Tag Archiv für Besprechung

Gurken sind doch Rudeltiere

5GurkenFünf Gurken

Den Eindruck kann man zumindest bekommen, wenn man in die Schachtel von Fünf Gurken schaut – darin befinden sich nämlich, neben einer Anleitung in Deutsch und Englisch (anderssprachige Versionen gibt es bei Lizenznehmern im Ausland) 60 Karten, auf denen Gurken aufgedruckt sind, sowie 30 kleine Gurken aus Holz. Die Regeln kann man auch bei 2F-Spiele downloaden. Mehr hätte nicht in die Schachtel gepasst – die kleine Schachtel ist gut gefüllt, und somit eigentlich keine Mogelpackung. Wenn man aber genau hinschaut, ist sie das irgendwie doch, denn sie wiegt nie im Leben 555 Gramm (steht aber drauf – den Gag konnten sich 2F-Spiele wohl nicht verkneifen).

Worum also geht es? Das Spiel ist eine recht hübsche Umsetzung des skandinavischen Spiels Agurk, einem Stichspiel, bei dem es darum geht, den letzten der sieben Stiche nicht zu bekommen. Wer diesen doch mitnehmen muss, bekommt dafür Gurken – wie viele, das entscheidet die Karte, mit der dieser Stich mitgenommen wurde.

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Wer hat an der Uhr gedreht…

Geistesblitz5vor12GeistesBlitz 5 vor 12

…diesen Slogan kennen wir eigentlich eher von Paulchen Panther, aber der ist auch für den Geist Balduin gerade wichtig, denn für sein Rendezvous wird’s reichlich knapp… dementsprechend schnell sollte es im Spiel zugehen, und das tut es auch.

Möglicherweise kennt der geneigte Leser schon das erste Geistesblitz aus dem Hause Zoch – die originelle Idee ist hier weitergesponnen worden und kann nun um einiges komplexer gespielt werden. Wichtig, um hier punkten zu können, sind schnelle Auffassungsgabe, Konzentrationsvermögen, und auch gute Reflexe / Hand-Auge-Koordination, der Faktor Glück bleibt angenehmerweise quasi außen vor.

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Im Märzen der Bauer

KitchenGardenKitchen Garden

Das Wetter ist inzwischen so gut, dass die ersten Pflanzaktionen im Garten durchgeführt werden können. Auf der Heimfahrt in den letzten zwei, drei Nächten saßen am Straßenrand gleich dutzendweise Karnickel. Gegen 11 Uhr nachts zeigte das Thermometer bei uns noch zweistellige (positive) Celsiusgrade an. Zeit, auch einmal im Spiel in den Garten zu gehen.

Der russische Verlag Rightgames bietet mit Kitchen Garden ein Spiel für den Hobbygärtner, dem sein Kleingarten zu viel Arbeit ist und der nicht die Zeit noch die Muße hat, seinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Ganz ohne körperliche Mühen, ohne Graben, Säen, Eggen und was der gartenbaulichen Tätigkeiten noch mehr sind kann man hier seine Beete bestellen. Alles mit Karten.

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SchachSim

ColonialSpaceWarsColonial Space Wars: New Horizons

In den letzten Jahren hat Spanien eine wachsende Präsenz auf der SPIEL, einige Verlage sind inzwischen bereits Dauergäste, andere kommen jedes Jahr neu hinzu. Zum ersten Mal haben wir 2013 den (Selbst-)Verlag Vedra Games gesehen, der in der südandalusischen Stadt Granada beheimatet ist. Bei ihrem Erstling beziehen die Macher sich aber nicht auf die mehr als 2500 Jahre alte Geschichte der Stadt, sondern blicken in die ferne Zukunft, und in die Kriege, die dann geführt werden.

Wenn der Untertitel “New Horizons” vermuten lässt, dass es sich hier um eine Erweiterung oder ein Follow-Up zu einem früheren Spiel handelt (und auch wenn unter demselben Namen ohne den Zusatz bereits ein Jahr früher eine Version erschien), soll dies Spiel doch das erste einer größeren Reihe von Sets werden – es ist eine ‘verbesserte Auflage’ desselben Spiels, das ein Jahr früher bereits erschienen war. Laut offiziellem Hintergrund spielt das ganze um das Jahr 4645, nachdem Ende des 21. Jahrhunderts entdeckte Mineralien neue Fortschritte in der Technik möglich machten und den Menschen den Weg zu den Sternen ebneten. Inzwischen hat die Menschheit sich aufgespalten, und auch ersten Kontakt zu nichtmenschlichen Intelligenzrassen geknüpft – meist sind hierbei allerdings Waffen das Kommunikationsmittel der Wahl. Um diese Diskussionen (in der Grundbox zwischen den verschidenen Ästen der Menschheit und einer Alienrasse) geht es dann auch in dem Spiel.

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Mehr Mafia

omertaOmertà: Clan ohne Plan

BomBasta ist ein neuer Verlag aus… nun ja, Deutschland. Genauer kann ich es im Augenblick gar nicht sagen, denn auf der Schachtel von Omertà wird Bremen als Adresse angegeben, laut der Homepage des Verlages ist der Verlag aber in Konstanz beheimatet. Irgendwie passt diese Verwirrung allerdings zum Thema des Spiels, immerhin hält die Cosa Nostra sich ja auch immer gut versteckt…

Omertà ist ein Spiel, das über Crowdfunding finanziert wurde. Die Finanzierung wurde vom 29.11. 2012 bis zum 15.01.2013 bei Startnext durchgeführt, also leider kurz bevor Roachware begonnen hat, die wöchentliche Crowdfunding-Übersicht zu produzieren.

Im Spiel stehen zwei oder drei Clans der Ehrenwerten Gesellschaft gegeneinander, mit dem Ziel, die Kontrolle zu übernehmen, indem die Dons der anderen Clans ausgeschaltet werden. Das Problem ist nur, dass man zwar weiß, wer sich alles einmischt, aber leider nicht, auf welcher Seite – noch, wer die Dons sind. Klingt bekannt? Ja, die Situation ist aus anderen Spielen bekannt. Was ist das besondere an Omertà?

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Goblinkrieg

GoblinsEpicDeathGoblins: Epic Death

Die Goblins sind es satt, immer nur als Kanonenfutter für die Menschen verbraucht zu werden, und haben daher beschlossen zurückzuschlagen. Und so machen sich mehrere Goblinsippen auf, die Stadt der Menschen anzufallen. Neben den unvermeidlichen Prügeln, die die Goblins zu erwarten haben, locken die Fleischtöpfe der Stadt und ewiger Ruhm.

Das ist der Hintergrund des Spiels Goblins: Epic Death von Stratelibri / Giochi Uniti aus Italien. Obwohl das Spiel aus Italien stammt,. kommt es doch auf Englisch daher – wobei es auch eine Japan-Importversion gibt, die zusätzlich noch ein japanisches Handbuch plus japanische Dichtung enthalten soll, unter dem Titel Heroic Death: Goburinzu. Uns lag die ‘Normalversion’ vor.

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Das vierte Symbol

rockpaperscissorsbangRock – Paper – Scissors – Bang

Das “altbekannte” Papier-Stein-Schere ist gar nicht so alt, wie viele vielleicht denken mögen, zumindest in der westlichen Welt. Wann genau es aus Asien – wo es allem Anschein nach schon vor Jahrhunderten gespielt wurde – nach Europa kam, ist umstritten. In der deutschen Wikipedia wird das 19. Jahrhundert genannt, laut der englischen Version soll es erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts Bekanntheit gewonnen haben.

Neben vielen japanischen Spielen, in denen das Spielprinzip verwendet wird, und einigen Erweiterungen (wie Stein-Schere-Papier-Echse-Spock) wird das Spielprinzip aber auch in Brettspielen verwendet, die aus anderen Ländern stammen. So zum Beispiel in einen Brettspiel von North and South Games, einem kleinen Verlag aus Großbritannien, der das Spiel in einer ersten Ausgabe für 2 Spieler und in einer Mini-Auflage von 100 Stück produzierte, und in Essen dann die 2. Ausgabe mit Material für bis zu 4 Spieler präsentierte. Neben Papier, Schere und Stein gibt es hier noch ein viertes Motiv: eine Dynamitstange.

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Konservengötter

Kanzume Goddess   
Kanzume Goddess

Deckbuilder sind noch nicht ausgestorben, allerdings sind sie auch nicht mehr so präsent in den Neuheitenlisten wie noch vor wenigen Jahren. Hin und wieder erscheint noch ein neues Deckbuilding-Spiel; vor allem in Asien scheint diese Form des Spiels sich noch ungebrochener Beliebtheit zu erfreuen. Und hin und wieder wird dann auch ein derartiges Spiel übersetzt – meist ins Englische, und vielleicht dann auch irgendwann einmal ins Deutsche, aber das geschieht eher selten.

Ein Verlag, der derartige Übersetzungen durchführt, ist Japanime Games aus den USA, von dem auch Tanto Cuore übersetzt wurde (die Links führen zu unseren Rezensionen des Basissets und der ersten Erweiterung). Obwohl der Firmenname auf Japan verweist, stammt Kanzume Goddess allerdings nicht aus Japan, sondern aus China. In dem Spiel streiten Götter aus zwei westlichen Pantheons – den Asen und den Olympern – um die Vorherrschaft.

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Erbschaftsstreit

vasaranallaVasaran alla

Ein Millionär ist gestorben, und die Erben sitzen jetzt zusammen um zu entscheiden, wer welche seiner Besitztümer erhalten soll. Natürlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen, was er aus dem Nachlass gerne hätte, und dies Vorstellungen kollidieren oftmals mit denen der anderen Erben. Andererseits gibt es aber immer wieder auch Dinge, die man gerne hätte, und die man mit anderen Erben tauschen kann. Am Ende haben dann alle einigermaßen das erhalten, was sie wollten – aber wer hat denn jetzt die besten Schnäppchen gemacht?

Das ist das Thema von Vasaran alla (Finnisch für ‘unter den Hammer’). Das Spiel stammt aus dem Hause Roll D6, von denen ja auch Villit Kuviot stammt, das wir vor gut zwei Wochen besprochen haben.

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Industriegiganten

Titans of IndustryTitans of Industry

Ein ganz großer Spieler, wenn es darum geht, kleinere Hersteller bei der Produktion von Spielen und der Finanzierung über Crowdfunding zu unterstützen, ist Game Salute. Nachdem eine Reihe Spiele nur mit amerikanischem Shipping angeboten wurden, bietet Game Salute seit einiger Zeit internationalen Versand an – und das sogar zu halbwegs akzeptablen Konditionen. Porto aus den USA nach Europa ist teuer, das darf man nicht vergessen – und die letzte Preiserhöhung der US-Post hat das noch weiter verschlimmert.

Die Spiele werden, wie gesagt, originär von anderen Verlagen herausgebracht, und Game Salute unterstützt diese bei der Produktion, beim Versand / Verkauf und beim Finanzierungsprozess. Titans of Industry beispielsweise wurde von Gozer Games LLC herausgebracht. Drei bis sechs Spieler versuchen als Firmenmanager in sieben Jahren so viel wie möglich mit der Firma zu erwirtschaften – allerdings geht es um Siegpunkte, und weniger um Geld. Dazu muss man Waren produzieren, sie verkaufen, Arbeiter anlernen etc.

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