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Roschachbo

Weekeewachee

Es gibt Spielmechanismen, die universal zu gelten scheinen.
So wird das klassische Papier-Stein-Schere – auch bekannt als Roschambo und Jan-Ken-Po – in einer Reihe von Brettspielen verwendet; zuletzt haben wir hier ein Spiel besprochen, dass eine etwas erweiterte Version dieser Regeln verwendet.

Anders als das verlinkte Spiel ist jedoch Weekeewachee ein rein abstraktes Denkspiel in der Tradition von Spielen wie Schach, Dame, Go und ähnlichen. Insbesondere gibt es bei diesem Spiel keinen Zufallsfaktor – man ist also rein auf sein Gehirnschmalz angewiesen.

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Aus dem Prager Umland

Böhmische Dörfer

Böhmen ist nicht nur die Heimat manch braven Soldaten, es ist auch bekannt für gutes Bier – und für ziemlich schwer verständliche Sprache. So sagt man gerne „das sind für mich böhmische Dörfer“, wenn man etwas nicht versteht, was sich darauf bezieht, dass die Ortsnamen der Dörfer in Böhmen für das deutsche Ohr gerne einmal etwas ungewohnt klingen.

Wer jetzt erwartet, in einem Spiel mit dem Titel Böhmische Dörfer ginge es jetzt beispielsweise darum, auf einer Landkarte entsprechende Orte zu finden, irrt. Stattdessen lässt der dlp-Verlag aus Herzogenrath die Spieler eher als Dorfschulzen oder Ältestenrat einer Schicksalsgemeinschaft mehrerer Dörfer selbige ausbauen, auf dass diese produktiv werden mögen

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Raumfahrt au Mouton

Edenia

Für raumfahrende Schafe gilt, dass das Gras auf anderen Planeten immer grüner ist – ganz besonders für die Schafe auf Arridis, einem Planeten, der komplett technisiert ist, und auf dem kein einziger Halm mehr wächst. Da Schafe sich nicht gerade zum Gärtner eignen, sind sie gezwungen, den Planeten zu verlassen und sich auf die Suche nach dem legendären Planeten Edenia zu machen, wo der Klee im Überfluss wächst.

Die Reise nach diesem mythischen Planeten ist das Thema dieses Brettspiels aus Frankreich. Mit schön gestalteten Raumschiffen erforschen die Schafe einen Raumsektor, der in jeder Partie anders aussieht. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, am schnellsten zu sein.Je nach Spielende sollte man zusätzlich Punkte gesammelt haben, indem man auf den Zwischenlandungen nach Hinterlassenschaften alter Rassen sucht.

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Kegelpinguine

Icecool

Der lettische Verlag Brain Games, der uns in den letzten Jahren immer wieder mit schönen neuen Spielideen überrascht hat, hat dieses Jahr endgültig den Vogel abgeschossen: einen flugunfähigen zwar (namentlich einen Pinguin), aber „Icecool“ ist tatsächlich (und meiner Meinung nach auch völlig zurecht) Kinderspiel des Jahres 2017 geworden. Dementsprechend ist es auch wenig verwunderlich, dass in Amigo ein deutscher Vertriebspartner gefunden wurde.

Das Thema ist insofern „eisig“, als dass das Spiel in einer Pinguinschule spielt, und diese natürlich auf Eisflächen errichtet ist. Die Pinguine sind aber alles andere als „brave“ Schüler, sondern vielmehr verfressen, und haben es auf ein paar extra Fische abgesehen.

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Domuno

Cross Roads

Ameisen zu beobachten kann für manchen eine spannende Beschäftigung sein. Hin und her, scheinbar in willkürlichen Zickzack, laufen sie durch die Gegend und es erscheint manch einem wie ein Wunder, dass sie den heimatlichen Bau noch wiederfinden. Allerdings orientieren sie sich hierbei an Duftspuren, die sie und ihre Artgenossen hinterlassen, die aber für uns ohne technische Hilfsmittel verborgen bleiben.
Ebenfalls in ständigem Zickzack legen die Spieler bei Cross Roads von der Game Factory ihre Karten ab. Und wie bei den „großen Vorbildern“ UNO oder Mau Mau können Sie auch hier versuchen, ihren Mitspielern zusätzliche Handkarten zuzuspielen.

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Bauchaos im Oval

Die Baumeister des Colosseum

Solange das Colosseum steht, steht auch Rom – so sagten es die alten Römer. Aber dazu muss es ja erst einmal gebaut werden, und genau das ist die Aufgabe der Spieler in diesem Spiel von Schmidt.

Bis zu vier Spieler sollen die passenden Rohstoffe organisieren, die notwendig sind, die jeweiligen Bauabschnitte zu bauen. Den entsprechenden Fortschritt kann man recht hübsch auf dem dreidimensionalen Spielplan erkennen – und auch, dass es immer schwerer, sprich aufwendiger wird, weiterzubauen. Die Spielschachtel dient sogar als Sockel für den Bauplatz – und darin findet sich eine ganze Menge Material:

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Werftpiraten

Piratoons

PiratoonsSo ein Pirat hat es nicht leicht. Immer auf der Flucht vor Abmahnanwälten und der GEMA, auf der Suche nach neuen Inhalten… Aber nein, bei diesem Spiel geht es nicht um moderne Piraten, sondern eher die romantisch-verklärten Piraten wie zum Beispiel Klaus Störtebeker, Jack Sparrow oder Captain Kidd. Der belgische Verlag Act in Games aus Brüssel, der seit zwei Jahren aktiv ist, ging 2016 mit dem Spiel Piratoons an den Start.

Ungewöhnlich für das Thema ist allerdings, dass es in diesem Spiel nicht so sehr darum geht, Schätze auf einsamen Inseln zu vergraben oder wiederzufinden oder auch Handelsschiffe zu überfallen – die Piraten in diesem Spiel haben nicht einmal ein eigenes Schiff und müssen dieses im Rahmen dieses Spiels erst einmal bauen. Wer dabei das beste Schiff zusammenstellt, gewinnt.

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Gnomengewalt

Garden Gnomes: Violent Vendetta

Gartenzwerge gelten im allgemeinen eher als typisch deutsch. Daher ist es schon eher überraschend, dass ein Brettspiel zum Thema Gartenzwerge eben nicht aus Deutschland kommt, sondern aus Dänemark. Seit 2016 produziert Morten Norgaard unter dem Namen seines Orkkriegers bei Warhmmer Fantasy, Borzag, jetzt kleine, aber taktische Spiele, in denen oftmals eben Gartenzwerge die Hauptrolle spielen.

Der Winter kommt. Auch wenn Gartenzwerge (die auf Englisch als Gnome bezeichnet werden) nicht an Thronen interessiert sind, ist dieser Spruch dennoch für sie elektrisierend. Immerhin müssen Vorräte für den Winter gesammelt werden, und auch wenn ein einzelner Gartenzwerg nur wenig benötigt zum Überleben, herrscht zwischen den einzelnen Gnomclans ein erbitterter Wettstreit, wer sich am besten und schnellsten auf die kommende harte Zeit vorbereitet. Das Ergebnis ist eine gewalttätige Vendetta, wie auch der Titel des Spiels andeutet.

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Ganz scharf nachdenken

Sherlock

Frankreich ist als Spieleproduzent ähnlich umtriebig – gerechnet an der Größe des jeweiligen Landes – wie Deutschland, Japan, Finnland und Korea. Bemerkenswert ist vielleicht eher, dass Frankreich in der Regel absieht von Spielmaterial aus Plastik (was besonders Korea auszeichnet), und dass den Spielen oftmals Spielregeln in vielen Sprachen beilegen, was sogar in Deutschland nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Nun hat Frankreich sicher auch eigene Quellen, aus denen man Spielhintergründe schöpfen kann, für das Spiel Sherlock allerdings wird auf den klassischen "beratenden Detektiv" Sherlock Holmes zurückgegriffen, der aus Großbritannien stammt. Dabei ist es nicht einmal so, dass Frankreich keine eigenen literarischen Detektive hätte: eine klassische Figur war ja Arsène Lupin, der in seinem Romanen häufiger Kriminalfälle lösen musste, statt seinem Normalberuf – dem des Gentleman-Einbrechers – zu folgen. Zu der Geschichte, die hinter der Aufgabe in diesem Spiel steht, hätte jedoch ein anderer Kriminalbeamter noch besser gepasst: Maigret. In diesem Spiel geht es nämlich darum, durch befragen verschiedener Zeugen einen Täter zu finden.

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Jede Menge bunte Plättchen

Tintas

Schon seit mehreren Jahren rezensieren wir hier immer wieder sehr schöne kleine Spiele meist für 2 Personen des Verlages Gerhards Spiel und Design. Diese zeichnen sich stets durch sehr hochwertiges Material in einer sehr schlichten Verpackung aus, wie auch durch ein eigentlich einfaches Spielprinzip, das aber sehr viele Möglichkeiten offenlässt.

So ist das auch bei Tintas und irgendwie verwundert es mich, dass keine spanische Spielanleitung beiliegt, bedeutet das Wort doch nichts anderes als Farben auf Spanisch. Und um Farben geht es auch man möchte Spielplättchen der möglichst selben Farben einsammeln (und diese nicht dem Gegner überlassen).

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