Spiel – Tag 3

SPIELHalle 3: Groß und klein

Es ist fast vollbracht: der dritte Tag liegt jetzt auch hinter uns. Mit einigen wenigen Ausnahmen haben wir, so hoffen wir zumindest, alle Stände gesehen. Ausnahme ist ein Teil der Halle 4, der morgen früh dann noch besichtigt werden muss.

In Halle 3 waren wir allerdings froh, dass eine ganze Menge Anbieter uns die Spiele zusenden will. Ich darf gar nicht daran denken, wie beladen wir gewesen wären, wenn wir alles hätten zum Wagen schleppen müssen – und wie voll derselbe dann geworden wäre. Letzteres allerdings eher wegen der (geringen) Größe des fahrbaren Untersatzes.

Argentum zieht es in die argentinische Pampa, wo "El Gaucho“ sich beim Würfelrodeo übt. Mit den Fertigkeiten geht es dann an den Rinderfang, -diebstahl und -handel.

Von Jumbo gibt es eine Jubiläums-Neuausgabe. Das "Spiel des Wissens“ wird dieses Jahr 30 Jahre alt, und daher gibt es eine neue Ausgabe desselben mit neuen Fragen.

Auch Adlung feiert ein kleines Jubiläum: "100″ hat seinen Namen der Tatsache zu verdanken, dass es das hundertste Spiel dieses Verlages ist. Man versucht, Reihen von Karten mit aufeinanderfolgenden Zahlen zu bilden, was gar nicht so einfach ist wie es klingt, denn das versuchen die anderen auch – und alle spielen wild durcheinander.

Gleich zwei 'Herausgeber' in Halle 3 kümmern sich um Crowdfunding-Projekte. Zum einen ist da Boardgamestarter, die bislang nur das Fulfillment für andere Anbieter besorgten, aber in Zukunft wohl auch selbst als Crowdfunding-Plattform fungieren wollen. Und dann ist da GameSalute, die schon seit einiger Zeit alle möglichen Unterstützungen für Crowdfunder im Spielebereich anbieten, unter anderem eben auch Pressekontakte. Zu den von ihnen gezeigten Spielen gehörten unter anderem "Alien Frontiers“, "Top Promoter“ und – im Sinne der vielen bereits gesehenen Monster-Spiele – "Monsters and Maidens“. Letzteres ist ein nettes Würfelspiel um Monster, ihre Lieblingsspeise (Jungfrauen) und ihre Erzfeinde (Helden).

Bei AbacusSpiele ist das zentrale Spiel dieses Jahr "Royals“. Es geht hier allerdings nicht um das englische Königshaus, sondern um die Könige und Fürsten des 17. Jahrhunderts.

Dass die GameFactory einen schweizer Ursprung hat konnten wir unserem Gesprächspartner anhören. Man sah hier aber nicht unbedingt 'typisch schweizerische' Spiele (was auch immer das wäre), sondern mit "I Spy“ ein Wimmelbildspiel, und mit "Lift it!“ ein Spiel, bei dem man mit einem Kran Bausteine aufeinander stapelt. Leider ist der Kranarm aber mit einer Schlaufe am Kopf befestigt, und die Hände dürfen nicht zu Hilfe genommen werden.

Franjos stapelt in "Mahé“ Schildkröten. Die Stapel sehen nicht nur auf dem Spielbrett aus wie bei Camel Up! von Pegasus, sondern sorgen auch bei den Tieren für ähnlich … seltsame Gesichtsausdfrücke. Das Spiel selber ist allerdings eher ein Remake des uralten Känguruh (damals noch mit h) von Ravensburger.

Vom Kleinverlag Unplugged kommt mit "Hattrick“ ein Fußballspiel, das laut den Machern ungewöhnliche, gewöhnungsbedürftige Merchanismen bietet.

Die Jolly Thinkers zeigten nicht nur mit "Pick-a-Seal“ ein neues Spiel der "Pick-A-„Reihe, sondern auch mit "Bucket King 3D“ ein Eimerstapelspiel. Es handelt sich wohl um eine neue Ausgabe von "Alles im Eimer“ von Kosmos, das 2002 auf der Auswahlliste für das Spiel des Jahres stand.

Freidemann Friese empfiehlt als Mahlzeit "Frischfisch“, Zumindest sit das der Titel des neuen Spiels von 2F-Spiele, eine neue Fassung des gleichnamigen älteren Spiels dieses Verlags.

Piraten versuchen in "King’s Gold“ von Blue Orange Beute zu machen und möglichst wenig Steuern an König abzuführen.

Mücke hat mit "Lunte“ ein Kartenspiel, bei dem eine brennende Lunte verlängert wird, bis irgendwann die Bombe doch hochgeht. Wer hat die besten Nerven und das beste Näschen, damit man die Bombenkarten nicht zu spät oder zu früh ablegt?

Hin und wieder findet man bei Kickstarter Würfel und andere Abenteuer-Ploterstellungs-Hilfen. Ein relativ langlebiges derartiges Produkt sind die "Story Cubes“ von The Creativity Hub aus Irland, die das Spiel auch als Gesellschaftsspiel und Sprachlernhilfe vermarkten.

Als letztes will ich noch mit "Blocks“ das neueste Produkt von Steffen-Spiele erwähnen, das nicht nur groß und schwer, sondern auch schön ist. Mit den in der Schachtel enthaltenen, sehr angenehm anzufassenden Holzblöcken kann man zwei verschiedene Spiele spielen, die wie bei Steffen-Spiele üblich für viel Kopfzerbrechen sorgen werden.

Morgen haben wir dann nur noch einen kleinen Teil von Halle 4 abzulegen, bevor wir dann die Nacharbeiten angehen können – und noch zwei Termine bei Verlagen wahrnehmen müssen. Meine Füße wird’s freuen, dass danach erst einmal wieder ein paar Tage Ruhe angesagt ist.

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