Tag Archiv für -dr

Fiktionaler Konflikt

Hot War

Hot War: Battle for Oil

Was wäre wenn… diese Frage stellen sich sowohl Verteidigungsminister und Generäle als auch CoSim-Spieler. Der russische Herausgeber Zvezda, der in erster Linie militäische und andere Modelle produziert, ähnlich wie das bei uns bekanntere Revell, bietet für seine Modelle mit der Art of Tactic-Reihe CoSims an, die in verschiedenen historischen und pseudo-historischen Settins spielen.

So gibt es unter anderem ein Szenario, das zum Glück nicht wahr wurde, aber durchaus hätte wahr werden können. In Hot War – Battle for Oil gab es weder Glasnost noch Perestroika, dafür aber herrscht in einem fiktiven 1990 ein Ressourcenkrieg, da, wo die Ressourcen liegen – im mittleren Osten. Amerikanische und Sowjetische Einheiten versuchen, die Vorherrschaft über eben diese zu gelangen

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Sushi für alle

Sushi Draft

Sushi Draft

Dass Sushi das Lebensmittel ist, an das man zuerst denkt, wenn es um Japan geht, ist sicherlich unbestritten. Takahiro hat daraus ein hübsches kleines Spiel gemacht, in dem die Spieler in die Rolle von Kindern schlüpfen, die eine Sushi-bar besuchen. Einerseits wollen sie möglichst viel Sushi einer Sorte essen, andererseits hat die Mutter ihnen einen leckeren Pudding in Aussicht gestellt, wenn sie möglichst viele verschiedene Sorten probieren – welches Ziel mag man wohl eher erreichen?

Das Spiel kommt in einer sehr ambientemäßigen Aufmachung daher: in einer Bambusschachtel (wenn auch noch mal eine Plastikschachtel innendrin liegt). Sowohl die 18 Wertungschips (aus Karton, stabil) und die 32 Sushi-Karten (hervorragendes, widerstandsfähiges Material, beschichtet) sind rund – das macht zwar das Mischen ggf. etwas schwieriger, aber hübsch ist es trotzdem. Die Karten zeigen jeweils eine Art Sushi (es gibt zwei Joker, die eine gemischte Platte zeigen), und auf einigen ist etwas Wasabi zusätzlich abgebildet – das ist aber nur für die fortgeschrittene Regel wichtig.

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Likeritis

Social Network

Social Network

Zum Thema soziale Netzwerke hat auch der lettische Verlag Brain Games ein Spiel veröffentlicht – passenderweise heißt es Social Network, und um ebensolche geht es natürlich.

Jeder der bis zu 6 Spieler erhält die Karten seiner Farbe, deren Rückseite eine Computermaus darstellt – und möchte sie eigentlich möglichst schnell loswerden. Dabei müssen gezwungenermaßen die Mitspieler helfen, denn die meisten der Karten sind “Likes”, und die kann man ja nicht einfach so wild ins leere Web spielen – sondern lediglich auf fremde Profile oder Likes.

Wie also entstehen Profile? Nun, jeder Spieler hat ein solches vor sich, das zunächst einmal leer ist. Dort hinein dürfen an eigenen Karten lediglich Galerien, Wettbewerbe oder Quizkarten gespielt werden.

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Forscher in der afrikanischen Savanne

String Savanna

String Savanna

Dass ein Spiel, in dem es um die Beobachtung afrikanischer Tiere geht, ausgerechnet aus Japan kommt, hätte ich nicht gedacht. Allerdings trifft das auf String Savanna zu – die Spieler verkörpern Forscher, die Tiere in der afrikanischen Savanne beobachten sollen.

Das Spielmaterial kommt in einer handlichen, kleinen grünen Schachtel daher – es besteht aus:

  • 37 Tierplättchen
  • 30 Forschungsplättchen
  • 7 Landplättchen (alle aus Karton)
  • 1 langer brauner Feldfaden
  • 1 kurzer grauer Forschungsfaden
  • 4 × 40 Siegpunktmarker (4 Farben, Kunststoff)
  • 30 Forschungsmarker (je 6 in 5 Farben, Holz)
  • Spielanleitungen in Deutsch, Japanisch, Englisch und Französisch

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Elementares Energiegerangel

Ortus

Ortus

Wenn man über niederländische Spieleverlage spricht, fällt einem schnell auf, dass diese – verglichen mit Herausgebern anderer Länder – sehr oft für ihre Verlagsnamen ihre Muttersprache verlassen. Englisch scheint die Sprache der Wahl zu sein, auch wenn man im Lande der Windmühlen normalerweise Niederländisch und Friesisch spricht. Dies gilt auch für den Utrechter Herausgeber FableSmith, die sogar die nötige Energie aufgebracht haben, die gesamte Verlagswebsite auf Englisch zu schreiben.

À propos Energie: Die wollen auch die Krieger des Tiger- und auch die des Drachenordens haben. Energiequellen befinden sich in der Arena, und sie zu besetzen, ziehen die Elementarkrieger beider Orden gegeneinander ins Feld…

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Die Vorlieben von Tentakel-Aliens…

Tentacle Bento

Tentacle Bento

…kennt man ja aus diversen Animes und Mangas – hübsche Mädchen. Die gibt es in Hülle und Fülle an der Takoashi Universität, und daher haben die Aliens diese infiltriert und wollen jetzt die Studentinnen… nun, “einkassieren”.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines dieser Aliens, und versucht, für sich die meisten Mädchen abzugreifen (und zu verhindern, daß die Mitspieler das tun). Dazu muss man aus den Karten (insgesamt sind es 108) “Captures” bilden, die man dann vor sich ablegt – aber sicher“ sind sie da noch nicht, abgerechnet wird zum Schluss.

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Elementares Vierfachschach

Loka

Loka

Hat es euch eigentlich beim Schachspielen schon mal gestört, dass grundsätzlich der Angreifer schlägt, und dabei nicht verlieren kann? Mich schon, und Alessio Cavatore wohl auch.

Dieses Problem gibt es bei Loka nicht – das ganze erinnert im ersten Moment ganz bewusst stark an Schach, aber es hat eben auch Elemente, die man sonst eher aus dem Tabletopbereich kennt.
Zuerst einmal das Spielbrett – es ist beidseitig bespielbar, auf der Rückseite findet sich ein ganz gewöhnliches Schachbrett, wer unbedingt will, kann mit den Loka-Figuren auch Schach spielen (Regeln dazu, wer sie nicht kennt, liegen ebenfalls vor – im Anhang an die Loka Regel (alles in Englisch).

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Flinke Wortschatzbastelei

Zweins

Zweins

Es gibt eigentlich nur einige wenige Fakten, die man über Adlung-Spiele allgemein sagen kann: Sie sind günstig, passen in die Jackentasche und verwenden Karten als Spielmaterial. Ansonsten bieten sie eine bunte Bandbreite an Spielideen, so auch hier wieder mit Zweins.

Das Spielmaterial ist schlicht, aber schön – es handelt sich um 66 beidseitig bedruckte Motivkarten, und die Spielanleitung, die – inklusive zwei alternativen Spielideen für jüngere Kinder – auch auf zwei Seiten Platz hat. Die Kartenqualität ist, wie man es von Adlung gewohnt ist, sehr gut, die Karten liegen angenehm in der Hand und sind griffig – sollen sie auch sein.

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Bleibt alles in der Familie…

Nothing Personal

Nothing Personal

…so könnte man des öfteren denken, wenn bei Nothing Personal mal wieder vakant gewordene Positionen zu besetzen sind. Positionen? Ja, davon gibt es einige, denn auch die “angesehen Familien” haben eine recht strikte Hierarchie, und auf den Sprossen der Leiter möchte man doch sicherlich hinaufklettern und nicht etwa abstürzen – na ja, bei den Fischen schläft es sich so unbequem.

Einem erfolgreichen Crowdfunding bei Kickstarter sei dank konnte GameSalute auf der letzten Spiel mit diesem Spiel aufwarten – und man ist schon recht überrascht. Eine große, schwere Box aus den USA? Da ist man doch sonst manch anderes gewohnt? Mitnichten. Ja, auch in diesem Spiel gibt es viele Counter, aber die sind aus sehr stabilem Karton, bzw. einige sind sogar aus Metall.

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Mystisches Terraforming

Terra Mystica

Terra Mystica

2012 tauchte der Verlag Feuerland mit Terra Mystica auf der SPIEL auf – und verkaufte aus. 2013 hat eben dieses Spiel – wie ich denke völlig zurecht – den deutschen Spielepreis (und auch noch diverse andere) gewonnen, und dennoch schreibe ich diese Rezi erst kurz vor der SPIEL 2014, wo Feuerland mit der ersten Erweiterung aufwarten wird. Warum gerade jetzt?

Das hat mehrere Gründe. Einer ist sicher auch der, dass ich gerne noch mehr Leute auf dieses Spiel und diesen Verlag aufmerksam machen möchte, die vielleicht” nur auf der SPIEL mal stöbern” wollen; aber der Hauptgrund ist der, dass ich gerne verschiedene Besetzungen durchprobieren mag, vor allem bei Spielen, wo die verschiedenen Spieler eben nicht genau dieselben Startbedingungen haben, und mich interessiert vor allem, ob dennoch irgendwo Chancengleichheit herrscht, so dass es also wirklich nur Geschmackssache ist, welche Rolle man spielt.

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