Würfelhammer

Flattr this!

Würfelwerfer Hammer mit Festung des Nekromanten

Zum Abschluss meiner kleinen Reihe Würfeltürme will ich diesmal ein Gerät vorstellen, das denselben Zweck verfolgt, aber eben kein Turm ist. In Reading in Berkshire ist die DrawLabirma Pro Entertainment ansässig, die spezielle Würfelwerfmechanismen unter dem Namen „Legendary Dice Throwers“ produziert.

Anders als in Würfeltürmen funktionieren diese Würfelwerfer, indem sie die Würfel auf mechanischem Wege beschleunigen und in einem Ziel platzieren, das wie ein Würfelteller mit einem hohen Rand die Würfel daran hindert, wild über den Tisch zu rollen und den Weg auf den Fußboden zu suchen. Auch hierbei soll ein Einfluss des Werfer auf das Würfelergebnis unmöglich gemacht werden. Hinzu kommt dann noch, dass der Akt des Würfelns selbst ein wenig zelebriert werden kann, womit der Eindruck, den die Spieler erhalten, ganz besonders wird.

Wie die meisten Würfeltürme werden auch die Dice Thrower verkauft in Form von mit Lasern geschnittenen 3 mm dicken Birkenholzplatten, die stabil genug sind, dass sie das Ausbrechen und Zusammenbauen ohne weiteres überleben.

Es gibt diese Werfer wie auch die Ziele in jeweils drei Versionen. Neben dem hier vorgestellten Hammer gibt es eine Art Armbrust und ein klassisches Katapult, als Ziele gibt es neben der Festung auch einen griechischen Tempel und ein mittelalterliches Schloss. Verkauft wird üblicherweise im Set, ein Werfer und ein Ziel. Wer alle Modelle haben will, braucht dennoch nicht etwas doppelt zu kaufen, da man mit 3 Sets alle sechs Teile erhalten kann. Untereinander sind die einzelnen Werfer austauschbar und passen zu allen drei Zielen.

Der uns vorliegende – und auch in den Bildern wiedergegebene – Hammer sieht durch die Zeichnung auf ihm eher nordisch aus, wodurch er er wirkt, als gehöre er auf die Gegenseite zu den Würfelfänger. Insbesonders als Angriffswaffe gegen das Ford des Nekromanten macht er aber eine gute Figur.

Der Laserschnitt der Einzelteile ist sehr passgenau ausgeführt, so das Werfer und Ziele keinen Leim nötig haben. Beim Zusammenbau sollte man allerdings auf die Bauanleitung achten, denn der Aufbau ist nicht ganz trivial. Allerdings hätte ich, wie ich später selbst noch testen konnte, die Hilfe meiner üblichen Aufbauhelfer für Würfeltürme nicht nötig gehabt, denn für den Zusammenbau reichte es im Endeffekt aus, wenn ich einzelne Teile mit der unbeweglichen linken Hand fixierte, während ich mit der Rechten den eigentlichen Zusammenbau vornahm. Für den praktischen Funktionstest lasse ich die Türme aber lieber erst zusammenbauen, bevor ich sie im Selbstbau riskiere…

Die Bedienung des zusammengebauten Hammers ist selbsterklärend – und kann auch aus den beiden Produktfotos zu dieser Rezension leicht erschlossen werden. Man legt die Würfel in den Hammerkopf, wenn der Hammer senkrecht steht und stößt anschließend gegen den Hammer, so das er auf die Platte des Innenhofs des Ziels schlägt. Hierbei werden die Würfel in die auf Fangschale geworfen.

Der Hammerkopf ist für die meisten Rollenspiele ausreichend groß. Systeme mit vielen W6 (Shadowrun, Star Wars D6) können die Kapazität des Hammers auf die Probe stellen. Auch unser Test-W30 passte problemlos in das Gerät.

Ein wenig hatten die Tester allerdings beim Würfeln das Gefühl, dass die Ergebnisse nicht unbedingt völlig zufällig waren – dies war aber wohl in erster Linie psychologisch, weil den Spielern zugegebenermaßen das Rollen der Würfel fehlte. Bei einem kurzen, nicht repräsentativen und nicht statistisch signifikantem Test schien auf jeden Fall auch hier das Ergebnis nicht einfach beeinflussbar zu sein. Der wesentliche Einfluss dürfte in der Fallgeschwindigkeit des Hammerkopfes liegen, die nur schwer zu dosieren ist.

Auf jeden Fall machte das Würfeln mit dem Hammer den Spielern nicht zuletzt durch die hiermit verbundene Zeremonie aus Laden, Zielen und Zuschlagen bei den Spielern viel Laune.

Leicht zu finden sind die Geräte leider nicht: wer nicht im Webshop des Herstellers in Großbritannien bestellen will, wird sich auf einiges Suchen gefasst machen müssen. Bei Amazon konnten wir von den neun möglichen Kombinationen nur insgesamt zwei finden; hierbei war bei einer zumindest der Hammer dabei, wenn auch als Ziel der Tempel der Athene verwendet wurde, während wir die Festung des Nekromanten als Ziel überhaupt nicht wiederfanden.

Wer sich aber die Mühe macht, sich entsprechende Angebote (beispielsweise auf dem Internet) herauszusuchen oder auf der Spiel in Essen zuschlägt, wo der Hersteller in den letzten Jahren jedes Mal einen Stand hatte… oder direkt beim Hersteller bestellt, erhält jedenfalls ein Gerät, das die Spieler in das Würfelwerfen stärker einbindet als normal. Und auch wer eine Alternative zum Standard-Würfelturm sucht, findet hier etwas, dass sich auch wohltuend vom Würfelbecher als Option unterscheidet.

Hersteller DrawLab
Preis ca. 25 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.