Tag Archiv für Domino

Domuno

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Cross Roads

Ameisen zu beobachten kann für manchen eine spannende Beschäftigung sein. Hin und her, scheinbar in willkürlichen Zickzack, laufen sie durch die Gegend und es erscheint manch einem wie ein Wunder, dass sie den heimatlichen Bau noch wiederfinden. Allerdings orientieren sie sich hierbei an Duftspuren, die sie und ihre Artgenossen hinterlassen, die aber für uns ohne technische Hilfsmittel verborgen bleiben.
Ebenfalls in ständigem Zickzack legen die Spieler bei Cross Roads von der Game Factory ihre Karten ab. Und wie bei den „großen Vorbildern“ UNO oder Mau Mau können Sie auch hier versuchen, ihren Mitspielern zusätzliche Handkarten zuzuspielen.

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Hexetto

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Hexx & Hopp

Hexx und HoppWas aus dem Hause "Drei Hasen in der Abendsonne“ kommt, ist immer interessant und gut zu Spielen. Wir haben von ihnen beispielsweise Bim Bamm, Talo oder auch Sonne und Mond besprochen.

Bemerkenswert an den Spielen des Verlages ist, dass man oft aus der Aufmachung nicht erkennen kann, für welches Zielpublikum es geschaffen wurde – teilweise auch, weil die Spiele selber ein sehr breites Publikum bedienen. Während beispielsweise Bim Bamm auf den ersten Blick wie ein Kinderspiel aussieht, ist im Ergebnis ein Spiel, das Erwachsenen genauso gefällt und das sogar gemeinsam gespielt werden kann. Im Gegenzug sieht Hex & Hopp ein wenig aus wie ein Spiel von Mathematikern.

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Quadratdomino

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Quartex

QuartexDie Feiertage sind vorbei, und in der nächsten Zeit kommen die Spiele wieder in 'normalerer' Mischung. Allerdings fange ich jetzt mit einem Spiel an, das man zumindest in gut sortierten Läden finden sollte – den Verlag habe ich jedenfalls noch nicht im Supermarkt gesehen.

Wenn man auf die Rückseite der Spieleschachtel blickt, sieht Quartex aus wie ein ganz normales Domino, mit quadratischen Steinen. Aber es ist deutlich mehr. Auf der Rückseite steht schon etwas von Punkten, die man sammeln soll – das ist schon deutlich weiter gehend als 'einfaches' Domino.

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Hippomino

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Shuffle: My Little Pony

Shuffle - My Little Pony Aus gegebenem Anlass werde ich heute nicht das Spiel rezensieren, dass ich ursprünglich für heute geplant hatte. Da durch die Betriebsversammlungen bei DHL gestern die rechtzeitige Lieferung einiger Nikolausgeschenke fraglich sein könnte, habe ich ein kleines Spiel ausgesucht, das als Mitbringsel geeignet ist.

My Little Pony ist ein recht bekanntes Franchise, das bereits in den 80er Jahren angelaufen ist. Zunächst nur Ponypuppen, kamen schnell Zeichentrickfilme und -serien, Computerspiele und sogar ein Livemusical hinzu. ASS bietet in seiner Shuffle-Serie kleiner Spiele ebenfalls ein My-Little-Pony-Spiel an, das hier vorgestellt wird.

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3×3mino

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DuCoDuco

Auf der SPIEL wurde uns unter anderem ein Spiel in die Hand gedrückt, das im Laufe dieser Woche auf Kickstarter gestartet wurde, und dessen Finanzierung nur kurz läuft: Am 24. Januar endet die Projektperiode bereits. Das Spiel war bereits im Eigenverlag verfügbar, aber durch die Kickstarter-Finanzierung wird es für ein größeres Publikum erreichbar, insbesondere für amerikanische Käufer. Außerdem scheint Game Salute, die sich auf dieses Geschäftsmodell spezialisiert haben, eine bessere Möglichkeit für den Versand gefunden zu haben, denn die Versandkosten für europäische Geldgeber sind anders als bei anderen Projekten absolut im Rahmen.

Duco ist meines Wissens das erste Spiel des schwedischen Verlages GOTY-Games (ob die Spiele dieses Verlages wirklich Games of the Year, also Spiele des Jahres, werden, wird sich allerdings noch herausstellen müssen). Der Autor ist bislang nur mit einer Fan-Erweiterung zu Seven Wonders in Erscheinung getreten, und will mit Duco auf dem Spielemarkt Fuß fassen.

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Liniendomino

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LightLineLight-Line

Ein Spieleverlag kann sich auf verschiedenen Wegen versuchen, einen Namen zu machen. Der eine verwendet immer dieselbe Farbe für die Schachteln und lässt alle Spieltitel mit demselben Buchstaben beginnen, bis es auffällt, der andere versucht, durch ein möglichst breites Angebot in das Bewusstsein der Käufer vorzudringen. Einige arbeiten mit bestimmten Materialien, andere suchen sich selbst bewusst eine besonders enge Nische, in der sie sich etablieren.

Zu der letzteren Sorte gehört wohl auch Adlung-Spiele. Ein Adlung-Spiel ist leicht zu beschreiben, wenn man rein von Äußerlichkeiten ausgeht: ein Kartenspiel mit ca. 66 Karten in einer kleinen Karton-Schachtel mit einer Größe von ca. 9 cm × 6 cm × 2 cm. Die Schachtelgröße ist normiert, und wenn man ein solches Spiel sieht, ist die Reaktion "Ah, ein Adlung-Spiel“ beinahe automatisch – zumindest, wenn man schon einmal mit dem Verlag zu tun hatte. Dann weiß man aber meist auch schon, dass diese Äußerlichkeit keinen Rückschluss auf den Inhalt zulässt: Abgesehen davon, dass die Schachtel neben Platz für Karten und Regelheftchen nur noch sehr wenig Platz für Luft bietet – eigentlich gar keinen -, kann man hier so ziemlich alle Richtungen finden, in die ein Spiel gehen kann.

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Mehr Schokolade

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Schokoly

Der Steffen-Verlag ist bekannt für kleine, gute Spiele, wie zum Beispiel Scho K.O., das wir kurz vor der Messe besprochen hatten.

Auf der Messe wurde dann sozusagen eine neue Sorte aufgelegt: in Schokoly (Untertitel: Süß und fies) wird das Spielsystem erweitert. Statt nur zwei gibt es jetzt drei Schokoladesorten (neben Zartbitter und Weiß jetzt auch Vollmilch), die Smarties von Scho K.O. sind nicht mehr auf den Steinen aufgedruckt, und man kann es auch zu dritt spielen.

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Bauunternehmung

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Hetrix

‚Pavillons‘, also gemeinsame Ständer der Herausgeber eines Landes, haben ja seit einigen Jahren Tradition auf der SPIEL, vor allem japanische und koreanische Verlage kennt man fast ausschließlich von derartigen Sammelständen. Das hat natürlich gerade bei derart weit reisenden Verlagen einen nicht unerheblichen finanziellen und organisatorischen Vorteil: meist können an einem Stand Supporter eingesetzt werden, die nich nur Spiele eines Verlages, sondern mehrerer Verlage erklären können.

Wenn man die Stände allerdings vergleicht, so ist der japanische Stand meist eher klein, während der koreanische Stand weiträumig ist. Das ist aber sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass aus Japan eher Kartenspiele kommen, die relativ wenig Spielplatz benötigen und auch schnell aufgebaut und auch wieder abgebaut sind, während Korea eher mit schönen Brettspielen punktet, die auch nicht so einfach im Auf- und Abbau sind, sondern wesentlich größere SPieltische längere Zeit besetzen. Wie zum Beispiel Hetrix, ein Hexagon-Legespiel.


In der Verpackung – relativ klein und kompakt gehalten – findet man folgende Teile:

  • eine Spielregel in Englisch und Koreanisch
  • eine Platiktasche mit Reißverschluss-Ziplock
  • 84 Hetrix-Steine
  • 12 Verbindungssteine

Die Spielregel ist kurz und deutlich geschrieben, allerdings wie gesagt nur in Englisch und Koreanisch zu finden. Auf der Webseite von Aurum gibt es auch eine deutsche Version, die man aber leider nicht herunterladen kann.

Die Tasche ist durchscheinend, aber groß genug, dass man alle Hetrix-Steine darin unterbringen kann. Eine interessante Methode, die ich bei europäischen Spielen leider nur sehr selten sehe – meist muss man sich selbst Ziplock-Tüten oder Schraubenkästen besorgen, oder man lässt hierzulande die Teile frei in der Dose herumstreunen.

Die Hetrix- und Verbindungs-Steine befinden sich bei Lieferung nicht in der Tüte, sondern in Kartonbrettern, aus denen sie ausgedrückt werden müssen. Das geht allerdings sehr leicht – für meinen Geschmack fast schon zu leicht: beim Hochheben der Kartons fielen mir bereits die ersten Steine entgegen, die man so leicht verlieren kann. Aber ich habe sie noch alle wiedergefunden.

Die Steine sehen schön aus – sie sind sechseckig, und in der Mitte jeder der sechs Seiten sieht man einen Edelstein in einer von sieben Farben: rot, orange, gelb, grün, blau, violett und ultrav weiß. Weiße Edelsteine können jede beliebige Farbe annehmen und so Reihen verlängern. Besondere Steine sind die Verbindungssteine, die nur Edelsteine mit zwei Farben aufweisen, und mit denen daher leichter Reihen gebildet werden können.

Verlängern? Ja, darum geht es in dem Spiel. In vier Runden erhält jeder Spieler jeweils fünf Steine, die er auf Zeit in eine Matrix (also aneinanderliegend) anbaut, so dass möglichst viele Farbreihen möglichst lang werden. Jeder Spieler baut eine eigene Matrix, darf aber einen der Steine (nicht einen Verbindungsstein) in die Matrix des linken Nachbarn einsetzen, wenn dieser seine eigenen Einbauten beendet hat (also selber vier Steine eingebaut hat und auf seinen linken Nachbarn wartet, oder alle fünf Steine eingebaut hat). Hierbei darf aber ein einmal gelegter Stein auf gar keinen Fall mehr verschoben werden.

Nach jedem einzelnen Durchgang erhält jeder Spieler Punkte für seine Reihen – Reihen von Edelsteinen derselben Farbe, die mindestens vier Steine lang sind. Punkte gibt es in Höhe der Länge der Kette. Nach dem 4. Durchgang gibt es zusätzlich noch Bonuspunkte for den Spieler mit der längsetn Kette in jeder einzelnen Farbe (wenn diese Kette mindestens 5 Steine lang ist), Spieler mit der längsten Kette insgesamt, und für den Spieler mit der größten Gesamtkettenlänge. Gewonnen hat der SPieler mit den meisten Punkten.

Der Verbindungsstein – auf dem ja zwei Farben bereits Dreierketten formen, die nur noch minimal verlängert werden müssen – ist hierbei natürlich besonders wichtig. Jeder SPieler erhält zu Spielbeginn einen solchen verbindungsstein, er darf jederzeit in die eigene Matrix eingebaut werden. Natürlich darf auch er anschließend nicht mehr versetzt werden.

Obwohl das Spiel von der Machart her an Domino erinnert, ist es doch wesentlich weniger glücksabhängig als das Herrenspiel. Die Fähigkeit, lange Ketten zu erstellen und die Möglichkeiten zu solchen in den eigenen Steinen zu sehen, ist beinahe ausschließlich spielentscheidend – wäre da nicht zum einen die Sabotage durch die Mitspieler, die einem an den ungeeignetsten Stellen ihre eigenen Steine in die Matrix legen. Natürlich darf man auch die Matrix vor allem des linken Mitspielers nicht aus den Augen lassen, und sollte sich auch nicht zu schade sein, einen eigenen Stein dort störend unterzubringen. Auch diese Taktik ist sehr wichtig und sollte nicht übersehen werden.

Hetrix hat nicht grundlos den Preis für das beste Spiel 2010 der Korean Creative Content Associaction erhalten. Wer das Spiel nur einmal 'kurz antestet‘, wird vielleicht nicht so warm mit diesem abstrakten Legespiel, aber nach ein paar Runden erschließt sich einem dann eine überraschend spannende Spielidee, die sich durch die Sabotage der Mitspieler deutlich schwieriger darstellt als man zunächst denken könnte. Wenn man es zu einem akzeptabelen Preis erwerben kann, sollte man unbedingt zuschlagen – einfach ist es sicherlich nicht zu finden.

Hinweis: die Mailadresse, die man erhält, wenn man auf der Webseite von Aurum auf 'How to Buy' klickt, scheint in den USA zu sitzen.

Hersteller Aurum
Autor nicht angegeben
Spieler 2-4
Denken 9
Glück 6
Geschicklichkeit 2 (ausgelegte Matrizen dürfen sich nicht mehr verändern)
Preis ca. € 16,35 (umgerechnet vom Preis auf der Webseite, 25.000 W)