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Maze Racers

Maze RacersEs gibt Spiele, die man schon nicht spielen will, wenn man sie nur sieht – ohne zu wissen, wie das Spiel funktioniert -, und es gibt Spiele, die eine unglaubliche Anziehungskraft haben, sogar wenn man weiß, dass der Spieltyp eigentlich nicht zu den bevorzugten gehört. So gibt es eine Reihe von Geschicklichkeitsspielen, die sogar mir Spaß machen, obwohl ich eigentlich eher den mentalen Herausforderungen den Vorzug gebe. Aber hiin und wieder kommt ein Geschicklichkeitsspiel vorbei, das ich einfach ausprobieren muss.

Eines dieser Spiele ist zweifellos Maze Racers. Zwei Spieler (oder zwei Teams) bauen Labyrinthe, die dann der jeweils andere so schnell wie möglich lösen muss. Zwar mag ich persönlich Labyrinthe, aber sowohl der Aufbau als auch das Lösen erfordern eine gewisse Geschicklichkeit – und obwohl ich sicher nicht unter die Grobmotoriker falle, sind Geschicklichkeitsspiele nicht auf den vordersten Plätzen meiner Liste. Andererseits: Als ich Maze Racers auf der Neuheitenshow sah, wusste ich sofort, dass ich das Spiel rezensieren wollte.

In der relativ großen Schachtel (die Größe ist durch das Material bedingt) steckt folgendes Material:

  • zwei Spielbretter
  • zwei Holzkugeln
  • 2 Abstandshalter aus Holz
  • je 76 Labyrinthbausteine für beide Spieler/Teams
  • zwei grüne Start-Wände
  • zwei rote Zielwände
  • eine Sanduhr
  • die Spielregel auf Englisch und Französisch

Die beiden Spielbretter haben das Format von kleinen Serviertabletts mit hohem Rand und Metallboden. Damit können die Labyrinthwände (filzüberzogene Magnete) nicht leicht verrutschen – und die Bretter können sogar einmal auf den Kopf gedreht werden, ohne dass etwas herunterfällt. Die Labyrinthbausteine sind größtenteils kurze und lange gerade Wände, ein paar Kurven sind allerdings auch dabei. Die Sanduhr läuft ziemlich genau eine Minute lang.

Die Spielregel… auf der Verpackung klebte zwar ein Aufkleber "Deutsche Spielanleitung 1.0′, diese Spielanleitung haben wir aber nicht entdecken können. Das war aber nicht schlimm, denn zum einen war die englische Version gut verständlich, zum anderen ist das Spiel in sich bereits beinahe intuitiv spielbar.

Beide Seiten erhalten einen Satz Labyrinthmauern, ein Tablett, je eine Start- und Zielwand (ein Halbkreis), eine Kugel und einen Abstandhalter. Anschließend bauen beide gleichzeitig ein Labyrinth auf ihrem Tablett, wobei es in der Grundform keine Beschränkung gibt außer der Anzahl der Mauerteile (und der Tatsache, dass die Kugel den Weg von Start zu Ziel machen können muss. Wer als erster fertig ist, sagt dies laut an und dreht die Sanduhr um. Der andere hat dann noch eine Minute, sein eigenes Labyrinth ebenfalls fertig zu stellen.

Anschließend tauschen beide die Labyrinthe aus und versuchen jeweils, die Kugel vom Start zum Ziel zu bewegen. Wer dies als erster schafft, gewinnt die Runde, wer als erster zwei Runden gewonnen hat, hat die Partie gewonnen.

Eine nette Idee sind die Abstandshalter – kann man einfach prüfen, ob die Kugel an bestimmten Stellen vorbei kommt oder nicht. Wenn man den Gang nämlich zu eng gebaut hat und die Kugel vom Start aus das Ziel nicht erreichen kann, hat man automatisch die Runde verloren.

Wie man sein Labyrinth aufbaut, ist jedem Spieler selbst überlassen. Manch ein Spieler versucht, mit den Mauerstücken ein möglichst krummes, langes Trajekt ohne Abzweigungen zu bauen, damit der Gegner die Gesamtlänge durchlaufen muss. Andere wiederum setzen auf viele unübersichtliche Verzweigungen, in der Hoffnung, dass der Gegner in Sackgassen läuft, die er dann doppelt durcheilen muss. Eine dritte mögliche Taktik sind Durchgänge, die durch ihre Lage schwer zu erreichen sind (z.B. in einem Bogen, wo die Kugel hoffentlich mehrere Male durch den Bogen abgelenkt wird). Man kann natürlich auch psychologische Tricks versuchen, oder das eigene Wissen über den Gegner, um ihm das Labyrinth weiter zu erschweren.

Auf der englischen Webseite des Spiels sind als Erweiterung Startkarten herunterzuladen, mit denen man eine Startkonfiguration für die Labyrinthe festlegen kann, auf der die Spieler aufbauen müssen.

Wer Labyrinthe nicht mag, wird auch an Maze Racers keinen Spaß haben – allen anderen kann ich einen Blick auf dieses Spiel nur empfehlen. Es macht hierbei auch keinen Unterschied, ob man sich in die Viel- oder die Gelegenheitsspieler einordnen würde.

Maze Runners macht natürlich auch auf dem Gabentisch eine gute Figur – es besteht höchstens die Gefahr, dass nur ein Teil der Familie mitspielen kann…

Hersteller Foxmind, Vertrieb über Carletto
Autor Andy Geremia
Künstler k.A.
Spieler 2 (oder 2 Teams à 2)
Denken 6
Glück 0
Geschicklichkeit 8
Preis ca. 37,99 €

Maze Racers bei www.Spiele-Offensive.de

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