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Die wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Wieder einmal gibt es eine Menge neuer Projekte, aber auch andere Neuigkeiten zu berichten. So kann man in Zukunft bei Kickstarter weitere Projekte finden: zu den Ländern, in denen Kickstarter Projektleitern zur Verfügung steht, ist diese Woche die Niederlande hinzugekommen. Projekte können bereits angelegt werden, der früheste Projektstart ist am 29. April.

Vor zwei Wochen habe ich bereits auf Sigurd’s Guide to the Galaxy hingewiesen. Zu der Zeit gab es noch keine PDF-only-Level. Auf Nachfrage sagte mir der Projektleiter, Josh McClellan, er habe ursprünglich beabsischtigt, PDFs auf CD zu verschicken, aber eine Downloadmöglichkeit sei natürlich noch besser … und richtete einen entsprechenden Pledge Level ein. Für 20 Dollar kann man jetzt die PDF des Corebooks zeichnen. Wer sich also dafür interessiert und mit einer elektronischen Version zufrieden ist, kann jetzt auch zuschlagen.

Tabletops und Miniaturen

Diese Woche waren es nur sechs Projekte, und eine Premiere: es war die Hälfte der Projekte bei Indiegogo zu finden. Da aber, wenn man alle gefundenen Projekte zusammennimmt, Kickstarter immer noch den Löwenanteil ausmacht, bleibe ich dabei, Kickstarter-Projekte nicht zu kennzeichnen und bei den anderen mit einem Kürzel anzuzeigen, auf welche Plattform der lInk weiterführt.

Zwei der Projekte betreffen Fantasy Football. Zum neinen gibt es eine Serie mit NordmännernEUF(IG), die sich diesem schönen Sport widmen wollen. Und nur Nachtspiele tragen die VampireEUF (IG) aus, die ebenfalls als Football-team antreten.

Gelände für futuristisch anmutende Gebäude (die mich persönlich ein wenig an Flughäfen erinnern) sind die Cat-6 Multiplex-Gebäude. Sie sind bereits bemalt und einsatzfertig.

Im 15-mm-Maßstab kommen die Dark Star Tanks and Troops daher. Der Maßstab für Dark Star soll gleichzeitig von 6 auf 15 Millimeter wachsen.

Für Superheldenkämpfe erscheint mit SuperSystem ein Regelwerk. Wohlgemerkt: Nur die Regeln, Miniaturen muss man sich selbst suchen.

Und eine sehr schöne Miniatur eines Monsterjägers im Frankreich des Ludwig XIV heißt Laurent LeleuEUF (IG). Die ersten 50 Zeichner sollen ihre Miniaturen sofort erhalten, da sie bereits fertig sind – 28 sind bereits vergriffen. Wer später kommt, muss dann eben warten, bis die weiteren Miniaturen angefertigt sind.

Rollenspiel

Im Rollenspielbereich komme ich dieses Mal auf neun Projekte, von denen eines gleichzeitig einen 'guten Zweck' hat. Renee Knipe, die Rollenspielern vielleicht von Dark Ages: Darkening Sky, The Anansi oder Maddenhafen bekannt ist, hat nach einer Operation finanzielle Probleme. Die Krankenkasse trägt nicht die gesamten Kosten, und es ist noch ein vierstelliger Dollarbetrag offen. Als Dankeschön für die finanzielle Unterstützung werden sechs PDF-Produkte angeboten: drei Fiasco-Playsets und drei Werke zu ViewScream. Der Autor von ViewScream und zumindest einem der Playsets ist an dem Projekt beteiligt, es dürfte sich hierbei also wohl nicht um 'Raubmordkopien' handeln.

Die Dankeschöns von Excalibur lassen PDF-only-Level vermissen. Der Projektleiter Lokey Miller überlegt noch, wie er diese Option am besten umsetzen kann.

Für Pferdefreunde ist das The Pony Wars RPG interessant – die Finanzierung wurde notwendig, weil der ursprüngliche Künstler ausfällt und ein anderer Künstler bezahlt werden muss. Das System erinnert nicht von ungefähr an My Little Pony.

Für das System von Aocalypse World ist mit Worlds in Peril ein Superheldensystem geplant.

Unter dem Namen What’s O.L.D. Is N.E.W.EUF erscheinen gleich zwei Regelwerke, die nahtlos zusammenpassen. Das eine Regelwerk ist pure Fantasy, das andere Science Fiction, so dass auch Space Opera etc. hiermit möglich werden.

Die weiteren Projekte sind für Zubehör, sowohl elektronischer wie nicht elektronischer Art. Für Pathfinder ist HeroSheets gedacht, eine online App für die Kampagnenverwaltung und den modernen GM.

Musik und Geräusch-Effekte gibt es bei Epic Fantasy Soundtracks, und zwar jeweils drei Stunden. Besonderheit: die Tracks stehen unter einer nicht-exclusiven kommerziellen Lizenz – man darf sie also nicht nur für Runden zu Hause verwenden, sondern auch in Podcasts, Spielen etc.

Kartendecks mit Begegnungen in der Taverne – zum einen ein Deck mit Abenteurern, zum anderen eines mit einfachen Bürgern – für den GM gibt es bei Who Is In the Tavern. Man kann mit entsprechender Einzuahlung auch selbst auf einer der Karten erscheinen.

Und für die Rollenspiele des Cypher Systems sollen Spezialwürfel erscheinen.

Brettspiel

In den letzten paar Tagen gab es nur zwei neue Kartendecks. Ein spezielles Crowdfunding-Deck ist das 2013 Crowdfunding All Star Deck, bei dem besondere Crowdfunding-Projekte verschiedenster Plattformen, die im letzten Jahr durchgeführt wurden, vorgestellt werden. Moderne Bühnenmagier stellen die Hofkarten des Illusionist Decks dar.

Spezialwürfel kann man sich selbst entwerfen und produzieren lassen, zum Beispiel als Teil dieses Projekts. Es gibt bereits eine Menge interessanter Farboptionen, und es kommen ständig neue hinzu. (Und wer immer noch auf seine Pulse Dice wartet, kann hier vielleicht einen Ersatz finden…)

Ein Relaunch eines alten Projektes ist All Bunnies Eat Carrots. Durch Umstrukturierung des Projektes konnte das Finanzierungsziel geviertelt werden.

Ein 'erweiterbares Kartenspiel' (ähnlich einem Living Card Game) soll Monster Town werden.

Ein Königmacher-Mechanismus ist expliziter Bestandteil des Regelwerkes von Loser. Bei dem Spiel geht es nur darum, nicht als Letzter zu enden – das ist so, wie wenn man durch ein cthuloides Monster angegriffen wird: auch hier ist es vor allem wichtig, nicht der langsamste zu sein…

Die MagnecubesEUF (IG) sind magnetische Bausteine, die aber dennoch gut zusammenhalten sollen.

Über Indiegogo wurde die ursprüngliche Ausgabe von Monster ChefEUF finanziert. Jetzt ist das Projekt bei Kickstarter, und bietet neben Versand aus Deutschland auch Abholung auf der SPIEL.

Beleidigungen darf man ungestraft äußern bei den drei Spielen STFD, Most Foul und STFU. Auf den Karten sind Beleidigungen, aber zwei beliebige Karten haben immer nur eine gemeinsame Beleidigung, die man zum Ablegen rufen muss… Ein Deck mit Deutschen Beleidigungen ist als Stretchgoal geplant, die ersten drei Decks sind als Print-n-Play verfügbar.

Das Wetter im Garten ist selten so, wie man es braucht – und der Nachbar hat viel besseres Wetter. Hat der etwa eine bessere Wettermaschine – oder eine, die besser darin ist, das Wetter in meinem Garten schlecht zu machen? In Stormy WeatherEUF machen zwei Nachbarn sich die Gärtnerei mit ihren Wettermaschinen schwer.

Als Intendant einer Fernsehstation versucht man in Prime Time die erfolgreichsten Shows zusammenszustellen. Leider versuchen die Mitspieler das auch.

Die Struktur für InfernisEUF (IG) ist ein wenig seltsam, aber sehr kundenfreundlich: man kann so ziemlich jede einzelne Belohnung getrennt wählen und in den Förderungsbetrag aufnehmen. Hiermit kann man auch sehr günstig an eine Kopie von Colonial Space Wars kommen.

Ein Kartenspiel um die Eroberung von Ländern ist Conquest of SperosEUF. Die Spielmechanik wirkt einfach, bietet aber eine Menge Optionen.

Ein kooperatives Brettspiel in einer postapokalyptischen Welt ist UnknownEUF – der Titel ist nicht unbekannt, sondern eben Unknown. Man versucht, zu überleben und Missionsziele zu erfüllen – die Schwierigkeit ist leicht anzupassen.

Aus Mexiko kommt das Projekt zu Battle of Gastronomic Knowledge. Es ist ein Trivia-Spiel (wie Trivial Pursuit), mit als Thema alles Wissen, das man als Gastronom haben sollte.

Es scheint momentan kaum eine Woche zu vergehen ohne ein weiteres Spiel, das die Mechanismen von Apples to Apples oder auch Cards Against Humanity verwendet. Diese Woche fanden wir Cads About Matrimony, das immerhin legale Beratung gesucht hat, um nicht die Rechte von CAH zu verletzen. Als Partyspiel soll es auf die 'erschreckenden Realitäten und zeremonielle Absurdität' der Ehe vorbereiten.

Die Farbtheorie wird in Mix verwendet um Farbmischungen zum Erreichen der eigenen Ziele einzusetzen. Leider wird nur in den USA ausgeliefert.

1997 gab es einen Sonderpreis "Geschicklichkeitsspiel des Jahres“ der Jury Spiel des Jahres. Gewinner war das HusarengolfEUF (SN) von Franjos Spiele, das mit dem verlinkten Projekt neu aufgelegt werden soll. Allerdings in eine Kleinstauflage, die genau für die Unterstützer des Projekts ausreichen wird.

Ein wenig Zweifel habe ich, ob das Finanzierungsziel von Galactile Supremacy erreicht werden wird – auch wenn der Betrag in Kanadischen Dollar angegeben ist. Die Beschreibung des Projektes ist ein wenig verwirrend. Es scheint sich um ein strategisches Brettspiel zu handeln – das Kindern das Rechnen näherbringen soll. Eine PC-Version ist auch möglich.

Zum Deckbuilder Miskatonic School for Girls steht jetzt eine Erweiterung an mit dem Namen Holiday Break. Das Spiel wird moderat erweitert, die Erweiterung sieht aber nett aus. Und wer das Originalspiel noch nicht hat, kann es gleich mit erwerben.

Entwickelt wurde Seven Swords zwar von GenX Games aus Spanien, es wird aber durch Game Salute hergestellt und vertrieben – so dass es auch die USA-typischen Porto- und Zollkkosten mit sich bringt. Es ist ein Zweipersonenspiel, in dem eine Banditenbande sich
sieben Samurai gegenüber sieht – Akira Kurosawas Film wie auch die Nachahmer (Die glorreichen Sieben, Sador – Herrscher im Weltraum, Das große Krabbeln…) haben wohl hier Pate gestanden.

Aus Dänemark kommt mit EclipticEUF (IG) ein Brettspiel, das sowohl zum Persönlichkeitstraining verwendet werden kann wie als astrologisches Lehrmaterial.

Cribbage ist ein Kartenspiel, das in Deutschland eher weniger gespielt wird. Zur Zählung gibt es spezielle Bretter mit Zählstiften – normalerweise ziemlich nüchtern und aus Holz. Mit Industrial WAVE ist ein nett anzusehendes metallisches Zählbrett geplant – das aber leider nur in den USA versandt wird.

Der Name ONE wurde dem Spiel gegeben, weil es das erste des Verlages HPV Games ist. Es besteht aus einer Menge Karten mit Bildern, und einer Reihe verschiedener Spielregeln. Die Bilder sind … nun, sagen wir: nicht alle jugendfrei, oder könnten zumindest peinliche Fragen hervorrufen.

Ein kleines Spiel mit kurzer Kampagne (insgesamt nur 16 Tage) ist Dig Down Dwarf – ein Press-Your-Luck-Würfelspiel, bei dem Zwerge nach Schätzen graben. Es hatte die Micro Game Challenge gwonnen.

Die Zeit der Eroberung Englands durch die Normannen soll in Medieval (IG) aufleben. Ein wenig irritiert mich hier die Pledgeübersicht: es sind insgesamt 300 Pledges zu je 25 Dollar möglich – insgesamt soll sie aber, wenn möglich, 10.000 Dollar einspielen.

Ein schnelles Würfelspiel um Trolle ist Troll Dice – leider nur in den USA erhältlich.

Mehrere Mechanismen vereinigt Pixel Glory in sich: mit einem auktionsbasierten Draft-Mechanismus baut man sich Decks, mit denen man anschließend Dungeons erforscht.

Ostern ist noch nicht da, da gibt es bereits die ersten Projekte mit Halloween-Thema, damit diese rechtzeitig vor dem Fest versendetw erden können. Ein solches Projekt ist 13 Frights: man geht Trick-or-Treating, und versucht, mit seinen Karten möglichst wertvolle Stiche zu machen. Allerdings besteht immer das Risiko, dass die eigenen Handkarten von Mitspielern geklaut werden. Will man die gute Karte jetzt spielen, oder für einen besseren Stich aufbewahren – auf die Gefahr hin, dass sie einem noch geklaut wird?

In der Beschreibung von Minion wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eventuelle Erweiterungen zu diesem Spiel keine zufälligen Kartenzusammenstellungen enthalten werden – das Spiel selber erinnert von der Art her ein wenig an CCGs wie Pokémon oder Magic, so dass dieser Hinweis wichtig ist.

Ziemlich wenig über das Spiel verrät die Projektseite zu The War of Leonardo da VinciEUF (IG). Auch ist die Laufzeit mit 8 Tagen extrem kurz – sie endet bereits am Donnerstag.

Politisch wird es mit The Game of Politics – allerdings nur für amerikanische Backer. Das Spiel, das ein Trivia-Spiel zu sein scheint, richtet sich auch komplett auf den amerikanischen Markt mit Fragen, die ein Amerikaner wohl besser beantworten kann als die meisten Europäer.

Unbekannte Loyalitäten gibt es im Brettspiel Cultists of Cthulhu: Miskatonic University. Wie bei Battlestar Galactica weiß man von den Mitspielern nicht, wer von ihnen Kultist ist und wer Akademiker. Und wer von den Akademikern ist bereits so verrückt, dass er unzuverlässig ist?

Ein CoSim aus der Zeit der amerikanischen Revolution: New York 1776 stellt die Kämpfe dar, die sich während des Unabhängigkeitskrieges rund um den Big Apple ergaben. Der Projektstarter ist im CoSim-Bereich kein Unbekannter: Worthington Publishing ist unter anderem für Hold The Line bekannt, hat aber auch eine Reihe weiterer CoSims herausgegeben.

Halbwegs EUF dürfte Raid! sein: der Einzelpreis ist niedrig genug, dass die Zollkosten nur minimal sein dürften.

Und noch einmal Piraten: PiratesEUF ist ein Karten-Würfelspiel um kleine Piratenflotten. Die Karten sehen sehr gut aus, die Würfel zeigen Spezialsymbole.

Dann war da noch…

Keine Waren für die Unterstützer, soindern nur das gute Gewfühl, etwas Richtiges™ getan zu haben, gibt es beim Flipper für Rollstuhlfahrer: ein Flipperautomat soll gebaut werden, der für querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Wer mit einzahlt, kann sich danach dann ja imer noch von Hugglethulhu umarmen lassen. Dieser Chibi-Cthulhu (SD) ist auf T-Shirts mit mehreren Motiven erhältlich.

Eine Reise durch Europa – Stuttgart, Basancon, Sofia, Belgrad… – machen Workshops zum Erstellen von SpielenEUF (UL). Jeder Workshop dauert eine Woche, dann haben die Veranstalter eine Woche Pause, bevor es am nächsten Ort wieder eine Woche einen Workshop gibt.

Kein echtes Spiel, aber eine 'Puzzlebox‘, gibt es bei The Little Puzzle Box. Diese Dosen, die nach einem japanischen Modell hergestellt werden, beinhalten ein Lagerfach von 27 mm × 27 mm × 10 mm, sind aber nur nach einem komplizierten Muster an Bewegungen der Seitenwände zu öffnen.

Und dann wird noch ein Mecha Simulator für Spielhallen gebaut. Man kann Gutscheine erwerben für Spiele auf dem Simulator, Werbeflächen … aber für einen entsprechend hohen Betrag kann man auch einen eigenen Simulator erwerben. Wer sich den leisten kann, muss dann aber auch für den Transport, Zölle etc. selber sorgen.

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