Speisen wie ein Baratheon…

Game of Thrones – die offiziellen Kochbücher

…oder doch eher wie ein Stark? Wie – klingt nach Game of Thrones? Ja, das soll es auch. Und wer die Romane liest, weiß auch, dass dort ganz schön geschlemmt wird – wie Autor George R. R. Martin im Vprwort zugibt, kann er selbst zwar nicht kochen, aber ist doch ein Genießer… von daher entstand das „offizielle Kochbuch“ zu Game of Thrones – und etwas später – und weil davon im ersten noch wenig zu lesen war – „The Sands of Dorne“ mit Spezialitäten aus dem wilden Süden.

Moment mal… Kochbücher? Ihr rezensiert doch Spiele…? Ja, tun wir. Aber wir spielen sie auch, und im Bereich Rollenspiel (wo ja auch schon mal Game of Thrones gespielt wird), tut man das in der Regel in gemütlicher Runde, und was macht man da noch…? richtig, was leckeres essen. Umso schöner, wenn es zum Thema passt. Und das dachten sich auch die Autorinnen.

» Weiterlesen

Mehr magischer Platz

Mage Wars Battlegrounds – Die Vorherrschaft

Wer Mage Wars spielt, kennt möglicherweise schon das Phänomen, dass sich der Basisspielplan zwar vorzüglich für Duelle eignet, aber bei Mehrspielerspielen oder Teamduellen ein paar Erweiterungen vertragen könnte…

Diesem „Problem“ wird mit „Battlegrounds – Die Vorherrschaft“ abgeholfen – in dieser Erweiterungsschachtel erhalten die Spieler eine Menge weiteres Zubehör, mit dem neue Szenarien möglich sind, und vor allem eine eigene modulare Arena gebaut werden kann – was eine Menge interessanter Möglichkeiten bietet.

» Weiterlesen

Dalli-Klick auf dem Wohnzimmertisch

Macroscope

Wenn wir über die SPIEL gehen, und dort an den einzelnen Verlagsständen die Neuheiten näher betrachten, geben uns die dortigen Ansprechpartner meist Kurzzusammenfassungen, um was es bei den jeweiligen Spielen geht. Eine solche, wie ich aber finde, sehr treffende, Kurzzusammenfassung von Macroscope am Stand von Game Factory lautete „Kennen sie noch von früher Dalli-Klick?“.

Nun, abgesehen davon, dass das den jüngeren Semestern vielleicht wenig bis nichts sagt – Dalli-Klick war seinerzeit die Finalrunde in der Spielshow Dalli Dalli mit Hans Rosenthal – eine genaue Kopie ist es natürlich nicht, aber das Spielprinzip lässt sich so wirklich gut beschreiben, und macht dementsprechend auch viel Spaß.

» Weiterlesen

Jede Menge bunte Plättchen

Tintas

Schon seit mehreren Jahren rezensieren wir hier immer wieder sehr schöne kleine Spiele – meist für 2 Personen – des Verlages Gerhards Spiel und Design. Diese zeichnen sich stets durch sehr hochwertiges Material in einer sehr schlichten Verpackung aus, wie auch durch ein eigentlich einfaches Spielprinzip, das aber sehr viele Möglichkeiten offenlässt.

So ist das auch bei „Tintas“ – und irgendwie verwundert es mich, dass keine spanische Spielanleitung beiliegt, bedeutet das Wort doch nichts anderes als „Farben“ auf Spanisch. Und um Farben geht es auch – man möchte Spielplättchen der möglichst selben Farben einsammeln (und diese nicht dem Gegner überlassen).

» Weiterlesen

Retten wir doch mal den Rock…

Metal Heroes and the Fate of Rock
Metal Heroes
…die Welt rettet doch sowieso schon irgendwer, oder? Wieso also nicht mal Gute Musik retten – gerade im Jetzt, wo man alle Nase lang mit irgendwelcher akustischer Vergewaltigung zugedröhnt wird, eigentlich eine gute Idee.

Diese Idee wurde von Swen Harder zu einem wirklich umfangreichen Spielbuch verarbeitet – erschienen ist es bei Mantikore, und nun wird’s auch noch multimedial – dem Buch liegt eine CD bei, und die enthaltene Musik spielt in der Story sogar entscheidende Rollen…

» Weiterlesen

Feen drehen

Goblins Drool, Fairies Rule!

goblinsdroolFeen und Goblins haben eine ungewöhnliche Eigenschaft gemein: Wenn sie sich umdreht, wird aus einer Fee ein Goblin; umgekehrt wird aus einem Gobliin eine Fee, wenn er sich umdreht. Dieses hin und her stellt den Hauptmechanismus des Spiels Goblins Drool, Fairies Rule!dar, das vor einiger Zeit von GameSalute über Kickstarter finanziert wurde.

Da jeder Spieler die ihm zu Spielbeginn zugewiesenen Goblins durch liebliche Feen ersetzen will, hebt so ein munteres Feendrehen an.

In der Spieleschachtel befinden sich „nur“ 20 Karten und eine Spielanleitung auf Englisch. Die Karten zeigen jeweils auf der Vorderseite eine Fee und auf der Rückseite einen Goblin, zusätzlich je eins von vier Symbolen (Pilz, Kröte, Sonne und Mond) und den Namen der Fee bzw. des Goblin. Hierbei steht auf der Rückseite einer Pilzkarte immer eine Kröte und umgekehrt, das gleiche gilt für Sonne und Mond. Außerdem gibt es ein paar Karten, die zusätzlich rundum mit Sternen umgeben sind. Diese Sterne finden sich auf beiden Kartenseiten – oder nicht, je nach Karte. Die Karten sind hierbei sehr schön gezeichnet.
Zum Spielbeginn erhält jeder Spieler einen Goblin mit Sternen und drei „einfache“ Goblins, vier Feen ohne Sterne werden offen als Feenring in die Mitte gelegt. Die Karten jedes Spielers liegen auch offen, so dass jeder Spieler über die Karten seiner Gegner immer genau Bescheid weiß. Beginnend mit dem Startspieler (Startspieler-Witz: wer den Namen des Spiels am schnellsten aufsagen kann) hat jeder Spieler drei Dinge zu tun:

  1. Aus den eigenen Handkarten eine Karte in den Feenring spielen. Die Karte darf hierbei nicht umgedreht werden.
  2. Alle Karten umdrehen, die ein Wesen zeigen, dessen Name sich mit dem der gespielten Karte reimt. Da Vorder- und Rückseiten der Karten so verteilt sind, dass sie nie reimen, kann man das auch schnell kontrollieren.
  3. Zuletzt erhält der Spieler alle Karten aus dem Feenring, die das gleiche Symbol tragen wie auch die soeben in den Feenring aufgenommene Karte. Die neue Karte im Feenring wird aber nicht herausgenommen.

Wird eine Sternenkarte gespielt, werden alle Karten umgedreht ohne Berücksichtigung der Reime. Dies geht reihum so weiter, bis ein Spieler gewonnen hat.
es gewinnt, wer entweder alle Goblins aus der eigenen Hand losgeworden ist, oder sechs Feen auf der Hand hat. Ohne Goblins ist die Anzahl der Feen uninteressant, bei sechs Feen ist die Zahl der Goblins uninteressant.
Durch das stetige hin und her zwischen Feen und Goblins, das Umschalten der Symbole und die Wahl der zu drehenden Karten über die Reime kann man so einigermaßen planen, da man zumindest weiß, welches Symbol auf der Rückseite eine ausliegenden Karte steht. Leicht wird auch übersehen, dass man eine Karte nicht erst umdrehen muss, bevor man sie an mit gleichem Symbol an sich nehmen kann. Man kann mit den Reimschemata also einige interessante Effekte hervorrufen. Leider gibt es auch eine Konstellation, in der ein Spiel „festläuft“. Man muss immer aufpassen, dass man mehrere verschiedene Symbole auf der Hand behält, denn man kann nur Karten mit Symbolen erhalten, die man abgibt. Wenn man nur eine Symbolart hat, kann man nicht genug Karten sammeln, um zu gewinnen. Wer will, kann dies auch „vermeiden“, indem man Hände von fünf bzw. sechs Karten verteilt, und das Spielziel auf sechs bzw. sieben Feen erweitert
Für alle, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind, enthält die Spielregel auch einen Reimführer, in dem man im Zweifelsfall auch nachsehen kann.
Auch wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel wirkt, erfordert es doch eine ganze Menge Denkarbeit.
Man kann das ganze natürlich auch – als „Variante“ – mit umgekehrten Vorzeichen spielen: Hier sammelt man Goblins und will Feen loswerden. Am eigentlichen Spiel ändert sich hierdurch aber nichts.
Außerdem wird eine Solitärversion vorgestellt, bei der man mit einer Hand versucht, alle Goblins aus der Hand loszuwerden. Wer es noch schwieriger haben will, kann natürlich auch mit Händen von sechs oder sieben Karten im Solitär spielen.
Das Spiel ist ein nettes kleines Denkspiel, das auch in einer Spielerunde seinen Platz finden wird. Mit einer Spieldauer von einer guten Viertelstunde ist es auch als Aufwärmspiel gut geeignet. Als Absacker wegen der doch nötigen Denkarbeit allerdings eher nicht.

Hersteller Game Salute für Game-o-Gami
Autor David Luis Sanhueza
Künstler Mike Maihack, David Luis Sanhueza
Spieler 1-4
Denken 7
Glück 3
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 7,99 €

Goblins Drool, Fairies Rule! bei Amazon

He, das ist meine Beute!

Stingy
Stingy
Was tun Piraten für gewöhnlich nach einem gelungenen Raubzug? Richtig, die Beute aufteilen. Darum geht es in Stingy, einem netten kleinen Ärgerspiel aus dem niederländischen Verlag playthisone.

Moment mal… so einfach verteilen… Kapitän bekommt dies, Maat, jenes… nein. Das wäre einerseits zu einfach, und dann wäre es kein Knizia. Bei Stingy wird opportunistisch getauscht, aber schauen wir doch erst mal in die kleine, aber prall gefüllte quadratische Schactel. Darin befinden sich:

» Weiterlesen

Wie kalt ist es in der Mongolei?

Länder Toppen!
laender-toppen
Vermutlich hat jeder früher schon einmal Trumpf-Quartett gespielt – mit Flugzeugen, Autos, Schiffen, Eisenbahnen, weiß der Kuckuck. Dass sich aus diesem Spielprinzip auch mehr machen lässt, beweisen die Drei Hasen in der Abendsonne jetzt mit „Länder Toppen!“ – hier geht es eben mal um die verschiedenen Länder der Erde.

Moment mal – Länder? In welcher Hinsicht haben die denn Werte – klar, sie haben eine Fläche, aber sonst… und da wäre Russland ja unschlagbar… Nun, es gibt noch ein paar mehr Eigenschaften, die man vergleichen kann, und ein wenig Allgemeinbildung (und natürlich Geographie) schadet sicher nicht, um hier zu punkten.

» Weiterlesen

Eisige Wirbelstürme

Race to the North Pole
Race to the North Pole
Finnland. Uns mittlerweile wohl bekannt als Quelle interessanter Spiele, die gerne mal ein wenig „anders“ sind. Auch dafür bekannt, dass es dort sehr kalt ist, dass die Finnen ein lustiges, trinkfestes Völkchen sind, viel Zeit mit Spielen verbringen… und auch einen liebenswert-schrägen Humor haben.

Das alles zusammengenommen sind wohl die Gründe für die Erfindung von „Race to the North Pole“. Der ist zwar von Finnland nicht allzu weit weg, aber trotzdem ist er – zumindest in diesem Spiel – eher schwierig zu erreichen, vor allem weil es dort oben recht oft stürmt – und so ganz nebenbei noch diverse Konkurrenten genau dasselbe vorhaben, namentlich den Nordpol zu erreichen, und Konkurrenz belebt zwar vielleicht das Geschäft, aber vermasselt einem sicherlich gerne die Tour… Na, schauen wir mal in die (bunt bedruckte und lustig gestaltete) quadratische Schachtel, was uns denn da so eisiges erwartet…

» Weiterlesen

Hexerei im Hexagon

Zaubertrank der vier Elemente

zaubertrank-der-vier-elemente
Der Verlag Steffen-Spiele aus Krastel ist uns nun schon einige Jahre bekannt und fällt immer wieder durch hochwertiges Spielmaterial made in Germany auf. Meist sind die Spiele aus Holz, und die Schachteln schön klein und handlich. Insofern war ich diesmal eher überrascht, eine relativ große Schachtel zu entdecken. Noch dazu – ich sehe auch eine ganze Reihe Marker aus Karton…?

Das Thema erinnerte mich dann auch noch an etwas, was ich schon mal gesehen hatte – und auch meine Tester fragten direkt „ist das so wie Kupferkessel Co. (Goldsieber) oder Glastonbury (franjos)?“. Nun – die Thematik, dass die Spieler Zaubertränke zusammensuchen wollen, ist eine ähnliche, aber das Spiel funktioniert dann doch ganz anders. Dazu werfen wir doch erst einmal einen Blick in die – für Steffen-Verhältnisse große, aber nichtsdestotrotz gut gefüllte – Schachtel. Darin befinden sich:

» Weiterlesen