Tag Archiv für Computer

Baustelle

Robot Factory

Robot FactoryEin Computer ‘denkt’ ja viel schneller als ein Mensch, und so dürfte es nicht wundern, wenn so ein Roboter sich auch am stressigsten Tag des Jahres in der Fabrik noch langweilt. Und so haben die Roboter dieser Firma ein Wettrennen erfunden, in dem sie nebenbei – neben ihrer normalen Tätigkeit – noch eigene Roboter zusammenbauen.

Das ist die Geschichte des Spiels Robot Factory von Roll D6 Games, zu dem heute die Crowdfunding-Kampagne startet. Wir hatten einen Prototyp vorliegen, in dem natürlich einige Bestandteile noch nicht die endgültige Form hatten.

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Immer auf der Hut vor dem Hut

BlackHatBlack Hat

Als “Black Hat” werden Hacker bezeichnet, die sich, weil sie es können, mit den besonders aufwendigen Sicherheitssystemen von Computernetzwerken anlegen, sich darin bewegen wo sie hin wollen, sei es für Nervenkitzel oder um daraus finanzielle Vorteile zu erlangen, aber es kommt ihnen nicht unbedingt darauf an, dort zuerst reinzukommen, sondern vielmehr zu kommen und zu gehen ohne Spuren zu hinterlassen. Und genau darum geht es auch in diesem Spiel – bis zu sechs Hacker versuchen, möglichst geschickt in ein Netzwerk einzudringen und an Daten und Zugänge zu gelangen, die sich lohnen, und sich dabei nicht erwischen zu lassen.

Heute soll um umgerechnet 16:00 MEZ Uhr das Kickstarter-Projekt starten, mit dem das Spiel (teil-)finanziert werden soll. Auf der Projektseite steht jedenfalls, dass die 6.000 €, die das Projekt bringen soll, nur einen Teil der Produktionskosten ausmache, der Rest kommt aus der Kasse des Herstellers.

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Preisträger

DieGewinner der RPC-Awards

Mit leichter Verspätung startete heute um 18:30 die Vergabe der RPC-Awards. Bevor die Verleihung starten konnte stand nämlich erst noch der Joker auf der Bühne, der seine Harley Quinn fragte, ob sie ihn heiraten wolle. Nein, es wat keine Show-Einlage, sondern der im Fandom und auf Cons als ‘Spider’ bekannte und oftmals als Joker geschminkte Mensch, der seiner Freundin hiermit einen Heiratsantrag machte.

Anschließend kam es dann aber zur ‘regulären Bekanntgabe der Gewinner des Publikumspreises, von denen aber leider einige nicht anwesend waren.

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Roboautor

Neue Methoden für Spiele-Erfinder
Nutzung unter cc-by-sa, Autor: WIkipedia-User Grandy02

Der Computer, der einen Spieleautoren ersetzen kann

AprilscherzWahrscheinlich ist dem einen oder anderen bereits aufgefallen, dass es am Sonntag keine Finanzexperten gab. Der Grund hierfür ist einfach: Ich war anderweitig unterwegs. eigentlich hatte ich geplant auf die Namenlosen Tage in Syke zu fahren, aber dann erhielt ich eine Einladung zu einer Pressekonferenz für ausgewählte Teilnehmer. eigentlich sollte diese erst nächste Woche stattfinden, aber aus organisatorischen Gründen wurde sie eine Woche vorgezogen.

Natürlich mussten wir ein Non-Disclosure-Agreement unterschreiben, allerdings nehme ich an, dass das NDA die Fassung war, die für nächstes Wochenende vorgesehen war. Als Termin, vor dem nichts veröffentlicht werden darf, steht in der NDA nämlich ‘der nächste Monatserste’ an Stelle eines expliziten Datums, und anscheinend hat niemand bemerkt, dass der Monatserste bereits heute ist – zumindest habe ich die News noch nirgendwo anders gesehen.

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Reboot der Präsentations-Chance

RPCRPC 2013

Am letzten Wochenende war RPC, inzwischen in der Messe Köln fest etabliert – wenn auch mit regelmäßig wechselnden Hallen. Was alles neu war, haben andere ja schon zu großen Teilen erläutert, das werde ich daher nur noch einmal kurz antippen. Aber für viele dürften auch einige andere Fragen offen sein, vor allem für Leute, die dieses Jahr aus dem einen oder anderen Grunde nicht auf der RPC waren.

Die RPC hat in ihrer kurzen Geschichte ja schon mehrere Wandlungen durchgemacht. Nach zwei Jahren in Münster der Umzug nach Köln, dann einmal dreitägig (Freitag bis Sonntag), seither wieder nur zweitägig, früher getrennte Hallen für Computer- und Tischrollenspieler, inzwischen alles in einer Halle. Dieses Jahr dann die Koppelung an die Rheinschau. Was ist unser Fazit?

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Scam oder nicht?

kickstarter-logo-lightKrach um einen Kickstarter

Am Freitag habe ich ja eine Reihe Crowdfunding-Projekte vorgestellt, die um Brett-, Karten- und Rollenspiele gingen. Bei meinen Recherchen war ich auch über einen Kickstarter gestolpert, den ich nicht erwähnte, weil es hierbei um ein Computer-Rollenspiel gehen sollte. Inzwischen habe ich noch weitere Informationen gefunden, die das ganze Projekt in einem etwas seltsamen Licht zeichnen.

Ich meine hiermit vor allem diesen Thread (Achtung: einige Kommentare sind NSFW) bei NeoGAF, einem Forum zur Diskussion von Computerspielen, zu diesem Kickstarter.

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Wild ausgerüstet

kickstarter-logo-lightSavage Outfitter auf Kickstarter

Noch ein interessantes Kickstarter-Projekt für alle Savages: Savage Outfitter soll ein plattformübergreifendes Programm sein, das die Charaktererschaffung und -verwaltung sowhl auf dem Rechner zuhause als auch auf mobilen Geräten unterstützt. Der Kickstarter hierzu läuft noch bis zum 6. Oktober, die Grundfinanzierung scheint durch zu sein. Allerdings giht es noch ein paar Stretch Goals, von denen das erste erreichbar scheint und sehr interessant ist: die Möglichkeit, aus dem Programm heraus Charakterbögen auszudrucken, um sie am Spieltisch zu verwenden.

Angesichts der Versandkosten dürften allerdings die Supportlevel, bei denen man mehr erwirbt als die Software (Savage-Würfel, Schutzhüllen für das Mobiltelefon etc.), für Europäer weniger interessant sein. Dennoch: ein paar zusätzliche Finanzierer würden dem Projekt sicher nicht schaden.

RPC: der Programm-Downlaod

Ganz kurz gemeldet: endlich ist auch das Programmheft der RPC 2012 on-line verfügbar (gestern berichtete ich noch von der vorläufigen HTML-Version). Hier kann man die PDF mit dem Programm downloaden und sich schon einmal Gedanken machen, wo man hin will / muss … oder was einem alles entgeht, weil man keine Zeit / kein Geld hat um hinzufahren.

Mehr von der RPC

Das Programm

Mittlerweile steht dann auch endlich das Programm der RPC auf der Seite der RPC zur Verfügung. Das Programm? Nun, ehrlich gesagt, noch nicht, sondern eine Übersicht über die Workshops und Aktionen. Das eigentliche Programm (also als PDF, mit den Hallen-Lageplänen, der Reklame und so weiter) ist es nicht.

Dennoch ist einiges ganz interessantes zu finden.

Neben Spielrunden (die erste soll am Samstag bereits um 10:00 Uhr starten – da hat der Einsame Wolf wahrscheinlich vergessen, dass die Messe erst um 10 Uhr öffnet, und daher die Runde um diese Zeit noch gar nicht voll sein kann) findet man hier auch alles mögliche andere, womit man sich die RPC vorplanen kann.

Bekannt gut und sinnvoll ist beispielsweise der Vortrag (plus Reklameaktion) von Kaspersky zum Thema Rechnersicherheit – wer noch einen aktuellen Virenscanner benötigt, sollte sich hier einmal umtun. In den letzten Jahren wurden Familienlizenzen (3er Packs) unter das Volk geschmissen. (Samstag und Sonntag jeweils um 11:30 Uhr)

Kostümwettbewerbe gibt es mehrere, so steht ein ‘Kostüm- und Posingwettbewerb: Das Scharze Auge’ gleich viermal im Plan (Samstag und Sonntag jeweils um 11 und 14 Uhr, wobei ich einfach ‘mal vermute, dass das mehrere Runden eines einzelnen Wettbewerbs sein dürften). Aber auch Roccat hat einen Kostümwettbewerb ausgeschrieben (Samstag 13:30 Uhr).

Überhaupt steht Roccat einige Male im Programm,, mit Techshows, Eröffnungsshow und so weiter. Man merkt, dass Roccat einer der Hauptsponsoren der RPC ist.

Bei der Musik sieht man bekannte und unbekannte Namen: Jan Hegenberg, Elmsfeuer, Mac Piet etc. Wer sich zu der Musik die entsprechenden Bewegungen wünscht, kann auch an einem Workshop zum mittelalterlichen Tanz teilnehmen (Samstag 18 Uhr, Sonntag 16 Uhr).

Im Programm stehen allerdings nur ein Teil der Spielrunden ausgeschrieben: es fehlt beispielsweise komplett das Verlagsprogramm von Pegasus (Shadowrun-Runden, Cthulhu-Runden, Brett- und Kartenspiel-Runden, das Munchkin will höchstpersönlich vorbeikommen etc.)

Künstlermeile, Lesecafè, ‘zig Präsentationen, Vorträge und Workshops… Wer auf die RPC kommt, hat einen ganz gut gefüllten Plan vor sich, aus dem man sich nur einige Highlights herauspicken kann.

Spuren im Schnee

Mystery Stories – Expedition des Grauens

Normalerweise rezensieren wir hier ja Brett-, Karten- Rollen- und Tabletop-Spiele. Computerspiele werden hier nur aufgenommen, wenn sie einen direkten Rollenspielbezug haben – wie zum Beispiel die Drakensang-Abenteuer. Aber hin und wieder lohnt es, einmal auch auf den Computerspielsektor zu blicken. Und diesmal bespreche ich sogar ein Computerspiel, von dem ich kein Rezensionsexemplar erhalten habe. Warum? Weil ich es kann. Und weil es auf einem nicht allzu unbekannten themenbezogenen Forum bereits kurz angesprochen worden ist.

Wer die Geschichten von H.P. Lovecraft kennt, kennt auch die Gechichte der Expedition der Miskatonic University in die Antarktis. Dort, bei den ‘Bergen des Wahnsinns’, begegneten die Teilnehmer genau selbigem, und die Expedition ging unter. Eine Nachfolge-Expedition hat es bei Lovecraft anscheinend nie gegeben, obwohl die bekannte Neugier der Wissenschaftler dies doch nahegelegt hätte. Chaosium, und später Pegasus, haben dann mit der ‘Berge des Wahnsinns’-Kampagne genau diese Nachfolge-Expedition, die feststellen sollte, was ‘da unten’ eigentlich geschehen ist, zum Thema genommen. Eine Alternative zu dieser ziemlich umfangreichen Rollenspielkampagne stellt das Abenteuer ‘Mystery Stories: Expedition des Grauens’ dar, die Rondomedia und cerasus.media unter dem Label play+smile veröffentlichen.


Die zweite Expedition beginnt, wie sollte es anders sein, mit einem Flug zum Basislager der ursprünglichen Expedition, und einem Absturz an selbiger Stelle. Die Forscherin Lynn Morgan und Professor William Dyer untersuchen die Situation: das Lager ist natürlich größtenteils tot – außer einem einzelnen Schlittenhund scheint hier nichts mehr zu leben, und man macht sich auf den Weg herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Schnell stellt sich heraus, dass einer der Expeditionsteilnehmer nicht unter der Tiefkühlkost am Lager zu finden ist, und man macht sich auf den Weg, ihn zu finden – und damit ins Grauen.

Verkauft wird das Spiel als ‘Wimmelbild-Abenteuer’ (auf Englisch: Hidden Object Adventure), wodurch man erwartet, ein Abenteuer wie in der ‘Geheime Fälle’-Serie vorzufinden – also zum größten Teil Wimmelbilder, mit nur gelegentlichen Rätsel- und Point-&-Click-Einlagen. In Wirklichkeit ist es aber genau andersherum.

Der Großteil des Abenteuers wird als Point-and-Click-Abenteuer durchlaufen. Gegenstände aus dem Inventar werden mit dem Bild kombiniert, oder auch mit anderen Gegenständen im Inventar(so werden aus zwei Zeltstangen eine lange), Gegenstände auf dem Bild aufgenommen und an anderer Stelle verwendet, zum Beispiel, um ein eingefrorenes Zelt öffnen zu können. Schiebe-, Dreh- und Legerätsel sowie Puzzles (Papierfetzen, Stücke der Ringe einer Stadtkarte etc.) machen den zweiten großen Teil des Abenteuers aus. Wimmelbilder im eigentlichen Sinne gibt es auch, aber relativ wenige. Wer sich das Spiel explizit wegen der Wimmelbilder kauft, wird leicht enttäuscht sein.

Eine nette Idee ist es, dass hin und wieder zwischen den beiden Charakteren hin und her geschaltet wird, und so einige Laufwege vermieden werden. Allerdings sind die beiden Spielfiguren, wenn sie aktiv sind, sowieso nur als Porträts zu sehen. Die Szenen sieht man aus ihren Augen, und Anklicken und Bewegen / Einsammeln geschehen unmittelbar, nicht nach den bei Point-and-Click-Abenteuern üblichen Animationen.

Die Rätsel – sowohl die Abenteuer-inhärenten wie auch die expliziten – sind eher leicht zu lösen, allerdings ist das meine persönliche Meinung. Und ich habe bei solchen Aufgabenstellungen meist einen höheren Anspruch als viele. Wer es einfach mag, kann einen Freeplay-Modus einschalten, bei dem man auf Tastendruck eine Anzeige erhalten kann, wo es weitergeht. (In der Alternative, dem Experten-Modus, gibt es diese Tipps nicht.) Das ist bei einigen Rätseln, bei denen man die notwendigen Teile in anderen Bildern finden kann, schon recht praktisch, bei den eigentlichen Wimmelbildern aber auch verführerisch, wenn man das letzte Teil nicht findet. Eine ‘Strafe’ für falsche Klicks oder Zeitverschwendung gibt es hier nicht – bei den genannten ‘Geheimen Fällen’ schwingt der Mauszeiger bei zu vielen Fehlklicks eine Zeitlang durch das Bild, bei anderen Abenteuern gibt es eine Zeitbegrenzung pro Bild, Bildgruppe oder für das ganze Abenteuer.

Die Bilder sind wirklich wunderschön, sehr stimmungsvoll und wecken den Wunsch nach mehr. Auch der Soundtrack ist sehr schön – manchmal an Bohren erinnernd, oftmals aber deutlich lebhafter, aber immer düster und zur Szene passend. Er würde auch hervorragend als Soundtrack für eine Rollenspielsitzung funktionieren.

Die Systemvoraussetzungen sind mehr als moderat. Mit einem Gigahertz-Prozessor ist man bereits dabei, 512 MB RAM, Windows XP oder später und DirectX 9.0 sind auch nicht gerade K.O.-Kriterien. Ersatzweise gibt es das Spiel auch für den Mac, DS und den iPad.

Für unter 9 Euro fand ich das Spiel ganz nett. In Deutschland hat es eine USK ab 6, in Resteuropa, wo die PEGI-Ratings gelten, ist es ab 7 (keine weiteren Symbole). Das vermute ich zumindest, denn diese Symbole stehen vorne auf der Verpackung – auf der Webseite steht (zur Zeit da ich dies schreibe) direkt unter dem Packshot (mit eben diesen Symbolen) eine USK 0 und PEGI 3+ angegeben, während auf der Webseite von PEGI eine 7+ und das Spinnensymbol für ‘kann Angst einjagen’ zu finden sind (das man auch auf der Verpackungsrückseite wiederfinden kann). Mit der Einschätzung laut Verpackung (6 / 7+ / Spinne) kann ich mich anfreunden, anders als bei manchen anderen Spielen dürfte man hier die richtige Entscheidung getroffen haben.