punkt, für die gleiche Farbe ebenfalls. Eine Übereinstimmung von Symbol und Farbe ergibt daher zwei Punkte. Wenn eines der Symbole ein 2×-Symbol trägt , verdoppelt sich der Wert. So kommt man auf maximal 8 Punkte für ein Paar (Symbol und Farbe, und beide 2×), das absolute Maximum, das mit einer Karte erreicht werden kann, ist daher 36 Punkte, wenn man in eine Lücke in der Auslage legen könnte, und auf allen Seiten komplette Übereinstimmung erzielt. Meist kommt man allerdings eher auf 4-10 Punkte.

Wenn im Laufe des Spiels alle Karten ein Quadrat oder ein Rechteck formen (also ohne Überstände und ohne Lücken), werden zufällig vier Karten auf den vier Seiten angelegt, so dass der nächste Spieler eine einigermaßen große Auswahl an Anlegeoptionen hat.

Das Spiel endet in der Runde, in der ein Spieler 50 Punkte erreicht oder überschreitet. Die Runde wird dann noch beendet, und es gewinnt,w er die meisten Punkte hat.

Die Spielregel bietet dann noch eine Reihe von Varianten, begonnen mit anderen Zielpunktbeträgen, über eine Option, immer drei Karten zur Auswahl zu haben, oder Karten auch versetzt oder übereinander legen zu dürfen bis zu geänderten Spielzielen.

Das Spiel erfordert keine allzu großen strategischen Gedanken – Planung wird sowieso nur bei der ‘Drei-Karten-Hand’-Variante möglich. Man kann höchstens versuchen, die Anlegemöglichkeiten für die Mitspieler zu verkleinern, das ist aber eher kontraproduktiv: Es bringt in der Regel mehr, selbst möglichst viele Punkte zu machen.

Die Spieler lernen schnell, dass die 2×-Felder ein wichtiger Faktor sind, wenn man das Spiel gewinnen will. Immerhin benötigt ,man zwei Übereinstimmungen an anderen Positionen, um eine Übereinstimmung der 2×-Ecke auszugleichen.

Das Spiel ist wohl eher etwas für Gelegenheitsspieler, wobei einzelne der Varianten auch einen Vielspieler noch reizen können. Der unten angegebene Preis ist der, den man als Europäer bei Kickstarter pledgen muss. Später wird das Spiel über Game Salute wohl gut 5 Euro teurer werden, ob es europäische Distributoren geben wird, die günstiger sein können, ist bislang noch nicht bekannt.

Hersteller GOTY Games
Autoren Henrik Larsson
Künstler Henrik Larsson
Spieler 1-5
Denken 3
Glück 5
Geschicklichkeit 0-2
Preis ca. 19,89 US-$ (bei Kickstarter, für 24,94 US-$ angekündigt, jeweils incl. Porto/Versand)

2 Kommentare

  1. […] habe ich die Rezension zu Duco online […]

  2. […] Spiel, das zur Zeit auf diesem Weg finanziert wird, ist Duco, das wir vorige Woche besprochen haben. Schon vor einiger Zeit – genau genommen im Juli/August 2012 – wurde Serpent Stones finanziert, […]

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