Tag Archiv für -dr

Gurken sind doch Rudeltiere

5GurkenFünf Gurken

Den Eindruck kann man zumindest bekommen, wenn man in die Schachtel von Fünf Gurken schaut – darin befinden sich nämlich, neben einer Anleitung in Deutsch und Englisch (anderssprachige Versionen gibt es bei Lizenznehmern im Ausland) 60 Karten, auf denen Gurken aufgedruckt sind, sowie 30 kleine Gurken aus Holz. Die Regeln kann man auch bei 2F-Spiele downloaden. Mehr hätte nicht in die Schachtel gepasst – die kleine Schachtel ist gut gefüllt, und somit eigentlich keine Mogelpackung. Wenn man aber genau hinschaut, ist sie das irgendwie doch, denn sie wiegt nie im Leben 555 Gramm (steht aber drauf – den Gag konnten sich 2F-Spiele wohl nicht verkneifen).

Worum also geht es? Das Spiel ist eine recht hübsche Umsetzung des skandinavischen Spiels Agurk, einem Stichspiel, bei dem es darum geht, den letzten der sieben Stiche nicht zu bekommen. Wer diesen doch mitnehmen muss, bekommt dafür Gurken – wie viele, das entscheidet die Karte, mit der dieser Stich mitgenommen wurde.

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Wer hat an der Uhr gedreht…

Geistesblitz5vor12GeistesBlitz 5 vor 12

…diesen Slogan kennen wir eigentlich eher von Paulchen Panther, aber der ist auch für den Geist Balduin gerade wichtig, denn für sein Rendezvous wird’s reichlich knapp… dementsprechend schnell sollte es im Spiel zugehen, und das tut es auch.

Möglicherweise kennt der geneigte Leser schon das erste Geistesblitz aus dem Hause Zoch – die originelle Idee ist hier weitergesponnen worden und kann nun um einiges komplexer gespielt werden. Wichtig, um hier punkten zu können, sind schnelle Auffassungsgabe, Konzentrationsvermögen, und auch gute Reflexe / Hand-Auge-Koordination, der Faktor Glück bleibt angenehmerweise quasi außen vor.

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Die Karawane zieht weiter

KashgarKashgar – Händler der Seidenstraße

Das Prinzip des Deckbuildings an sich ist nun nicht mehr neu – nun, als Kashgar erdacht wurde, war es das noch, allerdings lag die Idee, die Gerhard Hecht hatte, wohl eine Weile zunächst herum und wurde nun in Form von Kashgar bei Kosmos veröffentlicht. Eines vorneweg – es ist kein reiner Deckbuilder, und außerdem funktioniert er auch anders als einige bekannte Formate, aber das Grundprinzip ist, dass man langsam aber sicher ein (oder in diesem Fall mehrere) Decks aus Karten zusammenstellt, erweitert, umbaut und im Endeffekt tunt, bis sie das tun, was sie sollen, um einem zum Sieg zu verhelfen.

Aber schauen wir uns erst mal an, was in der Schachtel so drinsteckt. Da sind 4 Spieltableaus, die Zahlen von 0-9 für die Gewürze Ingwer, Nelken, Pfeffer, Anis und Zimt sowie für Gold und 0-6 für Mulis zeigen, 20 Gewürzmarker in Säckchenform aus Holz, 4 Goldmarker und 4 Mulimarker, und letztendlich insgesamt 165 Karten. Eine Ecke Luft ist danach durchaus noch in der Schachtel, allerdings nicht in allen Dimensionen – und Kosmos-Schachteln sind nun mal einfach quadratisch, von daher ist das verständlich. Die Karten sind von guter Qualität, die Tableaus aus stabilem Karton, und die Grafik ist durchweg schön und ansprechend. So weit so gut – was machen wir denn jetzt mit den Karten?

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Produziert wird immer

GlasstrasseDie Glasstraße

…das gilt zumindest für Die Glasstraße, die Messeneuheit aus dem Hause Feuerland. In einer rechteckigen und wirklich vollgepackten Schachtel findet der Spieler sehr viel Material, das dieses simulieren soll:

  • 1 Gebäudetafel
  • 4 Landschaftspläne
  • 4 Produktionstableaus – auf diesen müssen noch Zeiger montiert werden
  • 4 Sätze a 15 Personenkarten
  • 51 Landschaftsplättchen
  • 24 große Waldplättchen
  • 93 Gebäudeplättchen
  • 40 Warenmarken aus Holz – diese werden vor dem ersten Spiel mit Aufklebern versehen
  • 1 Startspielerkelch aus Karton
  • die Spielanleitung
  • 10 Ziplocktüten, um das ganze nachher zu verstauen

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Schräge Nummer

Parallelo

Der Verlag Gerhards, der nicht nur Spiele, sondern auch anderes nützliches aus Holz herstellt, hat uns auch dieses Jahr eine sehr interessante Neuheit eingereicht: Hinter der eher schlichten Verpackung aus einfachem braunen Karton, die allerdings typisch für den Verlag ist, verbirgt sich erst einmal ein schönes massives Spielbrett aus Buchenholz – 20 x 20 x 2 cm – sowie ein Säckchen mit 36 Setzsteinen in sechs Farben (ebenfalls Holz, lackiert in weiß, gelb, orange, dunkelrot, hellgrün und dunkelgrün). Dazu kommt noch die (angenehm kurze) Spielanleitung in Deutsch und Englisch, und das war es auch schon – die Schachtel ist damit aber auch randvoll.
 
Worum also geht es? Dazu sei erst einmal erklärt – wir wissen doch alle, was ein Parallelogramm ist, oder? Wenn nicht – Geometrie nachholen, oder weiterlesen: Ein Parallelogramm ist ein Viereck, dessen jeweils sich gegenüberliegende Seiten gleich lang sind. Und eben solche Parallelogramme möchte man in Parallelo eben errichten – auf einem Spielfeld, in dem es 36 Mulden gibt, die in 6 Reihen und 6 Spalten angeordnet sind, allerdings leicht versetzt – auch ein Parallelogramm eben.

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Ein Kessel Buntes

GlastonburyGlastonbury

Ob Color of Magic oder die Alchimiestunde in Hogwarts – Zauberer (oder solche die es werden wollen) werfen gerne Zutaten in irgendwelche Kessel. Natürlich brauchen sie dazu neben dem Kessel eben diese Zutaten, und um die geht es eben in Glastonbury (benannt nach der gleichnamigen Stadt in England).

Moment mal, Zutaten, Kessel, da war doch was? Ja, es ist schon eine ganze Weile her, kurz nach der Jahrtausendwende… da waren wir noch nicht Roachware, sondern jeder noch für sich, da bekam ich ein schönes kleines Zweipersonenspiel namens Kupferkessel Co., damals erschienen bei Goldsieber, und habe es auch rezensiert (und auch sehr gemocht). Nun hat franjos dieses Spiel etwas erweitert und neu aufgelegt – unter dem Namen Glastonbury.

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Geister, Hexen, Kürbisse

purehallPure Halloween

In die Jahreszeit passt Pure Halloween ganz sicher – allerdings ist diese Thematik nicht unbedingt notwendig, das stellt man schnell fest, wenn man das Spiel einmal genauer anschaut. Lediglich die Spielsteine tragen Symbole, die zur Halloween-Thematik passen – jeweils als gelbe und rote Steine liegen 3 Geister, 2 Sensenmänner, 2 Fledermäuse, 2 Hexen, 2 schwarze Katzen und 1 Kürbis vor. Dazu kommt noch ein Spielbrett, schlichtes Schwarz, das an ein Sudokubrett erinnert – also 9 große Quadrate, die jeweils in 9 kleine Quadrate unterteilt sind.

Was tut man nun damit – nun, man möchte als erster alle Gebiete besetzen – also in allen 9 großen Quadraten zumindest eine Figur stehen haben. Zu Beginn des Spieles stehen noch gar keine Figuren auf dem Brett; wer an der Reihe ist, kann eine Figur einsetzen, oder eine ziehen. Trotz der stellenweise etwas holprigen Übersetzung der Regel (vorhanden in Deutsch, Englisch, Rumänisch und Ungarisch – wo Deutsch nicht eindeutig war, hat Englisch geholfen) ist folgendes Prinzip einfach zu verstehen: Ein Spielstein – außer dem allerersten – kann nur eingesetzt werden, wenn er einen anderen (ab dem 2. eingesetzten einen eigenen) Spielstein berührt; außerdem darf er nicht in ein völlig unbesetztes großes Quadrat eingesetzt werden. Gezogen werden darf nur so, dass kein Stein unverbunden zurückbleibt, was viele Taktiken der Fesselung erlaubt. Jede Art Spielstein hat eine eigene Bewegungsregel – die meisten dürfen dabei über andere Steine hinweg bewegt werden, eine Ausnahme bildet der Sensenmann (und der Kürbis, aber der bewegt sich ohnehin nur ein Feld weit).
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Blüten im Teegarten

OkiyaOkiya

Der französische Verlag Jactalea hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen für schöne, handliche Zweipersonenspiele gemacht, und auch Okiya ist wieder ein Kandidat für diese Kategorie. In der handlichen kleinen Schachtel (11 x 11 cm und 3 cm hoch) findet man 8 schwarze und 8 rote Geishamarker, sowie insgesamt 16 Gartenmarker, deren Motive bekannt vorkommen, wenn man Hanafuda, ein traditionelles japanisches Kartenspiel, kennt. Die Marker müssen vor dem ersten Spiel aus Stanzrahmen ausgelöst werden, was aber problemlos ging; sie sind aus stabilem Karton und sind sehr hübsch gestaltet. Ansonsten ist noch das Regelheftchen enthalten – Spielregeln in Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch, kurz und gut verständlich.

Die Hanafuda-ähnlichen Marker, die den Garten darstellen, zeigen jeweils eine Pflanze (Ahorn, Kirsche, Pinie oder Iris), sowie ein weiteres Motiv – Sonne, Wolken, Vögel oder Band/Flagge. Also gibt es jede Kombination genau einmal, und zu Beginn des Spieles werden alle 16 Plättchen in einem 4×4 Quadrat zufällig ausgelegt.

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Abgründe der Londoner Unterwelt

ErstverkaufstagBakerstreet_10Baker Street No. 10

Was ist denn ein Krimi-Snack? Die Frage mag man sich stellen, wenn man dieses kleine Heft vom Samhain-Verlag in der Hand hält. Nun, es handelt sich um ein kurzes Rollenspielszenario für bis zu 7 Spieler (die man meiner Meinung nach auch dabeihaben sollte – die Charaktere sind alle interessant, und es ist schade, das nicht auszunutzen), die alle irgendeine Rolle im Drogen- und Rotlichtmilieu der Londoner Unterwelt spielen. Wir schreiben das Jahr 1885…

Wer ein wenig Ahnung von Geschichte hat (oder auch gerne mal Doyle liest) kann sich um so besser in die Atmosphäre hineindenken, in der dieses kurze Szenario gesetzt ist. Vor einigen Stunden ist unangenehmerweise die Leiche eines Drogenkuriers in der Themse gefunden worden, was dazu führen wird, dass der Yard herumschnüffelt – noch mehr und noch unangenehmer als er das sowieso schon tut. Um dies zu vermeiden, finden sich die Leute, die zu dem toten Jamie Cunningham zumindest eine Beziehung hatten, im Drunken Boar ein – der Wirt dieses Pubs ist auch eine der Spielfiguren, der auch ein wenig moderieren soll, schließlich finden eine ganze Menge Geschäfte gerade hier statt.

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Das ist so cool, das brauchst du unbedingt

Erstverkaufstagjetpack unicornThe World Needs A Jetpack Unicorn

“Was ist seltsamer – wenn alle deine Entscheidungen durch öffentliche Abstimmung getroffen würden, oder wenn alle deine Entscheidungen zufällig getroffen würden?” Das ist nur eine der möglichen Szenariokarten in Jetpack Unicorn, und darum geht es auch. Das Spiel, das in einer hübschen bunten Schachtel daherkommt, und ganz nebenbei per Kickstarter im Sommer finanziert wurde, besteht komplett aus Karten – eben jenen Szenariokarten, die immer zwei Alternativen vorstellen und fragen “was ist seltsamer”, “was ist cooler” oder “was ist schlimmer”, sowie einen ganzen Stapel “Transmog”-Karten, auf denen jeweils ein Begriff oder ein Vorgang genannt werden. Außerdem gibt es noch 15 Rundenkarten – lediglich als Zähler gedacht, damit man weiß wie viele Runden man spielt (darauf sollte man sich vorher einigen).

Wie also läuft das Spiel? Erst einmal erhält jeder Spieler drei Transmogkarten, dann zieht der aktive Spieler eine der Szenariokarten, und nun sind die beiden Spieler rechts und links von ihm gefragt, die beiden Alternativen zu “bewerben”, wobei sie einen der Transmogbegriffe dazu verwenden müssen (aber noch nicht aufdecken). Am Ende entscheidet der aktive Spieler, welche Darstellung ihm besser gefallen hat, der Sieger bekommt die Punkte der Transmogkarte gutgeschrieben, der andere muss sie ablegen, beide ziehen nach, und der nächste Spieler wird der aktive Spieler.

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