Tag Archiv für DSA

Konvent-ionell

ElfenbeinturmIm Schatten des Elfenbeinturms – Abenteuer für DSA

Das Abenteuer Im Schatten des Elfenbeinturms mag manch einem beim ersten Blick auf die Randdaten ein wenig seltsam erscheinen: Handlungszeit ist 1034 BF, zur Zeit schreibt man in Aventurien aber das Jahr 1036. Wer versucht, seine Runde einigermaßen parallel zur “Jetztzeit” zu leiten, hat also zunächst einmal nichts von diesem Abenteuer. Das gilt doppelt, wenn man auch die offizielle Geschichtsschreibung verfolgt, denn dann sind auch eine Reihe Ereignisse, die für dieses Abenteuer unumgänglich notwendig sind, bereits Vergangenheit.

Aber wer es mit der Chronologie nicht so genau nimmt, eine Gruppe hat, die (aufgrund der bislang gespielten Kampagne) sowieso ein wenig in der Zeit zurückliegt, oder auch wer sowieso ein wenig Rosinenpickerei betreibt, dürfte sich für das Abenteuer interessieren, denn es geht hierbei unter anderem um eine der zentralen Institutionen der aventurischen Gildenmagie. In der Einleitung wird bereits auf eine ganze Reihe Ereignisse Bezug genommen, die dem erfahrenen Aventurier bekannt sein sollten, aber: Was ist für jemanden, der beispielsweise Al’Muktur – weil es ja arabisch klingt – in der Nähe von Mherwed sucht, in diesem Abenteuer zu finden?

» Weiterlesen..

Personalia

UlissesWie Ulisses im eigenen Blog berichtet, ist Mario Truant nicht mehr Verlagsleiter bei Ulisses Spiele. Die Meldung ist überraschend kurz angebunden für eine derartige Meldung und sagt ansonsten nur, dass sich hierdurch nichts an der weiteren Produkplanung ändern werde.

€ 16.10.: Die Meldung wurde durch einen Zusatz ergänzt, in dem Mario Truant für die Zusammenarbeit gedankt wurde und ihm für die Zukunft “das Allerbeste” gewünscht wird.

Luzifer

FeuerbringerFeuerbringer (Abenteuer für DSA)

Wie lange es dauern kann von der Erstellung eines Abenteuers und dem redaktionellen Abschluss bis zur endgültigen Veröffentlichung, kann man im Band ‘Feuerbringer’ nachlesen. Das Vorwort (üblicherweise das letzte, was in so einem Band geschrieben wird) wurde bereits im Juni 2012 geschrieben, erschienen ist der Band (der mir als PDF vorlag) aber erst Ende Juni dieses Jahres.

Der Kampagnenband für eine Einsteigergruppe, der zweite Teil der Trilogie Die Erben des schwarzen Eises, enthält wie auch der erste vier einzelne Abenteuer, die sich mit der aktuellen Situation im hohen Norden Aventuriens beschäftigt. Die Abenteuer des ersten Bandes erlebt zu haben, kann sicher nicht schaden – an manchen Stellen wird eine Gruppe, die den ersten Band nicht kennt, Probleme haben und der Spielleiter improvisieren müssen. Ansonsten ist der Regionalband zum hohen Norden sicherlich nützlich, andere Regelwerke sind fallen hier eindeutig unter ‘nett zu haben, aber ziemlich unnötig’. Alles weitere, vor allem, weil sich diesmal Spoiler nur minimieren, aber nicht vermeiden lassen, nicht auf der Hauptseite des Blogs, sondern nur im eigentlichen Artikel – der hierunter folgt.

» Weiterlesen..

Uthurische Aventüren

BlutsteinDer Fluch des Blutsteins

Am Wochenende ist RatCon, und da dachte ich mir, das ist der Gelegenheit, die aktuellen Produkte von Ulisses zu rezensieren – auf der Messe werden ja sicher viele Interessenten sein, die wissen wollen, was sie von den Werken zu halten haben. Nachdem gestern mit der Inneren See ein Pathfinder-Handbuch an der Reihe war (und die Erstverkaufstagsrezension für Los Muertos leider verschoben werden musste, die ich heute als Unterbrechung des Ulisses-Specials geplant hatte), betrachte ich heute das mWn neueste Werk zum Schwarzen Auge, den zweiten Band der Entdeckerkampagne zu Uthuria.

Wie üblich, liegt mir die PDF-Version vor, die insgesamt 124 Seiten dick ist. Der Download, der mit fast 29 MB zu Buche schlägt, enthält wieder die beiden bekannten, am Bildschirm nicht zu unterscheidenden Versionen der Datei. Die Datei besitzt die notwendigen Lesezeichen, damit man schnell von einer Stelle zur anderen gelangt, was ziemlich oft vorkommt, wenn man das Abenteuer leitet. Wer es aus dem Buch leitet, wird wohl kaum darum herumkommen, eine ganze Menge Post-Its zu verwenden.

» Weiterlesen..

Gebetbuch

liberliturgiumDSA: Liber Liturgium

Regelwerke für DSA sind ja oftmals umstritten, vor allem, wenn sie Bugs aus früheren Versionen fixen sollen. Meist kommt dann zumindest in den Onlineforen das Geschrei, man habe mit den neuen Formulierungen alles nur verschlimmbessert; und wenn man den Argumenten glauben darf, sind alle Charakteroptionen verglichen mit den gleichrangigen anderen zu kurz gekommen. Diese Diskussionen beschränken sich bei einem Band wie dem Liber Liturgium selbstverständlich dann auf die Optionen für Spieler von Geweihten – aber das ändert nichts an den Diskussionen.

Das Liber Liturgium gibt es, wie in letzter Zeit bei Ulisses üblich, sowohl als Papierversion(en) als auch als PDF-Download. Mir lag zur Rezension die PDF-Version vor, die beim Download mit nur 7 Megabyte ziemlich schlank daherkommt – besonders, wenn man bedenkt, dass das Buch mit fast 370 Seiten aufschlägt.

» Weiterlesen..

Mitnehmsel

PraiosvademecumPRAios-Vademecum für Das Schwarze Auge

Ein Vademecum ist ein unentbehrlicher Begleiter bei der Berufsausübung oder auf Reisen. Meist wird hiermit ein Buch oder anderes geschriebenes Werk bezeichnet, aber Lord Peter Wimsey bezeichnet beispielsweise in Whose Body? (deutsch: Der Tote in der Badewanne) seinen speziell angefertigten Spazierstock als einen solchen. Klassisch waren es aber Bücher – und ursprünglich religiöser Art -, die diesen Namen erhielten. In romanischen Sprachen ist ersatzweise auch der Begriff Venimecum (übersetzt: ‘Komme mit mir’ statt ‘Gehe mit mir’) gebräuchlich.

Seit einiger Zeit veröffentlicht Ulisses jetzt ‘Reisegebetbücher’ für verschiedene Gottheiten Aventuriens als Vademeca, jeweils als kleines Büchlein mit einem einfarbigen Umschlag, der der Farbe des Gottes angepasst ist, und einem Relief des Göttersymbols auf der Vorderseite. Mir wurde das PRAios-Vademecum als PDF-Datei zur Verfügung gestellt, das ich hiermit denn auch besprechen möchte.

» Weiterlesen..

Preisträger

RPC Awards 2013

Heuteabend um 18 Uhr begann die Verleihung der RPC Awards. Durch das Programm führte wie immer Mhaire Stritter, und wer uns auf Twitter folgt, weiss bereits,wer welche Preise ub den Publikumsabstimmungen gewonnen hat.

Für alle, die dies nicht, tun, hier noch einmal die Preisträger in den Bereichen, in der Reihenfolge, in der sie verliehen wurden.

» Weiterlesen..

Gemischtes Doppel

RakshRakshazar für DSA und Savage Worlds

Der Kontinent Aventurien teilt sich, wie wohl allgemein bekannt sein dürfte, seine Welt mit mindestens drei weiteren Kontinenten: Myranor im Westen, Uthuria im Süden und Rakshazar, auch als ‘Riesland’ bekannt, im Osten. Myranor und Uthuria sind nur auf dem Seeweg zu erreichen, während Rakshazar durch einen Gebirgszug, das Eherne Schwert, von Aventurien getrennt ist – aber auch dorthin kann man theoretisch über See gelangen.

Angesichts der relativen geographischen Nähe Rakshazars zu Aventurien wundert es vielleicht, dass es von Aventurien aus kaum Kontakte zu Rakshazar gibt. Aber das Eherne Schwert ist extrem hoch und nahezu unüberwindlich (und die wenigen Wege unter dem Ehernen Schwert hindurch – einer soll ja in Notmark beginnen – sind auch unbekannt), während die Seefahrt durch widrige Winde stark behindert wird. Daher wundert es auch nicht, dass die offiziellen Materialien von Ulisses und Uhrwerk Aventurien, Myranor und inzwischen auch Uthuria behandeln, Rakshazar aber explizit für Fanprojekte reserviert bleibt. Das Hauptprojekt steht jedes Jahr auf der RPC, dieses Jahr auf Stand A-077, in direkter Nähe zum Lesecafé.

» Weiterlesen..

Es geht weiter (Update)

Noch mehr Neues aus der DSA-Redaktion etc.

Erst vor ein paar Tagen habe ich berichtet, dass die DSA-Redaktion geschrumpft ist – und schon folgt der nächste Streich. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass jetzt erst einmal wieder ein wenig Ruhe einziehen kann, aber da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.

Es geht um Chris Gosse, dessen Austritt aus der Kernredaktion gestern bekannt gegeben wurde. Damit besteht die Kernredaktion, wenn ich das richtig überblicke, aus Daniel Simon Richter und Alex Spohr.

Ich kann mich jetzt so auf Anhieb an keinen Umbau bei DSA erinnern, der so umfassend gewesen wäre – vielleicht einmal abgesehen vom 30. Januar 1997.

Update: abends kündigte Andre Wiesler dann auch noch an, dass die sogenannte ‘erweiterte Redaktion’ – also das Gremium aus ‘festen’ (Kern-)Redakteuren und den freien Redakteuren – ebenfalls aufgelöst werde, und die dazugehörige Mailingliste eingestellt. Anstelle des großen Redakteurskonglomerats, dessen Mitglieder einen gewissen Überblick hatten welche Produkte kommen und mit wen man sich ggfs. außer der reinen Bandarbeit absprechen muss, sollen in Zukunft fallweise Bandredakteure eingesetzt werden, die für die Kommunikation mit den Autoren verantwortlich sind. Diese Bandredakteure gab es schon vorher, ihre Rolle ist nur hiermit deutlich wichtiger geworden, weil es eben keine ‘kurzen Dienstwege’ mehr gibt.

Man wird sicher abwarten müssen, welche Ergebnisse diese Umstrukturierung zeitigt, allerdings scheint der Titel der letzten Meldung darauf hinzuweisen, dass das vorläufig die letzte solche Meldung war.=”http:>

In verwandten Nachrichten heisst es, dass Duke Nukem Forever der Fluch des Flussvaters, der schon lange angekündigt worden war, seit kurzen in neuen Autorenhänden liegt und doch kommen soll. Matthias Freund und Dominic Hladec übernehmen die Aufgabe von Tobias Radloff.

DSA – Großreinemachen

Zur Zeit überschlagen sich wieder einmal die Meldungen zur Redaktion des Rollenspiels DSA.

Nachdem vor wenigen Tagen bekanntgegeben wurde, dass Uli Lindner und Patric Götz nicht mehr zur DSA-Redaktion gehören, wurde im Laufe des letzten Wochenendes auch der Auszug Thomas Römers aus der Kernredaktion bekanntgegeben. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Alex ‘Disaster’ Spohr neu zur Redaktion stößt, sowie dass die WunderWerk Online – ein Online-Newsletter zum Schwarzen Auge – eingestellt werde zugunsten der Veröffentlichungen von Einzelartikeln.

Ein ein wenig merkwürdiges Gefühl beschleicht einen schon, wenn man all das hört. Gerade Uli, Patric und (vor allem) Thomas gehören ja für den (halbwegs) Eingeweihten zum festen Inventar von DSA, so dass man sich unwillkürlich fragt, ob das denn gut gehen kann. Da kann auch die Berufung von Alex die Bedenken nur teilweise zerstreuen.

Für DSA scheint seit einiger Zeit der alte chinesische Fluch von den ‘interessanten Zeiten’ eingetreten zu sein, und man darf wohl gespannt sein, wie das weitergehen wird. Ich persönlich finde den Verlust der drei sehr schade (der Gewinn von Alex hingegen ist sicherlich ein Pluspunkt), und werde gespannt die weitere Entwicklung verfolgen. ‘mal sehen, vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal eine Gelegenheit, mit dem einen oder anderen der Gegangenen und gegangen Gewordenen am Rande einer Con oder Börse ein kleines Interview zu führen, und davon an dieser Stelle zu berichten. Mich würde es jedenfalls freuen.

Persönlich wundert mich die Entscheidung doch ein wenig, denn die drei, die jetzt gehen, gehören zu den wenigen DSA-Machern, die auch dem weniger internet-affinen Spieler des Systems ein Begriff sind. Gerade Thomas Römer hat in der Rezeption der heutigen Spieler (wenn ich die Eindrücke auswerte, die ich auf verschiedenen Cons und bei gelegentlichen Besuchen in Deutschen Rollenspielläden erhalte) den Urvater des Schwarzen Auges, Ulrich Kiesow, längst überholt. Und die Liste der in den letzten 12 Monaten ausgeschiedenen liest sich beinahe wie ein Who’s Who der Deutschen Rollenspielszene. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man jetzt versuchen will, durch ‘unbekanntere’ Autoren den Eindruck zu erwecken, man sei der Indie-Szene zuzurechnen. Das ist dann doch eine etwas andere Welt…

Ich werde jedenfalls gespannt beobachten, wie es dem zweitältesten deutchen großen Rollenspielsystem in Zukunft ergehen wird.