Tag Archiv für Con

Mörderglaube

RPCRPC 2014 – erste Informationen

Auch in diesem Jahr wird die Messe Köln wieder die Heimat sein für die RPC. Anders als letztes Jahr angekündigt, findet sie allerdings nicht am Fronleichnamswochenende statt, sondern schon am Wochenende vom 10. und 11. Mai 2014. Der Grund hierfür ist einfach: die Rheinschau soll zwar wiederkommen, aber nicht dieses Jahr. Laut der Rheinschau-Homepage ist eine Rückkehr der Rheinschau zwar geplant, “(d)ies wird jedoch nicht vor 2015 der Fall sein.” Somit steht die RPC dieses Jahr wohl wieder alleine.

Spezieller Sponsor der RPC (es gibt ja jedes Jahr ein aktuelles Computerspiel, das als spezieller Sponsor auftritt und auch in der Werbung etc. groß herausgestellt wird) ist dieses Jahr Mörderglau… äh, Assassi’s Creed, von dem ja vor kurzem die Episode IV Black Flag erschienen ist.

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Reboot der Präsentations-Chance

RPCRPC 2013

Am letzten Wochenende war RPC, inzwischen in der Messe Köln fest etabliert – wenn auch mit regelmäßig wechselnden Hallen. Was alles neu war, haben andere ja schon zu großen Teilen erläutert, das werde ich daher nur noch einmal kurz antippen. Aber für viele dürften auch einige andere Fragen offen sein, vor allem für Leute, die dieses Jahr aus dem einen oder anderen Grunde nicht auf der RPC waren.

Die RPC hat in ihrer kurzen Geschichte ja schon mehrere Wandlungen durchgemacht. Nach zwei Jahren in Münster der Umzug nach Köln, dann einmal dreitägig (Freitag bis Sonntag), seither wieder nur zweitägig, früher getrennte Hallen für Computer- und Tischrollenspieler, inzwischen alles in einer Halle. Dieses Jahr dann die Koppelung an die Rheinschau. Was ist unser Fazit?

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Preisträger

RPC Awards 2013

Heuteabend um 18 Uhr begann die Verleihung der RPC Awards. Durch das Programm führte wie immer Mhaire Stritter, und wer uns auf Twitter folgt, weiss bereits,wer welche Preise ub den Publikumsabstimmungen gewonnen hat.

Für alle, die dies nicht, tun, hier noch einmal die Preisträger in den Bereichen, in der Reihenfolge, in der sie verliehen wurden.

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Wiedergeburt

RPC 2013 auf der Rheinschau

Eine gute Woche vor dem Start ist das Programmheft der RPC jetzt online gegangen. Man kann es von der Homepage der RPC herunterladen.

Bei einem ersten flüchtigen Blick über das Programm fallen ein paar Sachen auf. So vermisse ich im Ausstellerverzeichnis den Nackten Stahl – dass Games Workshop nicht auf der RPC steht, hat ja inzwischen Tradition.

Nach dem Lärm- und Zugluft-Chaos des letzten Jahres wurde dieses Mal die Rollenspiel-Rundenarena komplett von der restlichen RPC getrennt: während die eigentliche RPC in Halle 5.2 der Kölnmesse stattfindet, ist die Spielrunden-Vergabe und -Arena in Halle 4.1, genauso wie die beiden Workshop-Räume. Dies dürfte zumindest dafür sorgen, dass das Geräuschniveau bei diesen Runden und Workshops niedriger liegt als voriges Jahr. Vorausgesetzt, das Wetter ist dieses Jahr besser (und auch besser als zu der Zeit, da ich dies hier tippe), sieht auch das Freigelände sehr voll aus – und groß: die gesamte Front von Hallen 2, 4 und 5 zum Rhein hin.

Auch der Veranstaltungsplan sieht sehr gut gefüllt aus. Zudem habe ich den eindruck, dass dieses Jahr die Computerstände nicht ganz so zahlreich sind, und hege daher die leise Hoffnung, dass auch der Lärmdruck in der Haupthalle erträglich sein könnte.

Ich werde mir die RPC 2013: A Realm Reborn auf jeden Fall ansehen und hinterher davon berichten.

Preissenkung

RPC-Logo

RPC 2013

 

Bereits seit einigen Wochen hört man in Rollenspielkreisen Kommentare zum disjährigen Termin der RPC und der Tatsache, dass gleichzeitig in der KölnMesse die Rheinschau stattfindet. Genauer gesagt, ist dieses Jahr die RPC allem Anschein nach sogar ein Teil der Rheinschau – nicht nur der Hallenplan (PDF) weckt diesen Eindruck.

Wenn man die Homepage der Rheinschau durchsucht, findet man allerdings nur einen kleinen Verweis auf die RPC selbst – ein Link auf der rechten Seite führt zur Homepage der RPC. Aber es gibt noch ein Indiz, das diesen Verdacht nährt…

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Klingen-Update

Klinge-logoNachdem die Webseite des KlingenCon vor zwei Wochen ein Opfer eines Hackerangriffes geworden war (wir berichteten), ist sie inzwischen – wie an obigem Link zu erkennen – wieder erreichbar.

Allerdings ist das Webformular, mit dem man seine Runden anmelden konnte, nicht wieder verfügbar. Wer also auf der KlingenCon eine Runde anmelden will (und noch Chance auf einen Gutschein von Tellurian haben), muss sich hierfür via e-Mail anmelden.

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Klingengehacktes

Klinge-logoZweimal im Jahr findet in Remscheid-Lennep die KlingenCon statt. Da angemeldete Spielleiter die Chance haben, in einer Verlosung einen Gutschein von Tellurian Games zu gewinnen (der Eintritt zur KlingenCon ist traditionell gratis), ist die Webseite natürlich ein wichtiger Anlaufpunkt, um sich anzumelden.

Leider ist die Webseite aber momentan nicht erreichbar: ein Hackerangriff hat sie zum Absturz gebracht, und sie muss jetzt neu aufgesetzt werden. Die teilte Norman Zinner heute in einer e-Mail mit.

Wer sich anmelden will, kann dies bis dahin via e-Mail tun ( klingencon(at)web(punkt)de ). Die Facebook-Seite des KlingenCon ist eine geschlossene Gruppe, man kann sich daher nicht einfach dort melden.

Außerdem soll laut Orga die Webseite in Kürze wieder aktiv werden…

(In eigener Sache: ich werde es dieses Mal ausnahmsweise nicht zur KlingenCon schaffen – anderweitige Verpflichtungen :) Del’Roh sollte es aber schaffen.)

Neuer Rattenbau

RatCon12RatCon 2012

Ich war selbstverständlich auch im vorigen Jahr auf verschiedensten Cons, allerdings nur auf ein, zwei Cons, die ich nicht in früheren Jahren besprochen hätte. Die Rezension kommt noch nach. Allerdings war ich auch wieder auf einer Con, die ich in 2011 nicht besucht hatte, weil an dem Wochenende in “11 eine Terminkollision war – und die ich in 2012 unbedingt besuchen wollte, weil sie umgezogen ist.

Die Rede ist von der RatCon, der Ulisses-eigenen Hauscon, die dieses Jahr allerdings nicht nur in einer neuen Location, sondern auch mit einem komplett neuen Orga-Team und neuem Setup an den Start ging. Ade, Fritz-Henssler-Haus mit den traditionellen Suchexpeditionen nach einer halbwegs sauberen Toilette, hallo, Stadthalle Unna. Und was die Orga anging, konnte man von einer komplett neuen Version sprechen. Nicht ein Neudruck, sondern eine Neubearbeitung – wie der Unterschied zwischen DSA 3 und 4, um in den Systemen des Veranstalters zu bleiben.

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Morpheus ohne Roach

In eigener Sache

Eigentlich hatte ich für das kommende Wochenende geplant, auf der Morpheus (einer Con in Herne) Cthulhu anzubieten – insgesamt vier Runden, wenn die Spieler wollten – sowie ein paar Proberunden mit dem zu Neujahr angekündigten Spiel durchzuführen, um Problemzonen zu finden. Daraus wird aber nichts.

Angemeldet hatte ich meine Runden Heiligabend, auf die Webseite kamen sie am 3. oder 4. Januar – und inzwischen sind sie wieder von der Seite verschwunden. Das liegt aber nicht daran, dass ich nicht leiten wollte oder könnte. Nein, der Grund ist viel prosaischer: ich wurde (indirekt, über den Leiter des Pegasus-Supports, also noch nicht einmal mit persönlicher Nachricht) ausgeladen.

Der Grund, der mir mitgeteilt wurde, liegt in der Auswirkung einer Erbkrankheit, an der ich leider leide: ich habe Trimethylaminurie. (Link zur Englischen Wikipedia, weil die deutlich ausführlicher ist, als die Deutsche.) Diese Krankheit, die auch irreführenderweise als ‘Fischgeruchsyndrom’ bekannt ist, sorgt dafür, dass bestimmte Stoffe nicht vernünftig vom Körper abgebaut werden, sondern über u.a. den Körperschweiß abgegeben, und dabei zu Gerüchen führen. Diese Gerüche können eine ganze Bandbreite umfassen, und sind nicht einmal personenspezifisch immer gleich. Der im irreführenden Namen angegebene fischige Geruch tritt auch eher bei Frauen auf und ist vermutlich geschlechts-(hormon-)bedingt.

Was es aber nicht ist, ist heilbar: wie gesagt, ist dies eine genetische Sache.

Bei mir kommt und geht der Geruch in richtigen ‘Schüben’: Es kann sein, dass ich bereits eine halbe Stunde, nachdem ich geduscht habe, mich selbst nicht mehr riechen kann, es kann auch sein, dass ich ein ganzes Wochenende nicht einen Augenblick Last davon habe. Mehr noch: wenn der ‘Schub’ durch ist (meist innerhalb weniger Minuten) ist es oftmals bereits ausreichend, wenn ich die Kleidung wechsele (der nachkommende Schweiß ist wieder ‘normaler’); ein Schwammbad oder ein Duschbad sind auf jeden Fall hinreichend.

Ich weiß, das ich daran leide (bereits mehr als mein halbes Leben), wenn also jemand es bemerkt und mich darauf anspricht, ist es kein Problem für mich, mich zu duschen und umzuziehen (für solche Fälle nehme ich idR zu Cons auch Ersatzkleidung mit…) Schade finde ich nur, dass – nachdem bereits die Zusage erteilt worden war – jemand wegen einer Erbkrankheit (für die er im Endeffekt ja nichts kann) ausgeladen wird, und das, indem man nicht direkt mit der Person spricht, sondern es ausrichten lässt.

Und besonders schade finde ich es natürlich für die Spieler, die eventuell im Programm nachgesehen hatten, und vielleicht am Wochenende in Herne stehen und sich verwundert fragen, was denn los ist und ob mir etwas zugestoßen ist. Oder die gehört hatten, dass Roachware da das geplante Spiel testen wollte, und die gerne mitgetestet hätten.

Das nächste Mal wird man mich in voller Pracht dann wahrscheinlich beim AdventureCon in Hamburg bewundern können – ob ich zur DorfCon gehe, kann ich noch nicht sagen, und wenn, dann wohl auch eher als Spieler.

Es sei natürlich, auch die Hamburger wollten mich nicht mehr haben.

(Anmerkung: zwischen dem Augenblick, da ich das obige schrieb, und der Veröffentlichung dieses Postings erhielt ich von anderer Seite unterstützende Worte, Aussagen wie ‘Wenn Du nicht kommst, dann komme ich auch nicht, und das teile ich denen auch jetzt mit’ und so weiter. All diese Initiativen sind ohne mein Zutun in Gang gekommen – ich müsste lügen, würde ich behaupten wollen, dass ich diese ‘Streicheleinheiten’ nicht nett finde ;) -, auch wenn ich persönlich erwarte, dass die Zeit ganz einfach zu kurz ist, noch etwas zu ändern.)

Anmerkung 2: Es war mir beim Schreiben des Postings völlig untergegangen, dass ich ausdrücklich noch darauf hinweisen wollte, dass die Orga der Morpheus hieran unbeteiligt war, die Ausladung stammt von dritter Seite. Leider meldete diese dritte Seite sich so spät, dass Jorg und Karsten da auch nichts mehr unternehmen konnten.)

Returned: Pricey & Calm

RPC 2012

Sie ist ja schon einige Zeit her, die letzte Role-Playing Convention, aber das heisst nicht, dass ich sie komplett vergessen hätte. Anfang Mai 2011 fand sich in der Messe Köln die halbe deutsche Rollenspielwelt ein, um eine konzentrierte Dosis Informationen und Waren zu erhaschen.

Mit 220 Ausstellern (sieben Prozent mehr als 2010) war ein neuer Ausstellerrekord erreicht, und das obwohl, wie ich bereits kurz nach der RPC bei den Neuigkeiten schrieb, ein paar Verlage gar nicht erst angetreten waren. Irgendwie scheinen RPC und SPIEL sich im Rollenspielbereich zu Konkurrenten zu entwickeln. Ich weiss nicht, ob ich das gut finden soll oder schlecht – es entzerrt zwar das Veröffentlichungsjahr ein wenig, aber es gibt gerade unter den kleinverlagen natürlich auch eionige, die sich nicht zwei Stände im Jahr leisten können – gerade, wenn auch noch beispielsweise Hotel- und Transportkosten hinzu kommen, wenn der Verlag nicht geraede in NRW angesiedelt ist.


Leider waren keine Angaben zu finden über die Zahl der Besucher, allerdings ist die Zahl zumindest gefühlt deutlich zurückgegangen. Sogar an den Toiletten (an denen in den letzten Jahren immer lange Schlangen standen) gab es Zeiten, dass man ganz ohne Warterei durchkam.

Das sinkende Besucherinteresse war meiner Meinung nach sicher vor allem den Preisen geschuldet – die Eintrittskarte war mit 15 Euro für einen bzw. 21 Euro für beide Tage ziemlich teuer. (Das wird dieses Jahr auch nicht besser werden: Die Preise sind mit 15,50/21,- Euro im Vorverkauf bzw. 16,50/23,- Euro an der Tageskasse sogar noch einmal leicht gestiegen.) Aber nicht nur der Eintritt war teuer. Neben den unweigerlichen Ausgaben für das eine oder andere Rollenspielzeug (wobei ich mir wohlweislich nur ein paar ‘Testwürfel’ von Chessex zulegte, die stark verbilligt waren sowie bei einer Sammlungsauflösung zuschlug) will man ja vielleicht auch noch etwas essen und/oder trinken. Wenn man aber die Preise an den Ständen sah, begann man bereits trocken zu schlucken, bevor man sich anstellte – verglichen mit den Preisen auf der RPC könnte man die Stände auf der SPIEL als Discounter bezeichnen. Wenigstens galt voriges Jahr, was auch dieses Jahr wieder gilt: Kinder unter 12 (in Begleitung eines – zahlenden – Erziehungsberechtigten) haben freien Eintritt.

Die Aufteilung der Hallen und des Außengeländes war dieselbe wie in den letzten Jahren: die erste Halle für Computer und die Gothic- und LARP-Szene, die hintere Halle für Rollenspiel und Verwandte, das Freigelände für Musik, Essen und ein paar LARP-Stände. Die Computerhalle verursachte allerdings dieses Jahr deutlich weniger Krach, und auch die Vorträge – die aus dem Zwischengang in die hintere Halle umgezogen waren – waren hierdurch deutlich besser zu verstehen.

Die Organisation der Rollenspielrunden ist allerdings verbesserungswürdig. Wenn die Messe um 10 Uhr beginnt, und eine Runde (damit die leute sich anmelden können) für halb elf angesetzt ist, bringt es wenig, wenn erst gegen elf Uhr die Aushänge an die Wand kommen… Auch wurden von Spielleiterseite Stimmen laut, dass beim Zuteilen der Tische doch arg viel an statistischen Daten erfasst wurde, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. (Und wenn man sich nur hinterher die Aushangzettel hätte zurückgeben lassen, hätte man hieraus bereits viele Fragen beantworten können, ohne die Anmeldeprozedur unnötig zu erschweren.)

Ein wenig wurde die gute Laune der Messebesucher auch durch den Aufmarsch getrübt, der sich an dem Wochenende in Köln breitmachte. Zwischen der Messe und der Brücke zum Hauptbahnhof standen eine ganze Menge Polizeiwagen in und Polizisten in Kampfausrüstung, denn just an diesem Wochenende wollte “Pro NRW” einen “Marsch der Freiheit” veranstalten und hatten sich Gegner dieser weit rechts stehenden Gruppierung zu einer Gegendemonstration eingefunden. Schlußendlich blieb es in Köln aber ruhig, und auch die teilweise sehr fantasievoll gewandeten Conbesucher gerieten nicht in die Mühlsteine der Justiz. Da die RPC dieses Jahr effektiv am selben Wochenende stattfindet wie voriges Jahr, darf man, denke ich gespannt sein, wie es dieses Jahr aussieht.

Trotz alledem ist die RPC – auch, weil sie die einzige Gelegenheit im Jahr bietet, dass Computerrollenspieler, LARPer und P&P-Rollenspieler zusammenkommen – sicher eine Reise wert.