Tag Archiv für Besprechung

Raumschiffnahkampf

Raumschiffnahkampf

Outer Rim

Outer RimWir schreiben das Jahr … irgendwann. In den Tiefen des Weltalls haben sich zwei Völker als die Militärmächte etabliert: Tellurier und Kalmianer. Alle anderen haben sich der einen oder anderen Seite unterworfen, und zwischen diesen beiden besteht ständiger Kampf. Wann immer Raumschiffe beider Seiten aufeinander treffen, gibt s nur eine Reaktion: Kampf, bis eine Seite vernichtet ist.

Die beiden Spieler in Outer Rim finden sich auf den beiden Seiten dieses Konfliktes wieder. In einem winzigen Raumsektor stoßen zwei Raumschiffe aufeinander, und nur eines wird den Schauplatz wieder verlassen. Welches, liegt ganz bei den Spielern.

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Die schreibende Zunft

Extra! Extra!

Extra ExtraSelten einmal kann ich bei einer Rezension einen Kreis schließen. Einen recht kleinen, aber effektiven Kreis kann ich mit dieser Rezension so halbwegs zeichnen. Im Spiel Extra Extra von Mayfair geht es nämlich um die sogenannte „schreibende Zunft“. Abgesehen von der Bauchnabelbetrachtung ist dies der kleinstmögliche Kreis: ein Journalist schreibt über ein Spiel über Journalismus.

Viele Leute machen sich falsche Vorstellungen davon, wie es in einer Tageszeitung zugeht – das ist heutzutage zwar schon einiges besser geworden als früher, schon durch die Möglichkeiten der EDV im redaktionellen Prozess. Auch sind die Sitten in verschiedenen Ländern sicherlich ein wenig unterschiedlich, auch wenn manches durch die Technik bedingt ähnlich sein dürfte. Ein wenig kommt allerdings im Spiel Lou-Grant- oder auch Clark-Kent-Feeling auf, was man schon als gutes Zeichen betrachten darf.

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Auf ein paar Wörter

Wörterklauer

WörterklauerSpiele, bei denen Buchstaben in einem kreuzwortartigen Gitter ausgelegt werden, rufen oft die Reaktion hervor: "Ach, wieder eine Variante von Scrabble". Und oftmals ist die Verwandtschaft auch nicht zu leugnen.

Schon deutlich anders aufgesetzt ist Wörterklauer. Es it eigentlich kein neues Spiel: Bereits in der Mitte der '70er Jahre erschien dsas Alex-Randolph-Spiel auf Deutsch bei Ravensburger und ein Jahr später in Englisch bei Hallmark. Bei Ravensburger gab es noch eine zweite Edition, danach verschwand das Spiel für lange Zeit in der Versenkung. Bis es jetzt bei Steffen-Spiele neu aufgelegt wurde – mit minimalen Variationen im Material verglichen mit der Ravensburger-Version.

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Würfeltactic

Dicetto

DicettoEin Verlag, der sich ursprünglich auf Skandinavien richtete, aber im Laufe der Zeit sein Zielpublikum erweiterte, ist Tactic. In Deutschland ist er noch nicht vertreten, aber in den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und einigen anderen Ländern ist er bereits anzutreffen. Deutschland ist für ihn allerdings bisher nur als Veranstaltungsort der SPIEL auf der Landkarte.

Auf der letzten SPIEL drückte man uns am Stand des Verlages das Spiel Dicetto in die Hand. Die Schachtel ist beinahe würfelförmig und enthält, wie ein Blick durch ein Sichtfenster zeigt, Würfel. Was aber mit ihnen zu tun ist, wird auf der Verpackung nur unvollständig wiedergegeben. "Wird die Würfel, schau, welche Kombinationen auf den Karten stehen und versuche die besten Karten zu sammeln" – so weit (übersetzt) die Beschreibung auf der Rückseite sowohl in der englischen wie der niederländischen Version.

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In der Klapse

The Looney Bin

The Looney BinKlingt der Titel dieser Rezension wie ein Angriff auf 'political correctness'? Wenn ja, dann dürfte ich damit ein wenig den Tenor von The Kooney Bin getroffen haben, denn auch hier wird mit schwarzem Humor ein empfindliches Thema angesprochen. Heutzutage ist die Behandlung von geistigen "Abweichungen" deutlich weiter fortgeschritten als noch vor hundert Jahren, und auch in den letzten Jahren noch weiter entwickelt. Die Situation in der Anstalt des Spiels wirkt aber eher wie die im Arkham Asylum von DC zu Batman-Urzeiten, wo man wild experimentierte mit Elektroschocks, Hypnose, Drogen und anderen "Therapien", von denen einige heutzutage als diskreditiert gelten können.

Aber mit genau diesen Hilfsmitteln versucht man als Arzt, hier seine Patienten zu versorgen und zu heilen. Leider weiß man aber nicht, welcher Patient auf welche Therapie anspricht, und jeder Patient benötigt eine Kombination aus drei Therapien, bevor er als geheilt entlassen wird. Aber immerhin nehmen die Patienten Fehltherapien nicht übel, so dass man irgendwann doch auf die richtige Kombination kommen kann.

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Höhere Artistik

Voila

VoilaManchmal überraschen Verlage uns mit ihren Spielen – besonders, wenn wir von einem Verlag Spiele einer bestimmten Art gewohnt sind und dann auch erwarten, der Verlag dann aber etwas ganz anderes produziert. So geschah es dieses Mal u.a. bei den Letten von Brain Games. Eigentlich kennen wir sie ja als Produzenten von Spielen für Gelegenheitsspieler, bei denen das Denkvermögen gereizt wird. Ein 'echtes' Geschicklichkeitsspiel kennen wir von ihnen eher nicht.

Aber genau das ist Voila!, ein Spiel im Zirkusmilieu. Auf der Jagd nach Punkten verschiebt man Zirkusartisten und macht so manche anderen Stunts, wobei Geschwindigkeit und Geschicklichkeit wichtiger sind als große Denkleistungen. Spaß kann auch so etwqas machen – wir haben uns dies Spiel deshalb auch genauer angesehen.

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Flotter Dreier?

3 sind eine zuviel

3 sind eine zuvielAls ich das Spiel auspackte und die Spieler die Karten sahen, war die erste Reaktion: "Ist das 6 nimmt?" Die Vermutung mag naheliegend sein – einige Mechanismen ähneln denen des genannten Spiels -, aber 3 sind eine zu viel ist ein ganz eigenständiges Spiel, das nur oberflächlich dem Spiel um die Hornochsen ähnelt.

Auch hier legt man Karten in reihen an, und sortiert diese nach dem Wert, und wenn die Reihe zu lang wird – hier sind es allerdings fünf Karten -, muss / darf man Karten aus der Auslage nehmen. Bei der Endabrechnung heißt es dann aber: 3 sind eine zu viel.

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Absturz

Lost Legacy

Lost LegacyEs gibt Spiele, die sieht man, und will sie sofort spielen, und will sie dann auch immer wieder auf den Spieltisch packen. Dann gibt es solche, die kommen eher unscheinbar daher, und man merkt erst beim Spielen, hey, das kann ja richtig was.

Und dann gibt es Spiele, da ist das umgekehrt. Die sehen beeindruckend aus, machen neugierig, und wenn man sie dann gespielt hat… bestenfalls noch ein Gähnen, man ist schlicht enttäuscht. So ein Exemplar habe ich nach langer Zeit mal wieder vorliegen – und auch wenn es aus dem Hause Pegasus zu uns kommt, sind die Flügelpferde nicht schuld, sie haben es ja lediglich übersetzt (Das Original ist von Alderac).

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Kein Shakespeare

As you wish

As You WishWenn Wrestler Filme machen, ist das Ergebnis oftmals eher grausig – ich denke da an Filme wie Mr. Babysitter (Hulk Hogan), Santa’s Slay (Bill Goldberg), Abraxas, Guardian of the Universe (Jesse The Body Ventura) oder auch The Marine (John Cena). Ein paar gute Filme sind eher die Ausnahme, wie beispielsweise They Live (Rowdy Roddy Piper) oder auch Die Braut des Prinzen (The Princess Bride) mit André the Giant. Letzterer Film ist das Thema von einer Reihe von kleinen Kartenspielen aus dem Hause GameSalute.

GameSalute finanziert viele Projekte über Kickstarter, sowohl eigene als auch – ein wenig ähnlich der Spieleschmiede in Deutschland – für Dritte. Die eigenen Projekte hatten eine Zeitlang einen schlechten Ruf, weil sie sich teilweise extrem verspäteten, aber das hat sich mit der Zeit anscheinend gegeben: die drei Spiele in dem Projekt, bei dem auch As you Wish finanziert wurde, wurden absolut pünktlich ausgeliefert.

In dem Spiel geht man ganz klassisch auf eine Queste, ähnlich der in dem Buch und Film. Mit Zitaten und Bildern aus dem Film geht es auf die Reise, mit dem Ziel möglichst viele Punkte zu gewinnen – wobei jeder Spieler seine eigenen Ziele hat, was Punktelieferanten angeht. (Über Zitate gesprochen: "As You Wish" klingt ein wenig wie ein paar Titel von Shakespeare – As You Like It und What You Will…)

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Spion gegen Spion

Agent Undercover

Agent UndercoverDer Begriff "Partyspiel" wird oft falsch verwendet. Ich persönlich finde, dass ein Partyspiel mindestens fünf Spieler benötigen sollte und auch mit einer zweistelligen Anzahl Spieler noch gut spielbar sein sollte. Viele Verlage stempeln das Etikett "Partyspiel" aber schon auf alles, was mit mehr als sechs Spielern gespielt werden kann – und wenn dann noch mindestens drei Spieler dabei sein sollten, ist das Etikett beinahe schon automatisch zu finden.

So auch bei dem "kreativen und kommunikativen Partyspiel" Agent Undercover von Piatnik. Einer der Spieler ist ein Undercover-Agent, der nicht weiß, wo er sich befindet, und aus den Unterhaltungen der anderen Spieler herausfinden muss, wo er oder sie sich befindet. Die anderen Spieler müssen die Identität des Agenten herausfinden. Für das ganze haben beide Seiten acht Minuten zur Verfügung.

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