Fingerfertige Wortakrobatik

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CardArt
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Was besteht aus 67 Karten und einer Spielanleitung? Richtig, ein Adlung-Spiel. Dass diese thematisch so ziemlich alles bieten können, haben wir in der Vergangenheit schon oft erlebt, und da ist es auch hier nicht überraschend, dass wieder etwas neues zum Vorschein kommt.

Bei CardArt sind die Karten Spielmaterial im doppelten Sinne – einerseits stehen auf ihnen Begriffe, die die Mitspieler erraten sollen, andererseits soll man diese Karten einsetzen, um diese Begriffe darzustellen – es darf nicht gesprochen werden (Geräusche sind erlaubt), dafür aber Karten gelegt, gestapelt, was auch immer (nur nicht geknickt oder schlimmeres).

Wenn wir uns das Material mal etwas genauer anschauen, entdecken wir, dass es sich um 60 Begriffskarten handelt – dank beidseitigem Druck in beiden Richtungen in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, allerdings nie dieselben Begriffe auf derselben Karte, sonst könnte man ja pfuschen), außerdem 6 beidseitige Karten mit „Herausforderungen“ und die Personenkarte „Luca“, auf der ein Mensch (eine Seite männlich, eine weiblich) abgebildet ist (und die man wie eine normale Karte verwenden darf).

Wer an der Reihe ist, nimmt die oberste Karte, findet dann anhand der Nummer auf der nächsten Karte einen von 6 Begriffen, den er erklären muß – und bestimmt, wie viele Karten er dafür benötigt. Je weniger Karten, umso mehr Punkte kann man damit machen. Nur muss der Begriff dazu auch geraten werden – der ihn rät, bekommt einen Punkt, der Darsteller entsprechend der verwendeten Karten. Entsprechend viele Karten wie Punkte erhalten die Spieler, und der nächste ist an der Reihe – entweder, bis der Stapel weg ist, oder jeder drei mal dran war.

Wenn jemand mindestens drei Punkte auf einmal gemacht hat, bekommt er für die nächste Runde ein Handicap per „Herausforderung“ – so darf zB dann mal eine Darstellung nicht animiert werden. oder alle Karten müssen flach auf den Tisch. Nach Verwendung kommen diese andersherum unter den Stapel – da stehen schließlich andere Herausforderungen drauf.

Materialtechnisch ist CardArt gewohnt gut – die Karten haben die von Adlung gewohnte Qualität, und das Spiel ist auch im üblichen Format – also auch in die Reihe der Adlung-Sammlung, die einige ja durchaus ihr Eigen nennen.

Insgesamt ein kurzweiliges, schnelles Spiel, das – wie ja bei Adlung üblich – das handliche Taschenformat hat, und außerdem auch nicht teuer ist. Gut für leicht querdenkende Leute, die schnell etwas improvisieren können, und zumindest ein ganz gutes grafisches Vorstellungsvermögen haben. Ob Viel- oder Wenigspieler ist hier nicht sonderlich wichtig, Spaß machen tut es beiden, solange die Leute kreativ sind und gerne mal etwas darstellen. Und zudem – gewohnt günstig, Adlung-Spiele sind nun mal schon immeer gute Mitbringsel gewesen, so auch dieses.

Hersteller Adlung
Autor Bernhard Naegele
Artwork/td> Dennis Lohausen
Spieler 3-7
Denken 7
Glück 2
Geschicklichkeit 5
Preis ca. 7 €

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