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moneyDie (winterlich kurze) wöchentliche Crowdfunding-Übersicht

Wieder einmal ist die Zeit gekommen für eine neue Übersicht des Crowdfunding-Bereiches im Spielesektor. Auch diese Woche ist die Liste noch einmal recht kurz, auch wenn ein Bereich – ausgerechnet der Kartendeck-Bereich – beinahe normale Ausmaße hat. Die anderen Bereiche sind wieder eher kurz geraten.

Natürlich gibt es auch diese Woche wieder eine Reihe Projekte, die noch ein wenig Geld benötigen. Ich habe diese Woche keinen Blick auf EUF geworfen, da sowieso nur zwei Projekte von den Finanzzahlen her interessant waren – das dritte, das ich nehmen wollte, wird nur in die USA geliefert. Zum einen ist da das Pandora Deck EUF, das sich an den Film Avatar anlehnt, zum anderen ist da Gangster Dice, ein Karten-Würfel-Spiel um Gangster, die versuchen, den Verdacht von sich selbst weg und auf andere hin zu lenken.

Tabletops und Miniaturen

Diese Woche ist die Tabletop-Ausbeute auf vier Projekte beschränkt, was schon mehr ist als vorige Woche. Allerdings gibt es keine Miniaturen.

Bodenfliesen für den Dungeon sind die Dungeon Floor Tiles, die es sowohl als PDF als auch auf Karton gibt.

Dreidimensionale Hexfelder bietet das Projekt Battlehex EUF. Bei einer Seitenlänge von 10,2 cm und einem maximalen Durchmesser von 22,9 cm sind sie als Gelände-Ersatz gedacht.

Gaming Mats hingegen gibt es mit dem Bespoke Mats-Projekt, das nur in Großbritannien ausgeliefert wird – laut Projektseite ist die Gefahr einer Beschädigung zu groß.

Und zuletzt doch noch Miniaturen, aber in einem Maßstab, der eher zum Basteln und Sammeln animieren soll: Die Ater Miniaturen kommen im 54-mm-Maßstab.

Rollenspiel

Der Rollenspielbereich enthält dieses Mal wieder mehr Projekte, zwei (einmal nur angeblich) generische, ein System und mehrere Abenteuer und Hintergrundbände zu verschiedenen Systemen.

Das bekannteste Projekt dürfte wohl die Grimmzahn-Sammelausgabe sein, die die fünf "Basis-„Grimmzahnbände (Traps, Traps Too, Fore, Ate und Lite) in einem Band veröffentlicht – plus einige neue Fallen, die noch nicht veröffentlicht wurden. Nur für die beiden 'Themabände' (Dungeon of Doom, Traps Bazaar) hat Goodman Games noch(!) keine Pläne, ist aber wohl inzwischen in Gesprächen mit Flying Buffalo, wie auch über eine eventuelle PDF-Version (die bislang leider auch noch nicht verfügbar ist).

„Generisch“ scheint gerade in den USA oftmals zu bedeuten "für Verwendung mit D&D, Pathfinder und OSRIC-Systemen“. So auch bei den Epic Hero and Villain Feat Cards, die die Optionen im Kapf erweitern.

Ein System für One-Shots im Zombiegenre – vom Ansatz her ähnlich wie All Flesh Must Be Eaten – ist Tropes: Zombie Edxition, bei dem man eine Nacht in der Zombieapokalypse überleben soll.

Für das SF-Fantasy-Mix-Rollenspiel Sea of Stars ist das Kampagnen-Quellenbuch gemacht. Hier gibt es dann auch wieder eine PDF-Version.

Abenteuer für OSRIC-Systeme im Grußkartenformat (also in ungefähr One-Sheets) bietet Micro Quest Cards – es gibt zwar kaum Platz für Geburtstagswünsche oder ähnliches, aber das Format reiner Geburtstagskarten wird eingehalten.

Und für D&D 3.5/3.75/Pathfinder sind die Zusatzregeln unter dem Namen Geeves Games gedacht.

Brettspiel

Wie üblich beginne ich mit den Spielkartendecks, von denen es dieses Mal fünf verschiedene gab. Die Arcana-karten wurden von Tarotkarten der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts inspiriert. Einen ersten Blick in die Welt von Erden, die als Karten- und Brettspiel das Licht der Welt erblicken soll, bieten die Hearts of Darkness-Spielkarten. Auch wenn das Projekt in Großbritannien beheimatet ist, ist The Coven nicht EUF, weil die Auslieferung aus den USA erfolgt. Von alten Hasen was Kickstarter-Projekte betrifft kommt mit Alliance / Covert Alliance ein Paar Decks, das moderne und klassische Militaria mit klassischem Kartenbild kombiniert. Und zu den sehr erfolgreichen Fontaine-Decks (blau und rot) kommt jetzt ein neues, schwarzes Fontaine-Deck, das ebenfalls sehr gut läuft.

Zwei Schachspiele gibt es auch. Da ist zum einen das Reiseschachset mit einer neuartigen Aufbewahrung: sowohl während des Transportes als auch während des Spiels gibt es keine Notwendigkeit mehr, einzelne Spielsteine lose herumfliegen zu lassen – durch eine Mechanik werden Metall-Magnet-Platten verwendet um Spielfiguren sowohl auf dem Brett als auch abseits desselben fest zu halten.

Genau das Gegenteil geschieht beim Fliegenden Schach (IG): Ebenfalls durch Magnete werden hier die Figuren über dem Brett in der Schwebe gehalten.

Ein Reboot eines Projektes ist The Demise of Dr Frankenstein – jetzt wird das Spiel allerdings nicht in die Großproduktion gehen, sondern jedes Spiel für die Pledger einzeln händisch zusammengefügt werden.

Ebenfalls eine Art Reboot ist das Piloten-Lehrspiel Ascend (IG): Das Spiel nimmt jetzt einen Anlauf über Indiegogo, nachdem das Kickstarter-Projekt Mitte November erfolglos abgeschlossen wurde.

Ein wenig erinnert Eastwood: Deadliest Gunslingers mich an Bang!, allerdings kann man die Karten hier auch als normales Pokerdeck verwenden.

Interessant klingt die Idee hinter How Do You Like It? (IG). Man versucht Gemeinsamkeiten zwischen eher unähnlichen Objekten oder Personen zu finden.

Eine Art Dreieck-Sechseck-Domino ist TriHex, das aber leider nur innerhalb der USA verschickt wird.

Das Flirtspiel für Erwachsene FlirtStack (IG) soll auch als PDF-Version erhältlich sein.

Ein Fantasy-Brettspiel, das vor vielen Jahren in einer Mini-Auflage als Spende an Waisenhäuser, Grundschulen und ähnliche kindergerischtete Institutionen produziert wurde, isat K.A.M.A. Quest. Als die Macher feststellten, dass das Spiel auch jetzt noch, viele Jahre später, in diesen Institutionen sehr beliebt ist, beschlossen sie, es öffentlich zugänglich zu machen.

Und dann war da noch…

Eher für Computerspiele oder Spielhallen ist der Raumschiffsimulator (IG) gedacht – man kann auch keinen eigenen erwerben, sondern bestenfalls Zugang zum Prototyp (auf Absprache mit dem Entwicklungsteam) erhalten.

Leider nur ins vereinigte Königreich werden die Belohnungen für den Crazy Golf Fund verschickt, der eine Minigolfanlage finanzieren soll.

In Milwaukee in Wisconsin soll ein Wackelkopf-Museum errichtet werden. Die hierzulande wenig bekannten Figuren (Wackeldackel und Wackelelvis sind zwar bekannt, aber sehr selten zu sehen) sind in den USA recht beliebt.

Und ein echter 'What the…‘-Moment dürfte beim Betrachten der Projektseite für diesen Hund eintreten. Die Figur muss nicht einmal in Neonfarbe oder gar golden sein um den Betrachter zutiefst zu verstören.

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