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Bereit sein ist alles

Assault on Doomrock

Assault on DoomrockIm Juni/Juli letzten Jahres lief bei Indiegogo ein Projekt, mit dem das kooperative Fantasyspiel Assault on Doomrock finanziert wurde. Das polnische Projekt erreichte mehr als das Vierfache des ursprünglich genannten Finanzierungsziels, so dass das Spiel rechtzeitig zur SPIEL ausgeliefert werden konnte. Leider hat der Hersteller seine Webseite bis heute aber nicht über ein ‘under construction’ hinausgebracht.

Das Spiel ist recht umstritten, wie man auch bei den Diskussionen auf Boardgamegeek sehen kann – dem einen ist es zu schwierig, der andere findet es genau richtig. Anderen passen bestimmte Mechanismen nicht – die wieder andere besonders gelungen weil ungewöhnlich finden. Das Spiel ist auf jeden Fall so komplex, dass ich hier nur eine grobe Übersicht geben kann.

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Bausteine

Blocks

BlocksSchönes Material, interessante Spiele – so könnte man die Spiele des Verlags Steffen-Spiele ganz kurz beschreiben. Der Verlag brinbgt in der Regel jedes Jahr nur ein, zwei Neuheiten heraus. Die Spiele des Verlages, von denen wir in den letzten Jahren schon u.a. Copa, Soluna, Pescado, Kulami, oder auch SchoK.O. besprochen haben, sind aber immer ein Highlight. So auch auf der letzten Spiel.

Eine eher schlicht gehaltene Schachtel mit recht hohem Gewicht – so steht Blocks in den Regalen. Auf den Seiten steht in vier Sprachen: “Zwei taktische Bauspiele für 2 Personen” – nur die englische Version weicht ab, indem sie die Spiele als “strategic” bezeichnet. Da aber dass Englische genau die gleiche Unterscheidung macht zwischen strategy und tactics, ist hier die deutsche Fassung korrekter.

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Lovejong

In Love And War

In Love and WarIn Liebe und Krieg soll ja alles erlaubt sein – oder laut der englischen Version des Sprichworts sogar fair. Ob dem wirklich so ist, ist sicherlich diskussionswürdig oder gar Geschmackssache – gewisse Grenzen gibt es sicherlich, die zu überschreiten man sich hüten sollte. Aber jeder zieht die Grenzen hier anders, und das auch abhängig davon, wie direkt man selbst davon betroffen ist.

Um Liebe (ohne Krieg) und das Stiften von Beziehungen geht es auch bei In Love and War von Kuraki Mura. Swan Panasia, die sich dem Spielehandel zwischen dem ostasiatischen Festland und Europa verschrieben haben, vertreiben das Spiel hier in Europa.

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Zielwasser

Shuffle: Nerf

Unter dem Namen Shuffle wird seit einiger Zeit eine Reihe kleiner Kartenspoiele vertrieben, die sich an große Vorbilder (in der Regel aus dem Hause Hasbro) anlehnen. Wir hatten das Glück, auf der letzten SPIEL drei dieser Spiele für Tests mitnehmen zu dürfen. My Little Pony und Monopoly Deal habe ich ja bereits besprochen. Jetzt kommen wir zum letzten, dem Nerf-Spiel.

Während man bei Monopoly bestimmte Mechanismen des Grundspiels wiederentdecken konnte, war es bei My Little Pony eher die Welt des Franc hise, die entsprechend verarbeitet wurde. Aber, so stellt sich natürlich die Frage, wie sieht das bei Nerf aus? Wie setzt man ein gerade auch bei Geeks beliebtes Spielzeug, mit dem man Schaumstoffpfeile auf einander (oder auf Ziele) schießt, um in ein Kartenspiel? Wie viel Nerf-Feeling kann das Spiel überhaupt transportieren?

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Mein Scharrrtz!

Playa Pirata!

Playa PirataPiraten gibt es auch heutzutage noch – wenn auch von dem romantisch verklärten Bild in der Realität wenig übrig geblieben ist. Einmal abgesehen von den Feuerwerkskörpern, dem Segelflugzeug und der Segelbootklasse sieht man Piraten heutzutage vor allem vor den Küsten von Somalia, Nigeria, Bangladesh, Indonesien und Südamerika – seit letztem Donnerstag werden sie aber auch vermehrt in Deutschland gesichtet. Allerdings wird erwartet, dass diese Sichtungen zeitlich begrenzt sind und bereits am Mittwoch wieder abflauen werden.

Eher das verklärte Bild vom Piraten, der seinen Schatz auf einer einsamen Insel vergräbt, wird beim Spiel Playa Pirata gezeichnet, das beim Festival in Lucca den Preis für das beste noch nicht herausgegebene Spiel errang – ein Wettbewerb, der jährlich abgehalten wird, und bei dem ein Spiel mit ganz bestimmten Eigenschaften eingereicht werden kann. Neben dem Spielmaterial (maximal 110 Karten, nur minimale andere Materialien) muss auch jeweils ein Thema erfüllt werden, für den 2013er Wettbewerb – der dann 2014 produziert und herausgegeben wurde – war das Thema “X”. Und “X” markiert die Stelle wird – außer von Prof. Jones – allgemein immer noch geglaubt.

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Pfahlbauten

Wakanda

WakandaEinmal alle hundert Monde treffen sich Mitglieder zweier Stämme, um neue Totems zu schaffen. Diese Totems repräsentieren die Eigenheiten der sechs Dörfer, in denen diese Stämme leben. Natürlich wollen beide Stämme die Eigenheiten ihrer eigenen Dörfer herausstellen, wobei diese Dörfer bei jedem Wettbewerb auch die Stammeszugehörigkeit wechseln können.

Das ist grundsätzlich die Story hinter Wakanda von Blue Orange, bei dem man diese Totems baut und die Dörfer verteilt. Zwei Spieler spielen hierbei gegeneinander, und versuchen, sich gegenseitig die wertvollsten Totems abzujagen – wobei für beide Spieler verschiedene Symbole auf den Totems wertvoll sind.

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Farbverlängerung

Continuo

Dieses Spiel machte ein wenig Probleme – weil sich zunächst niemand finden ließ, der es überhaupt testen wollte. Als ich es bei unserer Testrunde auspackte, war die Reaktion etwa wie folgt.

“Ist das nicht früher einmal bei Schmidt erschienen?”

“Ja, genau das Spiel ist es. 1982 bei Schmidt, und in den 90ern noch einmal bei Amigo. Ich weiß allerdings nicht. Inwieweit…”

“Dann bin ich ‘raus. Das Spiel ist so was von langweilig.”

“Wieso das denn?”

“Reines Glücksspiel. Da können wir noch besser Snakes and Ladders spielen.”

“Bist Du sicher? Vielleicht hat man da ja etwas gegenüber den Originalregeln verändert, wenn es denn wirklich so schlecht war.”

“Ich kann mir nicht vorstellen. Dass man da etwas retten könnte. Aber na gut.”

“Wieso legst Du schon Plättchen aus?”

“Weil das so in den Regeln steht.”

“Aha. Naja, ich neh … he, was soll das?”

“Laut Regel nur ein Plättchen.”

“Wir haben immer mit drei gespielt. So hat man wenigstens ein wenig Auswahl.”

“Aber so stand es meines Wissens nie in der Regel.”

“Nicht? War dann wohl eine Hausregel. Ist aber auch damit noch langweilig.”

“Schon ‘mal ohne Hausregeln gespielt? Erinnere Dich an Monopoly.”

Ja, es scheint tatsächlich so zu sein (nach einer nicht-repräsentativen Rundfrage unter einigen Bekannten), dass Continuo zu den Spielen gehört, die von den meisten nur mit Hausregeln gespielt werden, während die Originalregeln zumindest in meinem Bekanntenkreis eher unbekannt sind. Interessanterweise wird diese Hausregel-Version bei Boardgamegeek nur einmal kurz angesprochen, ob wohl es dort noch eine andere Variante gibt, die ich weiter unten noch kurz ansprechen werde.

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Nicht in Epsom

Monster Derby

Monster DerbyMeine Damen und Herren, willkommen beim diesjährigen Monster Derby. Wie jedes Mal stehen wieder achtdreijährige Wesen an der Startlinie, die sich über einen Geländeparcours ihren Weg ins Ziel suchen werden – wobei Angriffe auf die Konkurrenten nicht nur legal, sondern von den johlenden Zuschauern sogar erwünscht sind. Und ob diese Zuschauer mit ihren Drillingswetten auch noch etwas gewinnen werden? Nun, wir werden sehen.

So oder so ähnlich kann man sich den Spielstart bei Monster Derby aus dem Hause Gorilla Games vorstellen, das Mitte 2013 über Kickstarter finanziert wurde und im Dezember 2013 in die Läden kam. Wir haben auf der SPIEL 2014 ein Rezensionsexemplar erhalten.

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Zufallstests

Monster Hero Academy

Monster Hero AcademyEin Lehrer an der Monster Hero Academy hat es nicht leicht. Viermal im Jahr werden die Schü´ler einem Test unterzogen, und von deren Abschneiden hängt auch das Ansehen des Lehrers ab. Hinzu kommt, dass es bei einigen der Test besser für das Ansehen ist, den zweit- oder drittbesten Schüler in den Ring zu schicken.

Hinzu kommt, dass einem die Kollegen die Tests erschweren, indem sie Gegner schicken, die unter bestimmten Bedingungen wieder Ansehen kosten. So steht erst am Ende des vierten Tests fest, wer die meiste Reputation gewinnen konnte.

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Auf dem Wochenmarkt

Frischfisch

FrischfischIn Fliemen an der Flaupe ist Wochenmarkt. Wie in diesem verträumten, kleinen Städtchen üblich, werden viele der Stände von Privatleuten aufgebaut, die Kleinkram aus ihren Häusern anbieten. Damit das aber nicht ganz zu einem Flohmarkt verkommt, gibt es noch ein paar wenige berufliche Marktkrämer, die ebenfalls ihre Stände auf dem Markt aufbauen. Natürlich versuchen sie, die Lieferwege zu ihren Lieferwagen möglichst kurz zu halten, aber das wird schwierig, weil die lieben Konkurrenten das ebenfalls versuchen, und weil die Privatleute ihre Stände einfach irgendwo hin stellen, wodurch bereits geplante Wege verbaut werden und man womöglich lange Umwege machen muss. Und nicht immer klappt es, dass man gut gelegene Parzellen reserviert – die Marktaufsicht kann diese Reservierungen auch wieder zunichte machen.

So (oder so ähnlich) ist die Situation beim Spiel Frischfisch aus dem Haus 2F-Spiele. Friedemann Friese hat dieses Mal ein altes Spiel neu aufgelegt, und dabei die Regeln gründlich überarbeitet. Da die Originalregeln auch mitgeliefert werden, kann man auch sehen, wo sich etwas geändert hat – zumindest, was die Regelmechanismen angeht. Nicht erwähnt wird, dass im Original eine Stadt gebaut und die Gebäude mit Fisch, Strom, Benzin und Spielen versorgt werden sollten. Das neue Thema – der Aufbau eines chaotischen Wochenmarktes, passt meiner Meinung nach irgendwie besser zum Spiel.

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