In eigener Sache

Flattr this!

Nach über einem halben Jahr kommt jetzt ein Statement von mir, Roach persönlich, zu meiner längeren Abwesenheit. Mir ist klar, dass meine Abwesenheit sicher einige Leute überrascht hat, am meisten aber mich selbst.
Was war geschehen? Das ist eine etwas längere Geschichte, die ich hier ausbreiten möchte. Ich war morgens aufgestanden und hatte mir mein Frühstück gemacht. Als ich mich an den Computer setzte, stellte ich fest, dass ich Probleme hatte, mit der linken Hand den Mund zu erreichen. Als ich das Stück Brot verwirrt ansah, fiel prompt der Käse auf dem Boden. Als ich dann aufstand, um den Käse aufzuheben, gab mein linkes Knie nach, als bestünde es aus feuchter Pappe.
Versuche, meine Massen wieder auf die Beine zu stellen, schlugen fehl. Meine Mutter kam ins Zimmer und fragte, ob ich Hilfe benötigte, "Nein, isch komm schon hosch", sagte ich. Da ich allerdings trotzdem nicht auf die Beine kam, war meine Mutter genötigt, die Feuerwehr zu rufen.
Während ich da so lag und auf die Feuerwehr wartete, entdeckte ich plötzlich auf dem Boden neben meinem Kopf ein längliches rundes, rosa-bräunliches Gebilde, das mir nicht bekannt vorkam. Ich fasste es mit mit der rechten Hand an, und dachte, es sei eine warme Fleischwurst, wie sie in der Frankfurter Gegend oft gegessen wird. Ich sah die Fleischwurst noch einmal genauer an, und dachte dann: "Wieso trägt die Fleischwurst meine Armbanduhr?" In dem Augenblick kriegte ich Panik.Wer mitgedacht hat, weiß wahrscheinlich bereits, weshalb ich Panik schob: Ich hatte meine Lage (korrekt) diagnostiziert.
Wenige Minuten später kam die Feuerwehr und gleichzeitig der Notarzt bei mir an. Letzterer erkannte glücklicherweise sofort was mit mir los war, Und so wurde ich mit Blaulicht und Martinshorn ins Krankenhaus gebracht.Ich hatte nämlich eine Hirnblutung und dadurch einen Schlaganfall. Allerdings glücklicherweise ohne Beeinträchtigung des eigentlichen Gehirns. Das einzige, was mir übrig geblieben ist, ist eine linksseitige Lähmung (Hemiplegie).
Das ist natürlich vor allem beim Tippen unbequem, zur Zeit arbeite ich mit einem Diktierprogramm. Ich werde also in den nächsten Tagen wieder anfangen können, Rezensionen zu schreiben, allerdings bestenfalls mit halber Schlagzahl. Für die vielen Genesungswünsche, die mich erreicht haben, möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken.
Zur Zeit bin ich nicht wirklich mobil, ich erwarte aber, wieder auf die Beine zu kommen, und irgendwann auch wieder auf Cons gehen zu können. Bis dahin aus dem Krankenbett noch viele Grüße.
Roach
P. S.: Einen Vorteil hat das Ganze aber doch. Seit diesem Vorfall habe ich etwa 35 % meines Gewichtes verloren. Was bei meinem Gewicht doch eine ziemliche Menge ausmacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.