…wir gegen die Flaschen!

Kneipenquiz – Das Original
Seit einigen Jahren bietet der Verlag moses aus Kempen am Niederrhein neben seinen bekannten „Black Stories“ auch einige andere Spiele an – in denen es vornehmlich um Wissen geht. Gut ins Konzept paßt da natürlich das Kneipenquiz – eben jenem Trend nachempfunden, der sich derzeit recht großer Beliebtheit erfreut.

In dieser „Tischvariante“ eines solchen Kneipenquiz spielen die Spieler gemeinsam gegen vier virtuelle Teams, repräsentiert durch verschiedene Flaschen. Ziel ist es, das eigene Team, die „Eule“, in 5 Runden vor alle Flaschen zu bekommen – je nach Schwierigkeitsgrad kann das schon an unmöglich grenzen… aber schauen wir doch erst enmal in die liebevoll gestaltete Schachtel. Darin findet man:

– 150 Quizkarten
– 90 Werteplättchen
– 13 Spielfiguren
– 1 Notizblock
– 1 Sanduhr (5 Minuten)
– den Spielplan – der Teil der Schachtel ist
– die Spielanleitung auf Deutsch

Die Karten sind von hervorragender Qualität und enthalten je 5 Fragen – auf der Rückseite sind dazu die passenden Antworten zu finden. Die Werteplättchen sind in drei Sets aufgeteilt: Easy-Peasy, Showtime und In your dreams. Zu jedem Set gehören 4 verschiedene „Flaschen“, die andere Teams im Kneipenquiz darstellen, und die dreizehnte Spielfigur ist die Eule, die für das Spielerteam steht.
Der Spielplan, der durch Aufklappen der Schachtel entsteht (und diese mit integriert) zeigt eine Zählleiste; außerdem gibt es oben 5 Plätze, auf die Werteplättchen angeordnet werden. Durch die Werteplättchen kommt die eigentliche Spielmechanik zum Tragen: Ein Plättchen zeigt entweder eine der vier Flaschen und zwei Zahlen (eine grüne, niedrigere, und eine rote, höhere), oder einen „Eulen-Bonus“. Je Fragerunde werden 5 Plättchen gezogen und – nach Verlesen der Fragen – diesen zugeordnet. Hier haben die Spieler die Qual der Wahl, welches Plättchen sie wo zuordnen – denn wird die Frage dann richtig beantwortet, bekommt man den Eulenbonus, oder die Flasche darf nur den grünen Wert vorrücken; war die Antwort falsch, verfällt der Bonus bzw die Flasche rückt den roten Wert vor. Ansonsten darf die Eule noch für jede richtig beantwortete Frage ein Feld vorrücken – und das wars auch schon.

Natürlich versucht man, die Plättchen mit Eulenboni und größeren Differenzen der Zahlen Fragen zuzuordnen, bei denen man sich sicher ist, die richtige Lösung zu kennen. Außerdem sollte man auch darauf achten, die Flaschen möglichst „gleichmäßig“ zu bedienen – wenn eine davonzieht, kann das schon in den niedrigeren Schwierigkeitsgraden problematisch werden. Die Fragen bleiben so oder so dieselben – der Schwierigkeitsgrad wird durch die Plättchen bestimmt (bei unseren Testspielen haben wir Showtime regelmäßig geschafft, „In your dreams“ bisher noch nicht, wenn auch manchmal knapp – es ist also wirklich schon „knackig“) – die schwierigeren Flaschen sind einfach „schneller“, und die Eulenboni kleiner und seltener. Der Glücksfaktor ist wirklich gering – es ist lediglich glücksabhängig, welche Plättchen gezogen werden, und das kann schon mal einer Flasche einen ziemlichen Schub geben, allerdings hat diese dann in weiteren Fragerunden weniger (oder vielleicht gar keine) Plättchen.

Die Fragen sind wirklich kunterbunt aus allen Bereichen zusammengewürfelt; was der eine sofort weiß, stellt den anderen vor unlösbare Probleme und umgekehrt. Insofern hat eine möglichst bunt gemischte Truppe, was Interessen und Wissensgebiete angeht, die besten Chancen, man sollte sozusagen für alles einen „Joker“ haben, sei es nun Geschichte, Erdkunde, Yellow Press, „nutzloses Wissen“, Sport, was auch immer. bei einigen Fragen sind vier Antwortmöglichkeiten gegeben, bei den meisten ist die Antwort aber frei zu formulieren. Und das alles in fünf Minuten – zuordnen, Antworten aufschreiben – es geht, aber die Sanduhr kann durchaus für Action am Spieltisch sorgen. So holt man sich das „Kneipenquiz“ eben nach Hause – die Drinks sind sicherlich günstiger, man kann selbst die Hintergrundbeschallung wählen, und – die Atmosphäre bringt das Spiel mit: schon die stimmungsvolle Gestaltung des Kartons paßt einfach wunderbar (die Materalien werden in zwei „Schubladen“ untergebracht, die wie Fächer eines Kneipentischs aussehen – die übrigens ordentlich voll werden, wenn man die Materialien einmal aus den Stanzbögen geholt hat, ein wenig Logistik braucht man schon beim Einräumen.

Selbst Leute, die eigentlich von Quizspielen wenig halten, finden sehr schnell Gefallen an diesem schnellen, kooperativen Spielformat – samt Auswertung ist eine Partie in einer halben Stunde gespielt, unter Umständen hat man sogar noch was dabei gelernt (und sei es nur, wer denn so etwas verrücktes wußte), und hat auf jeden Fall Spaß. Die insgesamt 750 Fragen reichen zumindest erst einmal für 30 Partien – und ob man die Antworten wirklich alle behält, ist eine ganz andere Frage; zudem – neue Fragekarten zu veröffentlichen ist sicherlich auch nicht allzu schwer, solange die schöne Mischung beibehalten bleibt. Den Testern hats gefallen, das Spiel eignet sich eigentlich für jeden Rahmen, ob Spielrunde oder auch mal ein Partyabend.

Hersteller moses
Autoren Darren Gundorf, Tom Zimmermann (Fragen); Marco Teubner, Heinrich Glumpler (Spiel)
Grafik Kreativbunker
Spieler 3-6
Denken 8
Glück 1
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 24,95 €

Kneipenquiz – Das Original bei Spiele-Offensive

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