Farbkugelduell

Flattr this!

Bola

bolaHuch, geht’s hier etwa um Paintball? Was hat denn das dann unter unseren Spielerezensionen zu suchen? Und das auch noch von F-Hein-Spiele? Da kann doch was nicht stimmen…?

Stimmt. Es geht zwar um bunte Kugeln, und auch um ein 2-Spieler Spiel, insofern ist es schon ein "Duell", aber alles andere als militant. Wäre auch sehr verwunderlich – der kleine Verlag F-Hein-Spiele veröffentlicht schon seit langem schöne Legespiele, die zwar schon für Kinder, aber dem Anspruch nach auch durchaus für Erwachsene gut geeignet sind. Dabei fällt oft die farbenfrohe Grafik auf – so auch hier.

In der wirklich handlichen Schachtel (7 cm im Quadrat und etwa einen Zoll hoch) befinden sich 12 beidseitig bedruckte, quadratische Karten aus stabilem Karton, die beschichtet zu sein scheinen – also sehr gute Materialqualität. Und damit ist die Schachtel auch schon voll – die Spielanleitung findet man im Innendeckel, sie ist ja auch kurz genug.

Jede Karte zeigt auf jeder Seite eine farbige Kugel – jeweils verschiedene Farben, jede Farbe dreimal vorhanden und keine Kombination doppelt – das heißt, die insgesamt 24 abgebildeten Kugeln haben 8 verschiedene Farben; diese sind gut voneinander zu unterscheiden, auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, was für das Spiel wichtig ist. Und was macht man nun damit?

Nun, zunächst einmal werden die Karten auf der Spielfläche verteilt. Wer an der Reihe ist, dreht eine Karte um. Sind nun alle drei Kugeln einer Farbe sichtbar (und die umgedrehte Karte ist eine davon, was vorher lag ist unerheblich), erhält der Spieler einen Punkt. Nun darf der andere Spieler eine Karte umdrehen – allerdings nicht genau dieselbe noch einmal. So geht es hin und her, bis ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Klingt einfach? Ist es an sich, aber das kleine Spiel hat weit mehr taktischen Reiz, als man auf den ersten Blick denken mag. So muss man z.B. darauf achten, wenn der Gegner eine Dreierkombination "verdreht", direkt eine andere beteiligte Karte gleich mit zu verdrehen, sonst kann er ja die Karte gleich wieder wenden und punkten (da man ja selbst die Karte nicht sofort wieder drehen darf). Dass man dabei unter Umständen eine andere Vorlage gibt, ist natürlich möglich – hier ist eine Kombination aus Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen gefragt, Glück spielt da keine Rolle.

Ein Faktor, über den man sich vor Spielbeginn einig sei sollte, ist, ob die Karten an der Position verbleiben sollen wo sie liegen – dazu steht nichts in der Anleitung, und damit scheint es optional zu sein. Legt man sie in einem Rechteck aus, kann man sich vielleicht leichter erinnern, als wenn man völliges Chaos anrichtet und ggf. die Karte beim Drehen auch noch umlegt (was aber durchaus seinen Reiz hat).

Insgesamt ein hübsches kleines Spiel, das nicht nur in die Jackentasche passt, sondern auch durch den Memory-Effekt durchaus für ein faires Spiel zwischen Kindern und Erwachsenen sorgt; zudem nicht teuer und von daher sicher auch mal ein schönes kleines Mitbringsel. Das hochwertige, strapazierfähige Material wird sicher dafür sorgen, dass man lange und immer wieder Spaß an Bola hat, und es ist auch schnell mal zwischendurch gespielt – länger als ein paar Minuten wird eine Partie in der Regel nicht dauern.

Hersteller F-Hein-Spiele
Autor Ferdinand Hein
Künstler Ferdinand Hein
Spieler 2
Denken 6
Glück 0
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 6 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.