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Trivial Pursuit: Familienedition

Trivial Pursuit FamilieneditionQuizspiele folgen zwar genau wie andere Spieletypen auch einer Art Schweinebauchzyklus, es gibt aber jedes Jahr eine ganze Reihe neuer Quizspiele – und neuer Ausgaben bekannter Quizspiele. Nach zwei etwas schwächer besetzten Jahren war dieses Jahr in Essen (zumindest gefühlt) wieder eine größere Anzahl Neuerscheinungen zu konstatieren – und anders als in den vorigen Jahren, in denen vor allem Quizspiele zu Spezialthemen auffielen, gab es dieses Jahr auch wieder klassische 'Allgemeinwissen‘-Versionen.

Ein Quizspiel, das seit seinem Erscheinen sozusagen die 'Messlatte' für Quizspiele darstellt, ist Trivial Pursuit. Auch hier gibt es Spezialausgaben, aber besonders stark ist das 'System' eben in den themalosen allgemeinen Ausgaben. So gibt es dieses Jahr eine 'Familien-Edition‘, die mit Fragen in zwei Schwierigkeitsgraden sozusagen Universalgenies und bildungsferne Schichten an einen Tisch zusammenbringen können soll – oder zumindest Kinder und Erwachsene.

In der Schachtel im Trivial-Pursuit-typischen Quadratformat finden wir:

  • zwei Kartenhalter, einer in blau, einer in gelb
  • vier Päckchen mit Fragenkarten, je Päckchen 100 Karten, je zwei Päckchen in blau und gelb
  • 6 Wissensspeicher
  • 36 Wissensecken
  • ein Würfel
  • die Spielregel auf Deutsch

Das Material hat die für Spiele dieser Reihe typische Qualität – wo man von alten Ausgaben allerdings Kartonschachteln als Kartenhalter kennt, sind es dieses Mal Plastikständer in Wissenseckenoptik. Die Fragen sind nach 'Schwierigkeitsgrad' getrennt: gelbe Fragekarten enthalten 'leichtere' Fragen (eher für Jugendliche gedacht), blaue sind schwieriger. So sind auch Fragen zur Jugendkultur eher in den gelben Fragen zu finden – dass Manni ein Mammut ist (Ice Age) oder Ronja Räubertochters Freund Birk heißt, sind Fragen, denen man hier begegnet. Die blauen Karten sind 'erwachsener' : Hier muss man beispielsweise wissen, dass Picasso und Braque den Kubismus begründeten.

Das Spiel verläuft wie bei Trivial Pursuit üblich: man zieht auf dem Spielfeld die Augenzahl des Würfels, beantwortet Fragen, deren Kategorie durch das Landefeld bestimmt werden, sammelt Wissensecken in den Farben beantworteter Fragen, und wenn man alle Farben gesammelt hat, zieht man in die Spielfeldmitte, wo man noch eine Frage richtig beantworten muss, um zu gewinnen. Eini9ge Unterschiede zum klassischen Trivial Pursuit gibt es aber doch.

Der unwesentlichste Unterschied dürfte die Kategorie-Einteilung sein: die Kategorien sind umbenannt in "Hier & dort“, "Entertainment“, "Gestern und heute“, "Rund um die Kunst“, "Natur und Technologie“ und "Freizeit und Sport“ – effektiv sind es also die klassischen Kategorien.

Das Spielfeld ist 'kleiner‘: die Speichen sind kürzer, und auch die Zahl der Felder auf dem Außenrand ist deutlich kleiner geworden. Es gibt aber immer noch 'Nochmal würfeln‘-Felder.

Ein wesentlicher Unterschied ist aber jetzt, dass man mit jeder richtigen Antwort eine Wissensecke sammeln kann – in der klassischen Variante musste man ja bestimmte Felder auf dem Spielbrett erreichen. Dafür darf man aber jetzt auch, wenn man eine Frage richtig beantwortete, nicht weiter spielen.

So ein Quizspiel steht und fällt mit der Qualität der Fragen. Und Trivial Pursuit hatte schon immer den Ruf, hier ein Vorbild zu sein, an das andere Spiele nur mit Mühe heranreichen. Und so war meine Testrunde auch vor allem neugierig, welche Fragen man hier findet, und wo man eventuell etwas bekritteln könnte.

Zunächst einmal ist die Aufteilung in die beiden 'Schwierigkeitsgrade' im großen und ganzen gelungen – allerdings haben wir uns auch einmal den Spaß gemacht und die 'gelben Fragen' für alle verwendet. Es zeigte sich, dass diese Fragen teilweise sogar der jüngeren Generation leichter fielen als der älteren – obwohl das Hallo groß war, als der älteste Mitspieler direkt zu sagen wusste, dass Woozle Goozle ein Beuteltier ist…

Wie man es von Trivial Pursuit gewohnt ist, gab es kaum etwas auszusetzen. Dass eine Frage zur Japanischen Küchen neben Soba und Somen 'Ubon' nannte, dürfte wohl eher ein Tippfehler gewesen sein. Und es waren schon wirklich geekige Leute, die an der Frage 'Wie viele Bücher gehören zu einer Trilogie?' auszusetzen hatten, dass die Antwort eigentlich 'Meistens 3' sein müsste, spätestens seit der Hitchhiker-Trilogie.

Derartige Spitzfindigkeiten einmal außen vor, fällt auf, dass durch die 'Änderung der Regeln und des Spielbretts eine Partie deutlich schneller läuft als in der 'klassischen' Variante, was der Idee eines Fanmilienspiels natürlich entgegen kommt.

Auch in der neuen Version ist Trivial Pursuit damit wieder die Messlatte, an der alle anderen Quizspiele sich messen lassen müssen. Wer Quizspiele mag, kann hier nicht falsch liegen.

Preisvergleiche lohnen sich: für den hier angegebenen empf. VK ist das Spiel zwar auch zu finden, es geht aber such deutlich günstiger…

Hersteller Hasbro
Autor k.A.
Künstler k.A.
Spieler 2-6 (und Teams)
Denken 8
Glück 5
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 39,99 €

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