Tag Archiv für Besprechung

He, das ist meine Beute!

Stingy
Stingy
Was tun Piraten für gewöhnlich nach einem gelungenen Raubzug? Richtig, die Beute aufteilen. Darum geht es in Stingy, einem netten kleinen Ärgerspiel aus dem niederländischen Verlag playthisone.

Moment mal… so einfach verteilen… Kapitän bekommt dies, Maat, jenes… nein. Das wäre einerseits zu einfach, und dann wäre es kein Knizia. Bei Stingy wird opportunistisch getauscht, aber schauen wir doch erst mal in die kleine, aber prall gefüllte quadratische Schactel. Darin befinden sich:

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Wie kalt ist es in der Mongolei?

Länder Toppen!
laender-toppen
Vermutlich hat jeder früher schon einmal Trumpf-Quartett gespielt – mit Flugzeugen, Autos, Schiffen, Eisenbahnen, weiß der Kuckuck. Dass sich aus diesem Spielprinzip auch mehr machen lässt, beweisen die Drei Hasen in der Abendsonne jetzt mit „Länder Toppen!“ – hier geht es eben mal um die verschiedenen Länder der Erde.

Moment mal – Länder? In welcher Hinsicht haben die denn Werte – klar, sie haben eine Fläche, aber sonst… und da wäre Russland ja unschlagbar… Nun, es gibt noch ein paar mehr Eigenschaften, die man vergleichen kann, und ein wenig Allgemeinbildung (und natürlich Geographie) schadet sicher nicht, um hier zu punkten.

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Eisige Wirbelstürme

Race to the North Pole
Race to the North Pole
Finnland. Uns mittlerweile wohl bekannt als Quelle interessanter Spiele, die gerne mal ein wenig „anders“ sind. Auch dafür bekannt, dass es dort sehr kalt ist, dass die Finnen ein lustiges, trinkfestes Völkchen sind, viel Zeit mit Spielen verbringen… und auch einen liebenswert-schrägen Humor haben.

Das alles zusammengenommen sind wohl die Gründe für die Erfindung von „Race to the North Pole“. Der ist zwar von Finnland nicht allzu weit weg, aber trotzdem ist er – zumindest in diesem Spiel – eher schwierig zu erreichen, vor allem weil es dort oben recht oft stürmt – und so ganz nebenbei noch diverse Konkurrenten genau dasselbe vorhaben, namentlich den Nordpol zu erreichen, und Konkurrenz belebt zwar vielleicht das Geschäft, aber vermasselt einem sicherlich gerne die Tour… Na, schauen wir mal in die (bunt bedruckte und lustig gestaltete) quadratische Schachtel, was uns denn da so eisiges erwartet…

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Hexerei im Hexagon

Zaubertrank der vier Elemente

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Der Verlag Steffen-Spiele aus Krastel ist uns nun schon einige Jahre bekannt und fällt immer wieder durch hochwertiges Spielmaterial made in Germany auf. Meist sind die Spiele aus Holz, und die Schachteln schön klein und handlich. Insofern war ich diesmal eher überrascht, eine relativ große Schachtel zu entdecken. Noch dazu – ich sehe auch eine ganze Reihe Marker aus Karton…?

Das Thema erinnerte mich dann auch noch an etwas, was ich schon mal gesehen hatte – und auch meine Tester fragten direkt „ist das so wie Kupferkessel Co. (Goldsieber) oder Glastonbury (franjos)?“. Nun – die Thematik, dass die Spieler Zaubertränke zusammensuchen wollen, ist eine ähnliche, aber das Spiel funktioniert dann doch ganz anders. Dazu werfen wir doch erst einmal einen Blick in die – für Steffen-Verhältnisse große, aber nichtsdestotrotz gut gefüllte – Schachtel. Darin befinden sich:

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Stadt – Land – Gurkensalat… auf Speed

Speedy Words
speedywords
Stadt-Land-Fluss ist sicherlich so ziemlich jedem bekannt, oftmals als Pausenfüller aus Freistunden, von Klassenfahrten oder eben „einfach so“ – dieses an sich relativ simple Spielprinzip greift nun Speedy Words aus dem Schweizer Verlag Game Factory auf.

Wie schon in der jüngeren Vergangenheit bekommt man auch hier ein kompaktes, kleines Spiel in einer hübschen, handlichen Blechdose, die sich aufgrund der Größe auch gut mitnehmen lässt – praktisch, denn Speedy Words ist ein „Zwischendurchspiel“ für durchaus größere Gruppen, die gerade einmal ein paar schnelle Partien durchzocken wollen. In der runden Dose findet man

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Ich würfel mir die Welt…

Roll for the Galaxyroll-for-the-galaxy
…wie sie mir gefällt – oder vielmehr das Weltall, so könnte man einigermaßen die Spielidee von „Roll for the Galaxy“ zusammenfassen. Moment mal – Weltall? Da gab es doch schon „Race for the Galaxy“…? Ja, richtig, lieber Leser, auch dieses Spiel gibt es nun als „Würfelvariante“, wie es ja im Moment ein wenig in Mode gekommen ist.

Da „Würfelspiele“ ja oft ein wenig glückslastiger sind als andere, ging ich zunächst erst einmal recht skeptisch an die Sache heran – allzu viel Glück im Spiel gefällt mir eigentlich nicht sonderlich, aber da wurde ich angenehm überrascht – ich nehme soviel mal vorneweg, dass mir in diesem Fall die Würfelvariante sogar deutlich besser gefällt als das ursprüngliche Spiel – denn der Zufalls-/Glücksfaktor ist zwar da, aber relativ überschau- und sogar kontrollierbar. Und damit steigt dann natürlich der Taktikfaktor. Aber schauen wir doch erst mal, was wir überhaupt an Material in der quadratischen Schachtel finden – das ist nämlich eine ganze Menge, und „Luft“ wird hier nicht wirklich verpackt:

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Einsames Haus, verbotenes Buch…

The Possession
The Possession
…und leichtsinnige junge Leute – so fängt doch so mancher Horrorfilm an, oder? Na, so beginnt jedenfalls auch „The Possession“ aus dem Hause GenX. Wenn man das Setting erst einmal anschaut, fühlt man sich vielleicht sogar an Blair Witch oder ähnliche Szenarien erinnert.

In „The Possession“ übernehmen die Spieler die Rolle eines von bis zu fünf jungen Leuten, die aus Neugier in ein entsprechendes „einsam gelegenes Haus im Wald“ eindringen – und plötzlich ist alles anders, und dann ist man sich bald seines Lebens nicht mehr sicher. Es wird zu einem Wettrennen darum, das verantwortliche Buch (das Necronomicon, wer hätte es gedacht) zu vernichten, ehe die „besessenen“ Mitspieler einem einen Strich durch die Rechnung, oder vielmehr einen Schnitt durch den Hals machen.
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Leuchtende Blindenschrift und klackende Zahnräder

Clacks – ein Scheibenwelt-Spiel
Clacks
Dass der kleine nordirische Verlag Backspindle Games Spaß an der Scheibenwelt des leider verstorbenen Terry Pratchett hat, ist spätestens seit „Guards! Guards!“ bekannt. Nun liegt mit „Clacks“ das zweite Scheibenwelt-Spiel vor, in dem Bezug auf den Roman „Going Postal“ genommen wird.

Hintergrund des Spieles ist die Idee, die Post durch eine Art Leuchttelegraphen zu ersetzen, der schlicht schneller sein soll – über entsprechende Türme, die Lichtsignale weitersenden. Aber das ist nun mal die Scheibenwelt, also erstens, wieso einfach, wenn’s auch umständlich geht, und zweitens – ja, die liebe Konkurrenz. Und zwischendurch hat man manchmal das Gefühl, Murphys Gesetz muss abonniert sein…
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Viele Köche…

The Cook-Off
The Cook Off
Wenn Roach und ich so über die SPIEL gehen, teilen wir uns mittlerweile immer öfter auf – anders ist die Menge an Verlagen in der kurzen Zeit gar nicht zu bewältigen. Und wonach entscheiden wir dann, wer wohin geht? Nun, zumindest in den internationalen Gebieten ist oft die Sprache des jeweiligen Verlages ein Indiz… so kam es auf der letzten SPIEL zu in etwa folgendem Dialog:

„Ich geh mal hier lang, das sind wohl Niederländer, geh du doch mal zu den Spaniern da drüben…“
„Wo siehst du da Spanier?“
„Da steht doch was von „Jogos“…“
„Ja, sehe ich. Wären es Spanier stünde da „Juegos“…“
„Oh… und das sind dann…?“
„Portugiesen – oder wahrscheinlich eher Brasilianer. Aber das ist schon okay, bis gleich…“
Es waren Brasilianer, und die konnten sogar gut Englisch, aber vor allem hatten sie einige interessante Spiele dabei, und haben mir auch Rezensionsmaterial mitgegeben. Und eines dieser Spiele ist „The Cook-Off“.
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Superhelden im Würfelformat

Justice League Hero Dice – Batman und Superman
Hero Dice Batman
Das Thema „Superhelden“ ist zwar nicht neu, aber gerade wegen der vielen Verfilmungen in letzter Zeit immer wieder populär. Zwei große Universen gibt es da – Marvel und DC, und um letzteres geht es hier, namentlich um die dortig etablierte „Justice League“, oder vielmehr deren prominente Mitglieder.

Hero Dice Superman
In deren Haut schlüpfen die Spieler gewissermaßen, obwohl Hero Dice kein Rollenspiel ist. Zwar übernimmt jeder Spieler, der ein solches Spielset hat, die Rolle eines der berühmten Helden, aber dann gehts eben drum. das zu tun, was die so gut können: Ihre Gegenspieler mehr oder weniger gekonnt vermöbeln. Wer jetzt gerade die „Whack“, „Pow“ und was nicht noch Icons aus der alten Batman-Serie vor Augen hat – joa, paßt.
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