Farbfreunde

Der kleine König und seine Freunde

Der kleine König (und seine Freunde)

66 Karten, einer kleine Schachtel und ein Spiel (oder auch mehrere mit ähnlichen regeln): Das ist das Erfolgsrezept von Adlung-Spiele. Neben den Karten steckt in der Regel nur noch eine Spielregel in der Schachtel, in diesem Fall mit Regeln auf Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Tschechisch und Italienisch. Auf der Schachtel steht auch korrekt das int. KFZ-Kennzeichen für Polen, im Heft ist aber dann einfach nur 'P' abgedruckt. Die Regel ist trotzdem auf Polnisch, nicht auf Portugiesisch.

Der namengebende 'kleine König' ist übrigens der, der manchem Kind aus den Sandmännchen-Gute-Nacht-Geschichten bekannt ist. Neben ihm tauchen im Spiel selbst noch die kleine Prinzessin, Grete und Pieps (das Pferd und der Vogel) auf, auf dem Titelbild sind auch Buschel, Tiger und Wuff (Eichhörnchen, Katze und Hund) zu sehen.

Die Karten teilen sich auf in 12 Freundekarten (je 3 jedes Charakters) und 54 Farbkarten (je 9 in den 6 Farben gelb, rot, grün, schwarz, braun und blau). Auf jeder der Freundekarten ist der jeweilige Charakter bunt gekleidet, und drei bis fünf kleine Kronen in einer Ecke der Karte zeigen noch einmal, um welche Farben es geht.

Das Spiel kann in vier verschiedenen Varianten gespielt werden, die sich weitgehend ähneln. In allen erhalten die Spieler je eine Freundekarte, und von zwei Stapeln werden Farbkarten offen ausgelegt.

In der einfachsten Fassung (‚Hallo, kleiner König‘) bleiben alle Karte offen auf dem Tisch liegen Es darf reihum jeder Spieler eine der beiden Farbkarten nehmen, wenn seine Karte diese Farbe zeigt und er für diese Karte diese Farbe noch nicht genommen hat (auch diese bleibt offen liegen). Kann man keine der beiden Karten nehmen, darf man eine neue Farbkarte aufdecken, und der näcshte Spieler ist dran. Wenn die Farben der Kronen alle gesammelt sind, dreht der Spieler die Karten um und erhält die nächste Freundekarte. Es gewinnt, wer bei Spielende (wenn die letzte Freundekarte vergeben wurde) die meisten Farbkarten sammeln konnte.

In der nächsten Version (Kleiner König) muss man sich merken, welche Farben man sammeln muss, denn die Freundekarte wird verdeckt gelegt und darf erst wieder angesehen werden, wenn man meint, alle Farben gesammelt zu haben. Wenn sich dann herausstellt, dass man eine falsche Farbkarte dabei hat, muss diese wieder zurück gelegt werden, und jeder andere Spieler darf sie anschließend, wenn er am Zug ist, an sich nehmen.

In der Version 'Großer König' werden dann auch die Farbkarten verdeckt gesammelt. Wenn sich jetzt herausstellt, dass man falsche Farbkarten eingesammelt hat (oder dass einem noch Farbkarten fehlen) muss man für jede fehlende/falsche Farbkarte eine zusätzliche richtige als Strafkarte ablegen und anschließend die fehlenden Farben weiter sammeln.

Beim 'Schlauen König' (der mit allen anderen Versionen kombiniert werden darf) werden die zusätzlich wählbaren Farbkarten verdeckt gelegt. Man muss sie sich also merken. Wenn man eine dieser verdeckten Karten nehmen will, zeigt man sie erst allen Spielern. Wenn man sie gebrauchen kann, nimmt man sie an sich, ansonsten legt man sie verdeckt wieder ab – und eine weitere verdeckte Farbkarte dazu.

So entwickelt sich das Spiel von einem Bingo/Lotto-artigen Spiel hin zu einem Memo-Spiel (Großer schlauer König). Während das erste wohl eher für drei- bis Vierjährige gedacht ist, ist die letzte Version schon ziemlich fordernd – wobei Kinder die gleichen Vorteile haben, die sie auch beim Memory haben. Erwachsene können gegen gute Kinder leicht weit ins Hintertreffen geraten. So wächst das Spiel ohne weiteres über mehrere Jahre mit.

Bei seinem Preis ist das Spiel auch ein hervorragendes Mitbringsel. Aber auch, wenn man es für die eigenen Kinder kauft, macht man mit dem kleinen König sicher keinen Fehler.

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