Würfelreis

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Sushi Dice

Sushi DiceIm Westen (also bei uns "Langnasen“) hält sich das Gerücht, Sushi sei in erster Linie ein Fischgericht. Das ist aber ein Irrtum, denn die Basis von Sushi ist gesäuerter Reis – und auch der Begriff Sushi für die Esswaren stammt wahrscheinlich vom homophonen altjapanischen Wort, das so viel wie 'säuerlich' bedeutete.

Nachdem in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts Sushi den 'Sprung' über die japanische Grenze (und über den Pazifik) geschafft hatte, begann ein Siegeszug, der dazu führte, dass man heutzutage auch in Deutschland in immer mehr Supermärkten fertiges Sushi kaufen kann. Und auch in Spielen taucht es immer wieder als Thema auf, so bei Sushi Dice.

In der Schachtel findet man:

  • 12 Spezialwürfel
  • 19 Sushi-Karten
  • eine Glocke
  • die Spielanleitung auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch

Die Spielregeln kann man auch von der Webseite von SitDown Gams herunterladen. Die Würfel kommen in einem weißen und einem gelblichen Sechser-Set und zeigen auf fünf Seiten eine Garnele, einen Fisch, einen Oktopus, eine Gurke (?) und einen Kugelfisch (?). Auf der sechsten Seite steht in jedem Set auf drei Würfeln ein Stern, auf den anderen ein schwarzer Totenkopf. Die Karten zeigen jeweils entweder eines der ersten fünf Symbole sechs Mal oder alle sechs Symbole außer dem Kopf einmal. Die Glocke ist eine kleine Schlagglocke, wie sie in alten Filmen auf einem Hoteltresen stehen könnte – oder wie sie beispielsweise auch in Spielen wie Halli Galli zu finden ist.

Von den gemischten Karten werden drei aufgedeckt. Der Startspieler (laut Regel der älteste) sucht sich einen Duellgegner aus, jeder Spieler erhält einen der beiden Würfelsets.

Jetzt versucht jeder Spieler, so schnell wie möglich die Symbole für eione der Sushiplatten auf den offenen Karten zu erwürfeln – ein Stern zählt hierbei als Joker und kann alle Symbole ersetzen. Wer das zuerst schafft, läutet die Glocke und beendet die Runde, er erhält die entsprechende Karte. Die Würfel werden jeweils an den Spieler zur Linken weitergegeben, und die nächste Runde beginnt.

So weit, so simpel. Allerdings gibt es noch kleine Sonderregeln. Das schwarze Symbol ist ein "Bäh“-Synbol, das man nicht erwürfeln will. Wenn man im Duell sieht, dass der Gegner ein solches Symbol gewürfelt hat, kann man schnell "Bäh“ rufen, dann muss der Gegner alle Würfel neu würfeln (ansonsten darf man bereits gewürfelte Symbole beliebig liegen lassen und nur den Rest neu würfeln. "Bäh“ darf allerdings nur ein Duellant rufen…

Damit die anderen Spieler nicht untätiog daneben sitzen, können sie, wenn beide Spieler gleichzeitig ein Bäh-Symbol erwürfelt haben, "Zack“ rufen, damit das Duell sofort endet, ohne dass jemand eine Karte gewinnt. Wer Zack gerufen hat, erhält dann den einen Würfelsatz, der Spieler, der bislang die wenigsten Sushiplatten gewonnen hat, den anderen – bei Gleichstand wählt der Spieler mit dem Würfelset seinen Gegner aus denen mit den wenigsten Platten aus.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl Sushiplatten gewonnen hat, je mehr Spieler, desto weniger Platten sind nötig.

Das Spiel ist ein schnelles, leichtes Würfelspiel, das auch Kinder bereits verstehen. Die Beschreibung als 'Beer-n-Pretzels-Spiel' trifft es ganz gut, auch wenn zum Thema eher Sake passen würde. Schön, dass die an einem Duell nicht direkt beteiligten Spieler dennoch etwas zu tun haben, so dass die Wartezeit nicht so lang wird. Für Vielspieler dürfte das Spiel vielleicht ein wenig sehr glückslastig sein, Gelegenheitsspielern und Kindern wird es agber eine Menge Spaß machen.

Hersteller Sitdown Games
Autor Henri Kermarrec
Künstler Aoulad, Megalopole SPRL
Spieler 2 – 6
Denken 5
Glück 8
Geschicklichkeit 3
Preis ca. 19,90 €

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