Tag Archiv für Denkspiel

Umgrenzt

Fendo

FendoNach Quint-X und Samsara in den letzten zwei Wochen kommt heute mit Fendo das dritte Spiel von Gerhards Idee und Design an die Reihe, was meine persönliche Warteschlange wieder leert.

Auch für Fendo gilt, was das Material angeht, meine Aussage der letzten zwei Wochen: eine unscheinbare braune Kartondose mit einem Aufkleber, aber sehr schönes Material, das man gar nicht mehr wegpacken möchte. Das Brett aus geöltem Buchenholz ist einfach nur schön, und die Figuren sind zwar farbig bemalt, aber nicht so aufdringlich wie man es von vielen anderen Spielen her kennt, sondern so, dass sie hervorragend zu dem Brett passen.

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Samurai-Gomoku

Quint-X

Quint-XEs wird den einen oder anderen bereits aufgefallen sein: seit letzter Woche erscheinen hier beinahe keine Rezensionen mehr. Der Grund ist einfach: Ich bin durch die Spiele, die bei mir liegen, durch, und mein Mit-Redakteur hat eine, nunja, etwas niedrigere Frequenz. Seit der RPC habe ich zwar eine ganze Reihe Rollenspielmaterial hier, aber das kann man nicht ganz so schnell rezensieren.

Daher bin ich ganz froh, wenn Spieleherausgeber mir neue Spiele zuschicken, zwecks Rezension. Dies gilt selbstverständlich doppelt für Spiele, die für unser Erstverkaufstags-Versprechen in Frage kommen. Wer aber andere Spiele, die in unser normales Œuvre fallen (Brett-, Karten- und Rollenspiele, aber keine Sammel(karten)spiele und keine Computerspiele) besprochen sehen möchte, kann sie gerne an die Adresse im Impressum senden. Wenn man vorher uns noch kurz kontaktiert, wäre das nett, aber nicht unbedingt notwendig.

Ein Verlag, der vorige Woche Spiele geschickt hat, ist Gerhards Spiel und Design, deren Spiele sich in der Regel durch zwei Eigenschaften auszeichnen: zum einen sind sie meist rechte Hirnverzwirner, zum anderen aus Holz und Glas und so schön, dass man sie gar nicht in der Spieleschachtel verwahren möchte, sondern eher als Konversationsstück auf einem Sideboard oder ähnlichem ausstellen möchte.

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Staubekämpfung

Rush Hour Shift

Rush Hour ShiftUnter den Behauptungen, die die Mythbusters überprüft haben, gehört auch ein Statement, das Jamie Hyneman zu Beginn einer Episode machte: Zu Beginn von Traffic Tricks behauptete er „Traffic jams suck“. Die Episode bestätigte nicht nur die Behauptung, sondern auch noch einige andere Aussagen zu Verkehrsstaus.

Nicht erwähnt wurde in der Episode allerdings das Denksport-Puzzle (im Sinne eines Rätsels) Rush Hour von Nob Yoshigara. Das Spiel, das in den 1970ern zuerst hergestellt wurde, wird seit Ende des vorigen Jahrhunderts in den USA verkauft; inzwischen gibt es auch eine Reihe von Ablegern. Ziemlich neu ist Rush Hour Shift, das nicht nur durch ein bewegliches Spielbrett auffällt: Es ist ein Zweipersonenspiel, das auf der Denksportaufgabe beruht.

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Abwärts

Gravity Maze

Gravity MazeThinkfun ist bekannt für Spiele, die die Hirnzellen auf das äußerste beanspruchen. Die von uns besprochenen Amaze und auch WordARound sind hierfür gute Beispiele. Und auch das Gravity Maze fällt wieder in diese Gruppe.

Das Spiel ist insofern im selben Genre wie Amaze als dass es um ‚Labyrinthe‘ geht, bei denen der Weg von A nach B gesucht werden muss. Aber damit endet dann auch schon die Verwandtschaft: Bei Gravity Maze baut man das Labyrinth, und wenn es erst einmal richtig gebaut ist, tun eine Kugel und die Schwerkraft den Rest. Insofern erinnert es auch an die kompetitive Version von Cuboro,

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Turmbau zu Schachel

SixMaKING

SixMaKINGSo langsam bin ich durch meinen Stapel an Spielen von der letzten SPIEL durch – ein paar habe ich noch, aber ich sehe inzwischen den Boden. Das heißt aber nicht, dass die Spiele, die ich noch in der Pipeline habe, die schlechteren sein müssten – ich wähle die Spiele nicht danach aus, ob sie mir vielversprechend aussehen oder nicht, sondern eher danach, welche Spiele für unsere Leser zum Zeitpunkt der Rezension eher interessant sein dürften – Spiele, die zu bestellen mehrere Wochen dauert (weil sie bspw. aus Fernasien kommen), werde ich nicht in den letzten zwei Wochen vor Weihnachten besprechen, weil Leute, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen, damit eher weniger anfangen können. Ob Spiele gut oder schlecht sind (oder zu sein scheinen), ist weniger ein Auswahlkriterium: es ist für einen Käufer sicher mindestens genauso wichtig, vor einer Zitrone gewarnt zu werden. Wie auf ein Goldstück aufmerksam gemacht zu werden. Deshalb wähle ich unter den aktuell interessanten zufällig aus – was liegt zur Zeit so weit oben im Stapel, dass der mir nicht um die Ohren herum zusammenstürzt, wenn ich das Spiel herausziehe?

Wäre es anders, gibt es einige Verlage, deren Spiele ich sicherlich vorziehen würde, weil sie mich bis jetzt noch immer angenehm überrascht haben – und das, obwohl ich bereits gutes von ihnen erwarte. Einer dieser Verlage wäre in einem solchen Fall mind fitness games aus Rumänien. Der Verlag ist – passend zum Namen – spezialisiert auf einfache Denkspiele, die es in sich haben – Muskelkater im Hirn ist vorprogrammiert. Das gilt auch für SixMaKING, das ursprünglich 2013 erschienen ist, zu dem aber voriges Jahr zur Spiel eine neue, erweiterte Version herauskam, die uns für diese Rezension vorlag.

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Anglerlatein

Charta Krymenesiae

Charta KrymenesiaeEs gibt Kleinverlage, auf deren Spiele wir uns immer freuen. Sie produzieren Spiele bestimmter Genres oder bestimmter Kategorien, und mit konstant hoher Qualität, so dass es immer eine Freude ist, ein neues Spiel auszupacken. Es sind oft diese Spiele, die mich wünschen lassen, dieses Blog nie begonnen zu haben – dann hätte ich mehr Zeit für diese Spiele. Aber andererseits würde ich wahrscheinlich auch manche dieser Verlage gar nicht erst kennen gelernt haben. So hat, wie ein bekannter Fußballspieler einmal sagte, jeder Nachteil seinen Vorteil.

Einer dieser Verlage ist der rumänische Verlag Mind Fitness, von dem wir bereits Spiele wie Rematch oder Pure Halloween besprochen haben. Auf der letzten Spiel konnten wir ein Testexemplar des neuen Mind-Fitness-Spiels Charta Krymenesiae ergattern, das schon vom Material her ungewöhnlich ist. Beim Auspacken rief einer der Spieler meiner Testrunde sofort „Hey, Delfine, cool!“ Wobei er dann leicht enttäuscht wirkte, als man ihn darauf hinwies, dass es im Spiel um Orcas gehe, quittierte das dann aber mit „auch cool“. Als er auf das folgende Lachen hin verwirrt schaute, musste man ihn erst informieren, dass in der Systematik die Delfine als delfinartige in die Unterordnung der Zahnwale gehört – und dass der Schwertwal / Orca wiederum in die Familie der Delfine gehört…

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Zahlentetris

Tetmithra

TetmithraDer (süd-)koreanische Verlag Gamesapiens fällt vor allem dadurch auf, dass seine Spiele in der Regel nicht in Kartonschachteln sondern in Blechdosen verkauft werden. Oft ist um diese Dose herum noch ein Kartonumschlag, ähnlich dem Schutzumschlag eines Buches, angebracht, der mit dem bedruckt ist, was man normalerweise auf der Schachtel erwarten würde.

Das Cover zeigt zwei Roboter oder Mecha, die auf farbige Würfel einprügeln. Und auch in dem Spiel selbst findet man farbige Würfel und Roboter wieder, und das ganze ist ein Zweipersonenspiel. Allerdings findet man von den Robotern – abgesehen von der Illustration – nichts wieder. Das Spiel selbst ist eher abstrakt.

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Taschendamen

Frustr8or

Frustr8torManchmal muss man nur eine Idee haben, wie man eine klassische Denksportaufgabe in ein neues Gewand steckt, um ihr ein modernes Äußeres zu verpassen. Wenn es ungewöhnlich genug ist, ist es immer ein Hingucker, und manchmal muss man hierfür auch quer denken.

Ein solcher Fall ist der Frustr8tor (spricht sich Frustrator, also frustr-eight-tor aus). Richtig neu ist das Teil zwar nicht, aber ich konnte mich nicht erinnern, ihn schon einmal auf der SPIEL gesehen zu haben, als ich ihn im Oktober dort sah.

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Siedlungsplanung

Oklahoma Boomers

Oklahoma Boomers

Wir feiern den 23. April 1889 und befinden uns auf 35° 28′ N, 97° 31′ W. Mehr als 10.000 Siedler haben auf dem Land, wo später Oklahoma City liegen wird, ihre neue Heimat erworben – im Rahmen des Oklahoma Land Runs am gestrigen Tage. Noch herrscht das Chaos, denn auch wenn die Siedler sich auf ‚ihrem‘ Land befinden (das soeben erst den Indianern abgenommen wurde), sind die Grenzen zwischen den einzelnen „Homesteads“ noch alles andere als klar, und jeder versucht, sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen zu sichern.

Das ist die Ausgangslage in Oklahoma Boomers, das der ehemals Nijmegener, jetzt Venloer Spieleautor Martyn F im Eigenverlag herausgegeben hat. Finanziert wurde es über die SpieleSchmiede, und genau zum geplanten Zeitpunkt ausgeliefert, so dass es auch zur SPIEL verfügbar war. Während der Finanzierung bei der Schmiede hat sich noch der Mönchengladbacher Mücke-Verlag eingeklinkt, so dass sowohl das Logo von Mücke als auch das des Spieleverlags von Martyn F, Emma Games, auf der Schachtel prangt.

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Das vierte Symbol

rockpaperscissorsbangRock – Paper – Scissors – Bang

Das „altbekannte“ Papier-Stein-Schere ist gar nicht so alt, wie viele vielleicht denken mögen, zumindest in der westlichen Welt. Wann genau es aus Asien – wo es allem Anschein nach schon vor Jahrhunderten gespielt wurde – nach Europa kam, ist umstritten. In der deutschen Wikipedia wird das 19. Jahrhundert genannt, laut der englischen Version soll es erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts Bekanntheit gewonnen haben.

Neben vielen japanischen Spielen, in denen das Spielprinzip verwendet wird, und einigen Erweiterungen (wie Stein-Schere-Papier-Echse-Spock) wird das Spielprinzip aber auch in Brettspielen verwendet, die aus anderen Ländern stammen. So zum Beispiel in einen Brettspiel von North and South Games, einem kleinen Verlag aus Großbritannien, der das Spiel in einer ersten Ausgabe für 2 Spieler und in einer Mini-Auflage von 100 Stück produzierte, und in Essen dann die 2. Ausgabe mit Material für bis zu 4 Spieler präsentierte. Neben Papier, Schere und Stein gibt es hier noch ein viertes Motiv: eine Dynamitstange.

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