Tag Archiv für Allgemeines

Wiedergeburt

RPC 2013 auf der Rheinschau

Eine gute Woche vor dem Start ist das Programmheft der RPC jetzt online gegangen. Man kann es von der Homepage der RPC herunterladen.

Bei einem ersten flüchtigen Blick über das Programm fallen ein paar Sachen auf. So vermisse ich im Ausstellerverzeichnis den Nackten Stahl – dass Games Workshop nicht auf der RPC steht, hat ja inzwischen Tradition.

Nach dem Lärm- und Zugluft-Chaos des letzten Jahres wurde dieses Mal die Rollenspiel-Rundenarena komplett von der restlichen RPC getrennt: während die eigentliche RPC in Halle 5.2 der Kölnmesse stattfindet, ist die Spielrunden-Vergabe und -Arena in Halle 4.1, genauso wie die beiden Workshop-Räume. Dies dürfte zumindest dafür sorgen, dass das Geräuschniveau bei diesen Runden und Workshops niedriger liegt als voriges Jahr. Vorausgesetzt, das Wetter ist dieses Jahr besser (und auch besser als zu der Zeit, da ich dies hier tippe), sieht auch das Freigelände sehr voll aus – und groß: die gesamte Front von Hallen 2, 4 und 5 zum Rhein hin.

Auch der Veranstaltungsplan sieht sehr gut gefüllt aus. Zudem habe ich den eindruck, dass dieses Jahr die Computerstände nicht ganz so zahlreich sind, und hege daher die leise Hoffnung, dass auch der Lärmdruck in der Haupthalle erträglich sein könnte.

Ich werde mir die RPC 2013: A Realm Reborn auf jeden Fall ansehen und hinterher davon berichten.

Neues von Magie und Pegasus

Eilmeldung

Pegasus hat soeben über Twitter und die eigene Webseite bekannt gegeben, dass der Verlag ab Mitte März die Distribution für Magic:the Gathering in Deutschland und Österreich auf sich nimmt.

Zur Zeit findet man M:tG noch bei Amigo, das wird sich dann wohl bald ändern…


Wer der Szene schon länger folgt, wird sich vielleicht an alte Zeiten zurückerinnern: zu Beginn der Magic-Welle war Pegasus schon einmal Distributor der Karten für Deutschland. Auch die ersten Turniere wurden damals noch unter Federführung von Pegasus veranstaltet.

Damit ist nur acht Monate nach D&D auch das zweite große Zugpferd der Wizards of the Coast im Pegasus-Stall zurecht gekommen. Vor allem für Händler ist das natürlich schön, da so alle WotC-Produkte aus einer Quelle bezogen werden können, statt für verschiedene Produkte verschiedene Lieferanten auschreiben zu müssen. Auch verspricht Pegasus eine schnellere Belieferung der Händler, so dass die Versorgung vorläufig sichergestellt erscheint.

Wenn der NSC ein Geheimnis hat

Pflege und Versorgung geheimnisvoller NSCs

Die Blogs von RSP-Blogs.de haben eine Aktion gestartet, die ‘RSP-Blog-Karneval’ heisst. Dabei sind alle teilnehmenden Blogs aufgerufen, im Rahmen eines Monats ein Blogposting mit einem bestimmten Grundthema zu veröffentlichen, und dieses Posting dann im Rahmen des Karnevals zu melden. Dieses Thema ändert sich jeden Monat, mit einem neuen Blog als Organisator des neuen ‘Umzuges’. Nachdem im Dezember das Thema Moral im Rollenspiel verhandelt wurde, ist es diesen Monat das Thema Tarnen, Täuschen, Verp äh, nein, Verkleiden, Lügen, Täuschen. Und das ist ein Thema, das einem Cthulhu-Spielleiter wie mir sowieso immer am Herzen liegt – schon alleine die Frage: was mache ich, damit die Geheimnisse des NSCs weder zu offensichtlich noch zu versteckt sind? Mit anderen Worten: dies ist ein Artikel, der sich in erster Linie an die Spielleiter richtet.

Wir kennen das alle: ein NSC benimmt sich nach Ansicht des Spielleiters bereits sehr verdächtig, aber die Spieler sitzen da und reagieren überhaupt nicht darauf. Das kann verschiedene Gründe haben, und um sie zu unterscheiden, muss man schon wissen, wie gut die Spieler die Welt und den Spielleiter kennen.
Beides ist wichtig, außerdem ist natürlich auch wichtig, wie gut der Spielleiter die Welt kennt: wenn die Spieler wissen, dass die Weltkenntnis des Spielleiters eher im rudimentären Bereich anzusiedeln ist, werden sie ‘verräterische’ Aktionen der NSCs eher auch Unkenntnis des Spielleiters zurückführen.

Aber ähnliches gilt natürlich auch für die Frage: wie welt- und regelfest sehen die Spieler mich als Spielleiter eigentlich? Wobei es bei Charakteren mit Geheimnissen (und ich unterstelle hier einmal ganz allgemein, dass das Ziel nicht ist, dass das Geheimnis als solches unerkannt bleibt) wichtig ist, dass der Spielleiter als weltfest eingestuft wird.

Ich habe dieses Basisproblem gerade auf Cons (als Spieler) immer wieder erlebt: ich bemerke, dass ein NSC sich seltsam verhält, und frage mich unwillkürlich ‘weiß der Typ hinter dem Schirm es einfach nicht besser?’ Jetzt spiele ich allerdings auch meist Charaktere, die derartige Verdachtsmomente nur aussprechen, wenn in der Gruppe sowieso darüber gesprochen wird – oder wenn der Charakter sich seiner Sache absolut sicher ist. Ein paar Leute, die mich gut kennen, bemerken das inzwischen daran, dass ich plötzlich sehr ruhig da sitze und den Spielleiter lange und intensiv betrachte – und dann gegebenenfalls eine Notiz schreibe im und dem Spielleiter auf einem Zettel zuschiebe. Allerdings kenne ich inzwischen auch ein paar Spielleiter so gut, dass ich auf den Zettel verzichten kann. Bei einem ‘Neuling’, oder einem Spielleiter, den ich nicht gut kenne, hat mir dann die Zettelmethode meist weiter geholfen.

Für den Spielleiter ist es, wie man hieraus erkennen kann, wichtig, dass er als weltfest gilt. Ansonsten würde eine ‘Spur’ bei vielen Spielern dazu führen, dass sie als ‘der Spielleiter weiß nicht, was er tut’ abgespeist. Auch so etwas ist mir – vor vielen Jahren – einmal passiert: Das System war AD&D (2nd Ed.), und ein NSC benahm sich seltsam (ein Paladin, der offensichtlich log). Statt dass man sich fragte, wieso macht der das, war nur das Geschrei groß, dass das so absolut nicht zum Paladin passe, und die Gruppe brach das Abenteuer ab. Nachdem klar war, dass das Abenteuer nicht mehr funktionierte, hatte ich dann nur eine Frage an die Spieler: Was würde eventuell einen Paladin doch dazu bringen zu lügen? Offensichtlich kannte man nicht einmal die Geschichte von Sankt Martin (mit der Notlüge ‘ich habe noch einen Mantel’), und antwortete ‘Nichts’. Dumme Gesichter, als ich nur meinte: ‘Nicht einmal ein direkter Befehl seiner Gottheit, weil es einem höheren Zweck dient?’

Aber auch die Weltkenntnis der Spieler muss berücksichtigt werden. Wenn die Spieler bestimmte Details nicht wissen – oder leicht übersehen –, muss man als Spielleiter damit Rechnung halten, wenn man will, dass die Spieler auf die Idee kommen. Cthulhu bietet in solchen Fällen ja noch den Ausweg eines Wissens- oder Ideen-Wurfes, nach dem man die Spieler eventuell in die richtige Richtung lenken kann, aber auch dann ist es für die Spieler nicht so schön wie wenn sie selber dahinter gekommen sind.

Wenn man also nicht sicher ist, wie weltfest die Spieler sind – und wie gut sie Unstimmigkeiten bemerken –, ist es oftmals sicherer, wenn man für dies Geheimnis sowohl einen Weg hat, den man begehen kann, wenn die Spieler aufmerksam sind, wie auch einen Weg für die unaufmerksamen Spieler. Auch hierzu ein Beispiel aus einer Runde, die ich geleitet habe.

Die Gruppe (DSA) war auf der Jagd nach einer Gruppe Anhänger des Namenlosen. Irgendwann während der Jagd erhielt sie einen Brief vom örtlichen Efferdtempel, mit blauem Siegelwachs gesiegelt, in dem die Gruppe zu einer Unterredung in ihrem Fall gebeten wurde – um den Anhängern des Namenlosen zu entgehen, in einem Haus in der Altstadt. Die Gruppe wunderte sich: blaues Siegelwachs? Aber blau ist ja die Farbe des Meeres, also ging man hin – und stolperte prompt in eine Falle: man fand eine Leiche eines reichen Patriziers – und die Stadtwache die Gruppe am Ort des Geschehens. Als man der Stadtwache den Brief zeigte, wunderte man sich, dass die Wache den Brief ansah und laut loslachte. Und die Gesichter veränderten sich nochmal, als die Stadtwache nur fragte, wie denn die Efferdkirche – der ja Feuer und offene Flammen verboten sind – das Siegelwachs zum Schmelzen gebracht haben sollte. (Die Efferdkirche – so stand es damals auch in einem Abenteuer oder Regelbuch – benutzt nur Stempel.) Ich hatte natürlich sowohl eine Option, was nur geschah – die Helden mussten natürlich ihre Unschuld beweisen –, aber auch wenn die Helden den Braten gerochen gehabt hätte, hätte ich entsprechende weitere Begegnungen vorrätig gehabt, wie das Abenteuer weitergehen konnte.

Man darf die Spieler aber nicht über- und nicht unterschätzen. Vor allem sollte man aber nicht, wenn man nicht sowieso schon für die Eigenheiten der NSCs (und die Tatsache, dass man sie konsistent ausspielt) bekannt ist, versuchen, unterschwellige Spuren zu legen (so etwas wie die Tells beim Pokern). Auch einem guten Spieler entgeht in der Regel, dass ein bestimmter NSC immer, wenn er eine Lüge erzählt, erst kurz an der Augenbraue kratzt, oder dass er die (gut geplanten und daher vorbereiteten) Lügengeschichten nicht mit dem ansonsten bei jedem vierten Wort vorkommenden ‘äh’ unterbricht – letzteres wird eher sogar angesehen als ‘das ist wichtig fürs Abenteuer, sonst wüsste der Spielleiter das nicht so gut’.

NSC mit Geheimnissen können also funktionieren – aber am besten funktionieren sie natürlich, wenn die Spieler und der Spieler welt- und regelfest sind, und dies auch voneinander wissen.

 

Weihnachtsgrüße

Mittlerweile sind die Geschäfte geschlossen, und Besinnlichkeit sollte sich einstellen. Mit anderen Worten: da bis Dienstag keine Einkäufe (außer übers Internet) mehr möglich sind, ein Grund, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Heute und morgen gibt es daher keine neue Rezension, was aber nicht heißt, dass hier nichts geschehen wird.

Aber ich möchte den heutigen Tag nutzen allen Lesern ein Frohes Weihnachtsfest zu wünschen, Happy Hannukah, Kwazy Kwanzaa, Fröhliches Festivus (war eigentlich bereits gestern), Fröhliches Decemberween, ein schönes Ende der zehn Tage von Agnostica, ein geniales Grav-mass und schaurige Yithmas und was der Festtage dieser Tage mehr sind.


In dieser Zeit werden viele neue Vorsätze gefasst, die Medien blicken zurück auf das letzte Jahr, im Radio spielt ‘saisonale Musik’. Bei Google, YouTube und vielen anderen fällt Schnee, auch mitmachen?

Ich persönlich werde die Feiertage nutzen, noch das eine oder andere Spiel zu testen und dann in den nächsten Tagen die Rezensionen online zu stellen. Hier geht also alles weiter wie gehabt. Man kann sich aber schon den 1. Januar anstreichen: an dem Tag werden hier ein paar Ankündigungen für das kommende Jahr gemacht werden …

Bis morgen dann.

Miskatonic-Treter

Miskatonic School for Girls Deck Building Game

Das klingt wie ein ziemlicher Brocken, nicht? Das Miskatonic School for Girls Deck Building Game (MSCDBG) ist ein geplantes Spiel, das zur Zeit Finanzierung … sucht, in gewisser Hinsicht.

Luke Peterschmidt und seine Leute von Fun to 11 planen ein Deckbuilder Game, bei dem man nicht nur sein eigenes Deck baut, sondern auch die Decks der Mitspieler. Eine interessante Variation, die nicht nur wegen des cthuloiden Themas interessant sein dürfte.

Finanziert soll das ganze werden via Kickstarter, und eigentlich ist das Spiel bereits finanziert. Allerdings möchte ich nicht wissen, ob, wann und wie das Spiel, wenn es nächstes Jahr erscheinen wird, aus Lebanon, Pennsylvania nach Europa kommen könnte. Auch gibt es für Mitfinanzierer interessante Boni, die es im ‘fertigen’ Spiel nicht mehr geben wird.

Der Kickstarter läuft noch bis zum 5. Dezember, wer sich für das Spiel interessiert, sollte aber nicht zögern: finanzieren lassen sich Kickstarter klassisch über Amazon Payments, und da wird das Geld erstz belastet, wenn der Zeitraum abgeschlossen ist.

Und, wo ich schon von Kickstarter-Projekten spreche: Ted Alspach’s Mutant Meeple sucht auch noch ein paar Geldgeber – hier ist die Finanzierung noch nicht ganz rund. Wer also immer schon ein Spiel unterstützen will, das Ricochet Robots ähnelt, aber auf Superhelden basiert, hat hier noch eine einmalige Gelegenheit. Und wer 200 (220 in Europa) Dollar dafür übrig hat, und wessen Name nicht mit E (opder einem Buchstaben ab S) beginnt, bzw. wer 260/280 Dollar hat und dessen Namen nicht mit einem Buchstaben ab S beginnt, kann eine Straße oder Avenue im Spiel nach sich benennen lassen. Oder auch einen anderen Namen – Der Buchstabe steht zwar zu spät im Alphabet, aber Ulisses Avenue, das hätte doch etwas?

Internes

Da Gawab.com mal wieder nicht vernünftig funktioniert, und das schon wieder mehr als 24 Stunden anhält – man bedenke, dass der letzte Ausfall noch gar nicht so lange her ist, und dass der ziemlich lange dauerte – habe ich beschlossen, die e-Mailadresse für Roachware umzustellen. Statt gawab.com bitte in Zukunft xs4all.nl als Domäne verwenden, der Benutzername vor dem @ (Roachware) bleibt aber gleich.

Die Angaben im Impressum sind bereits angepasst.

Neues von den Dungeonschlächtern

Wie Patric Götz von Uhrwerk heute bekanntgab, wird das Retro-Rollenspiel Dungeonslayers im September international. Der italienische Verlag Wild Boar Edizioni wird eine italienische Ausgabe herausbringen. Das dürfte m.W. die erste Lizenzausgabe sein, da die Englische Version so weit ich weiss in Eigenregie erschienen ist.

Neues von Cthulhu

Heute gab der Pegasus-Verlag auf Burg Rieneck im Rahmen des Deutschen Cthulhu-Cons bekannt, dass Frank Heller seine Rolle als Chefredakteur des Deutschen Rollenspiels per Dezember beendet.

Frank hat mehr als zehn Jahre die Rolle des Chefredakteurs mehr oder weniger als Hobby neben seinem regulären Job gemacht, und fand es an der Zeit, jemand anderem die Zügel zu übergeben.

Im Rahmen einer Feierstunde gab der Pegasus-Verlag auch bekannt, wer denn der kommende ‘starke Mann’ bei Cthulhu sein wird: Heiko Gill, der dem Kenner als Lektor und Autor u.a. in der Cthuloide Welten bekannt sein dürfte.

Auch von hier aus: Willkommen in der neuen Rolle, Heiko, und viel Glück auch in der Zukunft, Frank.

Die Namenlose 13 schlägt zu

Wie auf der eigenen Homnepage angekündigt wird, soll Alveran.org per Jahresende vom Netz gehen.

Damit kommt das Ende einer Institution, die man wohl mit Fug und Recht als eine der ganz großen Konstanten im Internet betrachten konnte, was das Deutschsprachige Rollenspiel angeht. Ich wüsste jetzt auf Anhieb – außer vielleicht dem Vinsalt-Forum – keine so bekannte Institution. Seit insgesamt 13 Jahren fand man bei Alveran die News und eine – nicht immer leichte – Diskussionsgemeinschaft.

Wenn man zurückblickt: vor 13 Jahren, also 1997, war gerade der Konkurs von Schmidt Spiele, der Tod von Ulrich Kiesow, und die Übernahme von DSA durch FanPro. Von den heute bekannten DSA-Seiten existierten damals mW nur der Thorwal Standard, und der Vinsalt-Serive (heute: Vinsalt-Forum, nachdem der eigentliche Service seit 2005 nicht mehr upgedatet wird).  Vieles ist seither geschehen, und Alveran hat das System begleitet. 

Dass Alveran sich verändern würde, war wohl zu erwarten, seit Mark nicht mehr in der Redaktion ist und daher auch die Anlieferung von News aus der Aventurischen Produktion nicht mehr gewährleistet waren (dass Ulisses den Online-Publikationen nicht sonderlich gewogen ist, dürfte wohl inzwischen bekannt sein). Dass der Schritt aber ein so einschneidender sein würde – damit hatte ich, ehrlich gesagt, denn doch nicht gerechnet.


Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rolle von Alveran durch einen anderen Dienst übernommen werden kann – es sich auf jeden Fall ziemlich große Stiefel, die sich dafür jemand anziehen müsste.  Andreas, Florian, Johannes, Mark: ihr werdet vielen fehlen. Dennoch alles Gute bei euren zukünftigen Unternehmungen.

Spiel – Nachlese

Dann war da noch…

Wie jedes Jahr auch diesmal noch einige Kleinigkeiten, Randnotizen, Takeouts und ähnliches zur Spiel.

Man sollte ja meinen, dass nach weit über 20 Jahren die Organisation der Spiel das Ereignis im Griff hat. Aber doch: irgendetwas geschieht immer. Dieses Mal schien es wohl in erster Linie an der Messegesellschaft zu liegen. Zur Pressekonferenz begrüßte die Messe die Journalisten im komplett renovierten Saal, der such die neue, helle Vertäfelung wesentlich freundlicher wirkte. Allerdings hatte man so einiges in der Technik noch nicht so ganz im Griff, gerade was die Geräuschinstallation anging: der traditionelle Einspieler mit Clips aus der vorjährigen Spiel war ohrenbetäubend laut. Man sah auch keine Mikrofone stehen, um Fragen zu stellen, was dazu führte, dass Fragen der Journalisten von den Kollegen nur schwer zu verstehen waren. Man hofft, dass das nächstes Jahr besser klappt.

Überhaupt schien die Messe Essen ihre Technik neu organisiert zu haben. Auch an den Kassenhäuschen soll eine neue technische Installation Einzug gehalten haben, hörte ich. Dass diese den Kassierer(inne)n noch Einarbeitungsporobleme machte, soll einer der Hauptgründe für die langen Schlangen am Donnerstag gewesen sein.

Über die Messeräumlichkeiten gesprochen: der Platz war meistens knapp. Gerade am Samstag war manchmal nur unter Missachtung aller Höflichkeitsregeln überhaupt noch ein Vorankommen möglich. Hier wäre eine Ausweitung um eine Halle (auch zugunsten weiterer Aussteller) vielleicht sinnvoll – auch wenn meine Beine da sicher anderer Meinung sind: die würden eine kleinere Messe bevorzugen ;)

Auch diese Messe hatte wieder einige Themen, die sich druch die Hallen zogen. Nach vielen Jahren gab es wieder Spiele um Wein – und dann gleich ein rundes halbes Dutzend. Es ist schon interessant zu sehen, wie sich so etwas immer in Wellen entwickelt.

Ein anderes Thema war für eine ganze Reihe Verlage ein gemischtes Gefühl: ‘haben wir nicht mehr’ war überraschend oft zu hören. Auch Verlage, die seit Jahr und Tag dabei sind und daher einigermaßen einschätzen können, was wohl auf sie zukommt, waren von plötzlich knappen Vorräten gepeinigt. Wohl dem, der, wie beispielsweise Pegasus in Sachen Junta: Viva il Presidente oder Thunderstone, Asmodee in Sachen 7 Wonders (1300 Stück in 4 Stunden!) oder Spieltrieb, schnell aus dem Lager Nachschub holen konnte – und wehe, wenn dann der LKW unterwegs eine Panne hat, wie bei letzteren. Andere Verlage hatten zu weite Wege, um Nachlieferungen noch organisieren zu können, und so waren eine ganze Menge Spiele nicht mehr verfügbar. Treefrog hatte Vorbestellungen von London bereits frühzeitig gestoppt, um auf der Messe noch etwas verkaufen zu können – und hatte das letzte Exemplar der limitierten Auflage am Donnerstag im 11:20, das letzte der ‘normalen’ Ausgabe am Freitagmittag da. Countdowns waren häufiger zu sehen, so zum Beispiel bei Mars is ours von B2FGames.

LARP-Ausrüster waren dieses Jahr wieder weniger in Halle 6, wodurch wohlauch ein wenig Platz für Nicht-Rollenspieler frei wurde. Vielleicht nicht unbedingt der beste Platz, aber Jets von Spieltrieb oder auch Foodle passen irgendwie zu den Besuchern – das eine, weil es eben ein wenig Tabletop-artig ist, beim anderen geht es um richtige Ernährung.