Darwin lässt grüßen…

Evolution – Der Einstieg

Wer das „Großspiel“ des gleichen Namens kennt, weiß zumindest, worum es hier geht: Nur die stärksten – oder auch am besten entwickelten – werden überleben, das wußte auch schon Darwin.

Schmidt Spiele präsentiert mit Evolution – Der Einstieg eine handliche, abgespeckte Version dieses Spiels, das sich recht flink spielt, und auch gerade neue Spieler, die sich vor großen Spielen vielleicht scheuen, eher ansprechen sollte – der Untertitel „klein und gemein“ passt sehr gut. In der handlichen kleinen Schachtel im Mitbringformat findet der geneigte Spieler:

– 88 Eigenschaftskarten
– 1 Wasserlochkarte
– 125 Nahrungschips
– 8 10er Nahrungschips
– 5 Sichtschirme
– 1 Kurzübersicht
– Die Spielanleitung auf Deutsch

Die Karten sind von guter Qualität und beidseitig – sie dienen sowohl als Populationskarten als auch als Eigenschaften, die die Lebewesen haben können. Die Nahrungschips sind aus Karton und müssen vor dem ersten Spiel noch aus einem Stanzbogen gelöst werden, was aber problemlos geht. Die Sichtschirme sind insofern sehr praktisch, dass sie sowohl auf Front wie auf Rückseite die Kurzversion des Spielablaufs zeigen – gute Gedankenstütze.

Das Spielprinzip ist recht simpel – zu Beginn seines Zuges legt jeder Spieler erst einmal 2 Nahrungschips ins Wasserloch. Dann legt er eine neue Tierart vor sich – also eine Karte vom Stapel mit der Tierseite nach oben. Danach zieht er noch drei Karten, und kann mit diesen nun weiter handeln: Man kann damit neue Populationen ins Spiel bringen, bestehende vergrößern, oder bestehenden Populationen Eigenschaften geben (jede Tierart darf bis zu drei Eigenschaften haben – nur keine doppelten; man darf aber alte Eigenschaften wieder verlieren, wenn man sie durch andere ersetzen möchte).

Nun muss jede Population versorgt werden – und man hat schon das Dilemma, dass Futter eben knapp ist. Entweder hilft man sich mit bestimmten Entwicklungen (zB langer Hals – erlaubt Futteraufnahme aus dem Vorrat, bevor das Wasserloch überhaupt beansprucht wird), oder aber man wird zum Fleischfresser – das geht mit passender Eigenschaftskarte, macht aber nur Sinn, wenn es auch passende Beutetiere gibt (sonst müssen auch Fleischfresser hungern – notfalls fressen sie auch Tiere des Spielers selbst, wenn das die einzig akzeptable Beute ist). Akzeptabel ist alles, was der Fleischfresser erreichen kann – sprich, die keine Verteidigungsmaßnahmen hat, oder nur solche, die der Fleischfresser auch besitzt.

Sobald Fleisch verzehrt wird (und dementsprechend Tiere verschwinden) freuen sich auch alle Aasfresser am Tisch (auch so eine Eigenschaft), die dadurch auch noch Nahrung „nebenbei“ bekommen. Insofern – auch wenn das Spiel nicht allzu komplex ist, sollte man schon ein wenig den Überblick bewahren. Am Zugende räumt man seine ergatterten Nahrungschips hinter den Sichtschirm – denn diese werden am Spielende gezählt und sind Siegpunkte (neben aktiven Populationen und Handkarten). Insofern lohnt es durchaus, ein wenig nachzuhalten, wenn man entscheiden muss, wo denn der Fleischfresser mal fressen geht…

Schnell erklärt und auch fix gespielt weiß Evolution – der Einstieg Gelegenheitsspieler durchaus „anzufixen“, die so vielleicht auf den Geschmack kommen, auch mal ein etwas komplexeres Spiel auszuprobieren. Ansonsten ist es ein netter kleiner Filler mit schönem Ärgerfaktor, gutem Spielmaterial und angenehm kurzer Spieldauer, gut auch als Opener um „warmzuwerden“. Preiswert ist es auch noch, und handlich – ein schönes Mitbringsel.

Hersteller Schmidt
Autor Dominic Crapuchettes
Illustrationen Catherine Hamilton
Spieler 2-5
Denken 5
Glück 3
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 11,49 €

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