FAQ

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FAQ – Frequently Asked Questions

(oder: was man schon immer von uns wissen wollte)

1) Wer seid ihr?
2) Wie kommt ihr an die Spiele?
3) Was verdient ihr damit und wie?
4) Wie testet ihr?
5) Wieso schwankt die Menge der Rezensionen pro Woche so stark?
6) Macht ihr auch Wunsch-Rezensionen?
7) Kann ich auch für euch schreiben?
8) Was bedeutet eigentlich der Begriff x?

1) Wer seid ihr überhaupt?

Wir, das sind Michael "The Roach" Janßen und Oliver "delRoh" Nothers.

Michael Janßen ist ein inzwischen über 50 Jahre "alter Knacker", der Mitte der '90er Jahre begonnen hat, Spiele zu rezensieren. Zunächst war das für eine Clubzeitschrift in den Niederlanden, als sich aber herausstellte, dass die Sammlung an zu rezensierenden Spielen für ein sechsmal im Jahr erscheinendes Clubblättchen zu viel war, beschloss er, die Rezensionen auf Deutsch auf dem Internet zu publizieren. Da sein Spitzname "Roach" ist, nannte er diese Webseite Roachware. (Übrigens: auf Cons, der RPC oder auch der Spiel reagiert er i.d.R. gar nicht, wenn man ihn mit "Michael" anredet – auch, weil der Name viel zu häufig ist. Wer ihn trifft, benutzt also besser gleich den Spitznamen.)

Oliver Nothers ist etwa 10 Jahre jünger, hatte aber auch schon viele Jahre Rezensionen 'auf dem Buckel', als er im März 2009 in die Redaktion kam. Er hatte vor seinem Einsatz bei Roachware schon Rezensionen in der Windgeflüster, der GfR-Hauszeitschrift, sowie unter dem Namen 'Spielosoph' als PDF-"Zeitschrift" veröffentlicht.

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2) Woher habt ihr die ganzen Spiele, die ihr besprecht?

Der allergrößte Anteil der Spiele wird uns unentgeltlich von den Spieleherstellern zur Verfügung gestellt, wofür wir ihnen gar nicht genug danken können. Gelegentlich müssen wir die Spiele allerdings nach abgeschlossener Rezension wieder zurückschicken.

2a) Ja, aber könnt ihr dann überhaupt frei rezensieren? Wenn ihr ein Spiel verreißt, erhaltet ihr doch nie wieder ein Spiel von dem Hersteller…

Bis heute ist die Frage, ob wir uns bei einem Verlag mit unseren Rezensionen unbeliebt machen könnten, für uns kein Thema. Wer ein paar Rezensionen von uns liest, wird viel eher feststellen, dass wir versuchen, sowohl gute wie schlechte Punkte eines Spiels zu nennen – was im Endeffekt auch den Spieleherstellern hilft, denn auf diesem Weg entdeckte Fehler können in Zukunft dann vermieden werden. Und auch die Hersteller, von denen wir über ein Spiel einen Verriss veröffentlicht haben, sprechen immer noch mit uns ;-)

Wir schreiben, was uns gefällt, und auch, was uns nicht gefällt. Und dabei lassen wir uns von den Verlagen nicht dreinreden.

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3) Und was macht ihr mit dem Geld, das ihr über die Webseite verdient?

Geld? Verdienen? *Kicher* Wenn das im ganzen Jahr so viel ist, dass das Hosting der Webseite bezahlt werden kann, haben wir schon sehr viel Glück.

3a) Wenn ihr so wenig damit verdient, wie kann man euch dann eventuell unterstützen?

Wer will, kann uns ja über die Redaktionsadresse kontaktieren, wenn man uns direkt Geld zustecken will…

Aber Scherz beiseite: Bei vielen Besprechungen bieten wir ganz am Ende Links an zu – je nachdem, wo man etwas erwerben kann – Amazon, Spiele-Offensive, Milan oder DriveThru. Wer über einen dieser Links etwas bei diesen Online-Händlern bestellt, unterstützt uns damit auch: über sog. Affiliate-Programme erhalten wir ein paar (meist ca. 5) Prozent der Bestellung als Werbebonus.

3b) Und was kostet mich das extra?

Das ist das besondere an den Affiliate-Programmen: dieser Bonus wird direkt vom Gewinn des Händlers abgezogen. Der Kunde zahlt nichts extra.

Wer will, kann auch über die Links rechts unter 'Besondere Links / Reklame' gehen – auch wer bei der Fidor-Bank auf dem Weg ein Konto eröffnet oder bei MarketPress einkauft, tut uns damit gratis etwas gutes, wenn er über diese Links geht. (Der erste Link in der genannten Liste ist übrigens dafür gedacht, Spammern nicht funktionierende e-Mailadressen unterzujubeln, und Kleinstfutter gehört einem ehem. Kollegen von Roach, der Link ist ein reiner Freundschaftsdienst…)

3c) Muss ich dafür jedes Mal direkt über den Link gehen?

In den meisten Fällen sollte sich der Rechner das für eine gewisse Zeit merken (Cookies) – in der Regel für 90 Tage. Aber: wenn man öfter Affiliate-Links für den gleichen Händler auf verschiedenen Webseiten anklickt, unterstützt man im Zweifel die letzte Webseite, auf dem man auf so einen Link geklickt hat. Von welchem Affiliate ein Kunde gekommen ist, wird nämlich in einem solchen Fall überschrieben. Wenn man also einen bestimmten Affiliate unterstützen will, sollte man bevorzugt über dessen Links den Händler aufsuchen.

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4) Geld ist schön und gut, mich interessieren eher die Rezensionen. Woher wisst ihr so genau, was ein gutes Spiel ist und was nicht?

Zum ersten haben wir zusammen bereits über 90 Jahre Spielerfahrung. Und wir sind beide eher unter die Vielspieler einzuordnen. Um ein Spiel zu beurteilen, haben wir beide Testrunden, in denen die Spiele gespielt werden. Die Ergebnisse dieser Testrunden fließen dann in die Rezensionen ein.

4a) Vielspieler, also? Und woher wisst ihr dann, was dem Gelegenheitsspieler gefällt?

Wir haben beide unsere Testrunden – getrennte Testrunden, denn der eine von uns sitzt in Mönchengladbach, der andere bei Kleve. In den Testrunden sind Spieler aller möglichen Richtungen zu finden – vom Gelegenheitsspieler bis zum Experten, Leute, denen glücksbetonte Spiele eher liegen und Leute, die beim Gedanken an Würfel schon zweifelnd dreinblicken. Auch Analyseparalytiker sind dabei…

Aus den Ergebnissen dieser Runden erhalten wir die nötigen Informationen, die wir dann in den Rezensionen verarbeiten. Es ist also möglich, dass wir ein bestimmtes Spiel gar nicht persönlich gespielt haben – aber auch dann wurde es in den Testrunden ausgiebig getestet und besprochen.

4b) Aber werden die Gelegenheitsspieler dadurch nicht auch im Laufe der Zeit zu Vielspielern?

Das ist ein eher langsamer Prozess – vor allem, wenn manche dieser Testrunden nur alle zwei bis vier Wochen zusammenkommen. Und im Laufe der Zeit scheidet immer 'mal wieder ein Spieler aus und wird durch einen anderen ersetzt.

4c) Die Spiele kommen ja aus allen möglichen Ländern. Sprecht ihr denn all diese Sprachen?

Die allermeisten Spiele haben bei den Spielregeln mindestens eine Sprache dabei, die wir verstehen. Zumindest, wenn die Übersetzung vernünftig gemacht wurde – bei manchen fernöstlichen Spielen sind die englischen Übersetzungen ja eher eine Glückssache…

Gut genug, dass wir mit den Spielregeln zurecht kommen, können wir aber schon eine ganze Reihe Sprachen: neben den unvermeidlichen Deutsch und Englisch kann jeweils mindestens einer von uns noch Französisch, Spanisch, Niederländisch, Italienisch, Dänisch und Portugiesisch gut genug verstehen um die Regeln zu kapieren, Japanisch sollte auch noch möglich sein, zumindest theoretisch. Bei Arabisch, Ungarisch oder Finnisch müssten wir uns allerdings geschlagen geben…

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5) Wenn ich ansehe, wie viele Besprechungen ihr pro Monat veröffentlicht, fällt mir auf, dass da große Schwankungen sind. Wieso?

Das 'Rezensionsjahr' beginnt für uns mehr oder weniger mit der SPIEL in Essen. De meisten Spiele, die wir rezensieren, werden uns entweder dort direkt mitgegeben, oder wir sprechen mit dem Verlag ab, dass er uns die Spiele zuschicken will. Was wir dann rezensieren, versuchen wir für die Leser interessant zu halten. Außerdem versuchen wir, jeden Tag ein Spiel zu rezensieren – mit Ausnahme der Sonntage, an denen wir traditionell die Crowdfunding-Übersicht unter dem Titel Finanzexperten erstellen und veröffentlichen.

Das heißt, dass direkt nach der SPIEL die ersten paar Wochen Spiele rezensiert werden, die nicht so leicht erhältlich sind – wer sie als Weihnachtsgeschenk erwerben will, muss diese oftmals in Übersee bestellen. Allerdings kann es geschehen, dass ein Spiel wider Erwarten dann doch in Europa erhältlich ist – das ist dann auch für uns eine nette Überraschung.

Ab Anfang/Mitte November rezensieren wir dann Spiele aus europäischer Herstellung, die im ungünstigsten Fall dann aus dem europäischen Ausland bezogen werden müssen. Die Versandzeiten von dort sind ja nicht so lange wie bei Übersee.

In den letzten Wochen vor Weihnachten (so etwa ab Anfang Dezember) kommen dann bevorzugt Spiele aus deutscher Herstellung an die Reihe – die man oftmals auch im Spieleladen um die Ecke erwerben kann.

Nach Weihnachten rezensieren wir dann alles, was bis dahin noch nicht rezensiert werden konnte. Irgendwann – in den letzten Jahren war es dann meist im Februar, März – sehen wir das Ende des Stapels, und lassen in unserer Frequenz ein wenig nach – bis auf ein, zwei Spiele pro Woche. Wenn dann der Stapel ganz abgearbeitet ist, können wir nur noch hoffen, dass ein Hersteller an uns auch während des Jahres denkt und uns neue Spiele zum Testen zuschickt – zum Beispiel im Rahmen des Erstverkaufstags-Versprechens. Dafür haben wir im Sommer dann aber auch mehr Gelegenheit, Rollenspiel-Abenteuer etc. zu testen, die zur RPC neu erschienen sind. Auch sind unsere Testrunden im Sommer häufiger einmal sehr dünn besetzt (urlaubsbedingt), was im Winter eher selten geschieht.

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6) Ich würde gerne sehen, dass ihr das Spiel X rezensiert. Was muss ich dafür tun?

Wer fragt? Ein Spielehersteller, der ein Spiel der eigenen Produktion rezensiert sehen möchte? Auch wenn ein Spiel nicht unter das o.g. Erstverkaufstags-Versprechen fällt, kann man es uns einfach zuschicken mit der Bitte um Rezension. Bei einer Zusendung bitten wir allerdings, uns das Spiel auch über e-Mail zu avisieren, damit wir wissen, dass es kommen müsste – wenn es auf dem Postwege verschwindet, merken wir es sonst nicht, da wir nichts erwarten.

Es ist ein Verbraucher, der fragt? Schreibt uns an – vielleicht steckt das Spiel noch in unserem Stapel noch nicht rezensierter Spiele. Dann würden wir versuchen, es vorzuziehen – denn immerhin wissen wir, dass für das Spiel Interesse besteht.

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7) Kann ich auch für euch schreiben?

Wenn die Frage ist, ob wir auch Gastrezensionen annehmen: Wir haben nichts dagegen, Gastrezensionen auf unserer Webseite zu veröffentlichen. Allerdings müssten auch diese in die Kategorien fallen, die wir hier normalerweise besprechen – also keine Computer- oder Online-Spiele, keine Sammelkartenspiele. Bevor ihr aber anfangt zu schreiben, nehmt bitte vorher Kontakt mit uns auf, damit wir eventuell ein paar Absprachen treffen können (Länge der Rezension, Struktur …), und damit wir nicht per Zufall gerade selber an der entsprechenden Rezi sitzen.

Als Autor / Redakteur: Das wird schon schwieriger, schon, weil der eventuell für so etwas notwendige Transport von Spielen von A nach B umständlich werden kann. Auch darf man nicht erwarten, dann eine Eintrittskarte für die SPIEL abstauben zu können: der Merz-Verlag gibt uns immer nur zwei (und wir haben vor ein paar Jahren verhandeln müssen, als das Kontingent auf eine gekürzt werden sollte…), und die sind natürlich bereits vergeben.

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8) Ihr benutzt bei den Rezensionen manchmal Spiele-Fachbegriffe. Was bedeuten die?

8.1) Worker Placement – In jeder Runde hat ein Spieler eine bestimmte Anzahl von Aktionen, die auf einem Brett mit Figuren markiert werden. Ein Feld, in dem bereits eine Figur steht, kann in der Runde nicht noch einmal verwendet werden – es ist also wichtig, wer wann an der Reihe ist. Typische Worker-Placement-Spiele sind beispielsweise Alba Longa, Dungeon Lords, Russian Railroads oder Tzolk’In.

8.2) Drafting – Zu Beginn einer Runde / eines Spiels erhält jeder Spieler eine bestimmte Anzahl zufällige Karten, von denen er eine für sich auswählt, den Rest an den nächsten Spieler weitergeben muss – und aus der anderen Richtung Karten erhält. Aus diesen wählt man wieder eine aus und gibt weiter… und so weiter, bis die weitergegebenen Karten so weit geschrumpft sind, dass der Rest (meist keine bis drei Karten) abgeworfen wird. Hat nichts mit Drafting bei Sammelkartenspiel-Turnieren zu tun. Das klassische Drafting-Spiel ist wohl 7 Wonders, aber auch The Princess Bride: Miracle Pill, Bug Race, Sushi Go! oder auch Sushi Draft verwenden diesen Mechanismus

8.3) Can’t-Stop-Mechanismus: Wer am Zug ist, betätigt eine Anzahl Zufallsmechanismen. So lange man nicht 'kaputt' gegangen ist, darf man abschließen und werten oder noch einmal 'würfeln‘, mit dem Risiko, dass man so schlecht würfelt, dass man in der Runde gar nichts erhält – auch die in der Runde früher gewonnenen Resultate gehen dann verloren. Meist wird bei diesen Spielen gewürfelt, aber manchmal werden auch Karten verwendet, beispielsweise bei Zum Kuhkuck oder Dead Man’s Draw“. Benannt nach dem Spiel Can’t Stop. Andere Beispiele für Spiele dieses Typs, die wir besprochen haben, sind Mahé, Würfel Kung Fu oder auch Monsters and Maidens.

8.4) Vielspieler / Gelegenheitsspieler: Wie der Name sagt, sind Vielspieler Leute, die oft und gerne Spiele spielen, und daher eine gewisse Komplexität erwarten (sog. "Kennerspiele"). Gelegenheitsspieler hingegen spielen nur selten einmal ein Spiel; sie werden von komplexen Spielmechanismen eher abgeschreckt.

8.5) Beer-n-Pretzels: könnte man am ehesten mit "Stammtischspiel" übersetzen. Schnelles, tendenziell eher glücksbetontes Spiel, das aber auch Geschicklichkeit bzw. Planung belohnen kann. Schwerpunkt des Spiels liegt aber eher beim Spaß als beim Spiel.

8.6) Plattformabkürzungen bei den Crowdfunding-Übersichten: Bei allen Projekten, die nicht über Kickstarter finanziert werden, steht hinter dem Link eine Abkürzung, die die Plattform anzeigt:

  • BBE – Black Book Editiona
  • CF – Crowdfunder.co.uk
  • CO – Crowdo
  • CT – Crowdtivate
  • FA Fund Anything
  • FBM – FundedByMe
  • FU – Fandyu
  • GFM – GoFundMe
  • GS – Giochistarter
  • HB – Hubbub
  • IG – IndieGogo
  • KKBB – KissKissBankBank
  • PC – Prometheus Crowdfunding
  • PL – Pling
  • PZ – Pozible
  • RH – RocketHub
  • SN – StartNext
  • SpSch – SpieleSchmiede
  • UCF – Ulisses-Crowdfunding
  • UL – Ulule
  • VB – VisionBakery
  • VW – Verkami
  • WMI – WeMakeIt
  • YC2 – YouCan2

Sollte jemand eine Plattform kennen, die uns noch nicht bekannt ist, wären wir für einen Hinweis dankbar.

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