Tag Archiv für Denkspiel

Schiebekugeln

Shiftago – Erstverkaufstag

ErstverkaufstagShiftagoNoch ein junger Verlag ist WiWa-Spiele aus Oberhaching. Der Verlag, der seinen Namen von den beiden Geschäftsführern (Robert Witter und Frank Warneke) ableitet, hatte bislang nur ein Spiel, Barragoon, veröffentlicht, das wir hier besprochen haben. Obwohl Barragoon ein Erstlingswerk ist, hat es den MinD Spielepreis 2016 in der Kategorie "komplexes Spiel" gewonnen. Und jetzt legt der Verlag mit Shiftago nach, das heute Erstverkaufstag hat.

Shiftago ist ein Spiel mit zu schiebenden Kugeln – wer das Spiel das erste Mal sieht, vergleicht es sicherlich mit Spielen wie Abalone oder Tomoko, stellt aber beim Spielen schnell fest, dass Shiftago mit beiden nur wenig gemeinsam hat. Und schnell ist auch das vergessen, denn das Spiel reizt wieder einmal alle Gehirnzellen.

» Weiterlesen

Banditen im Westen

Old Town Robbery

Old Town RobberyClicker ist bekannt als ein Verlag, der sich auf Denkspiele spezialisiert hat. Die Themen sind breit gefächert: in Schinderhannes geht es um die (Un-)Taten eines Johannes Böckler, versunkene Schatzschiffe gilt es in fleet 1715 zu entdecken, und in ein Wiener Kaffeehaus geht es bei Café Melange. (Links jueweils zu unserer Rezension)

Auf der letzten Spiel gab es ein neues Spiel, das diesmal weniger dem logischen Vermögen sondern mehr dem Kurzzeitgedächtnis der Spieler eine Herausforderung bietet. In Old Town Robbery sieht der Hilfssheriff nach dem Rechten, bis ein Überfall geschieht. Aber wer ist der Täter? Ein Zeuge verweist jeweils auf den nächsten, der den Täter gesehen hat, aber wo findet man jetzt den nächsten Zeugen? Wer sich aus der ersten Runde durch den Ort noch am besten erinnert, wer sich gerade wo befindet, hat die besten Chancen.

» Weiterlesen

Farbkugelduell

Bola

bolaHuch, geht’s hier etwa um Paintball? Was hat denn das dann unter unseren Spielerezensionen zu suchen? Und das auch noch von F-Hein-Spiele? Da kann doch was nicht stimmen…?

Stimmt. Es geht zwar um bunte Kugeln, und auch um ein 2-Spieler Spiel, insofern ist es schon ein "Duell", aber alles andere als militant. Wäre auch sehr verwunderlich – der kleine Verlag F-Hein-Spiele veröffentlicht schon seit langem schöne Legespiele, die zwar schon für Kinder, aber dem Anspruch nach auch durchaus für Erwachsene gut geeignet sind. Dabei fällt oft die farbenfrohe Grafik auf – so auch hier.

» Weiterlesen

Stadtlandkarten

Smart Guy

Smart GuyIn einer Beziehung sind die Titel der sog. "Match Games“ des moses.-Verlags irreführend. Ich meine damit nicht, dass sie größer sind als eine normale Streichholzschachtel – sie wirken immerhin auf mich wie die Schachteln, in denen Kaminanzünder in Streichholzform verkauft werden. Manch ein Käufer könnte aber beim flüchtigen Blick auf die Schachtel auf die irrige Idee kommen, dass es Spiele aus Großbritannien oder gar den USA sind – die Reihenbezeichnung 'Match Games' legt das ebenso nahe wie die einzelnen Titel der Reihe -, und man muss schon genauer hinsehen, um zu erkennen, dass es sich hier um deutsche Spiele handelt.

Besonders genau hinsehen muss man bei Smart Guy, denn der Untertitel lautet hier "Who’s the best?“. Erst wenn man auf die Rückseite blickt, sieht man deutschen Text. Bei anderen Spielen der Reihe ist wenigstens auf dem Titelbild noch ein deutschsprachiger Untertitel zu sehen – beim von uns bereits besprochenen Bad Habit ist es beispielsweise "Wer hat den größten Knall?“

» Weiterlesen

Im Rotfolienbezirk

black stories – Das Verhör

black stories - das VerhörDie black stories sind wohl den meisten ein Begriff: auf Karten stehen mehr oder weniger abstruse Situationen – meist mit fatalem Ausgang – und die Frage ist: Was steckte dahinter? Einer der Spieler als Erzähler weiß es, denn er sieht als einziger die Rückseite – alle anderen müssen mit ja/nein-Fragen versuchen herauszufinden, was hinter den Ereignissen steckt. Inzwischen gibt es mehrere Dutzend Pakete mit je 50 Stories, so dass sie bei manchen Parties zum festen Bestandteil geworden sind.

Herausgeber der black stories ist der moses.-Verlag, der jetzt mit black stories – Das Verhör eine neue Spielart hinzufügt. Hier sind die 3-6 Spieler Kommissare, die einen Mordfall aufklären wollen. Welche Spuren ihnen hierfür zur Verfügung stehen und wer der Täter war, ist durch ein interessantes System jedes Mal anders.

» Weiterlesen

Umgrenzt

Fendo

FendoNach Quint-X und Samsara in den letzten zwei Wochen kommt heute mit Fendo das dritte Spiel von Gerhards Idee und Design an die Reihe, was meine persönliche Warteschlange wieder leert.

Auch für Fendo gilt, was das Material angeht, meine Aussage der letzten zwei Wochen: eine unscheinbare braune Kartondose mit einem Aufkleber, aber sehr schönes Material, das man gar nicht mehr wegpacken möchte. Das Brett aus geöltem Buchenholz ist einfach nur schön, und die Figuren sind zwar farbig bemalt, aber nicht so aufdringlich wie man es von vielen anderen Spielen her kennt, sondern so, dass sie hervorragend zu dem Brett passen.

» Weiterlesen

Samurai-Gomoku

Quint-X

Quint-XEs wird den einen oder anderen bereits aufgefallen sein: seit letzter Woche erscheinen hier beinahe keine Rezensionen mehr. Der Grund ist einfach: Ich bin durch die Spiele, die bei mir liegen, durch, und mein Mit-Redakteur hat eine, nunja, etwas niedrigere Frequenz. Seit der RPC habe ich zwar eine ganze Reihe Rollenspielmaterial hier, aber das kann man nicht ganz so schnell rezensieren.

Daher bin ich ganz froh, wenn Spieleherausgeber mir neue Spiele zuschicken, zwecks Rezension. Dies gilt selbstverständlich doppelt für Spiele, die für unser Erstverkaufstags-Versprechen in Frage kommen. Wer aber andere Spiele, die in unser normales Œuvre fallen (Brett-, Karten- und Rollenspiele, aber keine Sammel(karten)spiele und keine Computerspiele) besprochen sehen möchte, kann sie gerne an die Adresse im Impressum senden. Wenn man vorher uns noch kurz kontaktiert, wäre das nett, aber nicht unbedingt notwendig.

Ein Verlag, der vorige Woche Spiele geschickt hat, ist Gerhards Spiel und Design, deren Spiele sich in der Regel durch zwei Eigenschaften auszeichnen: zum einen sind sie meist rechte Hirnverzwirner, zum anderen aus Holz und Glas und so schön, dass man sie gar nicht in der Spieleschachtel verwahren möchte, sondern eher als Konversationsstück auf einem Sideboard oder ähnlichem ausstellen möchte.

» Weiterlesen

Staubekämpfung

Rush Hour Shift

Rush Hour ShiftUnter den Behauptungen, die die Mythbusters überprüft haben, gehört auch ein Statement, das Jamie Hyneman zu Beginn einer Episode machte: Zu Beginn von Traffic Tricks behauptete er "Traffic jams suck“. Die Episode bestätigte nicht nur die Behauptung, sondern auch noch einige andere Aussagen zu Verkehrsstaus.

Nicht erwähnt wurde in der Episode allerdings das Denksport-Puzzle (im Sinne eines Rätsels) Rush Hour von Nob Yoshigara. Das Spiel, das in den 1970ern zuerst hergestellt wurde, wird seit Ende des vorigen Jahrhunderts in den USA verkauft; inzwischen gibt es auch eine Reihe von Ablegern. Ziemlich neu ist Rush Hour Shift, das nicht nur durch ein bewegliches Spielbrett auffällt: Es ist ein Zweipersonenspiel, das auf der Denksportaufgabe beruht.

» Weiterlesen

Abwärts

Gravity Maze

Gravity MazeThinkfun ist bekannt für Spiele, die die Hirnzellen auf das äußerste beanspruchen. Die von uns besprochenen Amaze und auch WordARound sind hierfür gute Beispiele. Und auch das Gravity Maze fällt wieder in diese Gruppe.

Das Spiel ist insofern im selben Genre wie Amaze als dass es um 'Labyrinthe' geht, bei denen der Weg von A nach B gesucht werden muss. Aber damit endet dann auch schon die Verwandtschaft: Bei Gravity Maze baut man das Labyrinth, und wenn es erst einmal richtig gebaut ist, tun eine Kugel und die Schwerkraft den Rest. Insofern erinnert es auch an die kompetitive Version von Cuboro,

» Weiterlesen

Turmbau zu Schachel

SixMaKING

SixMaKINGSo langsam bin ich durch meinen Stapel an Spielen von der letzten SPIEL durch – ein paar habe ich noch, aber ich sehe inzwischen den Boden. Das heißt aber nicht, dass die Spiele, die ich noch in der Pipeline habe, die schlechteren sein müssten – ich wähle die Spiele nicht danach aus, ob sie mir vielversprechend aussehen oder nicht, sondern eher danach, welche Spiele für unsere Leser zum Zeitpunkt der Rezension eher interessant sein dürften – Spiele, die zu bestellen mehrere Wochen dauert (weil sie bspw. aus Fernasien kommen), werde ich nicht in den letzten zwei Wochen vor Weihnachten besprechen, weil Leute, die noch ein Weihnachtsgeschenk suchen, damit eher weniger anfangen können. Ob Spiele gut oder schlecht sind (oder zu sein scheinen), ist weniger ein Auswahlkriterium: es ist für einen Käufer sicher mindestens genauso wichtig, vor einer Zitrone gewarnt zu werden. Wie auf ein Goldstück aufmerksam gemacht zu werden. Deshalb wähle ich unter den aktuell interessanten zufällig aus – was liegt zur Zeit so weit oben im Stapel, dass der mir nicht um die Ohren herum zusammenstürzt, wenn ich das Spiel herausziehe?

Wäre es anders, gibt es einige Verlage, deren Spiele ich sicherlich vorziehen würde, weil sie mich bis jetzt noch immer angenehm überrascht haben – und das, obwohl ich bereits gutes von ihnen erwarte. Einer dieser Verlage wäre in einem solchen Fall mind fitness games aus Rumänien. Der Verlag ist – passend zum Namen – spezialisiert auf einfache Denkspiele, die es in sich haben – Muskelkater im Hirn ist vorprogrammiert. Das gilt auch für SixMaKING, das ursprünglich 2013 erschienen ist, zu dem aber voriges Jahr zur Spiel eine neue, erweiterte Version herauskam, die uns für diese Rezension vorlag.

» Weiterlesen