Den Aliens fehlt der Babelfish…

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Sblap

Sblap…und deshalb sollen die Spieler ihnen helfen. Die Aliens in Sblap sind mal ausnahmsweise nicht feindlich, sondern eher niedlich, aber ihnen fehlen irgendwie die richtigen Worte.

Klingt erst mal lustig? Ist es auch, was der spanische Verlag Edigrafica da präsentiert. Das Spiel kommt in einer kleinen bunten quadratischen Faltschachtel daher, und besteht aus – 50 quadratischen Karten (gute Qualität) und Spielanleitungen in Spanisch, Englisch und Deutsch… naja… ähem… nicht wirklich. Ist zwar verständlich, aber die Übersetzung reizt durchaus die Lachmuskeln (könnte natürlich Absicht sein – aber "Speed“ mit "Hurtigkeit“ zu übersetzen ist ein gutes Beispiel…).

Diese 50 Karten zeigen jeweils ein recht drolliges Alien (es gibt 5 verschiedene) und einen Buchstaben des Alphabets. Sie werden gleichmäßig unter alle Spieler verteilt, und dann geht es auch schon los – man dreht der Reihe nach Karten um (a la Halli Galli vom Spieler weg, wobei neue die alten überdecken).

Sobald zwei gleiche Aliens ODER Buchstaben ausliegen, darf (und sollte) man auf eine der betreffenden Karten klatschen. Ist dies richtig, nennt man sofort ein beliebiges Wort (über die Sprache sollte man sich vor Beginn einig sein), das mit dem Buchstaben anfängt, und dann darf man die ausliegenden Karten wie man will an die übrigen Spieler verteilen.

War es falsch, landen die Karten unter dem eigenen Stapel. Weiter geht’s – nur wird es insofern schwieriger, dass aus den Wörtern eine Wortkette gebildet wird – also alle vorhergegangenen Wörter aufzählen a la "ich packe meinen Koffer“, und dann das neue. Bei einem Fehler bekommt man die Karten eben unter den eigenen Stapel geschoben. Und natürlich gewinnt man, wenn man keine Karten mehr hat. Klingt einfach? Na dann spielt mal ein paar Runden, so ab 6-7 Wörtern überlegen die meisten schon, ob sie "klatschen“, oder eher pokern, dass ein anderer einen Fehler macht…

Insgesamt überzeugt das Spiel vor allem durch die drollige Aufmachung – die Aliens sind niedlich gezeichnet; außerdem geht eine Runde recht schnell, und wenn man aus den Wortketten (wie bei einigen Testspielen geschehen) auch noch Assoziationsketten macht, lacht man sich zwischendurch auch noch kaputt.

Dritter Vorteil: das Spiel passt in die Jackentasche, kann also immer mal eben mitgenommen werden.

Spaß haben wirklich alle, vom Gelegenheits- bis zum Vielspieler, ein wenig Spaß an Albernheit vielleicht vorausgesetzt. Ob als Opener, Filler, oder Rausschmeißer – in allen drei Rollen hat Sblap schon erfolgreich zugeschlagen.

Und trotzdem… an euren deutschen Übersetzungen müsst ihr arbeiten, mit den englischen geht’s doch auch (okay, ich kann spanisch, mich stört es wenig, aber…).

Auf der Packung findet sich als Altersangabe "ab 8 Jahre“ – ist sicherlich eine Idee, aber ich denke, sobald ein Kind über einen entsprechenden Wortschatz verfügt und das simple Spielprinzip versteht, kann es auch mitspielen (und dank Memory- und Konzentrationsanspruch wie auch Reaktionsgeschwindigkeit haben gerade Kinder gute Chancen hier abzuräumen).

Tempomäßig bewegt sich Sblap jedenfalls in einer ähnlichen Liga wie bspw. Halli Galli oder Ligretto. Und solange man nicht zu hart auf andere Hände klatscht… Glück braucht man insofern, dass dann was passendes kommt, wenn man die Karte gut erreichen kann, und Geschick um sie auch zu treffen (bevor es jemand anders tut); die Haupt-„Arbeit“ findet aber nach wie vor im Kopf statt.

Hersteller Edigrafica
Autor Ignacio Sánchez & Jorge M. Piñán Gamazo
Künstler Ivana S.
Spieler 2-6
Denken 6
Glück 2
Geschicklichkeit 1
Preis ca. 13 €

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