Dutzendwürfel

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Top 12

Top 12Während es auf Weihnachten zugeht, ist die Zeit gekommen für Spiele, die in Deutschland leicht zu erwerben sind. Manche sind sicherlich für Vielspieler interessant, andere für Gelegenheitsspieler. Und so gibt es in den nächsten gut zwei Wochen noch Spiele, die sich auch als Weihnachtsgeschenke eignen (können) – sowie Spiele, vor denen nur gewarnt werden kann. Welches Spiel geeignet ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Von Schmidt wurde uns unter anderem ein Exemplar von Top 12 zur Verfügung gestellt. Das Spiel steckt in einer Metalldose und passt daher unter das Label 'kleine Geschenke erhalten die Freundschaft'. Interessanterweise reichte bereits ein Blick auf den Deckel für mehrere Spieler meiner Testrunde, um zu erraten, worum es bei dem Spiel geht.

In der Schachtel findet man folgendes:

  • vier Bleistifte im Ikea-Formar
  • ein Spezialwürfel
  • ein Abreißblock

Wer sich jetzt wundert, ob die Liste komplett ist: die obersten 12 Blätter (‚Top 12‘) des Blockes enthalten die Spielregel auf Deutsch, Französisch, Englisch, Niederländisch, Französisch und Spanisch. Auf den übrigen Blättern des ziemlich dicken Blocks findet man jeweils fünf Spalten mit je 12 Feldern. Jede Spalte ist mit einem Symbol markiert – Hand, Haus, Mondsichel, Baum und Stern.

Diese fünf Symbole in weiß und ein Blitz in rot zieren auch die Seiten des schwarzen Holzwürfels.

Das Spiel verläuft recht simpel. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler ein Blatt des Blocks und einen Stift. In jede der fünf Spalten wird an einer frei gewählten Stelle eine Zahl eingesetzt – eine 10, eine 20, eine 30, eine 40 und eine 50. Dann beginnt das eigentliche Spiel.

Wer an der Reihe ist, nennt eine Zahl von 1 bis 100 und würfelt (in dieser Reihenfolge!). Anschließend müssen alle Spieler die genannte Zahl in die erwürfelte Spalte eintragen. Dabei müssen die Zahlen streng monoton steigen (also jeweils größer sein als die darüber stehenden Zahlen, und kleiner als die darunter stehenden Zahlen). Wer nach dieser Regel nicht eintragen kann, muss die Runde aussetzen.,

Wenn der rote Würfel gewürfelt wird, darf jeder Spieler sich aussuchen, in welche Spalte er die Zahl eintragen will.

Sobald ein Spieler eine der Spalten komplettiert hat (also alle 12 Felder eingetragen hat), endet das Spiel; dieser Spieler gewinnt. Sollten mehrere Spieler gleichzeitig eine Spalte komplettieren, werden die nächstvollsten Spalten verglichen.

Beim Eintragen der Startzahlen ist bereits bedenkenswert, in welcher Höhe man welche Zahl einträgt – das hängt aber auch davon ab, welche Zahlen die Mitspieler nennen werden. Da die jeweiligen Zahlenreihen offen liegen, nachdem man seine Startzahlen eingetragen hat, kann man ggf. Zahlen so auswählen, dass sie Mitspielern nicht in den Kram passen, einem selber aber schon. Dennoch wird man im Laufe des Spiels eine ganze Reihe Zahlen verfallen lasen müssen, weil der Würfel es nicht anders will.

Eigentlich ist das Spiel eher ein Beer-n-Pretzels-Spiel, allerdings kann ein Spieler mit Analyseparalyse das Spiel arg verlangsamen.

Ein wenig hat das Spiel auch eine eigenartige Spannungskurve. Zu Beginn plätschert es ein wenig dahin – man kann die 'zig ersten genannten Zahlen fast immer eintragen – und am Ende wartet man oftmals auf ein bestimmtes Symbol, das man auch noch selber würfeln muss (weil die lieben Mitspieler die eine Zahl, die einem in Spalte X noch fehlt, sicher nicht ansagen werden).

Der Glücksfaktor ist ziemlich hoch, auch deshalb ist das Spiel eher für Gelegenheitsspieler geeignet, Vielspielern dürfte der Zufallsfaktor eher weniger gefallen.

Hersteller Schmidt Spiele
Autor Heinz Meister
Künstler k. A.
Spieler 1-4
Denken 5
Glück 8
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 6,99 €

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