Katzemaushund

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Go Da Cheese

Go da CheeseEs dürfte allgemein bekannt sein, dass im Fernen Osten Milch und Käse nicht auf den normalen Esstisch kommen, sondern nur unter besonderen Umständen. Dies liegt zum Teil mit daran, dass Leute aus dieser Gegend oftmals aus genetischen Gründen Laktose-intolerant sind, zum Teil auch an der Art, wie zumindest der Käse hergestellt wird. Dennoch kennt man auch dort die allgemeinen 'Märchen', zu diesem Thema, wie das, dass Mäuse besonders gerne Käse essen.

Genau um diese Vorliebe von Mäusen geht es in Go Da Cheese. Ein ganzer Schwarm der Nager stürmt eine offenstehende Speisekammer, in der eine Menge Go Da Gouda und anderer Käse steht. Das lockt natürlich wieder die Katzen an … und deren Interesse wiederum die Hunde. All diese Tiere will man in diesem Spiel möglichst sinnvoll einsetzen

In der kleinen Schachtel findet man:

  • die Spielregel auf Japanisch und Englisch
  • 11 Käsekarten (3×2, 4×3, 4×4, 4×5)
  • 5 Spielerkarten
  • fünf Sets Tierkarten à 15 Stück – 9 normale Mäuse, 2 fette Mäuse, eine Königsmaus, 2 Katzen, ein Hund

Außen auf der Verpackung klebte noch eine Plastikhülle mit einer französischen und einer deutschen Version der Spielregel. Die Übersetzungen sind sehr gut gelungen.

Die Karten haben gute Qualität. Besonders schön ist, dass die Tierkarten in jeder Tierfarbe anders aussehen – zwar sind die normalen Mäuse einer Farbe identisch, in einer anderen Farbe sehen sie aber schon anders aus.

Zu Spielbeginn werden von den gemischten Käsekarten doppelt so viele wie Spieler teilnehmen kreisförmig ausgelegt. Die übrigen Käsekarten werden weggelegt.

Jeder Spieler erhält die Tierkarten einer Farbe und mischt diese. Dann nimmt er davon drei auf die Hand, der Rest formt einen Nachzugstapel.

Wer an der Reihe ist (beginnend laut Startspieler-Witz mit dem Spieler, der als letzter Käse gegessen hat), darf entweder drei Karten vom Nachzugstapel ziehen oder drei Tierkarten an die Käse anlegen – das Handlimit sind sechs Karten.

Beim Anlegen legt man die erste Karte an einen Käse der Wahl verdeckt an, die beiden anderen Tierkarten kommen im Uhrzeigersinn an die nächsten Käsestücke. Hierbei werden die zweite und dritte Karte offen gelegt, es sei denn, sie sind mit einem Herz markiert (in jeder Farbe sind zwei der normalen Mäuse und die beiden Katzen so markiert). Karten mit Herz werden immer verdeckt angelegt.

Die Karten werden hierbei immer außen an eine evtl. bestehende Reihe angelegt, so dass man noch sieht, wie viele Karten welcher Farbe (und ggf. Art), wenn sie offen liegen) bereits anliegen.

Das geht so insgesamt neunmal rund, dann haben die Spieler ihre Kartenhände leer und auch keine Karten mehr im Nachziehstapel.

Jetzt geht es an die Abrechnung. Zunächst einmal werden alle Karten aufgedeckt, ohne dass die Reihenfolge verändert werden darf.

Nun verscheuchen Hunde die Katzen – und zwar die Katzen, die in dem Stapel direkt vor und hinter ihnen liegen. Gewertet werden die Hunde von außen nach innen – wenn mehrere Hunde im Stapel liegen -, denn die verscheuchten Katzen kommen als Siegpunkte in einen Stapel beim Besitzer des verscheuchenden Hundes. Die Hunde bleiben liegen.

Anschließend dürfen die Katzen auf Mäusejagd gehen – wieder von außen nach innen. Katzen fangen alle fremden Mäuse, die ein bis drei Karten weiter innen liegen als die Katze – weiter außen liegende Mäuse bleiben unbehelligt. Auch stoppt eine Katze die Jagd, wenn sie gegen einen Hund oder eine andere Katze (oder den Käse) läuft. Gewertete Katzen werden anschließend aus den Stapeln entfernt. Die gefangenen Mäuse kommen als Siegpunkte auf den Stapel des Spielers.

Zu guter letzt werden die Mäuse, die noch übrig sind, gewertet. Zunächst werden die Königsmäuse nach innen gezogen (wenn mehrere im Stapel liegen, kommt die letzte nach innen), anschließend werden bei jedem Käsestück genau so viele Mäuse gewertet wie der Wert der Käsekarte beträgt. Hierbei wird allerdings von innen nach außen gezählt. Fette Mäuse und Königsmäuse zählen hierbei als eine Maus. Die gewerteten Mäuse kommen bei ihrem Eigentümer auf den Stapel mit gewonnenen Punkten.

Jetzt erhält jeder Spieler für jede Katze im Stapel drei Punkte, für jede fette Maus zwei und für alle anderen Mäuse je einen Punkt. Es gewinnt, wer die meisten Punkte hat. Be Gleichstand wird die Zahl der Königsmäuse und, wenn nötig, noch die Zahl aller Mäuse verglichen.

Das Spiel spielt sich überraschend flüssig und die Wertung ist ziemlich eingängig. Dadurch, dass man nur maximal sechs Handkarten hat, ist auch Analyseparalytikern das Betätigungsfeld angenehm beschnitten. Andererseits bietet diese Anzahl – bei maximal drei Nichtmäusen – dem Spieler eigentlich immer eine der Situation entsprechende sinnvolle Auswahl, so dass der Glücksfaktor recht niedrig ist.

Zu zweit macht das Spiel nur wenig Sinn, ansonsten muss man zum einen abschätzen, welche Käsestücke man eventuell bereits mit einer Katze angreifen sollte, oder auch, wo vielleicht ein Mitspieler bereits eine Katze untergebracht hat (die man dann mit einem Hund abgreifen will). Bluff und Abschätzen der Chancen sind wichtig – auch ist die Frage bedenkenswert, ob man Mäuse ganz am Ende einsetzt, weil dann keine Katze mehr dran kommt – wenn man Pech hat, ist der Käse dann nicht mehr groß genug. Vor allem muss man auch im Auge behalten, wo man seine eigenen Katzen eingesetzt hat, damit diese und die Hunde sich nicht gegenseitig behindern…

Das Spiel ist in erster Linie als Familienspiel und für Gelegenheitsspieler interessant, kann aber auch Vielspieler reizen. Bei einer Länge von nur einer Viertelstunde reizt es auch sofort zum Wiederspielen, so dass man meist gleich mehrere Partien hintereinander spielt.

Meiner Testrunde hat das Spiel sehr gut gefallen.

Hersteller Okazu Brand, Japon Brand
Autor Hisashi Hayashi
Künstler Ryo Nyamo
Spieler 2-5
Denken 8
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 13 € (Pretis auf der letzten SPIEL

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