Tag Archiv für Besprechung

Chipmusik

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S I L I C I UM

SILICIUMVor ein paar Wochen habe ich eine CD von Erdenstern besprochen, die im Rahmen des Crowdfundings für das Dresden Files-Rollenspiel finanziert wurde. Nach einer gewissen Wartezeit wurdet dieser Soundtrack auch als Internet-Download erhältlich. Ursprünglich sollte das eigentliche Rollenspiel nicht viel später an die Backer ausgeliefert werden, die warten aber m.W. immer noch…

Nachdem dieses Projekt auf Erdenstern-Seite abgeschlossen war, haben die Hamburger sich mit Elan auf ein neues Projekt gestürzt. Und so erschien vor kurzem – erst einmal wieder als Download über Bandcamp – das neue Album Silicium. Wenn man es aber lieber handfest hat: auf der Spiel in Essen soll es ebenfalls als CD verkauft werden.

Eigentlich wollte ich diese Rezension bereits Anfang diesen Monats veröffentlichen, allerdings kam mir da mehr oder weniger meine Reha in den Weg: die ganze Vorbereitungsarbeit, die ich damit hatte, verhinderte, dass ich diese Rezension schreiben konnte. Und so sitze ich „jetzt“ (während ich dies schreibe, nicht während ich dies hochlade – das WLAN ist hier nur in bestimmten Räumen verfügbar) in meinem Zimmer in der Klinik. Immerhin habe ich gerade keine Anwendungen, so das ich den Text in Ruhe vorbereiten kann. Hochladen werde ich ihn später. Eine Rehaverlängerung (bis Mitte Oktober) wurde mir bereits versprochen; sollte die Reha weiter verlängert werden, hoffe ich, für einen Besuch auf der Messe (die glücklicherweise nicht allzu weit entfernt ist) einen freien Tag zu erhalten.

Immerhin hatte ich inzwischen genug Zeit, mir die Tracks anzuhören und eine eigene Meinung zu bilden.

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Von Null auf Held

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Runebound

Descent, RuneWars, Rune Age … es gibt eine ganze Reihe von Spielen von Fantasy Flight Games, die in der gleichen Welt spielen. Manchen Spielern macht es besonders viel Spaß, wenn sie bereits bekannten Figuren wieder begegnen können. Und so kann man auch in Runebound wieder die Reiche von Terrinoth bereisen und dort Abenteuer erleben – allerdings in einem ganz anderen Maßstab als beispielsweise bei Descent.

Bis zu sechs Helden machen sich so auf die Reise, einen Erzschurken zu besiegen. Sie gehen auf Christen, erforschen unbekannte Gegenden und Ruinen und erleben verschiedenste Abenteuer. Zu Spielbeginn ausgerüstet mit nur wenigen Fähigkeiten und Goldstücken, können Sie über diese Abenteuer Gold und bessere Ausrüstung erwerben und ihre eigenen Fertigkeiten trainieren, bis sie schließlich am Ende den großen Bösen (den untoten König Vorakesh oder den Drachenlord Margath) bekämpfen können. Bis dahin schwebt über ihnen aber wie ein Damoklesschwert ein – je nach Szenario – mehr oder weniger enger Zeitrahmen, bevor dieser Gegner das Land erobert.

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Es dieselt

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Xibalba

Man hat es nicht leicht als Autor. Kaum hat man sich bewusst für eine bestimmte Stilrichtung oder ein Genre entschieden, schon schwingt die öffentliche Meinung um – und auch die Politik macht dabei mit. So haben es beispielsweise zur Zeit Produkte schwer, die ihre Ästhetik aus der ersten Blütezeit der Verbrennungsmotoren und Schwerindustrie beziehen, die man in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts ansiedeln würde – sich in der Optik beispielsweise an Chaplins Moderne Zeiten anlehnend. Wenn dazu dann noch übernatürliche Erscheinungen kommen (so dass beispielsweise auch Indiana Jones hierunter fallen würde), landet man schnell bei einem Verwandten des Steampunk, der nach den aktuellen Abgasskandalen in Verruf gekommen ist: dem Dieselpunk.

Ein apokalyptisches Dieselpunk-Setting bietet beispielsweise auch Xibalba aus dem Hause Voodoo Games, das exklusiv über Heidelberger vertrieben wird. Der Bischofsheimer Verlag, der laut eigenen Angaben tatsächlich am 1. April 2014 gegründet wurde, bietet ein Spiel, das sich im Hintergrund und Spielmechanismen nahtlos in die Dieselpunk-Optik des Spielmaterials einfügt – ohne dass man erst noch irgendwelche Zahnräder oder Getriebeteile "schmieren" müsste, weil sich alles nahtlos einfügt

im ewigen Eis wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein mysteriöses Bauwerk gefunden – und in diesem Bauwerk eine ungewöhnliche Substanz, die man "Paragon" nannte und die beispielsweise die Effektivität von Diesel in Verbrennungsmotoren um ein Vielfaches steigerte. Ab diesem Moment geriet die Geschichte auf ein Nebengleis zu unserer, mit einer Allianz des britischen Premiers, des deutschen Kaisers und des russischen Zaren als SKA, eine militärisch absolut dominante Weltmacht. Gegen diese stellten sich die "Castorrebellen" in den USA, die Brigade Rouge in Frankreich, die Bruderschaft Shikai, die Qasyun Djinns im Nahen Osten – bis schließlich Außerirdische die sich Cha'ac nannten, erwachten und versuchten, die Welt zu erobern. Außerdem mischen noch die Emberghasts mit, Menschen, die gegen die Gefahren des Paragon immun sind, und die verlorene Armada, moderne Korsaren, die sich auch gerne küstennahen Ortschaften bereichern.

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Mehr von Darwin

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Evolution: Plantarum / Variation

Es gibt Spiele, deren Namen irreführend sein können, weil das Spiel selbst nichts mit dem Namen zu tun hat. Ähnlich irreführend ist es aber auch, wenn ein Spiel (zufälligerweise?) den gleichen Namen hat wie ein anderes Spiel eines anderen, womöglich bekannteren Herausgebers, so das man denkt, es handele sich um ein anderes Spiel als man gerade vor sich hat.

Ein Paradebeispiel hierfür dürfte dieEvolution-Reihe des russischen Verlags RUGames(RightGames) darstellen: vom Namen her ist nicht nur eine Verwechslungsgefahr mit dem Spiel von NorthStarGames gegeben, noch bekannter als Herausgeber eines gleichnamigen Spiels dürfte aber Schmidt Spiele sein, die ein großes Brettspiel und als der Einstieg auch eine kleine schnelle Version ihres Brettspiels im Programm haben. Hier geht es allerdings jetzt zwei Erweiterungen des russischen Spiels, dem man anmerkt, dass es von einem Wissenschaftler gemacht wurde: die Basisversion und einige frühere Erweiterungen haben wir bereitsfrüher besprochen, so das ich hier nur kurz auf die Veränderungen durch die beiden neuen Erweiterungen eingehen möchte.

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Augenschmaus

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Crystal Twister

Am Produktfoto (zur Zeit der Veröffentlichung das Reklamefoto, das aber sehr gut den Artikel trifft; ein eigenes wird nachgeliefert, sobald ich den Tisch wieder zur Verfügung habe) kann man es bereits erkennen: Heute geht es um einen optisch besonders ansprechenden Würfelturm. Nach den letzten Tests von Würfeltürmen wurde ich um meine Meinung zu einigen anderen gefragt. Deshalb habe ich mich auch umgesehen, und dabei fiel mir unter anderem eben der Crystal Twister von Blackfire ins Auge.

Der Crystal Twister gehört in die recht große Gruppe der Türme, die man erst noch zusammenbauen muss – Das Transportrisiko, wenn man den zusammengebauten Turm einem Paketdienst anvertrauen würde, wäre einfach zu hoch.Außerdem ist der Turm relativ groß, was in zusammengebauten Zustand zu ungewöhnlich hohen Versandkosten führen würde. Unter den nicht fertig montierten Türmen gibt es noch einmal zwei Gruppen: zum einen Türme, bei denen man für den Zusammenbau die Teile miteinander verkleben muss (verschrauben, mit Magneten fixieren und ähnliches zähle ich einmal ganz brutal dazu) und zum anderen Türme, die bereits aus eigener Kraft stehen können. Und man beachte: auch wenn ein Turm als" kein Leim notwendig" verkauft wird, heißt das nicht unbedingt, dass man die Einzelteile nicht zusammenkleben sollte.

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Mr. Bligh bitte melden!

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Jolly Roger

Das Bild des Piraten ist historisch vielfach romantisch verklärt. Insbesondere Geschichten wie Die Schatzinsel, Filme wie König der Freibeuter oder auch Fluch der Karibik, Brettspiele wie Korsaren der Karibik oder auch Anime wie beispielsweise One Piece oder auch Wickie und die starken Männer (auch wenn diese Serie seinerzeit nicht als Anime wahrgenommen wurde) sorgen noch heute dafür, dass man sich ein geschöntes Bild von Piraten macht.

Um genau diese Art von Piraten – weder um moderne Hochseepiraten noch um elektronische Datenpiraten – geht es auch im Spiel Jolly Roger – Klar zum Entern!, das gemeinsam vom italienischen Ares-Verlag und vom Heidelberger Spieleverlag veröffentlicht wurde. Als Mannschaft eines Piratenschiffs überfallen die Spieler Schiffe und Häfen, machen Beute, vergraben diese auf Inseln – und meutern, wenn sie die Gelegenheit für günstig erachten. Natürlich ist das Ziel dabei, möglichst viele und/oder wertvolle Schätze für sich selbst zu gewinnen.

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Sparsam mit Turm

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Roll & Play: Geizen

GeizenDies ist sozusagen eine Doppel-Rezi. Ein wesentlicher Bestandteil des gelieferten Spiels ist nämlich ein Würfelturm, der gleichzeitig als Spieleverpackung dient.

Nachdem wir kürzlich ein paar Würfeltürme von Warmage besprochen hatten, erreichten mich über E-Mail Fragen, ob wir nicht mehr Würfeltürme besprechen könnten, insbesondere solche mit besonderer Technik oder besonderem Aussehen. Unter anderem plane ich bereits, einen runden Würfelturm mit einer Wendeltreppe zu besprechen, außerdem hoffe ich, in Kürze einen sehr schön gestalteten Würfelturm, ich glaube aus Hartgummi, zur Besprechung vorliegen zu haben. 'Mal sehen, welche weiteren Würfeltürme sich noch so bei mir ansammeln können.

Die Reihe Roll&Play von Schmidt Spiele ist zwar schon etwas älter, aber noch immer im Handel zu finden (laut Auskunft der Pressevertretung seien dies Restexemplare, die Reihe werde nicht mehr hergestellt) In der Produktbeschreibung wird explizit darauf hingewiesen, dass die Verpackung gleichzeitig als Würfelturm dient. Uns speziell hat ein Exemplar des Spiels Geizen vorgelegen, dass wir deshalb auch gleich mit besprechen wollen

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Roschachbo

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Weekeewachee

Es gibt Spielmechanismen, die universal zu gelten scheinen.
So wird das klassische Papier-Stein-Schere – auch bekannt als Roschambo und Jan-Ken-Po – in einer Reihe von Brettspielen verwendet; zuletzt haben wir hier ein Spiel besprochen, dass eine etwas erweiterte Version dieser Regeln verwendet.

Anders als das verlinkte Spiel ist jedoch Weekeewachee ein rein abstraktes Denkspiel in der Tradition von Spielen wie Schach, Dame, Go und ähnlichen. Insbesondere gibt es bei diesem Spiel keinen Zufallsfaktor – man ist also rein auf sein Gehirnschmalz angewiesen.

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Aus dem Prager Umland

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Böhmische Dörfer

Böhmen ist nicht nur die Heimat manch braven Soldaten, es ist auch bekannt für gutes Bier – und für ziemlich schwer verständliche Sprache. So sagt man gerne „das sind für mich böhmische Dörfer“, wenn man etwas nicht versteht, was sich darauf bezieht, dass die Ortsnamen der Dörfer in Böhmen für das deutsche Ohr gerne einmal etwas ungewohnt klingen.

Wer jetzt erwartet, in einem Spiel mit dem Titel Böhmische Dörfer ginge es jetzt beispielsweise darum, auf einer Landkarte entsprechende Orte zu finden, irrt. Stattdessen lässt der dlp-Verlag aus Herzogenrath die Spieler eher als Dorfschulzen oder Ältestenrat einer Schicksalsgemeinschaft mehrerer Dörfer selbige ausbauen, auf dass diese produktiv werden mögen

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Raumfahrt au Mouton

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Edenia

Für raumfahrende Schafe gilt, dass das Gras auf anderen Planeten immer grüner ist – ganz besonders für die Schafe auf Arridis, einem Planeten, der komplett technisiert ist, und auf dem kein einziger Halm mehr wächst. Da Schafe sich nicht gerade zum Gärtner eignen, sind sie gezwungen, den Planeten zu verlassen und sich auf die Suche nach dem legendären Planeten Edenia zu machen, wo der Klee im Überfluss wächst.

Die Reise nach diesem mythischen Planeten ist das Thema dieses Brettspiels aus Frankreich. Mit schön gestalteten Raumschiffen erforschen die Schafe einen Raumsektor, der in jeder Partie anders aussieht. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, am schnellsten zu sein.Je nach Spielende sollte man zusätzlich Punkte gesammelt haben, indem man auf den Zwischenlandungen nach Hinterlassenschaften alter Rassen sucht.

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