Juwelenblasen

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Bubblee Pop

Bubblee PopSpiele vom Match-3-Typus sind ja nicht unbedingt neu. Als kleine Zwischendurchspiele für den Computer beispielsweise bei Facebook gibt es sie seit einigen Jahren, das erste dieser Art war wohl „Bejeweled“. In unserer kurzlebigen Zeit dürfte wohl Candy Crush der bekannteste Vertreter dieser Art Spiele sein. Inzwischen haben sie auch das Smartphone erobert, und bereiten sich weiter aus – sogar auf dem Brettspieltisch ist man vor ihnen nicht mehr sicher.
Aus Frankreich – genauer: aus der kleinen Gemeinde Moras, die nur ungefähr 500 Einwohner hat – kommt ein solches Spiel; der Verlag nennt sich Bankiiiz. Auch hier gibt es farbige Blasen, die auf einen Planeten herabfallen. Wenn hierbei Dreierreihen entstehen, lösen sich diese Reihen auf, und der Spieler erhält Punkte.

In der Spieleschachtel befindet sich:

  • die Spielregel auf Französisch und Englisch
  • ein Spielbrett
  • eine schwarze Stofftasche
  • 96 farbige „Blasen“, je 16 in rot, lila, gelb, blau, grün und schwarz.

Diese Blasen sind Pappscheiben, die man zunächst aus Stanzbögen herauslösen muss. Allerdings geht dies sehr leicht – zwei von ihnen segelten mir beim auspacken bereits lose entgegen. Die Stofftasche ist Blick dicht, angenehm anzufassen und hat einen Zugriemen.

Das Spielbrett ist sehr stabil gebaut, je nach Geschmack der Spieler kann man beide Seiten verwenden, wobei jede Seite 2 verschiedene Planeten zeigt, auf die diese Blasen herabsegeln sollen. Am eigentlichen Spiel ändert die Seitenwahl gar nichts, für alle Spieler gibt es die gleiche Struktur der Spielfelder.
Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler drei schwarze Blasen, die gleichmäßig auf die „Bodenzeile“ verteilt werden. Zwei Blasen jeder anderen Farbe werden im Beutel gemischt und im Himmel zwischen den beiden Planeten abgelegt. Anschließend kommen drei schwarze Blasen sowie alle farbigen Blasen in den Sack. Im Normalfall bleiben so sieben schwarze Blasen übrig, die im Spiel nicht verwendet werden.

Im Spiel macht jeder Spieler, wenn er an die Reihe kommt, immer zwei Schritte: Austausch zweier Blasen und Fall zweier Blasen auf den Planeten. Vorher werden aber, wenn möglich, leere Plätze im Himmel (in der Regel durch den zweiten Schritt des vorigen Spielers verursacht) zufällig mit neuen Blasen gefüllt – dies entfällt natürlich beim ersten Spieler überhaupt.

Im ersten Schritt vertauscht der Spieler zwei vertikal oder horizontal benachbarte Blasen im Himmel, unabhängig davon, ob sie soeben neu gesetzt wurden.

Im zweiten Schritt lässt der Spieler dann zwei benachbarte Blasen auf den eigenen Planeten herabfallen. Wie bei den Computerspielen dieser Art üblich, bleiben sie hierbei in der gleichen vertikalen Linie, in der sie bereits im Himmel standen. Außerdem darauf man hierfür nur Blasenpare wählen, die im Himmel direkt dem Planeten gegenüberstehen: zwei Blasen aus der unteren Zeile nebeneinander oder eine Blase aus der unteren Zeile und die Blase aus der Zeile direkt darüber.

Wenn jetzt hier durch eine vertikal oder horizontale Reihe von drei gleichfarbigen Blasen entsteht (keine diagonale Reihe), „platzen“ diese und werden vom Spieler als Pluspunkte eingesammelt. Wenn horizontale Reihen platzen, fallen natürlich auf diesen Blasen liegende Blasen wieder nach unten, wodurch Kettenreaktionen entstehen können.

Außerdem erhält jeder Spieler mit jeder Blasenreihe, die er erreicht, die Option eine Sonderaktion auszuführen. Zum Beispiel kann man je nach Farbe der Dreiergruppe zwei Blasen auf dem Planeten des Gegners austauschen, eine der eigenen obersten Blasen auf den Planeten des Gegners schicken, eine Blase vom Himmel auf den Planeten des Gegners fallen lassen, zwei Blasen auf dem eigenen Planeten austauschen (und hiermit gegebenenfalls wieder Dreiergruppen bilden) oder eine oberste Blase vom eigenen Planeten platzen lassen.

Schwarze Blasen lassen sich leider nicht durch Dreierreihen vom Spielfeld entfernen. Sie bleiben als Störenfriede auf dem Spielfeld. Das einzige, was man als Spieler tun kann, ist sie mit etwas Glück auf den Planeten des Gegners zu schicken.

Wenn der Beutel mit Blasen leer ist, erhält jeder Spieler für jede Blase, die er hat platzen lassen, einen Punkt. Hier gewinnt dann natürlich der, der die meisten Punkte hat.

Es kann allerdings auch passieren, dass der Planet eines Spielers vollläuft und keine Blasen mehr auf den Planeten fallen können. Wenn man mit fallenden Blasen dann Dreierreihen bilden kann, und so den Planeten Fachfreiräumen kann, ist alles in Ordnung. Kann man das aber auch nicht tun, hat man in dem Augenblick sofort verloren.
Diese Option, dem Gegner den Planeten „vollzumüllen“ ist allerdings weit schwieriger, als man sich das so vorstellt. Vor allem sollte man hierfür frühzeitig dafür sorgen, dass man dem Gegner eine oder zwei eigene schwarze Blasen hinüber schickt. Meist enden die Spiele jedoch eher knapp, so das man schnell eine Revanche haben will.

Für Experten gibt es noch ein Solospiel, bei dem man insgesamt 20 verschiedene Blasenkonfigurationen auf dem gegnerischen Planeten abbauen muss – hierfür darf man von jeder Dreiergruppe, die man auf dem eigenen Planeten zum Platzen bringt, eine der Blasen in der gleichen Spalte auf den gegnerischen Planeten schicken. Außerdem darf man natürlich die Sonderaktionen für platzende Reihen anwenden. Wenn es gelingt, den gegnerischen Planeten – bis auf die schwarzen Blasen – komplett abzuräumen, kann man mit dem nächsten Planeten weitermachen. Dies ist schwieriger, als man sich das so vorstellt, in manchen Fällen ist man gezwungen, Blasen auf dem gegnerischen Planeten auszutauschen, um unter, hinter oder zwischen schwarzen Blasen versteckte bunte Blasen noch entfernen zu können.

Auch wenn man dem Gegner eher wenig Ärger machen kann, muss man doch seine Aktionen gut planen, damit der eigene Planet nicht zu schnell vollläuft. Der Glücksfaktor ist daher bei diesem Spiel deutlich niedriger als man angesichts der zufälligen Blasen denken sollte.

Gerade für Paare, die das eine oder andere Spiel für Zuhause suchen, oder als Solospiel ist dieses Spiel eine interessante Variation der Match drei Spiel. Für größere Spielrunden ist es allerdings nicht geeignet, eben weil es ein Zweipersonenspiel ist.

Hersteller Bankiiiz Editions
Autor Grégory Oliver
Künstler Alexey Rudikov
Spieler 1-2
Denken 7
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 18 €

Wir haben Bubblee Pop nicht in Deutschen Webshops gefunden, es ist aber über französische Händler erhältlich.

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