10 mm im 27. Jh.

Dropzone Commander

Dropzone Commander

Der 10 mm Maßstab ist ja sonst eher im historischen Tabletop-Bereich beheimatet. Hawk Wargames hat nun mit Dropzone Commander ein Setting geschaffen, das SciFi-Gefechte in eben diesem Maßstab ermöglicht. Hier vorliegend ist die 2-Spieler-Starterbox, mit der man zumindest kleinere Skirmishes sofort (nach Zusammenbau) spielen kann.

Aber zunächst ein wenig zum Hintergrund: Im 27. Jahrhundert hat die Menschheit schon einiges hinter sich. Nachdem man im 22. Jahrhundert endlich die Fusion erforscht hatte (und damit auch endlich einigermaßen aufgehört hatte, sich wegen fossiler Brennstoffe die Köpfe einzuschlagen), entdeckte man dann die Überlichtgeschwindigkeit, und damit wurde der Weltraum geöffnet. Bald traf man auf eine Alienrasse – die Shaltari – die offenbar über eine hochtechnisierte Zivilisation verfügten, und nahm zunächst friedlichen Kontakt mit ihnen auf. Später fanden die Menschen heraus, dass die Shaltari sie eigentlich eher als Verbündete im Kampf gegen eine andere Shaltari-Fraktion haben wollten, denn die Menschen haben etwas, was die Shaltari eher nicht haben – schiere Masse. Da das den Menschen eher missfiel, trennte man sich – nun ja, etwas frostig, wenn auch nicht verfeindet. 2506 fiel dann eine seltsame weiße Kugel auf die Erde – keiner verstand, was es mit ihr auf sich hatte, nur, dass mit ihr eine Warnung kam: Dass ein Feind im Anmarsch sei, den man nicht abwehren könne, und man die Erde verlassen solle. Einige Menschen folgten diesem Aufruf, und wollten sich zu den Koordinaten begeben, die als Fluchtmöglichkeit angegeben worden waren, die überwältigende Mehrheit wollte bleiben – das Militär wollte diese sog. Fahnenflüchtigen sogar aufhalten – die meisten schafften es dennoch. Und wie angekündigt kamen ein Jahr später die von den Menschen als “Scourge” bezeichneten Aliens an, und löschten fast die ganze Weltbevölkerung aus – einzig und allein einige ferne Kolonien überlebten diesen Überfall. Nachdem sich so also die United Colonies of Mankind (UCM) einigermaßen berappelt hatten, versuchten sie, herauszufinden, was das eigentlich war… einige Zeit später erschienen plötzlich wohl Nachfahren derer, die die Erde verlassen hatten, mittlerweile als Cyborgs – die Post-Human Republic. Sonderlich freundlich begegnete man sich nicht, aber man schoss sich auch nicht gleich aus dem Orbit. Und somit haben wir die großen 4 Spieler im galaktischen Konflikt – wenn auch aktuell mit der Resistance eine fünfte Fraktion erscheint – die Menschen, die gegen die Scourge vorgehen und mit recht krude wirkender Technologie gegen diese fremdartigen (wie sich mittlerweile herausgestellt hat parasitären, karbon-basierende Lebensformen übernehmenden) Wesen zu stellen.

» Weiterlesen..

Spiel – Tag 0

SPIELPressekonferenz und Neuheitenschau

Auch dieses Jahr ist Roachware selbstverständlicherweise wieder auf der SPIEL anwesend – trotz Beinproblemen und anderen Unwägbarkeiten. Immerhin haben mir die Ärzte empfohlen, viel zu laufen…

Die Pressekonferenz, die wie immer heute stattfand, hatte dieses Jahr ein neues “Highlight”: aus unerfindlichen Gründen schaltete das Mikrofon sich mehrere Male auf ganz leise. Ansonsten aber gab es wieder interessante Informationen. So ist die SPIEL wieder um ca. 20% Fläche gewachsen, dieses Jahr sind 832 Aussteller gemeldet (2013: 823) aus 41 Nationen (39). Deshalb wurde die Halle 4 noch hinzugenommen – was auch der letztes Jahr anscheinend unangenehmen Toilettenknappheit entgegen wirken sollte, da die Toiletten der Halle 4a hierdurch ebenfalls verfügbar sind. Aber was war an Spielen interessant?

» Weiterlesen..

Eine Schatztruhe voller Magie

Serpent01

Serpent’s Tongue – Magi’s Chest

Vorweg eine Erklärung: Roach und ich haben eigentlich einen Grundsatz: Wir besprechen alle Spiele, die man uns dazu gibt, solange es eben Spiele sind – nur bei einem Wort haben wir bisher die Grenze gezogen: “Trading”. Nun habe ich hier ein Spiel, in dem dieses Wort zwar nicht direkt vorkommt, aber der Aspekt ist zumindest grenzwertig vorhanden. Warum, das erkläre ich weiter unten, aber der Aspekt ist meiner Meinung nach (glücklicherweise!) zu vernachlässigen, zumindest insoweit, dass nicht die dickere Brieftasche über die Gewinnchancen entscheidet, wie das sonst bei Trading Games leider der Fall ist. Von daher nun zur Besprechung von „Serpent’s Tongue“.

Zuerst einmal – in Serpent’s Tongue lernt man quasi das Zaubern. Aber nicht nur indem man irgendwelche Karten spielt – nein, das ganze ist mit allem drum und dran, mit einer eigenen Sprache und Schrift, Gesten usw., die man auch lernen muss, denn der Mitspieler muss jeweils anerkennen, ob ein Zauber entsprechend gelungen ist. Dieses Ambiente wird durch die opulente Ausstattung noch unterstützt.

» Weiterlesen..

Strategie klassisch und straightforward

Assaultous

Assaultous

Zunächst wundert man sich, daß ein komplettes Strategiespiel in diese handliche Schachtel passen soll – kaum größer als ein Taschenbuch, ist sie aber vollgepackt mit allem, was man dazu braucht.

In der Schachtel findet man:

  • Die Anleitung in Englisch und Spanisch
  • 24 Terrainfelder in Hexform (stabiler Karton)
  • 6 Kasernen (Karton)
  • 44 Einheitsmarker (in rot und blau, Karton, je 1 Kommandant, 6 Arbeiter, 12 Armeen und 3 Türme)
  • 16 Taktikkarten
  • 2 Schnellreferenzkarten
  • 24 Resourcencounter (Holz, 12 in gold und 12 in silbern)
  • 1 Würfel (Standard W6)

» Weiterlesen..

Den letzten beißen die Zombies

The Walking Dead

Zombieapokalypsen haben nach wie vor Hochkonjunktur, es gibt jede Menge Endzeit-LARPs, wo die Leute freiwillig so rumstiefeln, das Thema Zombies ist in den letzten Jahren in der Spieleszene kaum wegzudenken – und im Fernsehen ist das Thema auch weit vorne. Die Serie The Walking Dead erfreut sich großer Beliebtheit, und genau zu dieser Serie gibt es ein Spiel, das in Deutsch bei Kosmos erschienen ist.

In der für Kosmos typischen quadratischen Schachtel findet der geneigte Spieler:

  • Die Spielregel – schön kurz und einfach verständlich
  • den Spielplan
  • 6 Charaktertafeln (stabiler, beschichteter Karton)
  • 6 dazu passende Spielfiguren
  • 2 Beißer-Spielfiguren
  • 4 Standfüße (farbiger Kunststoff)
  • 40 Ausrüstungskarten
  • 40 Begegnungskarten
  • 30 Beißer-Karten
  • 4 Abzeichen (2 x Überlebende, 2 x Zombie)
  • 4 x 4 Orts-Plättchen
  • 16 Verbündete-Plättchen
  • 1 Würfel (Standard W6, orangeroter Solid)

» Weiterlesen..

Fiktionaler Konflikt

Hot War

Hot War: Battle for Oil

Was wäre wenn… diese Frage stellen sich sowohl Verteidigungsminister und Generäle als auch CoSim-Spieler. Der russische Herausgeber Zvezda, der in erster Linie militäische und andere Modelle produziert, ähnlich wie das bei uns bekanntere Revell, bietet für seine Modelle mit der Art of Tactic-Reihe CoSims an, die in verschiedenen historischen und pseudo-historischen Settins spielen.

So gibt es unter anderem ein Szenario, das zum Glück nicht wahr wurde, aber durchaus hätte wahr werden können. In Hot War – Battle for Oil gab es weder Glasnost noch Perestroika, dafür aber herrscht in einem fiktiven 1990 ein Ressourcenkrieg, da, wo die Ressourcen liegen – im mittleren Osten. Amerikanische und Sowjetische Einheiten versuchen, die Vorherrschaft über eben diese zu gelangen

» Weiterlesen..

Sushi für alle

Sushi Draft

Sushi Draft

Dass Sushi das Lebensmittel ist, an das man zuerst denkt, wenn es um Japan geht, ist sicherlich unbestritten. Takahiro hat daraus ein hübsches kleines Spiel gemacht, in dem die Spieler in die Rolle von Kindern schlüpfen, die eine Sushi-bar besuchen. Einerseits wollen sie möglichst viel Sushi einer Sorte essen, andererseits hat die Mutter ihnen einen leckeren Pudding in Aussicht gestellt, wenn sie möglichst viele verschiedene Sorten probieren – welches Ziel mag man wohl eher erreichen?

Das Spiel kommt in einer sehr ambientemäßigen Aufmachung daher: in einer Bambusschachtel (wenn auch noch mal eine Plastikschachtel innendrin liegt). Sowohl die 18 Wertungschips (aus Karton, stabil) und die 32 Sushi-Karten (hervorragendes, widerstandsfähiges Material, beschichtet) sind rund – das macht zwar das Mischen ggf. etwas schwieriger, aber hübsch ist es trotzdem. Die Karten zeigen jeweils eine Art Sushi (es gibt zwei Joker, die eine gemischte Platte zeigen), und auf einigen ist etwas Wasabi zusätzlich abgebildet – das ist aber nur für die fortgeschrittene Regel wichtig.

» Weiterlesen..

Likeritis

Social Network

Social Network

Zum Thema soziale Netzwerke hat auch der lettische Verlag Brain Games ein Spiel veröffentlicht – passenderweise heißt es Social Network, und um ebensolche geht es natürlich.

Jeder der bis zu 6 Spieler erhält die Karten seiner Farbe, deren Rückseite eine Computermaus darstellt – und möchte sie eigentlich möglichst schnell loswerden. Dabei müssen gezwungenermaßen die Mitspieler helfen, denn die meisten der Karten sind “Likes”, und die kann man ja nicht einfach so wild ins leere Web spielen – sondern lediglich auf fremde Profile oder Likes.

Wie also entstehen Profile? Nun, jeder Spieler hat ein solches vor sich, das zunächst einmal leer ist. Dort hinein dürfen an eigenen Karten lediglich Galerien, Wettbewerbe oder Quizkarten gespielt werden.

» Weiterlesen..

Forscher in der afrikanischen Savanne

String Savanna

String Savanna

Dass ein Spiel, in dem es um die Beobachtung afrikanischer Tiere geht, ausgerechnet aus Japan kommt, hätte ich nicht gedacht. Allerdings trifft das auf String Savanna zu – die Spieler verkörpern Forscher, die Tiere in der afrikanischen Savanne beobachten sollen.

Das Spielmaterial kommt in einer handlichen, kleinen grünen Schachtel daher – es besteht aus:

  • 37 Tierplättchen
  • 30 Forschungsplättchen
  • 7 Landplättchen (alle aus Karton)
  • 1 langer brauner Feldfaden
  • 1 kurzer grauer Forschungsfaden
  • 4 × 40 Siegpunktmarker (4 Farben, Kunststoff)
  • 30 Forschungsmarker (je 6 in 5 Farben, Holz)
  • Spielanleitungen in Deutsch, Japanisch, Englisch und Französisch

» Weiterlesen..

Elementares Energiegerangel

Ortus

Ortus

Wenn man über niederländische Spieleverlage spricht, fällt einem schnell auf, dass diese – verglichen mit Herausgebern anderer Länder – sehr oft für ihre Verlagsnamen ihre Muttersprache verlassen. Englisch scheint die Sprache der Wahl zu sein, auch wenn man im Lande der Windmühlen normalerweise Niederländisch und Friesisch spricht. Dies gilt auch für den Utrechter Herausgeber FableSmith, die sogar die nötige Energie aufgebracht haben, die gesamte Verlagswebsite auf Englisch zu schreiben.

À propos Energie: Die wollen auch die Krieger des Tiger- und auch die des Drachenordens haben. Energiequellen befinden sich in der Arena, und sie zu besetzen, ziehen die Elementarkrieger beider Orden gegeneinander ins Feld…

» Weiterlesen..