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Gelidus

20192019: The Arctic

Eines der letzten Gebiete, dessen Reichtum an Bodenschätzen bislang nahezu unangetastet geblieben ist, ist die Arktis. Langsam aber sicher beginnen jetzt die Gesellschaften, die Bodenschätze ausbeuten, damit, sich für die Arktis zu interessieren. Hierbei werden sie aber nicht nur durch das schlechte Wetter behindert, sondern oft auch durch die hohe Politik, denn das Gebiet rund um den Pol ist teilweise umstritten, teilweise sind die Besitzverhältnisse auch nicht so deutlich, wie man sich das wünschen könnte.

Um die hierdurch zu erwartenden Auseinandersetzungen um die Bodenschätze – sowohl aus wirtschaftlicher wie aus politischer Sicht – geht es im Spiel 2019: The Arctic, das von dem polnischen Verlag Sinonis hergestellt wird, und in Deutschland neuerdings auch vom Schwerkraft-Verlag importiert und vertrieben. Die deutsche Ausgabe entspricht laut Schwerkraft-Verlag bis in die Einzelheiten der Originalausgabe (wird vom selben Hersteller hergestellt), der einzige Unterschied ist die Sprache der Spielanleitung. Wir haben unser Rezensionsexemplar schon etwas länger, unserer Rezension liegt also die englische Version in zweiter Auflage zugrunde – die genau wie die deutsche Ausgabe verbessert hergestellte Spielfiguren hat.

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Aleas iactare

JakHigJackal & High

Zoch ist ein Verlag, der bekannt ist für Spiele, die wie Kinderspiele aussehen, die aber auch Erwachsenen viel Spaß bereiten können. Weniger bekannt ist, dass der Verlag auch richtige Familienspiele herstellt, wie zum Beispiel das an dieser Stelle bereits besprochene Mille Grazie. Irgendwo zwischen diesen beiden Optionen liegt Jackal & High, das sich von der Verpackung her in diesem Bereich nicht festlegt, obwohl das Motiv gut zum Spiel passt.

Auf der Schachtel (Format: ca. 13 cm×13 cm×4 cm) sieht man zwei … naja, es sollen Schakale sein, auch wenn sie mich in der Farbgebung eher an Koyoten erinnern – gerade der vordere hat eine typische Fellzeichnung für einen nordamerikanischen Koyoten. Der eine der beiden hat eine Karte in der Pfote, der andere drei Würfel, die dem unbedarften (und unwissenden) zufälligen Betrachter verformt vorkommen. Wer genauer hinsieht, stellt fest, dass auf den dreieckigen (!) Seiten wohl auch die Zahl 7 zu sehen ist, was den Schluss zulässt: es handelt sich hierbei um achtseitige Würfel. Heutzutage auch bei Nicht-Rollenspielern nicht mehr absolut unbekannt, aber dennoch selten.
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Animalis Rotare

bimbammBim Bamm!

Drei Hasen in der Abendsonne ist ein neuer Verlag, dessen Spiel Sonne und Mond ich bereits vor einiger Zeit besprochen habe. Allerdings erschien neben diesem Spiel noch ein zweites, mit dem lautmalerischen Titel Bim Bamm!. Der Titel lässt eher vermuten, dass man ein reines Kinderspiel vor sich hat – was allerdings nur teilweise stimmt.

Auch das Aussehen und Format der Schachtel scheinen diese Vermutung zu unterstreichen: Die Schachtel hat mit etwa 13 cm×13 cm×4 cm ziemlich genau dieselbe Größe wie beispielsweise Jackal & High von Zoch (Rezension dieses Spiels in den nächsten Tagen).

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Via Ferrata

heisenbahnHöchste Eisenbahn

Vom Adlung-Verlag kommt das Spiel Höchste Eisenbahn, ein extrem schnelles Spiel um Züge. Adlung hat ja jedes Jahr verschiedenste neue Spiele im Angebot, von Wirtschaftssimulationen bis hin zu Reaktions- und Geschicklichkeitsspielen, und jedes einzelne basierend auf einem für dieses Spiel speziellen Kartendeck. Wo es bei Haflinger & Co. um Pferde geht, stehen hier, wie der Name bereits vermuten lässt, Eisenbahnen im Brennpunkt des Geschehens. Und natürlich funktioniert das ganze Spiel auch ganz anders.

Man versucht, möglichst lange Eisenbahnzüge zu bauen, wobei längere Züge besser sind. Allerdings sind gewisse Regeln zu beachten, was das ganze wiederum erschwert.

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Ostermitbringsel

Kleinigkeiten zum Osterfest

Ostern ist ja ein Fest, zu dem sich manche Familien treffen, was von den jüngeren Familienmitgliedern meist mit weniger Enthusiasmus begrüßt wird als von den älteren. Schon alleine deshalb muss man sich etwas einfallen lassen, damit die Langeweile nicht Überhand nimmt.

Aber den meisten Leuten fällt außer der Ostereiersuche (und eventuell einem Osterspaziergang – der auch nicht unbedingt ungeteilte Begeisterung erfährt) nur wenig ein, was man den Kleinen anbieten kann. Wie wäre es daher mit ein paar Brettspielen, die man schnell ausdrucken kann, und die nicht allzu schwierig sind?

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Runde Sache

BusenMemoBusen-Memo

In Berlin gibt es einen Herausgeber von ‘schrägen’ Artikeln, der als Grußkarten- und Werbegeschenk-Hersteller begann, aber inzwischen ein wesentlich breiteres Sortiment hat. Von Brillenputztüchern über Eierbecher bis hin zu Buchstützen, Lampen und Spielen – das Ungewöhnliche ist hier Programm.

Im Bereich Spiele gibt es neben einer Reihe Loriot-Artikel und Büchern mit jeweils 52™ Spielvorschlägen unter anderem auch ein Memo, das schon von der Aufmachung her ein Hingucker ist – oder zumindest verwirrte und überraschte Blicke hervorrufen dürfte. Der Titel des ganzen ist Busen-Memo.

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Terminkalender

TzolkinTzolk’in

Es klingt fast wie die Antwort auf die Frage “Wer hat den Herrn der Ringe geschrieben?”, ist aber ein Brettspiel. Die Rede ist von Tzolk’in, einem Brettspiel der Czech Games Edition, das in Deutschland und in deutscher Version von Heidelberger hergestellt und vertrieben wird.

Auf einem ‘Maya-Kalender’ werden Arbeiter eingeteilt, die verschiedensten Aktionen durchzuführen, damit den Göttern Ehre zuteil werde, aber gleichzeitig der eigene Stamm nicht verhungert. Je länger ein Arbeiter an einer Aktion tätig ist, desto besser ist das Resultat – es sei denn, dass man zu lange gewartet hat, denn dann ist der gesamte erzielte Gewinn wieder verloren. Leider finden die Götter auch nicht alle Aktionen gleichermaßen prickelnd, so dass man aufpassen muss, wann man welche Aktion plant.

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Auf der Zielgeraden

homestretchHome Stretch

Pferderennen sind ein sehr beliebtes Thema für Brettspiele – es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht irgendwo ein neues Spiel zu dem Thema erscheint. So haben wir beispielsweise voriges Jahr auch Horse Fever rezensiert, auf der letzten SPIEL war es dann RnRGames, die mit Home Stretch ein Spiel zum Thema vorstellten.

Der Verlag, der in Tampa, Florida beheimatet ist, gibt als Erscheinungsdatum des Spiel auf der eigenen Webseite zwar 2013 an, aber so weit ich weiss, war das Spiel bereits seit November in den USA verfügbar – und in Essen wurde es auch verkauft.

Wer sich mit Pferderennspielen auskennt, erinnert sich vielleicht noch an ein uraltes Spiel namens Across the Board, das in den 70er Jahren verkauft wurde. Leider ist mein Exemplar bei den verschiedenen Umzügen, die ich seither mitgemacht habe, im Laufe der Zeit vernichtet worden, aber an das Spiel erinnere ich mich noch. Und Home Stretch erinnerte mich in einigen Bereichen stark an Across the Board.
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Aufgänge

SonneMondSonne und Mond

Wenn die Sonne oder der Mond aufgeht, ist das für manche Leute auch heute noch ein halbes Wunder. Seltsamerweise werden allerdings eher die Untergänge (besonders die Sonnenuntergänge) romantisch verklärt betrachtet, besonders wenn sie mit einer (eigentlich Schlechtwetter ankündigenden) Rotfärbung des Himmels einhergeht. Bei Sonne und Mond vom Verlag Drei Hasen in der Abendsonne geht es aber um den Aufgang der betreffenden Himmelskörper.

Es scheint ja auch ganz einfach zu sein: Beim Aufgehen steigt die scheinbare Position der Körper am Himmel immer weiter an. Es sollte also ganz einfach sein, diese Reihenfolge auch anzuwenden. Leider aber spielen einem hierbei die Mitspieler immer wieder einen Streich und machen einem einen Strich durch die Rechnung – Sonnen- und Mondfinsternisse sind hier nicht interessante Phänomene, sondern ziemlich ärgerliche Unterbrechungen.

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Demenzgefahr

aristoAristoocrazy

Der Adel im Mittelalter hatte es nicht leicht, passenden Nachwuchs zu zeugen. Nicht nur, dass man ständig auf der Hut sein musste, sich nicht unstandesgemäß zu verbinden, drohten auch noch alle möglichen Krankheiten, die aus dem doch ziemlich beschränkten Genpool resultierten. Historisch waren es wohl vor allem erbliche Demenz und die Bluterkrankheit, die sich durch die… nun, manchmal schon arg esoterischen Regeln festsetzen konnten, die der Adel für sich festgelegt hatte.

Derartige Probleme haben auch die Adligen im Spiel Aristoocrazy von Jiras Games aus Prag. Die Tschechen wollen mit dem Spiel laut Schachteltext eine “witzige mittelalterliche Welt” und “eine lustige Seite der damaligen Lebensverhältnisse” darstellen. Bei derartigen Sätzen auf der Schachtel werde ich immer misstrauisch: Zu oft kann ein Spiel dann weder das Versprechen halten, lustig zu sein, noch die Basisforderungen an ein spielbares Spiel erfüllen. So war ich denn auch eher gespannt, was mich erwartet.

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