Tag Archiv für auch für 2

…etwas mehr auf dem Kerbholz gefällig…?

Mea Culpa
Dass sich 2017 die Reformation zum 500. Mal jährt, ist auch diversen Spieleverlagen aufgefallen – dementsprechend gab es das ein oder andere Spiel zum Thema „Luther“, oder zumindest drumherum – so auch dieses hier:

Der Zoch-Verlag nimmt die Mißstände der damaligen Zeit, die Martin Luther damals anprangerte, ganz bewußt satirisch-sarkastisch aufs Korn. Bei Mea Culpa geht es darum, die eigene Seele vor der Hölle zu retten – und das geht nun mal nur durch Ablaßbriefe, wie der brave Christenmensch ja weiß. Da es aber gar nicht so einfach (und schon gar nicht billig) ist, an diese zu gelangen, reicht es vielleicht ja auch, einfach weniger zu sündigen als all die anderen Sünder…?

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Vielflieger

Jumbo Jets Erweiterung zu Jet Set

Wenn man auf der Spiel einen Stand sieht, auf dem die Chefs laute Hawaiihemden tragen, ist die Chance groß, dass der Stand nicht von einem Hawaiianischen Verlag ist, sondern einem Verlag im nordwestlichen Bundesstaat Washington gehört. Wattsalpoag produziert seit langem schon Spiele, die man eher als Eurogames einstufen muss, mit entsprechend hoher Qualität.

Jumbo Jets ist hierbei eine Erweiterung des von uns bereits rezensierten Jet Set – eigentlich die zweite Erweiterung, aber die erste haben wir leider nicht zur Rezension erhalten.

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Juwelenblasen

Bubblee Pop

Spiele vom Match-3-Typus sind ja nicht unbedingt neu. Als kleine Zwischendurchspiele für den Computer beispielsweise bei Facebook gibt es sie seit einigen Jahren, das erste dieser Art war wohl „Bejeweled“. In unserer kurzlebigen Zeit dürfte wohl Candy Crush der0bBekannteste Vertreter dieser Art Spiele sein. Inzwischen haben sie auch das Smartphone erobert, und bereiten sich weiter aus – sogar auf dem Brettspieltisch ist man vor ihnen nicht mehr sicher.
Aus Frankreich – genasuer: aus der kleinen Gemeinde Moras, die nur ungefähr 500 Einwohner hat – kommt ein solches Spiel; der Verlag nennt sich Bankiiiz. Auch hier gibt es farbige Blasen, die auf einen Planeten herabfallen. Wenn hierbei Dreierreihen entstehen, lösen sich diese Reihen auf, und der Spieler erhält Punkte.

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Wenn Esel rennen

Donkey Derby

Der Verlag Franjos ist ja auf diesem Blog auch ein gerngesehener Gast; bekannt für relativ einfache Spiele mit wertigen Bestandteilen, häufig aus Holz. Leider schafft es der Verlag nur selten, mehr als ein Spiel in einem Jahr herauszubringen.

Gegeneinander zu rennen – oder andere Wesen gegeneinander rennen zu lassen – ist ein Zeitvertreib, dem die Menschheit seit vielen 1000 Jahren huldigt. Pferde, Schnecken, Strauße, Windhunde, Hamster – all diese Tiere „dürfen“ sich zum Vergnügen der Menschheit quälen. Gerade in Südeuropa werden auch oft Rennen veranstaltet von Tieren, die er dafür bekannt sind, sich störrisch allen Versuchen zu widersetzen, sie zu höherer Geschwindigkeit anzusparen: Esel. Und genau das ist das Thema dieses Spiels, bei dem man auf die schnellsten Esel auf der Bahn wettet.
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Darwin lässt grüßen…

Evolution – Der Einstieg

Wer das „Großspiel“ des gleichen Namens kennt, weiß zumindest, worum es hier geht: Nur die stärksten – oder auch am besten entwickelten – werden überleben, das wußte auch schon Darwin.

Schmidt Spiele präsentiert mit Evolution – Der Einstieg eine handliche, abgespeckte Version dieses Spiels, das sich recht flink spielt, und auch gerade neue Spieler, die sich vor großen Spielen vielleicht scheuen, eher ansprechen sollte – der Untertitel „klein und gemein“ passt sehr gut. In der handlichen kleinen Schachtel im Mitbringformat findet der geneigte Spieler:

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Fürstentum im Kartenformat

Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel

Ein Trend der jüngeren Vergangenheit ist es, beliebte Spiele, die aufzubauen ein etwas größerer Aufwand ist, oder die schlicht viel Platz zum Spielen erfordern, als Alternativversionen mit Würfeln oder Karten herauszubringen, die das Thema und auch zumindest in etwa das Spielprinzip beibehalten.

Ein schönes Beispiel dazu ist Die Burgen von Burgund – Das Kartenspiel aus dem Hause Ravensburger, respektive Alea. Das beliebte Gesellschaftsspiel, von eingefleischten Fans liebevoll „BuBu“ genannt, nun als reine Kartenversion, in einer handlichen kleinen Schachtel, und natürlich auch günstiger als das „Original“. Und was verbirgt sich in dem kleinen Karton?

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Kraterkraxelei

Haus der Sonne

Haus der Sonne ist die Übersetzung des Namens des Vulkans Haleakala aus dem Hawaiianischen. Und um eben diesen Vulkan geht es in diesem hübschen Zweipersonenspiel aus dem Hause Feuerland – die beiden Spieler übernehmen die Rollen von Schamanen, die Statuen möglichst hoch auf dem Hang des Vulkans aufstellen wollen, ohne dass diese von der Lava erwischt werden.

Wie wir es von Feuerland schon gewohnt sind, weiß das Spiel mit sehr ansprechender Artwork und schönem Material zu überzeugen. Das sicherlich etwas ausgefallene Thema wird dementsprechend recht anschaulich umgesetzt – ein Blick in die rechteckige Schachtel (nennen wir das jetzt Feuerland-Format?) zeigt, dass diese recht gut gefüllt ist:

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Mehr magischer Platz

Mage Wars Battlegrounds – Die Vorherrschaft

Wer Mage Wars spielt, kennt möglicherweise schon das Phänomen, dass sich der Basisspielplan zwar vorzüglich für Duelle eignet, aber bei Mehrspielerspielen oder Teamduellen ein paar Erweiterungen vertragen könnte…

Diesem „Problem“ wird mit „Battlegrounds – Die Vorherrschaft“ abgeholfen – in dieser Erweiterungsschachtel erhalten die Spieler eine Menge weiteres Zubehör, mit dem neue Szenarien möglich sind, und vor allem eine eigene modulare Arena gebaut werden kann – was eine Menge interessanter Möglichkeiten bietet.

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Jede Menge bunte Plättchen

Tintas

Schon seit mehreren Jahren rezensieren wir hier immer wieder sehr schöne kleine Spiele – meist für 2 Personen – des Verlages Gerhards Spiel und Design. Diese zeichnen sich stets durch sehr hochwertiges Material in einer sehr schlichten Verpackung aus, wie auch durch ein eigentlich einfaches Spielprinzip, das aber sehr viele Möglichkeiten offenlässt.

So ist das auch bei „Tintas“ – und irgendwie verwundert es mich, dass keine spanische Spielanleitung beiliegt, bedeutet das Wort doch nichts anderes als „Farben“ auf Spanisch. Und um Farben geht es auch – man möchte Spielplättchen der möglichst selben Farben einsammeln (und diese nicht dem Gegner überlassen).

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Feen drehen

Goblins Drool, Fairies Rule!

goblinsdroolFeen und Goblins haben eine ungewöhnliche Eigenschaft gemein: Wenn sie sich umdreht, wird aus einer Fee ein Goblin; umgekehrt wird aus einem Gobliin eine Fee, wenn er sich umdreht. Dieses hin und her stellt den Hauptmechanismus des Spiels Goblins Drool, Fairies Rule!dar, das vor einiger Zeit von GameSalute über Kickstarter finanziert wurde.

Da jeder Spieler die ihm zu Spielbeginn zugewiesenen Goblins durch liebliche Feen ersetzen will, hebt so ein munteres Feendrehen an.

In der Spieleschachtel befinden sich „nur“ 20 Karten und eine Spielanleitung auf Englisch. Die Karten zeigen jeweils auf der Vorderseite eine Fee und auf der Rückseite einen Goblin, zusätzlich je eins von vier Symbolen (Pilz, Kröte, Sonne und Mond) und den Namen der Fee bzw. des Goblin. Hierbei steht auf der Rückseite einer Pilzkarte immer eine Kröte und umgekehrt, das gleiche gilt für Sonne und Mond. Außerdem gibt es ein paar Karten, die zusätzlich rundum mit Sternen umgeben sind. Diese Sterne finden sich auf beiden Kartenseiten – oder nicht, je nach Karte. Die Karten sind hierbei sehr schön gezeichnet.
Zum Spielbeginn erhält jeder Spieler einen Goblin mit Sternen und drei „einfache“ Goblins, vier Feen ohne Sterne werden offen als Feenring in die Mitte gelegt. Die Karten jedes Spielers liegen auch offen, so dass jeder Spieler über die Karten seiner Gegner immer genau Bescheid weiß. Beginnend mit dem Startspieler (Startspieler-Witz: wer den Namen des Spiels am schnellsten aufsagen kann) hat jeder Spieler drei Dinge zu tun:

  1. Aus den eigenen Handkarten eine Karte in den Feenring spielen. Die Karte darf hierbei nicht umgedreht werden.
  2. Alle Karten umdrehen, die ein Wesen zeigen, dessen Name sich mit dem der gespielten Karte reimt. Da Vorder- und Rückseiten der Karten so verteilt sind, dass sie nie reimen, kann man das auch schnell kontrollieren.
  3. Zuletzt erhält der Spieler alle Karten aus dem Feenring, die das gleiche Symbol tragen wie auch die soeben in den Feenring aufgenommene Karte. Die neue Karte im Feenring wird aber nicht herausgenommen.

Wird eine Sternenkarte gespielt, werden alle Karten umgedreht ohne Berücksichtigung der Reime. Dies geht reihum so weiter, bis ein Spieler gewonnen hat.
es gewinnt, wer entweder alle Goblins aus der eigenen Hand losgeworden ist, oder sechs Feen auf der Hand hat. Ohne Goblins ist die Anzahl der Feen uninteressant, bei sechs Feen ist die Zahl der Goblins uninteressant.
Durch das stetige hin und her zwischen Feen und Goblins, das Umschalten der Symbole und die Wahl der zu drehenden Karten über die Reime kann man so einigermaßen planen, da man zumindest weiß, welches Symbol auf der Rückseite eine ausliegenden Karte steht. Leicht wird auch übersehen, dass man eine Karte nicht erst umdrehen muss, bevor man sie an mit gleichem Symbol an sich nehmen kann. Man kann mit den Reimschemata also einige interessante Effekte hervorrufen. Leider gibt es auch eine Konstellation, in der ein Spiel „festläuft“. Man muss immer aufpassen, dass man mehrere verschiedene Symbole auf der Hand behält, denn man kann nur Karten mit Symbolen erhalten, die man abgibt. Wenn man nur eine Symbolart hat, kann man nicht genug Karten sammeln, um zu gewinnen. Wer will, kann dies auch „vermeiden“, indem man Hände von fünf bzw. sechs Karten verteilt, und das Spielziel auf sechs bzw. sieben Feen erweitert
Für alle, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind, enthält die Spielregel auch einen Reimführer, in dem man im Zweifelsfall auch nachsehen kann.
Auch wenn das Spiel auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel wirkt, erfordert es doch eine ganze Menge Denkarbeit.
Man kann das ganze natürlich auch – als „Variante“ – mit umgekehrten Vorzeichen spielen: Hier sammelt man Goblins und will Feen loswerden. Am eigentlichen Spiel ändert sich hierdurch aber nichts.
Außerdem wird eine Solitärversion vorgestellt, bei der man mit einer Hand versucht, alle Goblins aus der Hand loszuwerden. Wer es noch schwieriger haben will, kann natürlich auch mit Händen von sechs oder sieben Karten im Solitär spielen.
Das Spiel ist ein nettes kleines Denkspiel, das auch in einer Spielerunde seinen Platz finden wird. Mit einer Spieldauer von einer guten Viertelstunde ist es auch als Aufwärmspiel gut geeignet. Als Absacker wegen der doch nötigen Denkarbeit allerdings eher nicht.

Hersteller Game Salute für Game-o-Gami
Autor David Luis Sanhueza
Künstler Mike Maihack, David Luis Sanhueza
Spieler 1-4
Denken 7
Glück 3
Geschicklichkeit 0
Preis ca. 7,99 €

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